Kadampa-Buddhismus

Neuen Kadampa Tradition - Internationale Union des Kadampa-Buddhismus
Gründer ~ Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

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Das Klare Licht der Glückseligkeit

Das Klare Licht der Glückseligkeit

Ein tantrisches Meditationshandbuch

Von Geshe Kelsang Gyatso

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“Das Klare Licht der Glückseligkeit” ist ein tantrisches Meditationshandbuch, das die tiefgründigsten Geheimnisse der alten Yogis enthüllt und ihre glückseligen Erfahrungen der modernen Welt zugänglich macht.

Es erklärt hauptsächlich die Vollendungsstufe des Höchsten Yogatantras, das die höchste Stufe von Buddhas Unterweisungen ist.

Es führt sehr ausführlich in die Elemente des subtilen Körpers – die Kanäle (nadi), Winde (vayu) und Tropfen (bindu) – ein und zeigt, wie sie durch Meditation gereinigt werden können.

Es werden verschiedene Meditationen gelehrt, um Kontrolle über die Kanäle, Winde und Tropfen zu gewinnen und vollständige Reinigung des sehr subtilen Geistes im Herzchakra, das Klare Licht der Glückseligkeit, zu erlangen.

Mit diesem glückseligen Gewahrsein können wir unsere wahre Natur freilegen, die Ursachen von Unwissenheit und Leiden beseitigen und sehr rasch eine wohltuende Quelle der Inspiration für andere werden.

“Eine Quelle großer Freude und unermesslichen Nutzens für alle Wesen dieser Welt.” Kyabje Ling Rinpoche


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Auf wen und was sollten wir uns verlassen?

Ein Auszug aus Klares Licht der Glückseligkeit

Von Geshe Kelsang Gyatso

Heutzutage gibt es eine starke Tendenz ohne das geringste Zögern jedes Wort, das von jemandem mit hohem Ansehen gesagt wird, zu glauben, während ein bescheidener Praktizierender, der vollkommene und genaue Unterweisungen gibt, oft nicht geschätzt wird; und häufig wird ihm auch kein Glauben geschenkt. Buddha Shakyamuni warnte seine Schüler davor, solch eine fehlerhafte Haltung einzunehmen:

Akzeptiert meine Unterweisungen nicht einfach, weil ich Buddha genannt werde.

Immer wieder erinnerte er seine Schüler daran, seine Unterweisungen nicht aus blindem Glauben heraus zu akzeptieren, sondern sie so gründlich zu prüfen, wie wenn sie Gold untersuchen würden. Wir sollten die Unterweisungen von allen, einschließlich von Buddha selbst, nur auf der Grundlage von gültigen Begründungen und persönlicher Erfahrung akzeptieren.

In den Unterweisungen über die vier Verlässlichkeiten gibt Buddha weitere Richtlinien, wie man zu einem fehlerlosen Verständnis von Unterweisungen kommt. Er sagt:

Verlasse dich nicht auf die Person, sondern auf den Dharma.
Verlasse dich nicht auf die Worte, sondern auf die Bedeutung.
Verlasse dich nicht auf die interpretative Bedeutung, sondern auf die definitive Bedeutung.
Verlasse dich nicht auf Bewusstsein, sondern auf Weisheit.

Die Bedeutung dieser vier Zeilen ist die folgende:

(1) Bei der Entscheidung, auf welche Lehre wir uns verlassen wollen, sollten wir uns nicht mit dem Ruhm oder Ansehen eines bestimmten Lehrers oder einer bestimmten Lehrerin zufriedengeben, sondern statt dessen untersuchen, was er oder sie lehrt. Wenn wir aufgrund der Untersuchung finden, dass die Unterweisungen vernünftig und fehlerlos sind, sollten wir sie akzeptieren, aber wenn ihnen diese Qualitäten fehlen, sollten wir sie zurückweisen, ganz gleich wie berühmt oder charismatisch ihr Vertreter auch sein mag.

(2) Wir sollten uns nicht allein durch den poetischen oder rhetorischen Stil einer bestimmten Unterweisung beeinflussen lassen, sondern sollten sie nur akzeptieren, wenn die eigentliche Bedeutung der Worte vernünftig ist.

(3) Wir sollten uns nicht allein mit einer interpretativen Bedeutung konventioneller Wahrheit zufriedengeben, sondern uns auf die definitive Bedeutung der endgültigen Wahrheit von Leerheit verlassen und sie akzeptieren. Mit andern Worten, weil die Methodenunterweisungen über Bodhichitta und die Weisheitsunterweisungen über Leerheit und so fort Gefährten sind, sollten wir uns nicht nur mit den einen oder den anderen zufriedengeben, sondern sollten sie beide zusammen praktizieren.

(4) Wir sollten uns nicht mit unreinen, täuschenden Zuständen des Bewusstseins zufriedengeben, sondern sollten uns auf die Weisheit meditativen Gleichgewichts Höherer Wesen verlassen.

Wenn wir diese vier Verlässlichkeiten verstehen und anwenden, um die Wahrheit der Unterweisungen, die wir empfangen, zu beurteilen, werden wir einem fehlerlosen Pfad folgen. Es wird keine Gefahr bestehen, dass wir falsche Sichtweisen annehmen oder unter den Einfluss irreführender Lehrer fallen werden. Wir können korrekt zwischen dem unterscheiden, was akzeptiert und was zurückgewiesen werden sollte, und dadurch werden wir vor Fehlern, wie zum Beispiel Sektierertum, geschützt.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Essenz des Vajrayana

Essenz des Vajrayana

The Highest Yoga Tantra Practice of Heruka Body Mandala

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

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Essence of Vajrayana is a truly unique book.

It is the first complete explanation in any Western language of the uncommon Tantric practice of the Heruka body mandala generation stage.

Buddha Heruka is a manifestation of enlightened compassion. By training in the generation and completion stages of Heruka Tantra, and in particular by training in the uncommon body mandala practice taught in this book, we can swiftly attain a sublime realization of profound inner peace and great bliss that we naturally impart to others.

This book is a comprehensive manual for the Heruka practitioner, containing a clear explanation of both the generation and completion stages, along with all the sadhanas and other ritual instructions necessary to engage in the practice.


Tantric Practice – The Essential Meaning of Human Life

To encourage ourself to train in the stages of the path to enlightenment, we should continually recall the three special characteristics of our human life: its freedom and endowment, its rarity, and its great meaning.

Due to the limitations of their body and mind, those who have taken rebirth as animals, for example, have no opportunity to understand or practise the path to liberation. Only humans are free from such hindrances and have all the necessary conditions, known as ‘endowments’, to engage in spiritual paths, which alone lead to everlasting happiness. This freedom and endowment is the first special characteristic that makes our human life so precious.

The second special characteristic of our human life is its rarity. Although there are many humans in this world, each one of us has only one life. One person may own many cars and houses, but even the richest person in the world cannot possess more than one life, and, when that is drawing to an end, he or she cannot buy, borrow, or manufacture another. When we lose this life, it will be very difficult to find another similarly qualified life in the future. Our human life is therefore very rare.

The third special characteristic of our human life is its great meaning. If we use our human life to accomplish spiritual realizations, our life is immensely meaningful. By using it in this way, we actualize our full potential and progress from the state of an ordinary, deluded being to that of a fully enlightened being, the highest of all beings; and when we have done this we shall have the power to benefit all living beings without exception. Thus, by using our human life for spiritual development we can solve all our human problems and fulfil all our own and others’ wishes. What could be more meaningful than this?

Through contemplating these three characteristics we arrive at the determination:

I will not waste my human life because it is so precious, so rare, and so meaningful. Instead, I will use it in the most beneficial way.

We hold this determination as our object of meditation without forgetting it, and meditate on it single-pointedly for as long as possible.

Having developed this deep desire to make our life meaningful, we then ask ourself, ‘What is the essential meaning of a human life?’ Finding good external conditions cannot be its essential meaning, for even animals can do this. Many animals are very skilled at finding food, protecting their families, destroying their enemies, and so forth; these abilities are not exclusively human.

However, it is only humans who have the opportunity to attain enlightenment for the benefit of all living beings. This is the real meaning of our human life. With this understanding, we can extract the full meaning of our human life by receiving the empowerment and commentary to Heruka body mandala and then putting the instructions into practice.

In general, Vajrayana is the actual quick path to enlightenment, but whether or not we attain enlightenment quickly through Vajrayana practice depends upon our faith, motivation, and understanding. In particular, gaining the realizations of Heruka body mandala – the very essence of Vajrayana – depends upon our having strong faith in the instructions and a clear understanding of their meaning.

Then, with a pure motivation, free from selfish intention, we should practise these instructions sincerely and continually until we attain our final goal.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Große Schatzkammer der Verdienste

Große Schatzkammer der Verdienste

The Practice of Relying upon a Spiritual Guide

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

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At every level of Buddhist practice, relying upon the Spiritual Guide is regarded as the source of inspiration, understanding, and progress on the spiritual path. But nowhere is this practice more important than in Tantra.

Great Treasury of Merit is a commentary to a sublime practice called Offering to the Spiritual Guide, which is performed publicly twice a month in all Kadampa Buddhist centers, and often daily by individual practitioners.

It is the supreme gateway to receiving blessings for all practitioners, but especially for those practicing Tantric Mahamudra.

In giving a line-by-line commentary to the practice, Geshe Kelsang explains the essential stages of the path of Sutra and Tantra and shows how we can greatly increase the efficacy of our meditations by relying sincerely upon a qualified Spiritual Guide.


All schools of Buddhism agree that the practice of Guru yoga, or relying upon a Spiritual Guide, is the root of the spiritual path and the foundation of all spiritual attainments. We can understand this from our ordinary experiences. For example, if we want to acquire special skills, become proficient at a particular sport, or learn to play a musical instrument well, we naturally seek a qualified teacher to instruct us. By following our teacher’s example and sincerely applying his or her instructions, eventually we accomplish our aim and become just like our teacher. If reliance upon a qualified teacher is necessary for mundane achievements such as these, how much more necessary is it for spiritual attainments such as liberation or enlightenment?

There are two main streams within Buddhism: the Hinayana, or Lesser Vehicle, and the Mahayana, or Great Vehicle; and the practice of relying upon a Spiritual Guide is fundamental to both. According to the Hinayana, we should regard our Spiritual Guide as being like a Buddha and, with a mind of faith and devotion, offer gifts and service to him and repay his kindness by following his advice and practising his instructions. According to the Mahayana, however, we should regard our Spiritual Guide as an actual Buddha and, with a mind of faith, rely upon him sincerely in both thought and deed.

The ultimate goal of a Hinayana practitioner is the attainment of liberation. This depends upon practising the three higher trainings, and this in turn depends upon first developing the motivation of renunciation. All these attainments depend upon the kindness of a qualified Spiritual Guide. For example, the motivation of renunciation does not arise automatically in our mind but has to be cultivated using special methods. First we have to understand the unsatisfactory nature of samsara and develop a wish to escape from it. This depends upon having a clear understanding of impermanence, rebirth, karma, refuge, and the four noble truths. Without a Spiritual Guide to instruct us in these practices and to encourage us to train in them we will never gain these experiences.

Once we have developed renunciation we engage in the three higher trainings: training in higher moral discipline, training in higher concentration, and training in higher wisdom. To practise higher moral discipline we first need to receive vows from a qualified Spiritual Guide who then helps us to practise pure moral discipline by teaching us what is to be practised and what is to be avoided; and by setting an immaculate example for us to follow.

On the basis of our training in higher moral discipline we practise higher concentration by training in tranquil abiding. This entails overcoming the five obstacles by applying the eight antidotes. Without receiving instructions from a qualified Spiritual Guide we do not even know what these obstacles and antidotes are, let alone what to do about them. Thus it is only by relying upon a Spiritual Guide who gives instructions and guidance based on his own experience that we are able to progress through the nine mental abidings and eventually attain tranquil abiding.

Once we have attained tranquil abiding, if we then train in higher wisdom by placing our mind in single-pointed concentration on emptiness we will soon attain superior seeing, and with this we will eventually be able to eradicate our self-grasping and attain liberation from samsara. However, emptiness is a profound object, and it is impossible to gain a realization of it without the skilled instructions and guidance of a qualified Spiritual Guide. Therefore, all the stages of the Hinayana path to liberation, from initially generating renunciation through to the abandonment of self-grasping and the attainment of liberation, are accomplished only through the kindness of a qualified Spiritual Guide.

Just as reliance upon a qualified Spiritual Guide is essential for completing the Hinayana path, it is also essential for training on the Mahayana path. All the stages of the Mahayana path, from generating equanimity and great compassion through to the final attainment of Buddhahood, are accomplished only through the guidance and blessings of a Mahayana Spiritual Guide. To enter into the Mahayana path we must first generate the motivation of bodhichitta. Like renunciation, this motivation does not arise naturally but has to be cultivated using special methods such as the sevenfold cause and effect and equalizing and exchanging self with others. Without receiving instructions and guidance from a Mahayana Spiritual Guide we could never gain these precious realizations. Once we generate bodhichitta we need to receive Bodhisattva vows from a Mahayana Spiritual Guide, who then instructs us in the practice of the six perfections and guides us on the five Mahayana paths and the ten Bodhisattva grounds until we attain the Mahayana Path of No More Learning, or Buddhahood. Without the inspiration of our Spiritual Guide’s pure example, his unmistaken instructions, and his constant blessings, we would never complete this training.

If training in the Sutra stages of the path is impossible without relying upon a Spiritual Guide, it is completely unthinkable to enter into Tantric practices without relying upon a Tantric Master. Buddha’s Tantric teachings are very difficult to understand and they are scattered throughout many scriptures without any clear indication as to the correct sequence in which they are to be practised. If we try to practise Tantra without relying upon a qualified Tantric Master we will only increase our confusion. In the scriptures it says that no matter how long we churn water we will never produce butter and, in the same way, no matter how long we try to practise Tantra without relying upon a qualified Spiritual Guide, we will never attain Tantric realizations. If, on the other hand, we find a fully-qualified Tantric Spiritual Guide, receive empowerments from him, rely upon him with deep faith, keep our vows and commitments purely, and practise sincerely the instructions on generation stage and completion stage, we can easily attain enlightenment within one short human life.

We can see therefore that all spiritual training, whether Hinayana or Mahayana, Sutra or Tantra, depends upon the guidance and blessings of a qualified Spiritual Guide.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Führer ins Dakini-Land

Führer ins Dakini-Land

Die Höchste Yoga-Tantra-Praxis von Buddha Vajrayogini

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Der Führer ins Dakini-Land ist die erste vollständige Erklärung der tantrischen Praxis von Vajrayogini dem weiblichen Buddha der Weisheit in deutscher Sprache:

Geshe Kelsang gibt uns in diesem Buch detailierte Anweisungen über die elf Yogas der Erzeugungsstufe. Dies sind besondere Methoden, mit denen wir alle unsere täglichen Aktivitäten in einen glückseligen Spirituellen Pfad umwandeln können. Sehr klar erklärt er die wesentliche Praxis der Vollendungsstufe Vajrayoginis, die zur vollen Erleuchtung führt.

In diesem Buch sind alle Sadhanas Vajrayoginis enthalten. Wir finden Anweisungen, wie wir ein tantrisches Retreat durchführen können und außerdem eine Fülle von zusätzlichem Material, das unerlässlich für jeden ist, der den Wunsch hat, sich auf Buddha Vajrayogini zu verlassen.

