Feiern zum Tag der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel

Am 22. September wird der Tag der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel gefeiert

Wir gedenken Buddhas Güte

Wir feiern den Tag der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel

Entdecke die Geschichte und Bedeutung hinter dem Tag der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel und warum dieser besondere Tag (öffnet in neuem Tab) als großartige Gelegenheit gilt, Tugend zu schaffen. In dieser inspirierenden Erklärung erläutert Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche (öffnet in neuem Tab) die Bedeutung von Buddhas Sommerretreat, seinem Besuch im Land der dreiunddreißig Himmel und die tiefgründige Güte von Buddha Shakyamuni, der die Weisheit des Dharma in die Welt gebracht hat. Der Vortrag erklärt auch, wie wir uns an Buddhas Güte erinnern und unsere Verdienste seinem größten Wunsch widmen können – dass alle Lebewesen dauerhafte Befreiung vom Leiden finden und Erleuchtung erlangen.

Auszug aus einer Unterweisung

Ein Vortrag von Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche an diesem Tag im Jahr 1991:

„An diesem Tag feiern wir Buddhas Rückkehr aus dem Reich der Begierdegötter, dem sogenannten Land der dreiunddreißig Himmel, wo er seine Mutter besucht hatte, die dort wiedergeboren worden war.“

Traditionell markiert dieser Tag auch das Ende des Sommerretreats. Jedes Jahr während der Sommermonate hielt Buddha mit seinen Schülern ein dreimonatiges Retreat ab. Der Grund dafür war, dass er vermeiden wollte, Insekten und anderen Tieren Schaden zuzufügen.

Wenn wir in den Sommermonaten viel draußen sind, töten wir natürlich mehr Insekten und andere Tiere als zu anderen Jahreszeiten. Das Wesen des Buddhadharma ist Mitgefühl – ein unvoreingenommenes Mitgefühl, das sich nicht nur auf Menschen bezieht, sondern auf jedes Lebewesen, einschließlich der Tiere.

Eigentlich sollten wir mehr Mitgefühl für Tiere haben als für Menschen, denn Tiere leiden mehr. Menschen haben bessere Lebensbedingungen und sind glücklicher als Tiere. Da Tiere so viel leiden müssen und keine Freiheit haben, sollten Buddhisten aus Mitgefühl versuchen, sie nicht zu töten oder zu stören. Deshalb riet Buddha seinen Schülern, sich im Sommer drei Monate lang zum Retreat zurückzuziehen, immer drinnen zu bleiben und achtsam und gewissenhaft zu leben.

Einmal, während des jährlichen Sommerretreats, begab sich Buddha ins Land der dreiunddreißig Himmel. Nachdem seine Mutter gestorben war, war sie in diesem Götterreich wiedergeboren worden, das so heißt, weil es dreiunddreißig verschiedene Arten von Göttern gibt.

Der König dieses Reiches heißt Indra. Der Indra, der zu jener Zeit König war, war auch Buddhas Schüler und lud Buddha ein, dorthin zu kommen. Also begab sich Buddha dorthin, um seiner Mutter zu helfen und – auf Indras Bitte hin – auch den anderen dort lebenden Göttern zu helfen. Er blieb drei Monate und kehrte dann an diesem Tag zurück.

Deshalb ist dieser Tag etwas ganz Besonderes. Es heißt, wenn wir an diesem Tag irgendeine tugendhafte Handlung ausführen, wird sie besonders kraftvoll und unsere Verdienste nehmen stark zu. Wenn wir zum Beispiel eine einzige Darbringung machen, wird diese Handlung zu Millionen von Darbringungen vervielfacht.

An diesem Tag sollten wir uns besonders an Buddhas Güte erinnern.

Wir haben jetzt eine besondere Weisheit, die versteht, dass das Töten von Tieren eine negative Handlung ist, also lassen wir das Töten sein. Wir haben jetzt eine besondere Weisheit, die versteht, was Liebe ist und zwischen Liebe und Anhaftung unterscheiden kann. Auf diese Weise haben wir eine wunderbare Möglichkeit, unvoreingenommenes Mitgefühl für alle Lebewesen zu entwickeln, und auf diese Weise können wir die besondere Verwirklichung von Bodhichitta erlangen, die die Wurzel der vollständigen Erleuchtung ist.

Wir haben jetzt die Chance, unser Festhalten am Selbst aufzugeben, das die Quelle allen Leidens und aller Probleme ist. Wir besitzen die Weisheit, die versteht, was Festhalten am Selbst ist, wie es uns schadet und wie wir es aufgeben können. All dieses Wissen und all unsere Weisheitserkenntnisse stammen aus der Güte von Buddha Shakyamuni.

