Tag 6 ~ Wie die spirituelle Kraft von Je Tsongkhapa in unserer Welt erscheint
Okt. 15, 2026
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Meditation ist eine geistige Tätigkeit, deren Natur die einsgerichtete Konzentration ist und deren Funktion darin besteht, den Geist friedlich und ruhig zu machen.
Bei der Meditationspraxis kultivieren wir bewusst friedliche und nutzbringende Geisteszustände. Es gibt viele verschiedene Meditationsformen, die wir erlernen können, und jede hilft uns dabei, einen bestimmten tugendhaften Geisteszustand zu entwickeln. Indem wir uns mit diesen positiven Geisteszuständen vertraut machen, werden sie nach und nach zu unserer natürlichen Art, auf die Herausforderungen des Lebens zu reagieren. Meditation lehrt uns praktische Methoden, wie wir sowohl uns selbst als auch andere glücklich machen können, indem wir inneren Frieden entwickeln und auf diese Weise unserem Leben mehr Sinn geben.

Eine einfache Atemmeditation
Der erste Schritt der Meditation besteht darin, Ablenkungen zu unterbinden und unseren Geist durch einfache Atemmeditation zu klären. Wir suchen uns einen ruhigen Ort zum Meditieren und setzen uns aufrecht in eine bequeme Haltung. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf unseren Atem. Wir atmen ganz natürlich und versuchen, die Empfindung des Atems wahrzunehmen, wenn er durch die Nasenlöcher ein- und ausströmt. Diese Empfindung ist unser Meditationsobjekt. Wir versuchen, uns ganz darauf zu konzentrieren und alles andere auszublenden, und bleiben einsgerichtet auf die Empfindung des Atems fokussiert. Wenn wir merken, dass unsere Gedanken abgeschweift sind und wir unseren Gedanken nachhängen, sollten wir sie sofort wieder auf den Atem zurückführen.

Wir sollten uns in Atemmeditation schulen, bis wir unsere groben Ablenkungen reduzieren und eine gewisse anfängliche Kontrolle über unseren Geist erlangen können. Dann können wir zu tieferen und transformativeren Meditationen übergehen, wie zum Beispiel den Lamrim Meditationen, die im Neuen Meditationshandbuch erklärt werden. Indem wir uns mit diesen Meditationen vertraut machen, werden wir in der Lage sein, unseren Geist von einem negativen in einen positiven Zustand zu verwandeln. Um sicherzustellen, dass unsere Meditation wirksam ist, wird jede Meditationspraxis in zwei Phasen dargestellt: die Kontemplation und die eigentliche Meditation.

Wir denken über die Bedeutung einer spirituellen Anleitung nach, die wir gehört oder gelesen haben. Indem wir solche Anleitungen zutiefst betrachten, gelangen wir schließlich zu einer eindeutigen Erkenntnis oder lassen einen bestimmten tugendhaften Geisteszustand entstehen. Das ist das Meditationsobjekt. Dann konzentrieren wir uns so lange wie möglich ganz und gar auf unser Objekt, um uns damit tief vertraut zu machen.

Wenn wir die Vorteile der Meditation verstehen, hilft uns das, motiviert bei unserer Meditationspraxis zu bleiben. Meditation hat viele Vorteile, darunter:
Wenn wir Meditation schulen, wird unser Geist nach und nach immer friedvoller, und wir werden eine immer reinere Form des Glücks erleben. Die wahre Quelle des Glücks ist innerer Frieden.
Durch das Meditieren können wir unsere negativen, unruhigen Geisteszustände nach und nach verringern und beseitigen und sie durch positive, friedliche Zustände ersetzen.
Wenn wir geduldig meditieren, lassen unsere ablenkenden Gedanken nach und unser Geist kommt zur Ruhe. Dadurch entsteht ganz natürlich ein Gefühl von tiefem Glück und Zufriedenheit in unserem Inneren. Dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit hängt überhaupt nicht von äußeren Umständen ab.

Ein Großteil des Stresses und der Anspannung, die wir normalerweise erleben, entsteht in unserem Geist. Meditation hilft, diesen Stress abzubauen, und schafft einen inneren Raum und Klarheit, die es uns ermöglichen, unseren Geist unabhängig von der äußeren Situation zu kontrollieren. Schließlich werden wir in der Lage sein, auch unter den schwierigsten Umständen stets glücklich zu bleiben.
Wir müssen unsere Zeit und Energie so einteilen, dass wir anderen den größtmöglichen Nutzen bringen können. Um das effektiv zu schaffen, brauchen wir Zeit für uns allein, um neue Kraft zu tanken, unsere Gedanken zu ordnen und durch regelmäßige Meditationspraxis die Dinge aus der richtigen Perspektive zu betrachten. Das hilft uns, mit der Hektik und den Schwierigkeiten des Alltags besser zurechtzukommen. Auf diese Weise lassen sich schwierige Situationen und Beziehungen leichter bewältigen, wir werden anderen Menschen gegenüber ganz natürlich mehr Wärme empfinden und unsere Beziehungen zu anderen werden sich nach und nach verbessern. Wir werden immer dazu ermutigt, unsere Meditationspraxis mit der Schulung unseres Geistes im Alltag zu verbinden.
Wenn wir uns systematisch in Meditation schulen, werden wir irgendwann in der Lage sein, die Verblendungen aus unserem Geist zu beseitigen, die die Ursachen all unserer Probleme und unseres Leidens sind. Auf diese Weise werden wir dauerhaften inneren Frieden erfahren. Dann werden wir Tag und Nacht, Leben für Leben, nur noch Frieden und Glück erleben.

Sowohl Kontemplation als auch Meditation dienen dazu, unseren Geist mit sinnvollen Objekten vertraut zu machen. Je vertrauter wir mit solchen Objekten sind, desto friedlicher wird unser Geist. Indem wir uns in Meditation schulen und im Einklang mit den Einsichten und Vorsätzen leben, die wir während der Meditation entwickelt haben, werden wir schließlich in der Lage sein, unser ganzes Leben lang einen friedlichen Geist aufrechtzuerhalten.

Jedes internationale Festival endet mit einem Retreat, und es ist ein unglaublich kraftvolles Erlebnis, in der gemeinsamen Stille und Konzentration von tausend Menschen und in einer so gesegneten Umgebung zu meditieren. Gen Lochani leitet ein wunderschönes Retreat, das klar strukturiert ist, damit jeder Zeit hat, sein Vertrauen zu vertiefen und sich auf die Bitten einzulassen, die im Migtsema Gebet gemäß dem Höchsten Yoga Tantra enthalten sind.