“Eine Freude zu lesen… Geshe Kelsang hat zweifellos Segen in unser Leben gebracht.” — TIBET JOURNAL


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Ausschnitt:

Das Reine Land von Vajrayogini

Ein Ausschnitt aus Führer ins Dakiniland

Von Geshe Kelsang Gyatso

Das äußere Reine Dakiniland liegt jenseits der Welt der gewöhnlichen Erfahrung. Es ist das Reine Land von Buddha Vajrayogini und Buddha Heruka. Ein Reines Land ist eine Welt, die frei von wahren Leiden ist. Es gibt keinen Ort in Samsara, der ohne wahre Leiden ist, weil die samsarische Umgebung an sich ein Umstand ist, der zur Erfahrung von Leiden führt. Gewöhnliche Wesen werden ohne Wahl in Samsara geboren und müssen fortwährend Unzufriedenheit und Elend erfahren. Doch wenn wir unseren Geist reinigen, reinigen wir unsere Erfahrung der Welt und erreichen damit ein Reines Land, frei von allem Leiden.

Es gibt verschiedene Reine Länder in Verbindung mit verschiedenen Buddhas. Das Reine Dakiniland ist ähnlich wie die Reinen Länder Tushita und Sukhavati, außer daß das Reine Land von Heruka und Vajrayogini das einzige ist, in welchem Lebewesen Höchste-Yoga-Tantra-Unterweisungen erhalten und auch in die Praxis umsetzen können.

Wenn diejenigen, die sehr alt und krank sind, durch die Führung von Vajrayogini das Reine Land erreichen, werden sie nicht mehr länger die Leiden des hohen Alters und der Krankheit erfahren. Alle Anzeichen ihres hohen Alters werden verschwinden, und sie werden in Sechzehnjährige von großer Schönheit und Vitalität verwandelt, die sich einer endlose Lebenszeit erfreuen.

Alle Vergnügen, die sie wünschen, werden spontan erscheinen. Sie werden niemals wieder in Samsara geboren werden, außer sie wählen es aus Gründen des Mitgefühls. Jeder, der dieses Reine Land erreicht, wird direkt von Heruka und Vajrayogini Unterweisungen über das Höchste Yoga-Tantra erhalten und dadurch schnell Erleuchtung erlangen.

Das äußere Reine Dakiniland kann auch im Sinne der persönlichen Erfahrung eines einzelnen Praktizierenden erklärt werden. Von diesem Gesichtspunkt aus wird das äußere Reine Dakiniland durch das Vollenden der Erzeugungsstufenübungen von Vajrayogini erlangt.

Während unserer Schulung in der Erzeugungsstufenmeditation visualisieren wir unseren Körper als den reinen Körper von Buddha Vajrayogini, unsere unmittelbare Umgebung als das Mandala von Vajrayogini und unsere Welt als Reines Dakiniland. Wenn wir uns unaufhörlich mit der Erzeugungsstufenpraxis beschäftigen, werden sich die gewöhnlichen, unreinen Erscheinungen unseres Geistes allmählich verringern und schließlich ganz aufhören. Wenn wir einmal eine feste Verwirklichung der Erzeugungsstufe erlangt haben, werden wir nur noch reine Erscheinungen erfahren, und unsere Welt wird in das Reine Dakiniland verwandelt. Der große Lehrer Tenpa Rabgyä sagte, daß das Reine Dakiniland weder ein weit entfernter Ort sei, noch dass es notwendig sei, diese Welt zu verlassen, um es zu erreichen.

Reine Erscheinungen werden nur von realisierten Praktizierenden erfahren. Es wird allgemein sowohl in Sutra als auch in Tantra akzeptiert, dass die Welt unserem Geist als fehlerhaft, unvollkommen und unbefriedigend erscheint, weil unser Geist unrein und durch Verblendungen und ihre Prägungen verunreinigt ist. Im Ornament für klare Verwirklichung sagt der Ehrwürdige Maitreya, dass die Umgebung der Lebewesen zum Reinen Land eines Buddhas wird, wenn ihr Geist vollkommen rein wird.

Ein Reines Land kann nur durch die Reinigung des Geistes erreicht werden. Selbst wenn wir das äußere Reine Dakiniland aufgrund einer festen Verwirklichung der Erzeugungsstufe erreicht haben, werden wir anderen immer noch als gewöhnliche, unreine Wesen erscheinen. Gewöhnliche Menschen können nicht erkennen, daß eine andere Person in einem Reinen Land ist, weil sie das Reine Land dieser Person nicht erkennen und ihre Erfahrung nicht mit ihr teilen können. Jemand fragte Milarepa einmal, in welchem Reinen Land er die Erleuchtung erlangt hatte, und Milarepa zeigte auf seine Höhle. Der Fragende konnte nur eine kalte, leere Höhle sehen, aber für Milarepa war jene Höhle ein Reines Land.

Weil der Geist gewöhnlicher Wesen unrein ist, wird alles, was ihnen erscheint, als gewöhnlich angesehen. Als gewöhnliche Wesen mit gewöhnlicher Erscheinung können wir nichts als völlig rein und vollkommen erfahren. Sogar eine Ausstrahlung von Buddha erscheint uns, als hätte sie Fehler. Aufgrund der gewöhnlichen Erscheinung, die wir haben, betrachten wir uns selbst und andere als unvollkommen, den Fehlern wie Krankheit und Altern unterworfen.

Gemäß den Sutra-Unterweisungen ist das Festhalten am Selbst und die Verblendungen, die daraus entstehen, die Wurzel von Samsara. Doch gemäß den Unterweisungen des Geheimen Mantras sind gewöhnliche Erscheinungen und gewöhnliche Vorstellungen die Wurzel von Samsara. Das Festhalten am Selbst, das von den Sutra-Praktizierenden erkannt wird, ist nur eine grobe, gewöhnliche Vorstellung.

In diesem Zusammenhang ist jedes Lebewesen, das kein Buddha ist, jede Umgebung, außer der eines Buddhas, jedes Vergnügen, außer dem eines Buddhas, und jeder Körper, außer dem eines Buddhas, gewöhnlich. Die Wahrnehmung dieser Objekte als gewöhnlich, die aufgrund eines unreinen Geistes zustande kommt, ist gewöhnliche Erscheinung, und die Geistesarten, die sich die Objekte auf diese Weise vorstellen, sind gewöhnliche Vorstellungen. Gemäß den Unterweisungen des Geheimen Mantras sind gewöhnliche Erscheinungen Behinderungen zur Allwissenheit und gewöhnliche Vorstellungen Behinderungen zur Befreiung. Die gewöhnlichen Erscheinungen und gewöhnlichen Vorstellungen besitzen viele verschiedene Ebenen der Subtilität.

Einer der Hauptzwecke der Praxis der Erzeugungsstufenmeditation ist das Aufgeben der gewöhnlichen Erscheinungen und der gewöhnlichen Vorstellungen. Wir können die gewöhnlichen Erscheinungen aufgeben, indem wir die klare Erscheinung erzeugen, dass wir Vajrayogini sind, und wir können die gewöhnlichen Vorstellungen aufgeben, indem wir den göttlichen Stolz entwickeln, Vajrayogini zu sein.Aufgrund unserer gewöhnlichen Wahrnehmungen und gewöhnlichen Vorstellungen erfahren wir einen endlosen Kreislauf von gewöhnlichem Tod, Zwischenzustand und Wiedergeburt.

Dieser endlose Kreislauf, bekannt als “Samsara”, muß durchbrochen werden. Durch die Erzeugungsstufen- und Vollendungsstufenpraxis können wir die drei gewöhnlichen Zustände von Tod, Zwischenzustand und Wiedergeburt reinigen und dabei die drei Körper eines Buddhas erlangen.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Mahamudra Tantra

Mahamudra Tantra

Eine Einführung in die Meditation über Tantra

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Mahamudra Tantra stellt eine neue Welt der Meditation vor. Es erklärt, wie wir unsere Vorstellungskraft als kraftvolles Werkzeug in unserer spirituellen Praxis anwenden können.

Mahamudra ist ein Sanskrit Wort, das Vereinigung von Glückseligkeit und Leerheit bedeutet, die eigentliche Essenz der buddhistischen tantrischen Meditation.

Mahamudra Tantra ist ein praktischer Leitfaden, mit dessen Hilfe wir eine tiefe Erfahrung der Meditation gewinnen und den Frieden und das Glück, die in ihr liegen, entdecken können.

Es stellt das tiefgründige Thema der tantrischen Meditation mit außergewöhnlicher Klarheit vor und macht somit diese Übungen ausgesprochen zugänglich.


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Im Tantra der Erzeugungsstufe betonen Praktizierende die Schulung in göttlichem Stolz und die Schulung in klarer Erscheinung. Vor der Schulung in göttlichem Stolz müssen die Praktizierenden lernen, ihren Körper und Geist als Herukas Körper und Geist wahrzunehmen. Haben sie dies erreicht, benutzen sie dann Herukas Körper und Geist als Basis der Zuschreibung für ihr „Ich“ und entwickeln den Gedanken „Ich bin Buddha Heruka“. Dann meditieren sie über diesen göttlichen Stolz in einsgerichteter Konzentration. Durch die Schulung in dieser Meditation werden sie eine tiefe Realisation des göttlichen Stolzes gewinnen, welcher spontan glaubt, dass sie Heruka sind. Zu jenem Zeitpunkt haben sie die Basis für die Zuschreibung ihres Ichs verändert.

Seit anfangsloser Zeit, Leben für Leben, ist die Basis für die Zuschreibung unseres Ichs immer nur ein verunreinigter Körper und Geist gewesen. Weil unser Ich auf einen verunreinigten Körper und Geist zugeschrieben wird, erfahren wir jedes Mal, wenn wir den Gedanken „Ich“ entwickeln, gleichzeitig die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst, welches ein Geist ist, der an einem inhärent existierenden „Ich“ und „Mein“ festhält und der die Wurzel aller unserer Leiden ist. Für qualifizierte Tantrische Praktizierende verhindert jedoch die tiefe Erfahrung von göttlichem Stolz die Entstehung der Unwissenheit des Festhaltens am Selbst, so dass es keine Basis für die Erfahrung von Leiden gibt; sie werden ihre reine Umgebung, ihre reinen Körper, Vergnügen und Geist von Heruka genießen.

Wir mögen uns fragen, wie diese Praktizierenden glauben können, Buddha Heruka zu sein, wenn sie es doch eigentlich nicht sind. Wie ist es möglich für sie, die Realisation von göttlichem Stolz zu gewinnen, wenn ihre Sicht, selbst Heruka zu sein, fehlerhaft ist? Obwohl diese Praktizierenden nicht der wirkliche Buddha Heruka sind, können sie nichtsdestoweniger glauben, dass sie es sind, da sie ihre Basis der Zuschreibung verändert haben. Sie haben ihre verunreinigten Anhäufungen aufgegeben und die nicht-verunreinigten Anhäufungen Herukas angenommen. Der Glaube, Buddha Heruka zu sein, ist keine fehlerhafte Sicht, weil sie nicht-täuschend ist und aus der Weisheit entstanden ist, die die Nichtexistenz eines inhärent existierenden „Ichs“ und „Mein“ erkennt. Ihre Realisation von göttlichem Stolz, der spontan glaubt, Buddha Heruka zu sein, besitzt daher die Kraft, die Entstehung der Unwissenheit des Festhaltens am Selbst, die Wurzel Samsaras, zu verhindern.

Dinge existieren nicht von ihrer eigenen Seite aus. Es gibt kein inhärent existierendes „Ich“, „ Mein“ und andere Phänomene; alle Phänomene existieren als bloße Zuschreibungen. Dinge werden durch Gedanken auf ihre Basis der Zuschreibung zugeschrieben. Was bedeutet „Basis der Zuschreibung“? Zum Beispiel sind die Teile eines Autos die Basis der Zuschreibung für ein Auto. Die Teile des Autos sind nicht das Auto, aber es gibt kein Auto getrennt von den Teilen. Das Auto wird seinen Teilen zugeschrieben. Wie? Durch das Wahrnehmen eines der Teile des Autos entwickeln wir ganz natürlich den Gedanken „Dies ist das Auto“. Auf ähnliche Weise sind unser Körper und Geist nicht unser Ich oder Selbst, sondern sind die Basis der Zuschreibung für unser Ich oder Selbst. Unser Ich wird durch Gedanken auf den Körper oder Geist zugeschrieben. Durch das Wahrnehmen unseres Körpers oder Geistes entwickeln wir ganz natürlich den Gedanken „Ich“ oder „Mein“. Ohne eine Basis der Zuschreibung könnten die Dinge nicht existieren; alles hängt von seiner Basis der Zuschreibung ab.

Warum ist es notwendig, die Basis der Zuschreibung für unser Ich zu verändern? Wie zuvor erwähnt sind seit anfangsloser Zeit, Leben für Leben, bis jetzt nur verunreinigte Anhäufungen von Körper und Geist die Basis für die Zuschreibung unseres Ichs gewesen. Wir erfahren den endlosen Kreislauf des Leidens, weil die Basis der Zuschreibung unseres Ichs durch das Gift der am Selbst festhaltenden Unwissenheit verunreinigt ist. Um uns daher dauerhaft von Leiden zu befreien, müssen wir die Basis der Zuschreibung unseres Ichs verändern, von verunreinigten Anhäufungen hin zu nichtverunreinigten Anhäufungen.

Wie können wir unsere Basis der Zuschreibung verändern? Im Allgemeinen haben wir unsere Basis der Zuschreibung unzählige Male verändert. In unseren früheren Leben haben wir unzählige Wiedergeburten angenommen und jedes Mal war die Basis der Zuschreibung unseres Ichs eine andere. Als wir eine menschliche Wiedergeburt annahmen, war unsere Basis der Zuschreibung ein menschlicher Körper und Geist; als wir eine Wiedergeburt als Tier annahmen, war unsere Basis der Zuschreibung der Körper und Geist eines Tieres. Auch in diesem Leben, als wir ein Baby waren, war unsere Basis der Zuschreibung der Körper und Geist eines Babys; als Jugendlicher war unsere Basis der Zuschreibung der Körper und Geist eines Jugendlichen und wenn wir älter werden, wird unsere Basis der Zuschreibung der Körper und Geist einer alten Person sein. Alle diese unzähligen Basen der Zuschreibung sind verunreinigte Anhäufungen. Wir haben nie unsere Basis der Zuschreibung von einer verunreinigten hin zu einer nichtverunreinigten Basis verändert. Nur indem wir uns auf die Tantrischen Unterweisungen Buddhas verlassen, können wir dies erreichen.

Wir verändern unsere Basis der Zuschreibung von einer verunreinigten Basis in eine nichtverunreinigte, indem wir uns in klarer Erscheinung und göttlichem Stolz schulen. Wie Buddha in seinen Tantrischen Unterweisungen erklärte, lernen wir zuerst, durch Meditation über die Leerheit von Körper, Geist und allen anderen Phänomenen unseren Körper und Geist zu reinigen. Nur Leerheit wahrnehmend, erzeugen wir uns dann als ein erleuchtetes Wesen wie Heruka. Wir lernen dann, unseren Körper und Geist als Herukas Körper und Geist zu sehen, unsere Welt als Herukas Reines Land und alle um uns herum als erleuchtete Helden und Heldinnen. Dies wird als „Schulung in klarer Erscheinung“ bezeichnet. Unseren Körper und Geist als nichtverunreinigte Anhäufungen von Herukas Körper und Geist wahrnehmend, entwickeln wir den Gedanken „Ich bin Buddha Heruka“. Anschließend meditieren wir kontinuierlich mit einsgerichteter Konzentration über diesen göttlichen Stolz, bis wir eine tiefe Realisation des göttlichen Stolzes gewinnen der spontan glaubt, Buddha Heruka zu sein. Zu dieser Zeit haben wir unsere Basis der Zuschreibung von verunreinigten Anhäufungen hin zu nichtverunreinigten verändert.

Wenn wir beispielsweise John heißen, sollten wir nie glauben, dass John Buddha Heruka sei, sondern das Gefühl haben, dass John sich in Leerheit aufgelöst hat, bevor wir uns als Buddha Heruka erzeugen. Wir glauben dann, dass unser Ich, welches dem Körper und Geist Herukas zugeschrieben wird, Buddha Heruka ist. Dieser Glaube ist keine fehlerhafte Sicht, weil er aus Weisheit entstanden ist; und fehlerhafte Sichtweisen entstehen notwendigerweise aus Unwissenheit. Die Realisation von göttlichem Stolz entsteht aus Weisheit und ist eine kraftvolle Methode, um große Verdienste und Weisheit anzusammeln.