Je Tsongkhapa

Alle Bücher von Je Tsongkhapa sind Kommentare zu den Unterweisungen von Buddha Shakyamuni. Sie helfen dabei, diese zu verdeutlichen und machen es uns leichter, sie zu verstehen. Heutzutage sind die Menschen zwar sehr intelligent und wissen genau, wie man äußere Dinge entwickelt und herstellt, doch ihr Verständnis oder ihre Weisheit in Bezug auf den tiefgründigen Dharma des inneren spirituellen Pfades ist sehr dürftig und schwach. Je Tsongkhapa hat es uns sehr leicht gemacht, dies zu verstehen. Er hat alles verdeutlicht und es uns leicht gemacht, alle Unterweisungen Buddhas auf sehr praktische Weise zu verinnerlichen.

Da Je Tsongkhapas Bücher Kommentare zu den Unterweisungen von Buddha Shakyamuni sind, studieren wir, wenn wir Je Tsongkhapas Unterweisungen studieren, die Unterweisungen von Buddha Shakyamuni, und wenn wir Je Tsongkhapas Unterweisungen praktizieren, praktizieren wir Buddhas Unterweisungen.

Alle Bücher, die wir im Allgemeinen Programm, im Grundlagenprogramm und im Lehrerausbildungsprogramm studieren, sind Kommentare zu Je Tsongkhapas Unterweisungen. Sie verdeutlichen Je Tsongkhapas Unterweisungen und erklären, wie man sie praktiziert und in den Alltag integriert. Sie sind zwar als eigenständige Darstellungen konzipiert, aber im Grunde sind sie alle Kommentare zu Je Tsongkhapas Büchern. Wir studieren also Je Tsongkhapas Unterweisungen – und damit studieren wir auch die Unterweisungen von Buddha Shakyamuni.

Tatsächlich stammt jede Unterweisung, die wir studieren und praktizieren, im Grunde von Buddha Shakyamuni; all unsere Weisheit, die den Dharma versteht, entspringt seiner Güte. Wenn wir uns dessen bewusst werden, sollten wir alle Verdienste, die wir heute ansammeln, der Erfüllung seines Wunsches widmen.

Was ist Buddhas Wunsch? Sein größter Wunsch ist es, dass seine Unterweisungen in der ganzen Welt gedeihen, damit alle Lebewesen Befreiung aus dem Ozean des Leidens von Samsara finden und dauerhaften inneren Frieden, dauerhafte Freiheit und schließlich große Erleuchtung erlangen. Da der wahre Weg zur Befreiung aus Samsara darin besteht, Buddhas Unterweisungen zu praktizieren, ist es unmöglich, tatsächliche Befreiung zu erlangen, solange diese Unterweisungen in dieser Welt nicht gedeihen.

Buddha braucht nichts für sich selbst, denn er hat alles vollendet – er hat alle seine persönlichen Wünsche erfüllt. Sein einziger verbleibender Wunsch ist, dass alle Lebewesen durch das Praktizieren seiner Unterweisungen Befreiung und Erleuchtung erlangen. Mit anderen Worten: Sein Wunsch ist es, dass das reine Buddhadharma in der ganzen Welt gedeiht, um alle Lebewesen von jeglicher Art von Problemen und Leiden zu befreien.

Deshalb sollten wir alle Tugenden, die wir heute sammeln, diesem Zweck widmen.

Ein sinnvolles Leben dank der Güte von Buddha Shakyamuni

Hör dir einen Ausschnitt über die Güte Buddhas an

The Kindness of Buddha Shakyamuni

Podcast

The Kindness of Buddha Shakyamuni

Learning to Become Just Like Him

Mehr lesen →
0:00 / 5:45

5:45 · 24. Dezember 2020 Gen-la Dekyong

Mehr entdecken

Das Spotlight

  • Feiern zum Tag der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel

    Entdecke die Geschichte und die Bedeutung hinter dem Tag von Buddhas Rückkehr aus dem Himmel und erfahre, warum dieser besondere Tag als eine kraftvolle Gelegenheit gilt, Tugend zu schaffen. In dieser inspirierenden Erklärung vermittelt Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche die Bedeutung von Buddhas Sommerretreat, seinem Besuch im Himmel der Dreiunddreißig und der tiefgründigen Güte von Buddha

    Read More

Living Clarity Podcast

Der Moderne Buddhismus Podcast