Auch wenn wir die Realisation haben, die der spontane Glaube ist, Buddha Heruka zu sein, sollten wir dies anderen gegenüber nie erwähnen oder zeigen, weil ein solches Verhalten in der gewöhnlichen Gesellschaft unangemessen ist. Die Menschen werden uns als John sehen und nicht als Heruka, und wir wissen auch, dass John nicht Heruka ist. Die Realisation von göttlichem Stolz und reine Erscheinung sind innere Erfahrungen, welche die Kraft besitzen, unsere Verblendungen zu kontrollieren, und aus welchen reine Handlungen ganz natürlich entstehen. Es gibt deshalb keine Basis für uns, um unangemessenes Verhalten zu zeigen; wir sollten weiterhin unsere alltäglichen Aktivitäten ausüben und mit anderen auf normale Art und Weise kommunizieren.

Wir können das Tantra der Erzeugungsstufe in Verbindung mit dem Selbsterzeugung-Sadhana von Buddha Heruka praktizieren. Dies ist ein rituelles Gebet, um die Erlangung von Buddha Heruka zu vollenden.

Tantrische Ebenen und Pfade

Tantrische Ebenen und Pfade

How to Enter, Progress on, and Complete the Vajrayana Path

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

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Tantra is a term that is often mentioned but rarely understood.

Sadly, there are very few qualified Teachers left in this world who can explain how to enter into, progress on, and complete a qualified Tantric practice.

One such Teacher is the contemporary Tantric Master geshe Kelsang Gyatso.

In Tantric Grounds and Paths he gives an explanation of the four classes of Tantra, with special emphasis on the Generation and Completion stages of Highest Yoga Tantra.

Drawing on his own experience and the teachings of Je tsongkhapa, Geshe Kelsang renders even the most profound, esoteric aspects of Tantra accessible to the modern reader

This book represents a significant milestone in revealing these profound mysteries to the contemporary world.


What is an Authentic Tantric Practice?

Because living beings have varying inclinations and mental capacities, Buddha Shakyamuni taught three vehicles: the Hinayana, the Paramitayana, and the Vajrayana.

To suit those of limited aspiration who are mainly concerned with their own release from suffering, Buddha taught the Hinayana. Hinayanists are very aware of the faults of attachment and regard attachment as their main object to be abandoned. For this reason, the Hinayana is sometimes known as the ‘Separation from Attachment Vehicle’.

To abandon attachment temporarily, Hinayanists renounce their families, homes, and so forth, retire to an isolated place, and meditate on unattractiveness; and to abandon attachment completely they meditate on emptiness.

For those who are attracted to the vast path, Buddha expounded the Paramitayana, in which he taught the six perfections and the ten Bodhisattva grounds. The main objects to be abandoned by Bodhisattvas are the obstructions to omniscience.

Bodhisattvas are not afraid of attachment, because they know how to transform it into the spiritual path. Just as farmers use impure substances such as manure to fertilize their soil, so Superior Bodhisattvas use delusions such as attachment as aids to attaining Buddhahood, having rendered them harmless through the strength of their wisdom and compassion.

For those who are attracted to profound Dharma, Buddha taught the third vehicle, the Vajrayana. The Vajrayana, or Secret Mantra Vehicle, is sometimes called the ‘Attachment Vehicle’ because, instead of trying to abandon attachment immediately, practitioners of this vehicle use attachment as an aid to generating spontaneous great bliss, with which they then meditate on emptiness.

Furthermore, when they finally attain enlightenment, even though they have no desirous attachment they nevertheless display the aspect of having attachment by appearing as Tantric Buddhas in the aspect of Father and Mother in sexual embrace.

Although we can transform attachment into the spiritual path by practising Secret Mantra, we need great skill to be able to do this because normally, when attachment develops strongly, it automatically disturbs our peaceful mind.

The main reason why most Buddhas will not expound Secret Mantra is that there is a danger that unqualified practitioners will use it for the sake of worldly pleasure; and qualified practitioners among disciples are very rare. Buddha Shakyamuni, however, is an exception. Through the power of his previous prayers and special determination, his disciples have special karma to practise Secret Mantra.

There is a prophecy that when the Dharma of Buddha Shakyamuni is about to end, the practice of Secret Mantra will briefly flourish very widely in this world, as a candle flame flickers brightly just before it finally burns out. It appears that nowadays there are many books about Tantra, many Teachers teaching Tantra, and many students trying to practise Tantra. However, not all these books and teachings are pure and authentic. Therefore, it is becoming increasingly important to discriminate between authentic Tantric teachings and those that have been mixed with non- Buddhist teachings.

We are extremely fortunate to have met the completely pure Tantric teachings that have been passed down from Buddha Shakyamuni through Je Tsongkhapa and many realized Teachers of the New Kadampa Tradition. Je Tsongkhapa, who was an emanation of the Wisdom Buddha Manjushri, clarified many aspects of Tantric practice that had frequently been misunderstood in the past. In particular, he showed how it is possible, and indeed essential, to practise the union of Sutra and Tantra.

Before Je Tsongkhapa appeared, many people thought that Secret Mantra and Vinaya moral discipline were contradictory, and that one person could not practise both; but Je Tsongkhapa showed how, rather than being contradictory with the Vinaya, the practice of Secret Mantra is the supremely skilful means for keeping the Vinaya discipline purely.

I feel extremely fortunate to be able to pass on the pure Tantric teachings of Je Tsongkhapa, and the reader too should feel fortunate to have the opportunity to study them.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Das Bodhisattva Gelübde

Das Bodhisattva Gelübde

A Practical Guide to Helping Others

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

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A Bodhisattva is a person who, motivated by great compassion, has developed a spontaneous wish to attain enlightenment for the sake of all living beings.

By taking the Bodhisattva Vow, he or she undertakes to follow the Bodhisattva’s way of life by practicing the six perfections of giving, moral discipline, patience, effort, concentration, and wisdom.

This book shows how we can emulate the thoughts and deeds of a Bodhisattva and transform our ordinary daily life into the Bodhisattva’s way of life.

It also includes a powerful purification practice taught by Buddha for eliminating negative karma.

“A perfect transmission of the ancient wisdom of Buddha to the modern world.” — EAST WEST JOURNAL


Keeping the Bodhisattva Vows

This book is concerned principally with the Bodhisattva vows. In Guide to the Bodhisattva’s Way of Life, Shantideva advises those who want to know about the Bodhisattva vows first to study Akashagarbha Sutra, and then, for a more detailed explanation of the daily practices of a Bodhisattva, to read Compendium of Trainings.

Shantideva explains that those who have taken the Bodhisattva vows should know what the root and secondary downfalls are, how to prevent the vows from degenerating, how to purify downfalls, and how to complete the practice of the Bodhisattva vows. All these are explained in this book.

Once we have taken the Bodhisattva vows, we should strive to prevent them from degenerating by retaking our vows several times each day, and then avoid incurring root or secondary downfalls by relying upon mindfulness, alertness, and conscientiousness.

There are four main causes of the degeneration of the Pratimoksha, Bodhisattva, or Tantric vows, which are known as the ‘four doors of receiving downfalls’. These are: not knowing what the downfalls are, lack of respect for Buddha’s instructions, strong delusions, and non-conscientiousness.

To close the first door, we should learn what the downfalls are and how they are incurred. This can be done by listening to teachings on the subject or by reading authentic commentaries, such as the instructions given below.

To close the second door, we should try to overcome disrespect by contemplating the following:

Since Buddha is omniscient, knowing all past, present, and future phenomena simultaneously and directly, and since he has great compassion for all living beings without exception, there is no valid reason for developing disrespect towards his teachings. It is only due to ignorance that I sometimes disbelieve them.

To close the third door, we should try to subdue our strong delusions by practising the meditations described in The Meditation Handbook. If, by practising Lamrim, we are able always to maintain good intentions such as love, compassion, and bodhichitta, there will be no basis for incurring Pratimoksha or Bodhisattva downfalls; and if, by practising generation stage and completion stage, we overcome ordinary appearances and ordinary conceptions, there will be no basis for incurring Tantric downfalls.

We can close the fourth door, non-conscientiousness, by repeatedly bringing to mind the disadvantages of incurring downfalls and the advantages of pure moral discipline. In this way, we become more conscientious.

In brief, the method for preventing our vows from degenerating is to train in renunciation, bodhichitta, the correct view of emptiness, generation stage, and completion stage. By sincerely practising these, we overcome our ordinary attitudes and control our mind, thereby removing any basis for downfalls.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas

Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas

Wie man ein Leben von großer Bedeutung und Altruismus genießt

Übersetzt von Geshe Kelsang Gyatso

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Viele Generationen von Buddhisten und Nichtbuddhisten hat dieses berühmte und sehr beliebte Gedicht für das tägliche Leben inspiriert, seit es im 8. Jahrhundert von Shantideva verfasst wurde. Diese neue Übersetzung unter der Leitung von Geshe Kelsang Gyatso vermittelt die große Klarheit und poetische Schönheit des Originals, während die kraftvolle Wirkung und die spirituelle Einsicht erhalten bleibt.

Liest man die Verse langsam und denkt gleichzeitig über die Bedeutung nach, erreicht man eine tief befreiende Wirkung auf den Geist.Das Gedicht ruft besondere positive Geisteszustände hervor, führt von Leiden und Konflikten zu Glück und Frieden und präsentiert nach und nach den vollständigen buddhistischen Mahayana-Pfad zur Erleuchtung.

“ … das Buch selbst ist wundervoll gestaltet, originale Pinsel- und Tuschzeichnungen leiten jeden Abschnitt ein und selbst das Taschenbuch besitzt eine attraktive Aufmachung. Die Dichtung ist klar und erhaben, selbst wenn sich Shantideva in komplizierten Diskussionen der Madhyamika-Philosophie bewegt, und ein Glossar zur Erklärung von Fachwörtern wird dem Leser ebenfalls geboten. Dieser Text kann als ausgezeichnete Einführung in die Mahayana-Tradition dienen, oder zum tiefgründigen Studium mit einem erklärendem Werk wie Sinnvoll zu Betrachten” – ALTAR MAGAZINE


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Der Nutzen von Bodhichitta

Ein Ausschnitt aus dem Leitfaden für die Lebensweise eines
Bodhisattvas

Von Geshe Kelsang Gyatso

Sanskrit: Bodhisattvacharyavatara
Tibetan: Jang chub sem pai chö pa la jug pa
English: Guide to the Bodhisattva’s Way of Life
Deutsch: Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas

Kapitel 1
Eine Erklärung des Nutzens von Bodhichitta
Ehrerbietung an die erleuchteten Buddhas und Bodhisattvas.

Ich verbeuge mich vor den erleuchteten Buddhas, die den Wahrheitskörper besitzen,
Und vor den Bodhisattvas und allen anderen Objekten der Verbeugung.
Ich werde in Übereinstimmung mit den Schriften kurz erklären,
Wie man die zusammengefassten Übungen des Bodhisattvas ausführt.

Hier steht nichts, das nicht schon einmal erklärt worden wäre,
Und ich habe keine besonderen schriftstellerischen Fähigkeiten.
Ich schreibe dies, um anderen von Nutzen zu sein
Und auf dass mein Geist vertraut bleibe.

Somit könnten die Kraft meines Vertrauens und meine tugendhaften Realisationen
Dadurch für eine Weile zunehmen,
Und vielleicht finden auch andere, die genauso großes Glück haben wie ich,
Dieses als sinnvoll zu betrachten.

Dieses kostbare menschliche Leben, so schwierig zu finden,
Bietet den Lebewesen das endgültige Ziel.
Wenn wir uns nicht bemühen, jetzt dieses Ziel zu erreichen,
Wie sollte eine solch kostbare Gelegenheit erneut entstehen?

Genau wie ein Blitzschlag in einer dunklen, bewölkten Nacht
Alles für einen kurzen Augenblick erhellt,
So entsteht durch die Kraft der Segnungen Buddhas
In den Weltlichen gelegentlich und für kurze Zeit eine tugendhafte Absicht.

So sind, während unsere Tugenden meist schwach sind,
Unsere Nichttugenden äußerst stark und furchterregend.
Welche Tugend außer Bodhichitta – ein mitfühlender Geist, der die Erleuchtung wünscht – Kann die schlimmsten Übel überwinden?

Die Fähigen, die Buddhas, die viele Äonen lang darüber nachgedacht haben,
Haben alle erkannt, dass Bodhichitta am nützlichsten ist,
Weil zahllose Massen von Lebewesen durch ihn
Mit Leichtigkeit die höchste Glückseligkeit der Erleuchtung erlangen können.

Wer sein eigenes Leiden zerstören möchte,
Wer das Leiden anderer vertreiben möchte
Und wer viel Glück erfahren möchte
Sollte niemals auf die Praxis von Bodhichitta verzichten.

Sobald Bodhichitta erzeugt wird,
Selbst in bedauernswerten Wesen, gefesselt im Gefängnis Samsaras,
Werden sie zu Bodhisattvas – “einem Sohn oder einer Tochter von Buddha” – Und sind würdig der Verehrung durch Menschen und weltliche Götter.

Genau wie das höchste Elixier, das zu Gold verwandelt,
Kann Bodhichitta diesen unreinen Körper, den wir angenommen haben,
In das unbezahlbare Juwel von Buddhas Form verwandeln,
Bewahrt deshalb beharrlich Bodhichitta.

Da die grenzenlose Weisheit Buddhas, des Einzigen Steuermanns der Lebewesen,
Durch intensive Untersuchung seine Kostbarkeit erkannt hat,
Sollten diejenigen, die frei von den Leiden Samsaras sein möchten,
Beharrlich den kostbaren Geist des Bodhichittas bewahren.

Während alle anderen Tugenden wie ein Bananenbaum sind,
Insofern als sie erschöpft werden, tragen sie einmal Früchte,
Erschöpft sich der bleibende himmlische Baum des Bodhichittas nicht,
Sondern wächst mit dem Tragen von Früchten an.

So wie diejenigen, die große Angst haben, sich auf einen Mutigen verlassen,
Werden diejenigen, die sich auf Bodhichitta verlassen, sofort von den Gefahren befreit werden,
Selbst wenn sie unerträglich Böses begangen haben;
Weshalb also vertrauen die Gewissenhaften nicht auf ihn?

So wie das Feuer am Ende des Äons
Verzehrt er in einem Augenblick gänzlich alles große Übel.
Seinen grenzenlosen Nutzen erklärte der weise Beschützer Maitreya
Dem Bodhisattva Sudhana.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Herzjuwel

Herzjuwel

Die essentiellen Übungen des Kadampa-Buddhismus

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Der Kadampa-Buddhismus wird als klarer und praktischer spiritueller Pfad für den Praktizierenden von heute immer populärer.

Er stammt aus der besonderen Präsentation des Mahayana-Buddhismus der großen buddhistischen Meister Atisha und Je Tsongkhapa. Er macht unserer modernen Welt den Pfad der Erleuchtung zugänglich und erklärt klar, wie wir unser Leben in den spirituellen Pfad umwandeln können.

Geshe Kelsang Gyatso – ein Meditationsmeister einer lebendigen Tradition – erklärt zwei essentielle spirituelle Übungen.

Die erste ist eine besondere Meditationspraxis in Verbindung mit Je Tsongkhapa, durch die wir Segnungen empfangen und die Realisationen des Pfades zur Erleuchtung gewinnen können.

Die zweite Übung ist die Meditation über den Weisheits-Buddha im Aspekt des Dharma-Beschützers. Hierdurch gewinnen wir die notwendige innere Stärke, um alle Hindernisse in unserer spirituellen Praxis zu überwinden.


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Sich auf einen Dharma-Beschützer verlassen

Ein Ausschnitt aus Herzjuwel

Von Geshe Kelsang Gyatso

Erkennen wir die Natur und Funktion Dorje Shugdäns klar, können wir den Nutzen verstehen, den wir haben, wenn wir uns auf ihn verlassen. Dorje Shugdän hilft, führt und beschützt reine und vertrauensvolle Praktizierende ohne Unterlass, indem er ihnen Segnungen gewährt, ihre Weisheit vergrößert, ihre Wünsche erfüllt und allen ihren tugendhaften Tätigkeiten zum Erfolg verhilft.

Dorje Shugdän hilft nicht nur Gelugpas. Da er ein Buddha ist, hilft er allen Lebewesen, auch den Nichtbuddhisten. Die Sonne nützt auch den Blinden, gibt ihnen Wärme und lässt die Früchte heranreifen, die zu ihrer Nahrung werden. Wieviel offensichtlicher wäre aber der Nutzen der Sonne für sie, wenn sie die Sehkraft erlangen würden! Genauso beschützt Dorje Shugdän selbst diejenigen, die sich nicht bemühen, sich auf ihn zu verlassen. Öffnen sich jedoch unsere Augen des Vertrauens und verlassen wir uns aufrichtig auf ihn, so werden wir uns allmählich der Hilfe bewusster, die wir von ihm empfangen.

Wollen wir aufrichtig den Nutzen erfahren, den wir gewinnen, wenn wir uns auf Dorje Shugdän verlassen, müssen wir uns über eine lange Zeit beständig auf ihn verlassen und unsere Verbindung zu ihm stetig verbessern. Auf diese Weise werden wir beginnen, seinen nutzbringenden Einfluss in unserem Leben wahrzunehmen.

Wir sollten verstehen, daß die Hauptfunktion eines Dharma-Beschützers darin besteht, unsere Dharma-Praxis zu beschützen, und nicht darin, uns in weltlichen Angelegenheiten behilflich zu sein. Mit diesem Verständnis sollten wir uns nicht entmutigen lassen, wenn wir nicht sofort sehr reich werden, da Reichtum für die spirituelle Praxis nicht unbedingt hilfreich ist und eine große Ablenkung sein kann.

Verlassen wir uns aufrichtig auf Dorje Shugdän, wird er für die Bedingungen sorgen, die für unsere Dharma-Praxis am förderlichsten sind. Diese werden jedoch nicht notwendigerweise diejenigen sein, die wir selbst gewählt hätten! Dorje Shugdän wird unseren Geist segnen, um uns zu helfen, schwierige Situationen in den spirituellen Pfad umzuwandeln. Er wird die Augen der Weisheit seiner getreuen Anhänger öffnen und sie dadurch befähigen, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mögen diejenigen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen, physisch gesehen auch allein sein, innerlich werden sie niemals von einem machtvollen Verbündeten und einem weisen und mitfühlenden Führer getrennt sein.

Ein Lama namens Gyara Tulku Rinpoche vom Kloster Drepung Loseling schrieb ein Gebet an Dorje Shugdän, in dem er seiner Dankbarkeit Ausdruck verlieh. In diesem Gebet sagt er:

Als erstes gabst Du mir einen hoch qualifizierten Spirituellen Meister,
Unter dessen Obhut ich Dharma studierte und praktizierte.
Wenn ich durch das Befolgen irreführender Ratschläge Gefahr lief, falsche Pfade zu betreten,
Hast Du mich sofort auf den richtigen Pfad zurückgeholt.

Dieser Lama verbrachte viele Jahre in einem Land, dessen Sprache er nicht sprach und wo äußerst schwere Bedingungen herrschten. Er gewann jedoch hohes Ansehen, und viele Menschen baten um seinen weisen Rat. Er erkannte, dass sein gesamter spiritueller Fortschritt, sein Glück, seine Gesundheit und sein Erfolg von Dorje Shugdän und nicht von ihm selbst stammten. Im gleichen Gebet schrieb er:

O Duldzin, König des Dharmas, ich danke Dir für Deine Güte.
Dein Körper ist die Synthese aller Sangha-Juwelen,
Deine Rede ist die Synthese aller Dharma-Juwelen,
Und Dein Geist ist die Synthese aller Buddha-Juwelen.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Das neue Herz der Weisheit

Das neue Herz der Weisheit

Eine Erklärung des Herz-Sutras

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Dieses erhellende Buch stellt unsere grundlegenden Annahmen über uns selbst und die Welt um uns herum in Frage.

Nur wenn wir die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind, können wir uns von der inneren Quelle der Unzufriedenheit befreien.

  • Sind die Dinge wirklich so solide und real, wie sie erscheinen?
  • Die Wahrheit hinter den Erscheinungen realisieren
  • Die traumähnliche Natur unserer Welt entdecken
  • Die Weisheit fördern, die unseren Geist befreit

Indem der Autor geschickt die traumähnliche Natur aller Dinge erklärt, die Beziehung zwischen unserem Geist und unserer Welt und den Grad, zu dem wir unsere eigene Wirklichkeit erschaffen, führt er uns zu einem tiefen und unerschütterlichen Glück.

“Ernsthaft interessierten Schülern des Buddhismus kann wohl kein besseres Buch begegnen.” – THE MIDDLE WAY


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Alles ist wie ein Traum

Ein Ausschnitt aus Das neue Herz der Weisheit

Von Geshe Kelsang Gyatso

Ein anderes Beispiel, das oft gebraucht wird, um die Bedeutung der Leerheit zu illustrieren, ist die Erfahrung des Träumens. Wenn wir träumen, können wir äußerst lebhafte Erfahrungen machen. Wir reisen vielleicht in prächtige Länder, treffen schöne oder erschreckende Menschen, üben die verschiedensten Tätigkeiten aus und erfahren infolgedessen großes Vergnügen oder Leiden und Schmerz. In unserem Traum erscheint uns eine ganze Welt, die auf ihre eigene Weise funktioniert.

Diese Welt kann der Welt unseres Wachzustandes ähnlich oder auch ziemlich bizarr sein, in jedem Fall aber erscheint sie uns als äußerst real, solange wir träu- men. Es ist ziemlich selten, dass wir auch nur den leisesten Verdacht hegen, dass das, was wir erfahren, nur ein Traum ist. Die Welt, die wir in unserem Traum bewohnen, scheint ihre eigene Existenz zu haben, völlig unabhängig von unse- rem Geist, und wir reagieren auf sie in unserer gewohnten Art mit Begierde, Wut, Angst usw.

Wenn wir, während wir noch träumen, versuchen zu prüfen, ob die Welt, die wir erleben, wirklich ist oder nicht, indem wir beispielsweise die Objekte um uns herum beklopfen oder die anderen Menschen in unserem Traum befragen, werden wir wahrscheinlich eine Antwort erhal- ten, die die Realität unserer Traumumgebung zu bestätigen scheint. Tatsächlich ist der einzig sichere Weg zu wissen, dass wir geträumt haben, aufzuwachen.

Dann begreifen wir augenblicklich ohne jeden Zweifel, dass die Welt, die wir in unserem Traum erfahren haben, täuschend war und unserem Geist bloß erschienen ist. Wenn wir einmal wach sind, ist es ganz klar, dass das, was wir in einem Traum erfahren haben, nicht von seiner Seite her existiert, sondern vollständig von unserem Geist abhängig ist. Wenn wir beispielsweise von einem Elefanten träumen, ist der «Traumelefant» lediglich eine Erscheinung unseres Geistes und kann weder in unserem Schlafzimmer noch sonst wo gefunden werden.

Wenn wir es sorgfältig prüfen, werden wir erkennen, dass unsere Welt des Wachzustandes auf ähnliche Weise wie unsere Traumwelt existiert. Wie die Traumwelt erscheint uns die Welt des Wachzustandes auf lebhafte Weise und scheint ihre eigene Existenz zu haben, unabhängig von unserem Geist. Genau wie im Traum glauben wir, dass diese Erscheinung wahr ist, und reagieren darauf mit Begierde, Wut, Angst usw. Auch werden wir wieder eine scheinbare Bestätigung unserer Sichtweise erhalten, wenn wir unsere Welt des Wachzustandes oberflächlich prüfen, wie wir es bei der Traumwelt taten, um zu sehen, ob sie tatsächlich auf die Weise existiert, wie sie uns erscheint. Klopfen wir die Objekte um uns herum ab, werden sie ganz fest und wirklich erscheinen und wenn wir andere Menschen fragen, werden sie sagen, dass sie die gleichen Objekte auf die gleiche Weise sehen wie wir. Wir sollten jedoch diese scheinbare Bestätigung der inhärenten Existenz von Objekten nicht als eindeutigen Beweis betrachten, da wir wissen, dass eine ähnliche Prüfung die eigentliche Natur unserer Traumwelt nicht enthüllen konnte. Um die wahre Natur unserer Welt des Wachzustandes zu verstehen, müssen wir sie untersuchen und eingehend darüber meditieren, indem wir die oben beschriebene Art der Analyse benutzen. Realisieren wir auf diese Weise Leerheit, werden wir verstehen, dass Objekte, wie zum Beispiel unser Körper, nicht von ihrer Seite her existieren. Sie sind wie der Traumelefant bloße Erscheinungen unseres Geistes. Dennoch funktioniert unsere Welt nach ihren eigenen scheinbaren Regeln in Übereinstimmung mit den Gesetzen von Ursache und Wirkung, genau wie unsere Traumwelt auf ihre eigene Weise funktioniert.

Die Erfahrung der Realisation von Leerheit kann deshalb mit dem Aufwachen verglichen werden. Wenn wir Leerheit einmal realisiert haben, sehen wir klar und ohne jeden Zweifel, dass die Welt, wie wir sie zuvor erfahren haben, täuschend und falsch war. Sie schien ihre eigene inhärente Existenz zu haben. Doch wenn wir Leerheit verstanden haben, realisieren wir, dass die Welt vollkommen leer von inhärenter Existenz ist und von unserem Geist abhängt. Tatsächlich wird Buddha manchmal als «der Erwachte» bezeichnet, weil er aus dem «Schlaf» der Unwissenheit erwacht ist.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Freudvoller Weg

Freudvoller Weg

Der vollständige Buddhistische Weg zur Erleuchtung

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Wir alle besitzen das Potential uns selbst zu verändern und unbegrenzte Möglichkeiten unsere guten Eigenschaften zu verbessern. Um diese Potential zu nutzen, müssen wir wissen, was auf jeder einzelnen Stufe unseres spirituellen Weges zu tun ist.

Mit diesem Buch gibt uns Geshe Kelsang Gyatso einen Wegweiser,dessen Meditationen uns Schritt für Schritt zu beständigem inneren Frieden und Glück führen werden.

Mit außergewöhnlicher Klarheit präsentiert er alle Lehren Buddhas in der Reihenfolge wie sie zu praktizieren sind. Geschichten und anschauliche Vergleiche bereichern seine Erklärungen.

Wenn wir diesen praktischen Anweisungen folgen, werden wir selbst die Freude erfahren, die durch das Voranschreiten auf einem klaren und strukturierten Weg entsteht, der zu vollen Erleuchtung führt.

“Dieses Buch ist unendlich wertvoll.” — WORLD RELIGION


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Wie wir die Essenz unseres menschlichen Lebens gewinnen

Ein Ausschnitt aus Freudvoller Weg

Von Geshe Kelsang Gyatso

Wenn wir über den großen Wert und die Seltenheit dieses kostbaren menschlichen Lebens meditieren, führen wir die analytische Meditation aus, die uns veranlasst, zu einem festen Entschluss zu kommen, nicht einen Moment unseres menschlichen Lebens zu verschwenden und vollen Gebrauch davon zu machen, indem wir den Dharma in die Praxis umsetzen.

Wenn dieser Entschluss deutlich in unserem Geist entsteht, halten wir ihn als unser Objekt der verweilenden Meditation, um mehr und mehr vertraut damit zu werden.

Obwohl wir jetzt ein kostbares menschliches Leben mit allen Freiheiten und Ausstattungen besitzen, ist es möglicherweise immer noch schwierig für uns, Dharma rein zu praktizieren, weil uns vielleicht andere Freiheiten fehlen, wie die Zeit, uns dem Studium und der Meditation zu widmen. Es ist selten, jemanden mit idealen Bedingungen zu finden, aber die ernsthafteste Behinderung unserer spirituellen Entwicklung ist unser Scheitern bei der Entwicklung eines starken Wunsches zu praktizieren.

Je Tsongkhapa sagte, daß wir über vier Punkte meditieren sollten, um den Wunsch zu entwickeln, den vollen Nutzen aus diesem Leben mit all seinen Freiheiten und Ausstattungen zu gewinnen:

Ich muss Dharma praktizieren
Ich kann Dharma praktizieren
Ich muss Dharma in diesem Leben praktizieren
Ich muss Dharma jetzt praktizieren

Bevor wir den Wunsch entwickeln können, Dharma zu praktizieren, müssen wir die Notwendigkeit erkennen, Dharma zu praktizieren. Dazu meditieren wir:

Ich muss Dharma praktizieren, weil ich Glück erfahren und Leiden vermeiden möchte und die einzige vollkommene Methode, die zu diesen Zielen führt, die Dharma-Praxis ist. Wenn ich Dharma praktiziere, werde ich alle meine eigenen Probleme lösen und fähig sein, anderen zu helfen.

Selbst wenn wir die Notwendigkeit verstehen, Dharma zu praktizieren, denken wir vielleicht immer noch, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Um unser Zögern zu überwinden und uns davon zu überzeugen, dass wir mit Sicherheit fähig sind, Dharma zu praktizieren, da wir alle notwendigen Voraussetzungen besitzen, meditieren wir:

Ich habe jetzt ein kostbares menschliches Leben mit allen Freiheiten und Ausstattungen, und ich habe alle notwendigen äußeren Voraussetzungen, wie einen voll qualifizierten Spirituellen Meister. Es gibt keinen Grund, warum ich nicht fähig sein sollte, Dharma zu praktizieren.

Selbst wenn wir die Notwendigkeit verstehen, Dharma zu praktizieren, und uns dazu in der Lage fühlen, verschieben wir es vielleicht immer noch und denken, daß wir in irgendwelchen zukünftigen Leben praktizieren werden. Um diese Faulheit des Aufschiebens zu überwinden, müssen wir uns daran erinnern, dass es sehr schwierig sein wird, ein weiteres kostbares menschliches Leben zu erlangen, und wir deshalb in diesem jetzigen Leben praktizieren müssen.

Selbst wenn wir einsehen, dass wir in diesem Leben praktizieren müssen, haben wir vielleicht immer noch das Gefühl, dass unsere Praxis bis zu unserem Ruhestand verschoben werden kann. Um unsere Selbstgefälligkeit zu überwinden, müssen wir uns daran erinnern, dass der Zeitpunkt des Todes höchst unsicher ist und dass daher die einzige Zeit für die Praxis genau jetzt ist.

Auf diese Weise gelangen wir zu vier festen Entschlüssen:

Ich werde Dharma praktizieren
Ich kann Dharma praktizieren
Ich werde Dharma in diesem jetzigen Leben praktizieren
Ich werde Dharma genau jetzt praktizieren

Diese vier Entschlüsse sind von unschätzbarem Wert, weil sie in uns ganz natürlich einen spontanen und beständigen Wunsch entstehen lassen, den vollen Nutzen aus unserem kostbaren menschlichen Leben zu ziehen. Dieser Wunsch ist unser bester Spiritueller Meister, weil er uns entlang korrekten spirituellen Pfaden führt. Ohne ihn werden uns auch noch so viele Ratschläge oder Ermutigungen von anderen nicht dazu bringen, Dharma zu praktizieren.

Aryadeva und Ashvaghosa waren einmal im Begriff, eine Debatte zu führen. Ashvaghosa stand auf der Türschwelle eines Raumes, einen Fuß hatte er draußen und den anderen drinnen. Um Aryadevas Weisheit zu prüfen, sagte er: “Gehe ich hinaus oder komme ich herein?” Aryadeva sagte: “Das hängt von deiner Absicht ab. Wenn du hinausgehen möchtest, wirst du hinausgehen. Wenn du hereinkommen möchtest, wirst du hereinkommen.” Ashvaghosa wusste darauf keine Antwort, denn was Aryadeva gesagt hatte, war vollkommen korrekt.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Sinnvoll leben, freudvoll sterben

Sinnvoll leben, freudvoll sterben

The Profound Practice of Transference of Consciousness

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

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One of the few certainties in life is death!

If death were the end of our problems, perhaps we need not be so concerned but, as Buddha taught, for as long as we remain ordinary beings, one life is followed by another as surely as day is followed by night.

Despite the inevitability of our death and the complete uncertainty of its time or manner, few of us give it a moment’s thought until it is too late. Given that many future lives lie ahead and that these will be shaped by our actions in this and previous lives, it does not pay to die unprepared.

In this beautiful book, Geshe Kelsang shows how coming to terms with our mortality enriches our life and enables us to meet our passing with dignity, confidence, and joy. He teaches us how to live a pure, liberating lifestyle in which every moment is meaningful.

The book includes special practices to perform as our death approaches and how to pass with confidence to a higher level in the next life. There are also practices to assist others who are dying.


Why We Need to Think About Death

Contemplating our own death will inspire us to use our life wisely by developing the inner refuge of spiritual realizations; otherwise we shall have no ability to protect ourself from the sufferings of death and what lies beyond.

Moreover, when someone close to us is dying, such as a parent or friend, we shall be powerless to help them because we shall not know how; and we shall experience sadness and frustration at our inability to be of genuine help. Preparing for death is one of the kindest and wisest things we can do for both ourself and others.

The fact of the matter is that this world is not our home. We are travellers, passing through. We came from our previous life, and in a few years, or a few days, we shall move on to our next life. We entered this world empty-handed and alone, and we shall leave empty-handed and alone.

Everything we have accumulated in this life, including our very body, will be left behind. All that we can take with us from one life to the next are the imprints of the positive and negative actions we have created. If we ignore death we shall waste our life working for things that we shall only have to leave behind, creating many negative actions in the process and having to travel on to our next life with nothing but a heavy burden of negative karma.

On the other hand, if we base our life on a realistic awareness of our mortality we shall regard our spiritual development as far more important than the attainments of this world, and we shall view our time in this world principally as an opportunity to cultivate positive minds such as patience, love, compassion, and wisdom.

Motivated by these virtuous minds we shall perform many positive actions, thereby creating the cause for future happiness. When the time of our death comes we shall be able to pass away without fear or regret, our mind empowered by the virtuous karma we have created.

The Kadampa Teachers say that there is no use in being afraid when we are on our deathbed and about to die; the time to fear death is while we are young. Most people do the reverse. While they are young they think ‘I shall not die’, and they live recklessly without concern for death; but when death comes they are terrified.

If we develop fear of death right now, we shall use our life meaningfully by engaging in virtuous actions and avoiding non-virtuous actions, thus creating the cause to take a fortunate rebirth. When death actually comes we shall feel like a child returning to the home of its parents, and pass away joyfully, without fear.

We shall become like Longdöl Lama, a Tibetan Buddhist Master who lived to a great old age. When the time of his death came he was overjoyed. People asked him why he was so happy and he replied ‘If I die this morning I shall be born again this evening in a Pure Land. My future life will be far superior to this one.’ Longdöl Lama had prepared carefully for his death and chosen the specific place of his rebirth. If we use our life to engage purely in spiritual practice we can do the same.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Sinnvoll zu betrachten

Sinnvoll zu betrachten

Die Lebensweise eines Bodhisattvas

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Ein Bodhisattva ist jemand, der sich entschlossen hat, alle Wesen von Leiden zu befreien, indem er sein spirituelles Potential zur Reife bringt. Viele Menschen haben den mitfühlenden Wunsch, anderen von Nutzen zu sein. Aber nur wenige haben das nötige Verständnis, wie sie effektiv diesen Wunsch in ihrem täglichen Leben umsetzen können.

In dieser hoch geschätzten Erklärung des großen buddhistischen Klassikers – dem Leitfaden zur Lebensweise eine Bodhisattvas – zeigt Geshe Kelsang, wie die erhabene mitfühlende Absicht eines Bodhisattvas entwickelt und aufrecht erhalten werden kann. So können wir die eigentlichen Handlungen eines Bodhisattvas durchführen, die für andere von größten Nutzen sein werden und zur Erlangung der vollen Erleuchtung führen werden.

“Ein unerlässliches buddhistisches Buch – kein ernsthafter Schüler des Buddhismus kann darauf verzichten” – JOHN BLOFELD

Ausschnitt:


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Schulung in Konzentration

Ein Ausschnitt aus Sinnvoll zu Betrachten

Von Geshe Kelsang Gyatso

Nachdem Bodhichitta vollständig angenommen wurde, gibt Shantideva nun die folgende Zusammenfassung der dritten abschließenden Handlung:

Heute, in der Gegenwart der Beschützer, lade ich alle Lebewesen zu einem Bankett von unübertrefflichem Genuss ein. Mögen alle, die am Dharma Gefallen finden, ihr Götter, Halbgötter, Nagas und Menschen, sich erfreuen und glücklich sein! [34]

Bisher hat Shantideva ausführliche Erklärungen über verschiedene Dharma-Methoden gegeben, aber wie setzen wir sie tatsächlich in die Praxis um? Wir erreichen dies durch analytische und verweilende Meditation über die erhaltenen Unterweisungen.

Zuerst müssen wir jedes Thema genau untersuchen und versuchen, seine Bedeutung und Wichtigkeit für unser Leben zu verstehen. Die Unterweisungen auf diese Art zu beurteilen, zu prüfen und zu versuchen, sie zu verstehen, wird analytische Meditation genannt. Wenn wir das einmal getan haben und zu einer Schlussfolgerung bezüglich des Meditationsobjektes gekommen sind, verweilen wir mit unserem Geist einsgerichtet darauf. Dies ist als verweilende oder formelle Meditation bekannt. Wenn wir glauben, dass Meditation bedeutet, mit einem leeren Geist zu sitzen, dann wird sie uns keinen Nutzen bringen, gleichgültig, wie lange wir meditieren.

Das Meditationsobjekt kann ein bestimmter Aspekt der Unterweisung sein – z.B. der Nutzen des Bodhichittas, die Form einer persönlichen Gottheit (Yidam) oder auch unser Atem. Welches Objekt wir auch wählen, wir sollten es vollständig untersuchen, um eine klare Vorstellung davon zu bekommen. Um einsgerichtete Konzentration zu entwickeln, können wir z. B. über die visualisierte Form eines Buddhas meditieren. Wir wählen eine solche Form, weil sie alle Weisheiten und Methoden des Pfades verkörpert.

Wir beginnen, indem wir ein Bild oder eine Statue wählen, die die Form möglichst klar darstellt. Diese Abbildung sollten wir minutiös prüfen und sie vom Scheitel bis zu den Füßen und zurück genauestens untersuchen. Wenn wir das gut machen, werden wir eine annähernde Vorstellung vom Körper eines Buddhas erhalten. Das wird dann unser Objekt, welches wir in der Meditation visualisieren. Wenn wir still sitzen und versuchen, dieses Bild vor unserem geistigen Auge zu sehen, mit Achtsamkeit beim Objekt zu bleiben und es wachsam zu prüfen, führen wir die verweilende Meditation aus.

Der gesamte Vorgang kann mit der Vorbereitung einer Reise verglichen werden. Wenn wir nach London fahren wollen, müssen wir als erstes genau wissen, welche Straße wir wählen müssen, denn sonst kommen wir möglicherweise in Manchester an! Genauso müssen wir zuerst durch analytische Meditation ein gründliches Verständnis unseres Objektes erlangen, bevor wir die verweilende Meditation ausführen und einsgerichtet auf einem Objekt verweilen wollen. Ansonsten sind unsere Bemühungen nutzlos, und wir machen viele Fehler.

Dieser Punkt kann nicht genug betont werden: Es ist ein großer Fehler zu versuchen, über “nichts” zu meditieren. Wenn wir ein geeignetes Meditationsobjekt haben, können wir auf den neun Stufen des geistigen Verweilens fortschreiten und schließlich die einsgerichtete Konzentration des Ruhigen Verweilens erreichen (Skrt. Shamata). Ohne angemessenes Meditationsobjekt wird auch nach tausend Jahren des Sitzens nur wenig vorzuweisen sein.

Alles, was bis jetzt in diesem Kommentar erklärt wurde, und alles, was noch kommen wird, kann als Objekt für die Meditation dienen. Es gibt nicht eine einzige Unterweisung in Shantidevas Text, die nicht dazu geeignet ist, darüber zu meditieren. Somit ist es sehr wichtig, die Kunst der Meditation korrekt zu erlernen und sie in unserem täglichen Leben gewissenhaft anzuwenden.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Ozean von Nektar

Ozean von Nektar

The True Nature of All Things

By Geshe Kelsang Gyatso

Dieses Buch ist noch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. Einzelheiten der englischen Ausgabe finden Sie auf dieser Seite.

read an excerpt

When Buddha taught the Perfection of Wisdom Sutras he explained ultimate truth emptiness by elaborating all the different categories of phenomena and showing how each in turn exists as mere imputation of the mind and does not exist from its own side.

This teaching touches the very core of reality and understanding it and fully realizing its meaning is the key to liberating the mind from the ignorance of self grasping and attaining true inner peace.

Over the centuries, great Mahayana scholars – especially Nagarjuna and Chandrakirti – have elucidated the meaning of the Perfection of Wisdom Sutras in their commentaries.

In Ocean of Nectar, Geshe Kelsang continues this noble tradition by providing an explanation of Chandrakirti’s famous commentary Guide to the Middle Way.

With breathtaking clarity and insight he guides us step by step through a matrix of profound subjects, making them easy to understand for the modern day reader and bringing the Mahayana Path within reach of all of us.

“This important work handsomely repays the close reading required to fully savor the text.” — THE MIDDLE WAY


How Everything is Merely Imputed by the Mind

Chandrakirti, in his commentary to Aryadeva’s Four Hundred, and Je Tsongkhapa, in Clear Illumination of the Intention, use the analogy of an imagined snake to show how all phenomena are merely imputed by thought.

A man walking through a field at dusk comes across a coil of speckled rope in the grass and, mistaking it for a snake, develops fear. Even though a snake appears vividly to his mind, that snake does not exist from its own side. It is merely a projection of his mind, imputed by conceptual thought in dependence upon the rope. Other than this, no snake can be found because neither the coil of rope as a whole nor any part of it is a snake.

In just the same way, all phenomena are merely imputed by conceptual thought. For example, the I does not exist from its own side. It is merely a projection of the mind imputed by conceptual thought in dependence upon the aggregates.

If we try to find an I other than the mere conceptual imputation ‘I’ we shall not succeed because neither the collection of the aggregates nor any individual aggregate is the I. Existing phenomena such as the I differ from the imagined snake in that they are valid imputations; but there is no difference from the point of view of their being merely imputed by conceptual thought.

In the analogy, because the man sees the rope in the twilight he mistakenly apprehends a snake and develops fear. To remove this fear he must remove the mind apprehending a snake by realizing that there is no snake. Even then, if the rope is left in the same place there is a danger that the same mistake will be made in the future. The only way to remove this danger is to remove the rope.

Similarly, sentient beings observing their aggregates in the darkness of their ignorance mistakenly apprehend an inherently existent I. This mind grasping at an inherently existent I is the root of samsara and the source of all fear. To remove the fears of samsara we must remove this mind by realizing that there is no inherently existent I.

Even then, there will be a danger of the mind grasping at an inherently existent I recurring if we continue to grasp at inherently existent aggregates. Therefore, the only way to remove the fears of samsara entirely is first to realize the lack of inherent existence of the I, and then to realize the lack of inherent existence of the aggregates.

Again, we can use other analogies such as seeing a spider on a wall where there is only a mark, seeing a person in the distance where there is only a pile of stones, or generating fear during a film. By contemplating these analogies we can understand how all phenomena are merely imputed by thought.

© Geshe Kelsang Gyatso & New Kadampa Tradition

Allumfassendes Mitgefühl

Allumfassendes Mitgefühl

Inspirierende Lösungen für schwierige Zeiten

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Das Herz der Lehre Buddhas sind bedingungslose Liebe und Mitgefühl. In dieser inspirierenden Erklärung des bekannten buddhistischen Gedichts Geistesschulung in sieben Punkten zeigt Geshe Kelsang kraftvolle und weitreichende Methoden auf, um diese selbstlosen Stufen zu entwickeln.

Bewährte Meditationstechniken, die jahrhundertelang ausgeführt und getestet wurden, sind erneuert und unserer heutigen Zeit angepasst worden.

Enthalten ist auch eine praktische und ermutigende Erklärung, wie wir unser Alltagsleben · sogar die herausfordernsten und schwierigsten Situationen · zu Möglichkeiten für die persönliche und spirituelle Entwicklung umwandeln können.

Durch das Aufzeigen des Weges zu unvergänglicher Freiheit und Glück, fordert diese leicht lesbare Buch uns auf zu wachsen und wird einem bemerkenswerten Einfluss auf unser Leben haben.

“Es kann jedem von Nutzen sein dessen Religion die Ausübung von Mitgefühl erfordert.” — FAITH AND FREEDOM

“Ein inspirierendes Buch.” — BUDDHIST STUDIES REVIEW


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Eine Meditation über Liebe

Es gibt drei Arten von Liebe: zuneigungsvolle Liebe, fürsorgliche Liebe und wünschende Liebe. Wir können sie durch folgendes Beispiel verstehen: Wenn eine Mutter eines ihrer Kinder nach einer langen Trennung wiedersieht, ist sie sehr glücklich und empfindet große Zuneigung für ihr Kind. Solch ein besonderes Gefühl der Zuneigung wird zuneigungsvolle Liebe genannt.

Aus Zuneigung betrachtet die Mutter ihr Kind als sehr kostbar und möchte ihm ganz besondere Fürsorge zukommen lassen. Dieses besondere Gefühl der Fürsorge wird fürsorgliche Liebe genannt. Weil die Mutter zuneigungsvolle Liebe und fürsorgliche Liebe für ihr Kind empfindet, wird sie das Glück ihres Kindes sofort wiederherstellen wollen, wenn sie sieht, dass es unglücklich ist. Dieser Wunsch, dass andere glücklich sein mögen und ihnen dabei zu helfen, Glück und Zufriedenheit zu erreichen, ist wünschende Liebe.

Als erstes müssen wir für andere Lebewesen zuneigungsvolle Liebe erzeugen und dann fürsorgliche Liebe. Wenn wir dann über ihren Mangel an Glück meditieren, werden wir von ganz allein wünschende Liebe entwickeln. Diese wünschende Liebe ist die Motivation für uns, mit der Praxis des Gebens zu beginnen. Durch solche Liebe motiviert, beschließen wir: „Ich werde allen Lebewesen Glück und Zufriedenheit geben.“

Shantideva sagt im Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas:

Um allen Lebewesen zu nutzen,
Verwandle Deinen Körper in ein wunscherfüllendes Juwel.

Wir beginnen mit den Gedanken:

Möge all mein tugendhaftes Karma in allen Lebewesen reifen, und mögen sie somit sowohl zeitweiliges als auch endgültiges Glück erlangen.

Mit diesem aufrichtigen Gebet stellen wir uns vor, dass sich unser Körper in ein leuchtendes wunscherfüllendes Juwel verwandelt, dessen Lichtstrahlen alle sechs Bereiche Samsaras erreichen. Die Strahlen reinigen die ganze Umgebung in den sechs Bereichen und erfüllen und erfüllen allen darin wohnenden Wesen jeden nur erdenklichen Wunsch. Die Wesen in den heißen Höllen empfangen kühlenden Regen und die in den kalten Höllen wärmenden Sonnenschein, hungrige Geister bekommen zu essen und zu trinken, Tiere empfangen Weisheit, alle Wünsche und Bedürfnisse der Menschen werden erfüllt, Halbgötter erhalten Frieden und Zufriedenheit und Götter erlangen Befreiung. Wir entwickeln die Überzeugung, dass sie alle völlig befriedigt sind und nicht-verunreinigte Glückseligkeit genießen. Dann erzeugen wir große Freude über ihr neu gefundenes Glück und bewahren dieses Gefühl der Freude, indem wir so lange wie möglich mit einsgerichteter Konzentration darüber meditieren. Diese Meditation über das Geben von Glück an andere ist eine erhabene Methode, um Verdienste anzusammeln und unsere Liebe zu verstärken.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Wie wir den Geist verstehen

Wie wir den Geist verstehen

Die Natur und Kraft des Geistes

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Wenn die Dinge in unserem Leben falsch laufen und wir uns in schwierigen Situationen wiederfinden, neigen wir dazu, diese Situation als Problem wahrzunehmen, obwohl jedes Problem, das wir erfahren in Wahrheit aus unserem Geist stammt.

Dieses Buch bietet uns tiefe Einsicht in unseren Geist und zeigt auf, wie ein Verständnis seiner Natur und Funktion ganz praktisch in unseren alltäglichen Erfahrungen umgesetzt werden kann, um unser Leben zu verbessern.

Der erste Teil ist ein praktischer Leitfaden, um einen leichten, positiven Geist zu entwickeln und zu bewahren. Er zeigt uns, wie wir Geisteszustände, die uns schaden, erkennen und vermeiden und wie wir sie durch friedvolle und heilsame ersetzen können.

Der zweite Teil beschreibt ausführlich unterschiedliche Arten von Geist und enthüllt die Tiefgründigkeit des buddhistischen Verständnisses des Geistes. Er schließt mit einer ausführlichen Erklärung der Meditation und zeigt, wie wir unseren Geist zähmen und umwandeln können und somit dauerhafte Freude erleben, unabhängig von äußeren Bedingungen.


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Konzentration macht den Geist friedvoll

Ein Ausschnitt aus Wie wir den Geist Verstehen

Von Geshe Kelsang Gyatso

Die Hauptfunktion von tugendhafter Konzentration ist es, den Geist friedvoll zu machen. In “Kostbare Girlande” sagt Nagarjuna:

Aus Geben entsteht Reichtum,
Aus Disziplin entsteht Glück,
Aus Geduld entstehen anziehende Formen,
Aus Bemühen entsteht die Erfüllung von Wünschen,
Aus Konzentration entsteht Frieden
Und aus Weisheit entsteht Freiheit von Behinderungen.

Ist unser Geist frei von der Unruhe ablenkender Vorstellungen, wird er ruhig und weich. Erleben wir die Freude inneren Friedens und Glücks, lässt unser Verlangen nach äußeren Quellen des Vergnügens ganz natürlich nach und es ist ein

Reine Konzentration hilft auch, unseren Körper und Geist angenehm, beweglich und für Dharma Praxis leicht nutzbar zu machen. Diese «Tauglichkeit» des Geistes, die Geschmeidigkeit genannt wird, ist einer der größten Vorteile, die aus Konzentration entstehen.

Obwohl wir zur Zeit, wenn wir meditieren, einen gewissen Grad an Konzentration haben, ist sie relativ schwach und kurzlebig. Deshalb ist die Geschmeidigkeit, die sie hervorruft, subtil und kaum wahrnehmbar. Wird unsere Konzentration aber stärker und stabiler, verbes- sert sich auch unsere Geschmeidigkeit.

Nicht nur ist die Intensität der Geschmeidigkeit wichtig, sie muss auch stark und lang anhaltend sein. Hält unsere Geschmeidigkeit vierundzwanzig Stunden am Tag an, wird es uns jederzeit leicht fallen, tugendhaft zu handeln.

Wir werden niemals körperlich oder geistig müde sein und wir werden immer voller Freude Dharma Unterweisun-gen anhören, darüber nachdenken und meditieren. Mit dieser Freude an der Dharma Praxis werden wir keine Schwierigkeiten haben, die fünf Pfade, die zehn Ebenen und die Verwirklichungen der zwei Stufen des Tantras zu vollenden.

Geschmeidigkeit ist das wirkliche Gegenmittel gegen Faulheit. Aus Sicht des Dharmas ist Faulheit nicht nur Anhaftung an Schlaf und körperliche Bequemlichkeit. Es ist jeder Geist, der tugendhaften Handlungen abgeneigt ist. Es gibt keine wichtigere spirituelle Aufgabe, als Faulheit zu überwinden. Mit Geschmeidigkeit werden tugendhafte Handlungen wie Kontemplation oder Meditation zu einem Vergnügen, frei von Widerständen. Die Erlangung von Geschmeidigkeit hängt von Konzentration ab. Konzentra- tion hängt von Bemühen ab. Bemühen hängt von Bestreben ab. Und Bestreben hängt davon ab, den Nutzen der Konzentration zu erkennen.

Gewöhnliche Menschen halten samsarische Vergnügen, Besitz und Geld für nützlich. Deshalb richten sie ihr ganzes Bemühen auf den Erwerb dieser Dinge. Dharma Praktizierende sehen jedoch den großen Nutzen der Konzentration und streben eifrig danach, sie zu erlangen.

Konzentration verleiht uns die Freiheit, das zu erreichen, was wir uns wünschen. Ohne Konzentration hat unser Geist keine Freiheit, er muss dorthin, wo auch immer Anhaftung, Hass oder andere Verblendungen ihn hinführen. Jemand, der starke, tugendhafte Konzentration hat, besitzt Kontrolle über seinen Geist. Sein Geist tut, was immer er will, wie ein gut geschultes Pferd, das seinem Reiter gehorcht.

Indem wir unsere Konzentration verbessern, können wir ruhiges Ver- weilen, höheres Sehen, Hellsicht und Wunderkräfte erlangen und schließlich alle Pfade zur Erleuchtung vollenden. Fehlt uns jedoch Konzentration, können wir keine Fortschritte auf den Pfaden und Ebenen des Mahayana machen und somit werden wir Buddhaschaft nicht erlangen. Deshalb sind alle weltlichen und überweltlichen Erlangungen von Konzentration abhängig.

Konzentration benötigen wir nicht nur in der formellen Meditation sondern auch, wenn wir Unterweisungen anhören oder Dharma Bücher lesen. Lesen wir zum Beispiel ein Buch mit einem abgelenkten Geist, werden wir die Bedeutung nicht klar verstehen. Vielleicht denken wir, dass es der Fehler des Buches ist, in Wirklichkeit aber ist es der Fehler unseres abgelenkten Geistes.

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Wie wir unsere Probleme lösen

Wie wir unsere Probleme lösen

Die Vier Edlen Wahrheiten

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Vor langer Zeit zeigte Buddha, dass sich den Menschen das Glück beständig entzieht, obwohl sie es alle Menschen suchen, und obwohl sie Leiden auszuweichen versuchen, Leiden wie Regen auf sie herab fällt.

Er lehrte, dass die Wurzel des Problems eine tiefe Unwissenheit in Bezug auf die Natur und die Ursachen von Glück und Leiden ist.

In seiner berühmten Unterweisung über die Vier Edlen Wahrheiten erklärte Buddha:

  • Die Wahrheit über Leiden
  • Die wahren Ursprünge des Leidens
  • Wie die wahre Beendigung von Leiden erreicht werden kann
  • Der wahre Pfad, der zu dieser Beendigung führt

In “Wie wir unsere Probleme lösen” erklärt Geshe Kelsang mit charakteristischer Klarheit, wie wir diese Unterweisung leicht in unserem modernen Leben anwenden können und beginnen einen Geschmack von wahrem, anhaltendem Glück zu erfahren.

Dieses Buch enthält auch einen sehr besonderen Abschnitt darüber, wie wir das Problem unserer Wut überwinden können.

“Dieses Buch voller Einsichten bietet Geistesfrieden in diesen unruhigen Zeiten. Ich empfehle es wärmstens jedem, der Glück oder eine tiefere Bedeutung in seinem Leben sucht” – Thomas Mitchell, Professor und Autor, Universität von Indiana


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Wut und Beziehungen

Wut ist besonders in Beziehungen sehr schädlich. Wenn wir eng mit jemandem zusammenleben, dann prallen unsere Persönlichkeiten, Prioritäten, Interessen und die Art und Weise, wie wir die Dinge anpacken, oftmals aufeinander.

Da wir sehr viel Zeit miteinander verbringen und die Fehler des anderen so gut kennen, sind wir schnell kritisch und gereizt und geben unserem Partner die Schuld dafür, dass unser Leben unangenehm ist. Wenn wir uns nicht ständig bemühen, dieser Wut entgegenzuwirken, sobald sie entsteht, wird unsere Beziehung darunter leiden.

Zwei Menschen mögen echte Liebe füreinander empfinden, doch wenn sie immer wieder wütend aufeinander werden, dann werden die Zeiten, in denen sie glücklich miteinander sind, abnehmen und immer weiter auseinander liegen.

Schließlich werden sie an den Punkt kommen, wo der nächste Streit anfängt, bevor der alte aufgehört hat. Wie eine Blume, die von Unkraut erstickt wird, kann Liebe unter solchen Umständen nicht überleben.

In einer engen Beziehung gibt es tagtäglich immer wieder Möglichkeiten, wütend zu werden. Um das Entstehen schlechter Gefühle zu verhindern, müssen wir deshalb der Wut entgegenwirken, sobald sie beginnt in unserem Geist zu entstehen.

Nach jeder Mahlzeit räumen wir das Geschirr weg und warten nicht bis zum Ende des Monats, denn wir wollen weder in einem schmutzigen Haus wohnen, noch mit einer riesigen unangenehmen Aufgabe konfrontiert sein. Auf die gleiche Weise sollten wir uns bemühen, die Unordnung in unserem Geist aufzuräumen, sobald sie erscheint, denn wenn wir es ihr erlauben sich auszubreiten, wird es immer schwieriger werden, damit zurechtzukommen, und sie wird unsere Beziehung gefährden.

Wir sollten daran denken, dass jede Gelegenheit, die wir haben, wütend zu werden, auch eine Gelegenheit ist, Geduld zu üben. Eine Beziehung, in der es viele Reibungsflächen und Interessenkonflikte gibt, stellt zudem eine unübertroffene Chance dar, unsere Selbst-Wertschätzung und unser Festhalten am Selbst, die wahren Quellen unserer gesamten Probleme, abzubauen. Indem wir die Anweisungen über Geduld, die in diesem Buch erklärt werden, praktizieren, können wir unsere Beziehungen in Chancen für spirituelles Wachstum umwandeln.

Durch unsere Wut und unseren Hass verwandeln wir Menschen in Feinde. Normalerweise nehmen wir an, dass Wut entsteht, wenn wir einen unangenehmen Menschen treffen, doch in Wirklichkeit ist es die Wut, die bereits in uns ist, die den Menschen, den wir treffen, in einen imaginären Feind verwandelt. Jemand, der von Wut kontrolliert wird, lebt, von lauter selbst erschaffenen Feinden umgeben, in einer paranoiden Weltvorstellung. Der falsche Glaube, dass ihn alle hassen, kann so überwältigend werden, dass er, als Opfer seiner eigenen Verblendungen, sogar verrückt wird.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Einführung in den Buddhismus

Einführung in den Buddhismus

Eine Erklärung der buddhistischen Lebensweise

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Heutzutage haben viele Menschen Interesse an Buddhismus und Meditation. Dies liegt teilweise an der praktischen Herangehensweise an die Probleme, die wir in unserem Alltag erfahren und teilweise daran, dass der Buddhismus ein offener, flexibler Glaube ist, der von jedem, unabhängig von ethnischem oder religiösem Hintergrund, praktiziert werden kann.

Buddhismus lehrt uns, Verantwortung für uns selbst, für unsere Handlungen und für die Konsequenzen unserer Handlungen zu übernehmen.

Durch Meditation können wir den selben Pfad inneren Wandels, dem Buddha gefoolgt ist, beschreiten und schließlich dauerhaften inneren Frieden und die wirkliche Kraft erlangen, anderen Lebewesen von Nutzen zu sein.

Das Buch “Einführung in den Buddhismus” erklärt die grundlegende buddhistische Sichtweise, Absicht und Handlung und wie wir der buddhistischen Lebensweise in der modernen Welt folgen können. Es ist das perfekte Handbuch für jeden, der Interesse an Buddhismus und Meditation hat.

“Eine brillante, klare und prägnante Einführung in dieses umfassende Thema. Höchst empfehlenswert.” – YOGA & HEALTH MAGAZINE


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Die Geduld keine Vergeltung zu üben

Geduld dagegen hilft uns in diesem Leben und in allen zukünftigen. Hierzu sagt Shantideva:

Es gibt nichts Schlimmeres als den Ärger
und keine größere Tugend als die der Geduld.

Die Geduld lässt uns alle zugefügten Schmerzen annehmen und unsere gewöhnlichen Unannehmlichkeiten und Beschwerden einfacher ertragen. Nichts kann unseren Geistesfrieden stören, und wir kennen keine Probleme, solange wir Geduld haben. Wir bewahren unseren inneren Frieden und eine Ausgeglichenheit, durch die spirituelle Verwirklichungen wachsen können. Chandrakirti sagt, wenn wir Geduld praktizieren, werden wir in Zukunft eine wunderschöne Gestalt annehmen und zu einem heiligen Wesen mit hohen Verwirklichungen.

Es gibt drei Arten von Geduld:

1. Die Geduld, keine Vergeltung zu üben
2. Die Geduld, freiwillig Leiden auf sich zu nehmen
3. Die Geduld, nachhaltig über den Dharma nachzudenken

Die Geduld keine Vergeltung zu üben
Für die Ausübung dieser Geduld müssen wir uns ständig über die Gefahren von Ärger bewusst sein und die Vorteile des geduldigen Annehmens kennen. Und entsteht in uns Ärger, so müssen wir sofort die Methoden anwenden, um ihn auszumerzen. Wir beginnen damit, uns an das Ertragen kleinerer Schwierigkeiten zu gewöhnen – etwa unbedeutende Beleidigungen oder kleinere Störungen in unserer Routine –, um allmählich unsere Geduld zu verbessern, bis wir selbst größte Schwierigkeiten ertragen können, ohne ärgerlich oder wütend zu werden.

In unserer Meditation über die Geduld können wir uns vieler verschiedener logischer Gründe bedienen, welche uns alle dabei behilflich sein sollen, unsere Tendenz zur Vergeltung zu überwinden. Denken wir einmal über folgendes nach: Würde uns jemand mit einem Stock schlagen, so kämen wir nie auf die Idee, über den Stock ärgerlich zu werden, da er ja von einem Angreifer geschwungen wurde und somit keine Wahl hatte. Ebenso wenig sollten wir uns über jemanden, der uns beleidigt oder uns Schaden zufügt, ärgern, da er von seinem verblendeten Geist getrieben wurde und auch keine Wahl hatte. Weiterhin sollten wir uns überlegen, dass ein Arzt, dessen fiebernder Patient nach ihm schlägt, nicht über diesen verärgert ist. Ebenso wenig sollten wir ärgerlich sein, wenn verwirrte Lebewesen, die unter der Krankheit der Verblendungen leiden, uns in irgendeiner Form schaden. In den Büchern Freudvoller Weg und Sinnvoll zu Betrachten lassen sich noch weitere hilfreiche Beispiele finden.

Der wesentliche Grund, warum uns Schaden zugefügt wird, ist der, dass wir in unserer Vergangenheit anderen schadeten. Die, die uns schaden, sind lediglich die Voraussetzungen, durch die unser Karma reifen kann. Die wirkliche Ursache allen uns zugefügten Schadens ist unsere eigene Negativität. Üben wir unter diesen Voraussetzungen nun auch noch Vergeltung, erzeugen wir nur noch mehr schlechtes Karma und müssen somit in der Zukunft noch mehr leiden. Nehmen wir aber diese Verletzungen geduldig hin, ist die Kette unterbrochen und diese ganz bestimmte karmische Schuld getilgt.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Das Neue Meditationshandbuch

Das Neue Meditationshandbuch

Meditationen für ein glückliches und erfülltes Leben

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Diese populäre und praktische Meditationsanleitung, die ein Bestseller ist, wurde überarbeitet, um dem Leser den Einstieg in das Thema weiter zu vereinfachen. Wir werden entdecken, dass Meditation zu innerem Frieden und geistiger Leichtigkeit führt.

Der Autor erklärt Schritt für Schritt 21 Meditationen, die unseren Geist zunehmend friedvoller und freudvoller machen und als Ganzes den vollständigen buddhistischen Weg zur Erleuchtung aufzeigen.

Durch das Ausüben dieser Meditationen können wir unser Leben verwandeln, unser spirituelles Potential erfüllen und anhaltendes Glück finden.

“In dieser Zeit der weltweiten Spannungen und der Bedrohungen durch Terrorismus, in der Regierungen und einzelne Gruppen den Einsatz von Gewalt als legitimes Mittel ansehen, um Frieden zu erlangen, ist die buddhistische Sichtweise Gyatsos besonders wohltuend….Geshe Kelsang Gyatsos Worte geben uns eine anregende friedliche Perspektive.” – FOREWORD MAGAZIN

“… der Leser profitiert von Gyatsos klarem und inspirierendendem Stil.” – KIRKUS REVIEWS

“Ein Buch voller lebendiger Beispiele, die uns die Augen öffnen und helfen, unser Verständnis und Bewusstsein zu erweitern” – MIDWEST BOOK REVIEW

“Der Wert dieses Buches ist nicht zu übersehen… es leuchtet.” – THE NEW HUMANITY

“…möglicherweise ein lebensveränderndes Buch.” – BUDDHISM.ABOUT.COM


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Ausschnitt:

Wie man meditiert

Ein Ausschnitt aus Das Meditationshandbuch

Von Geshe Kelsang Gyatso

Jede der einundzwanzig Meditationen besteht aus fünf Teilen: Vorbereitung, Kontemplation, Meditation, Widmung und anschließende Praxis. Die Unterweisungen, die diese einundzwanzig Meditationen erklären, werden die Stufen des Pfades, oder Lamrim, genannt. Die Realisationen dieser Meditationen sind die eigentlichen spirituellen Pfade, die uns zur großen Befreiung der vollen Erleuchtung führen.

Der erste Teil, die vorbereitenden Übungen bereiten unseren Geist für eine erfolgreiche Meditation vor, indem sie Hindernisse reinigen, die durch unsere früheren negativen Handlungen verursacht worden sind, sie reichern unseren Geist mit Verdiensten an und ermöglichen es uns, die Segnungen der erleuchteten Wesen zu empfangen. Diese vorbereitenden Übungen sind sehr wichtig, wenn wir tiefe Erfahrungen dieser Meditationen gewinnen wollen. Zu diesem Zweck können wir unsere Meditation mit den Gebeten für die Meditation im Anhang I beginnen. Der Anhang II gibt einen Kommentar zu dieser Praxis.

Der Zweck des zweiten Teils, der Kontemplation oder analytischen Meditation ist, das Objekt der verweilenden Meditation ins Bewusstsein zu bringen. Dies wird durch das Überdenken verschiedener Argumente, das Betrachten von Gleichnissen und Nachdenken über die Schriften erreicht. Es ist von Vorteil, die Kontemplationen jedes Abschnittes auswendig zu lernen. So können wir die Meditation ausführen, ohne im Text nachschauen zu müssen. Die aufgeführten Kontemplationen sind nur als Richtlinien gedacht. Wir sollten diese mit Begründungen und Beispielen, die für uns hilfreich sind, ergänzen und bereichern.

Wenn aufgrund der Kontemplation das Objekt klar erscheint, hören wir mit der analytischen Meditation auf und konzentrieren uns einsgerichtet auf das Objekt. Diese einsgerichtete Konzentration ist der dritte Teil, die eigentliche Meditation.

Zu Beginn unserer Meditationspraxis ist unsere Konzentration schlecht. Wir werden leicht abgelenkt und verlieren oft das Objekt der Meditation. Deshalb müssen wir am Anfang wahrscheinlich mehrmals in jeder Sitzung zwischen Kontemplation und verweilender Meditation abwechseln. Meditieren wir beispielsweise über Mitgefühl, betrachten wir zuerst die verschiedenen Leiden der Lebewesen, bis die Empfindung von starkem Mitgefühl in unserem Herzen entsteht.

Wenn dieses Gefühl entstanden ist, meditieren wir mit einsgerichteter Konzentration darüber. Lässt das Gefühl nach oder schweift unser Geist zu einem anderen Objekt ab, gehen wir zurück zur analytischen Meditation, um das Gefühl in unserem Geist wiederherzustellen. Haben wir das Gefühl von neuem entwickelt, beenden wir wiederum unsere analytische Meditation und halten das Gefühl mit einsgerichteter Konzentration.
Kontemplation wie auch Meditation sind Methoden, um unseren Geist mit tugendhaften Objekten vertraut zu machen.

Je vertrauter wir mit solchen Objekten werden, desto friedvoller wird unser Geist. Durch die Schulung in Meditation und durch eine Lebensführung in Übereinstimmung mit den gewonnenen Erkenntnissen und Vorsätzen werden wir schließlich fähig sein, das ganze Leben lang einen friedvollen Geisteszustand aufrechtzuerhalten. Ausführlichere Angaben über die Kontemplationen und Meditation im allgemeinen können in den Büchern Verwandle Dein Leben und Freudvoller Weg gefunden werden.

Am Ende widmen wir die Verdienste, die wir in unserer Meditation erzeugt haben, der Erlangung der Buddhaschaft. Werden die Verdienste nicht gewidmet, können sie durch Wut leicht zerstört werden. Durch die aufrichtige Rezitation der Widmungsgebete am Schluss jeder Meditationssitzung können wir sicherstellen, dass die Verdienste, die durch die Meditation erschaffen wurden, nicht verschwendet werden, sondern als Ursache für die Erleuchtung wirken.

Der fünfte Teil jeder Meditationspraxis ist die anschließende Praxis. Diese besteht aus Ratschlägen, wie wir die Meditation in unser tägliches Leben integrieren können. Es ist wichtig, uns daran zu erinnern, daß die Dharma-Praxis nicht nur ausgeübt wird, wenn wir auf unserem Meditationskissen sitzen. Die Dharma-Praxis sollte unser ganzes Leben durchdringen.

Es sollte keine Kluft zwischen unserer Meditationspraxis und unserem täglichen Leben entstehen, da der Erfolg unserer Meditation davon abhängt, wie rein unser Verhalten außerhalb der Meditationssitzungen ist. Wir sollten unseren Geist ständig beobachten und Achtsamkeit, Wachsamkeit und Gewissenhaftigkeit anwenden und versuchen, alle schlechten Gewohnheiten aufzugeben.

Eine tiefe Erfahrung des Dharmas ist das Ergebnis der praktischen Schulung innerhalb und außerhalb der Meditation über einen langen Zeitraum hinweg. Wir sollten beharrlich und sanft praktizieren, ohne schnelle Ergebnisse erzielen zu wollen.

Zusammenfassend kann unser Geist mit einem Acker verglichen werden. Das Praktizieren der vorbereitenden Übungen gleicht den Vorbereitungen, die einer erfolgreichen Saat vorausgehen. Die Hindernisse, die durch frühere negative Handlungen verursacht wurden, werden vom Acker entfernt, durch Verdienste wird der Acker fruchtbar gemacht und durch die Segnungen der heiligen Wesen wird er bewässert. Kontemplation und Meditation entsprechen dem Aussäen von guten Samen. Die Widmung und die anschließende Praxis sind die Methoden, um die Ernte unserer Dharma-Verwirklichungen zur Reife zu bringen.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Verwandle Dein Leben

Verwandle Dein Leben

Eine glückselige Reise

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Mit Hilfe der praktischen Ratschläge, die dieses Buch enthält, können wir unseren Geist und unser Leben verwandeln, unser menschliches Potential entfalten und immerwährenden Frieden und Glück finden.

  • Worin liegt die wahre Bedeutung des menschlichen Lebens?
  • Wie man die Quelle von Glück findet
  • Die wirklichen Methoden zur Lösung unserer täglichen Probleme
  • Wie wir unser endgültiges Ziel erreichen

“Eine Werk von tiefer spiritueller Einsicht” – THE NARPA REVIEW

“Dieses ausgezeichnete Buch regt zum Nachdenken an.” – MIDWEST BOOK REVIEW


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Ausschnitt:

Der innere Reichtum des Mitgefühls

Ein Ausschnitt aus Verwandle Dein Leben

Von Geshe Kelsang Gyatso

Wenn wir uns von der Meditation erheben, versuchen wir, unsere Erfahrung des Mitgefühls in die Meditationspause einzubringen. Jedesmal wenn wir jemandem begegnen, sollten wir uns daran erinnern, wie er leidet, und daraufhin Mitgefühl für ihn entwickeln. Dann wird der bloße Anblick eines Lebewesens wie das Entdecken eines seltenen und kostbaren Schatzes sein. Der Grund dafür ist, dass das Mitgefühl, das wir bei der Begegnung mit anderen empfinden, ein erhabener innerer Schatz ist, der eine unerschöpfliche Quelle des Nutzens sowohl für unser derzeitiges Leben als auch für unsere zukünftigen Leben darstellt.

Wie bereits erwähnt, kann uns weltlicher Reichtum in unseren zukünftigen Leben nicht helfen, und selbst in diesem Leben ist es ungewiss, ob er uns Glück bringen wird, denn häufig ist er die Ursache für die verschiedensten Formen von Ängsten und kann sogar unser Leben gefährden. Reiche Leute haben spezielle Sorgen, die arme Menschen nicht kennen; sie haben beispielsweise Angst vor Dieben, machen sich Sorgen über ihre Investitionen, die Zinssätze, über einen eventuellen Verlust ihres Geldes oder ihres gesellschaftlichen Ranges. Das ist eine schwere Last für sie.

Während die meisten Leute sich jederzeit frei bewegen können, benötigen viele wohlhabende und berühmte Leute Leibwächter und machen sich vielleicht sogar Sorgen darüber, entführt zu werden. Reiche Menschen haben wenig Freiheit oder Unabhängigkeit, und sie können sich niemals völlig entspannen. Je höher wir in der Welt aufsteigen, um so tiefer müssen wir fallen; es ist sicherer, näher am Boden zu sein.

Ganz gleich wie erfolgreich wir darin sind, unsere äußeren Lebensumstände zu verbessern, sie können uns niemals weder reines Glück bringen, noch wirklichen Schutz vor Leiden bieten. Wahres Glück kann man in dieser unreinen Welt nicht finden. Anstatt danach zu streben, äußeren Reichtum zu erwerben, wäre es viel besser, wenn wir den inneren Reichtum der Tugend suchen würden, denn im Gegensatz zu äußerem Reichtum kann uns dieser niemals täuschen und wird uns auf jeden Fall den Frieden und das Glück bringen, nach dem wir uns sehnen.

Sind wir geschickt, so können Freunde wie Schatztruhen für uns sein, aus denen wir den kostbaren Schatz der Liebe, des Mitgefühls, der Geduld und so weiter schöpfen können. Damit unsere Freunde diese Funktion aber ausüben können, muss unsere Liebe frei von Anhaftung sein. Ist unsere Liebe für unsere Freunde mit starker Anhaftung verbunden, wird sie davon abhängig sein, dass sich die Freunde so verhalten, wie wir es wünschen, und sobald sie etwas tun, was uns missfällt, kann unsere Zuneigung in Wut umschlagen. Tatsächlich sind es meist unsere Freunde, die das Objekt unserer Wut sind, und nicht unsere Feinde oder Fremde!

Sind wir oft ungehalten mit unseren Freunden, machen wir sie zu Maras. Ein Mara ist jemand oder etwas, durch das unsere spirituelle Praxis beeinträchtigt wird. Niemand ist von sich aus ein Mara, lassen wir es jedoch zu, dass andere Menschen verblendete Geistesarten wie Wut, starke Anhaftung oder Selbst-Wertschätzung in uns hervorrufen, so werden sie für uns zu Maras.

Ein Mara muss keine Hörner und keinen beängstigenden Gesichtsausdruck zur Schau tragen; ein scheinbar guter Freund, der uns schmeichelt und uns zu sinnlosen Aktivitäten verführt, kann ein größeres Hindernis für unsere spirituelle Praxis darstellen. Ob unsere Freunde kostbare Schätze oder Maras sind, hängt vollständig von uns selbst ab. Wenn wir uns aufrichtig in Geduld, Mitgefühl und Liebe üben, können sie wie unbezahlbare Juwelen sein, aber wenn wir häufig wütend auf sie werden, können sie zu Maras werden.

Wir wären überglücklich, wenn wir eine vergrabene Schatzkiste entdecken oder einen großen Geldbetrag gewinnen würden, und würden uns für Glückspilze halten. Bedenken wir jedoch die trügerische Natur des weltlichen Reichtums und die Überlegenheit des inneren Reichtums der Tugend, wie viel glücklicher sollten wir uns da schätzen, wenn wir ein anderes Lebewesen treffen, das eine potentielle Quelle unbegrenzten inneren Reichtums darstellt? Für einen ernsthaften und mitfühlenden Praktizierenden ist allein schon der Anblick anderer Lebewesen, mit ihnen sprechen zu können oder der bloße Gedanke an sie vergleichbar mit dem Fund eines vergrabenen Schatzes. Alle seine Begegnungen mit anderen Menschen dienen dazu, sein Mitgefühl zu vertiefen, und selbst alltägliche Aktivitäten, wie einkaufen oder mit Freunden plaudern, werden zu Ursachen für die Erleuchtung.

Acht Schritte zum Glück

Acht Schritte zum Glück

Der buddhistische Weg der liebenden Güte

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Dieses inspirierende Buch enthüllt tief verändernde und praktische Methoden, die eine kraftvolle Öffnung des Herzens ermöglichen, die Quelle allen wahren Glückes.

Es erklärt wie wir über die acht wundervollen Verse meditieren können, die die beliebtesten buddhistischen Unterweisungen enthalten, die Acht Verse der Geistesschulung. Verfasst vom großen tibetischen Bodhisattva Langri Tangpa, zeigt dieses kurze Gedicht, wie wir alle Probleme des Lebens in wertvolle spirituelle Einsichten umwandeln können.

Seit Jahrhunderten bringt diese befreiende Meditationspraxis unzähligen Menschen im Osten dauerhaften inneren Frieden, Inspiration und Gelassenheit.

Jetzt, mit diesem Buch, lässt Geshe Kelsang Gyatso all diejenigen an der unermesslich reichen Einsicht dieser alten Weisheit teilhaben, die auf der Suche nach dauerhaftem Glück in ihrem modernen Leben sind.

“… induces calmness and compassion into one’s being.” — THE NEW HUMANITY


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Ausschnitt:

Die Güte anderer Lebewesen

Ein Ausschnitt aus Acht Schritte zum Glück

Von Geshe Kelsang Gyatso

Alle Lebewesen verdienen es, geschätzt zu werden, weil sie uns enorme Güte erwiesen haben. Unser gesamtes vorübergehendes und endgültiges Glück entspringt ihrer Güte. Selbst unser Körper ist das Ergebnis der Güte anderer. Wir haben ihn nicht aus unserem vergangenen Leben mitgebracht – er entwickelte sich aus der Vereinigung des Spermas unseres Vaters und der Eizelle unserer Mutter.

Nach unserer Empfängnis erlaubte uns unsere Mutter aus Güte im Mutterleib zu verweilen, nährte unseren Körper mit ihrem Blut und ihrer Wärme, erduldete großes Unwohsein und ertrug uns zuliebe schließlich den schmerzhaften Vorgang des Gebärens.

Nackt und mit leeren Händen traten wir in diese Welt und bekamen sofort ein Zuhause, Essen, Kleidung und alles, was wir sonst noch benötigten. Als wir ein hilfloses Baby waren, beschützte uns unsere Mutter vor Gefahren, fütterte, wusch und liebte uns. Ohne ihre Güte wären wir heute nicht am Leben.

Indem wir ständig Essen, Trinken und Zuwendung erhielten, entwickelte sich unser winziger, hilfloser Babykörper allmählich zu dem Körper, den wir jetzt besitzen. Unsere Nahrung wurde direkt oder indirekt von zahllosen Lebewesen bereitgestellt. Jede Zelle unseres Körpers ist daher das Resultat der Güte anderer.

Sogar diejenigen, die ihre Mutter nie kannten, haben Nahrung und liebevolle Zuwendung von anderen Menschen erhalten. Die bloße Tatsache, dass wir jetzt am Leben sind, ist Beweis für die große Güte anderer.

Alle Freuden und Möglichkeiten des menschlichen Lebens können wir aufgrund dieses gegenwärtigen und mit menschlichen Fähigkeiten ausgestatteten Körpers genießen. Selbst einfache Freuden, wie spazieren gehen oder einen schönen Sonnenuntergang betrachten, können als Folge der Güte unzähliger Lebewesen gesehen werden. Unsere Fertigkeiten und Fähigkeiten stammen alle aus der Güte anderer; man musste uns essen, laufen, sprechen, lesen und schreiben lehren.

Sogar die Sprache, die wir sprechen, ist nicht unsere eigene Erfindung, sondern das Werk vieler Generationen. Ohne sie könnten wir mit anderen nicht kommunizieren oder Ideen austauschen. Wir könnten weder dieses Buch lesen, Dharma lernen noch klar denken. Alle Einrichtungen, die wir für selbstverständlich halten, wie Häuser, Autos, Straßen, Geschäfte, Schulen, Krankenhäuser und Kinos, werden ausschließlich durch die Güte anderer erschaffen. Wenn wir mit dem Bus oder Auto reisen, nehmen wir die Straßen als selbstverständlich hin, doch es haben viele Menschen sehr hart daran gearbeitet, sie zu bauen und sicher zu machen, damit wir sie benutzen können.

Die Tatsache, dass manche Leute, die uns helfen, gar nicht die Absicht haben, dies zu tun, ist irrelevant. Da wir Nutzen aus ihren Handlungen ziehen, erweisen sie uns, aus unserer Perspektive betrachtet, Güte. Anstatt sich mit ihrer Motivation zu befassen, die wir ohnehin nicht kennen, sollten wir uns auf den tatsächlichen Nutzen konzentrieren, der sich daraus ergibt. Jeder, der in irgendeiner Form zu unserem Glück und Wohl beiträgt, verdient unsere Dankbarkeit und unseren Respekt. Müssten wir alles zurückgeben, was wir von anderen empfangen haben, stünden wir mit leeren Händen da.

Wir mögen vielleicht argumentieren, dass wir Dinge nicht kostenlos erhalten, sondern dafür arbeiten müssen. Wenn wir einkaufen gehen, müssen wir bezahlen, und wenn wir in einem Restaurant essen, müssen wir die Rechnung begleichen. Wir verfügen vielleicht über ein Auto, jedoch mussten wir das Auto kaufen, und jetzt müssen wir für Benzin, Steuer und Versicherungskosten aufkommen. Niemand gibt uns etwas umsonst. Aber woher bekommen wir dieses Geld? Es ist wahr, dass wir im Allgemeinen für unser Geld arbeiten müssen, doch es sind andere, die uns einstellen oder unsere Ware kaufen, und somit sind sie es, die uns indirekt mit Geld versorgen.

Zudem können wir eine bestimmte Arbeit nur verrichten, weil wir die notwendige Ausbildung oder Bildung besitzen, die wir von anderen erhalten haben. Wo immer wir auch hinschauen, erblicken wir nur die Güte anderer. Wir alle sind in einem Netz der Güte miteinander verflochten, von dem wir uns unmöglich trennen können. Alles, was wir besitzen und genießen, einschließlich unseres Lebens, entspringt der Güte anderer. Tatsächlich entsteht das ganze Glück der Welt durch die Güte anderer.

Auch unsere spirituelle Entwicklung und das reine Glück der vollen Erleuchtung hängen von der Güte anderer Lebewesen ab. Buddhistische Zentren, Dharma-Bücher und Meditationskurse fallen nicht einfach vom Himmel, sondern sind das Ergebnis harter Arbeit und der Hingabe vieler Menschen. Dass wir Buddhas Lehren lesen, über sie nachdenken und meditieren können, hängt völlig von der Güte anderer ab. Zudem können wir ohne Lebewesen, denen wir etwas geben, die unsere Geduld auf die Probe stellen und für die wir Mitgefühl entwickeln können, niemals die tugendhaften Eigenschaften entwickeln, die nötig sind, um Erleuchtung zu erlangen.

Kurz gesagt, wir benötigen andere für unser körperliches, emotionales und spirituelles Wohl. Ohne andere sind wir nichts. Unser Gefühl, eine Insel, ein unabhängiges, autarkes Individuum zu sein, ist weit von der Realität entfernt. Die Vorstellung, eine Zelle im unermesslichen Körper des Lebens zu sein, die individuell und doch eng mit allen Lebewesen verbunden ist, kommt der Wahrheit schon näher. Ohne andere können wir nicht existieren, und sie wiederum werden durch alles, was wir tun, beeinflusst. Der Gedanke, unser eigenes Wohl absichern zu können, gleichzeitig jedoch das Wohlergehen anderer zu vernachlässigen oder sogar auf ihre Kosten zu leben, ist vollkommen unrealistisch.

Indem wir über die unzähligen Arten der Hilfe nachdenken, die wir durch andere erfahren, sollten wir zum festen Entschluss kommen: “Ich muss alle Lebewesen schätzen, weil sie mir große Güte erweisen.” Aufgrund dieses Entschlusses entwickeln wir ein Gefühl der Wertschätzung – ein Gefühl, dass alle Lebewesen wichtig sind und dass ihr Glück von Bedeutung ist.

Wir versuchen, unseren Geist einsgerichtet mit diesem Gefühl zu vermischen und es solange wie möglich aufrechtzuerhalten, ohne es zu vergessen. Wenn wir uns von der Meditation erheben, versuchen wir, dieses Gefühl der Liebe beizubehalten, so dass wir immer, wenn wir jemandem begegnen oder uns an jemanden erinnern, ganz spontan denken: “Diese Person ist wichtig, das Glück dieser Person ist von Bedeutung.” Auf diese Weise können wir das Schätzen von Lebewesen zu unserer Hauptpraxis machen.

© Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Bücher über Tantra

Bücher über Tantra

Die Bücher in diesem Abschnitt erklären Buddhas Tantrische Unterweisungen.

Vorkenntnisse in Buddhistischer Sichtweise, Meditation und Praxis werden empfohlen, bevor sie diese Bücher lesen.

Über das Menü auf der rechten Seite können sie weitere Informationen zu diesen Büchern finden, einen Ausschnitt lesen und, falls gewünscht, online bestellen.

Weiterführende Literatur über Buddhismus und Meditation

Weiterführende Literatur über Buddhismus und Meditation

Die Bücher in diesem Abschnitt setzen einige Vorkenntnisse in grundlegender buddhistischer Sichtweise, Meditation und Praxis voraus.

Sie eignen sich ideal dafür, das eigene Verständnis und die eigene Erfahrung im Buddhismus zu vertiefen.

Über das Menü auf der rechten Seite können Sie mehr über die Bücher erfahren, einen Auszug lesen oder, falls gewünscht, online bestellen.

Einführende Literatur über Buddhismus und Meditation

Einführende Literatur über Buddhismus und Meditation

Die Bücher in diesem Abschnitt sind für alle Leser geeignet, sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene.

Sie bieten eine grundlegende Einführung in buddhistischer Sichtweise, Meditation und Praxis, die für Anfänger geeignet ist.

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Internationaler Tempel Tag

Internationaler Tempel Tag

Am ersten Samstag im November feiern Kadampa Zentren weltweit das Internationale Tempel Projekt.

Bei besonderen Veranstaltungen werden Spenden für das Projekt gesammelt, Gebete für den Erfolg und das Erblühen des Projekts rezitiert und das Projekt dem Weltfrieden gewidmet.

Der folgende Auszug aus einem Vortrag vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso erklärt, wie wichtig die Tempel sind und wie sie allen fühlenden Wesen in dieser und in zukünftigen Generationen nutzen.

“Gemäß buddhistischer Sichtweise, besonders der im Mahayana Buddhismus, ist ein Tempel eine Repräsentation von Buddhas Reinem Land. Statuen und Abbildungen der Buddhas sind Repräsentationen von Buddhas Körper, Stupas sind Repräsentationen von Buddhas Geist und Dharma Bücher sind Repräsentationen von Buddhas Rede. Sie sind heilige, kostbare Objekte.

Aus diesen Gründen empfehle ich den Bau von Tempeln als einer der besten Wege, anderen fühlenden Wesen zu nutzen.

Die Hauptfunktion eines Tempels ist die, dass diejenigen, die ihn sehen oder Vertrauen in ihn entwickeln, besondere Segnungen erhalten.

Jeder der einen Tempel oder eine Abbildung Buddhas sieht, erhält besondere Segnungen von Buddha. Egal ob Buddhist oder Nicht-Buddhist, jeder, der eine Abbildung Buddhas sieht, oder einen Tempel, empfängt Segnungen.

Aus diesem Grund kann ich von meiner Seite oder von unserer Seite sagen, dass dies für die Allgemeinheit der größte Nutzen oder Dienst ist.

Wir haben diesen Tempel fertiggestellt, so dass sogar diejenigen, die kein Interesse an Unterweisungen haben, einen gewissen Nutzen vom Buddhismus erhalten – jede Person, jedes Wesen.

Es macht keinen Unterschied, ob sie Vertrauen haben oder nicht. Wer auch immer eine Repräsentation vom Reinen Land eines Buddhas sieht und Repräsentationen von Buddhas Formkörper, Geist und Rede wird Segnungen empfangen.”

Je Tsongkhapa Tag

Der 25. Oktober ist Je Tsongkhapa Tag, an dem wir uns an die große Güte Je Tsongkhapas erinnern.

Das folgende ist ein Auszug aus einer Unterweisung, die der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso 1996 am Je Tsongkhapa Tag im Manjushri KMC gegeben hat.

‘Auf Grund von Vorhersagen Buddha Shakyamunis , dass in der Zukunft Manjushri als ein tibetischer Lama Je Tsongkhapa erscheinen würde, wussten viele Gelehrte und Praktizierende bereits vor Je Tsongkhapas Erscheinen in Tibet, dass er kommen würde.

Ihr könnt euch daran erinnern, was Buddha in seinem Wurzel Tantra von Manjushri zu seinem Herzschüler Manjushri sagte:

Wenn ich dahingegangen bin
Und meine reine Lehre nicht mehr da sein wird,
Wirst Du als gewöhnliches Wesen erscheinen,
Die Taten eines Buddhas vollbringen
Und das Freudvolle Land, den großen Beschützer,
Im Lande des Schnees errichten.

‘Das Land des Schnees’ bezieht sich auf Tibet, und das ‘Freudvolle Land’ bezieht sich sowohl auf das Kloster Ganden wie auf die Ganden Lehre, der grosse Beschützer.

Buddha sagte, dass in der Zukunft, nach dem er dahingegangen und seine reine Lehre verschwunden sei, Manjushri im Aspekt eines gewöhnlichen Wesen erscheinen, jedoch genau die gleichen Handlungen ausführen würde wie Buddha; insbesondere würde er in Tibet das Ganden Kloster und der grosse Beschützer, die Ganden Lehre – oder Je Tsongkhapas Dharma – gründen.

Wenn wir die Worte Buddhas auswendig lernen und tief über ihre Bedeutung nachdenken, wird dies uns viel Rat, ein gutes Gefühl und ein tiefgründiges Verständnis geben. Wenn er sagt, dass Manjushri als ein gewöhnliches Wesen erscheinen jedoch die Handlungen eines Buddhas ausführen würde, beschreibt er die besonderen Eigenschaften Je Tsongkhapas.

Obwohl Je Tsongkhapa die höchsten Realisationen vom Höchsten Yoga Tantra hatte, zeigte er äußerlich nie als einen tantrischen Yogi. Durch seinen äußere Erscheinung die reine Praxis von moralischer Disziplin betonend, lebte er wie ein gewöhnlicher reiner Praktizierender. Sein tägliches Leben jedoch, war das eines Bodhisattvas und seine inneren Realisationen Tag und Nacht die Vereinigung von Großer Glückseligkeit und Leerheit zu erfahren, waren die eigentliche Essenz des Höchsten Yoga Tantras.

Er hatte diese Erfahrung bereits viele Leben zuvor gewonnen, erschien jedoch als tibetischer Lama um klar ein besonderes Beispiel zu geben, wie man die Stufen des Pfades zur Erleuchtung beginnt, darauf fortschreitet und sie vollendet.

Um zukünftigen Anhägern von Nutzen zu sein, erschien er als ein gewöhnlicher Mensch. Genauso tat dies auch Buddha Shakyamuni. Er nahm eine Wiedergeburt als scheinbar gewöhnliches Wesen an, ordinierte, übte Meditation aus und zeigte schlussendlich wie man Erleuchtung erlangt.

Die meisten von Euch kennen die Lebensgeschichte von Buddha: wie er ordinierte, wie er sechs Jahre lang ein Meditationsretreat ausübte und wie er schließlich unter dem Bodhi-Baum in Bodh-Gaya Erleuchtung erlangte.

Die Arte und Weise wie Je Tsongkhapa die Erlangung der Buddhaschaft zeigte, ist ein bisschen anders. Er gab nicht das Beispiel während seinem Leben Erleuchtung zu erlangen, sondern während er verstarb.

Als die Zeit für ihn kam seinen alten, groben Körper, der von seinen gewöhnlichen Eltern kam, zu verlassen, dachten gewöhnliche Menschen, dass er sterbe; aber anstatt die Erfahrung des gewöhnlichen Klaren Licht des Todes zu machen, welches von gewöhnlichen Wesen während es Todesprozess erfahren wird, erfuhr er zu dieser Zeit das Beispiel Klare Licht.

Anstatt dann aus dem Klaren Licht des Todes in der Form eines Bardo- oder Zwischenzustands-Wesen zu entstehen, erschien er in der Form des Illusorischen Körpers. Dann anstatt eine gewöhnliche Wiedergeburt zu nehmen, erlangte er den Ausstrahlungskörper eines Buddhas. Auf diese Art und Weise zeigte er wie man Erleuchtung erlangt.

Er zeigte diese Art Erleuchtung zu erlangen aus ganz bestimmten Gründen um späteren Anhängern zu helfen. Viele seiner direkten Schüler wie auch viele seiner späteren Anhängern, Gyalwa Ensapa eingeschlossen, erlangten jedoch Erleuchtung vor dem Tod. Wie ich bereits viele Male erklärt habe, vollendete Gyalwa Ensapa seine Schulung im Höchsten Yoga Tantra und erlangte die volle Erleuchtung in drei Jahren; er wartete nicht bis zum Zeitpunkt seines Todes.

Es gibt viele verschiedene Arten Erleuchtung zu erlangen. Weil viele seiner Schüler ordiniert waren, wollte Je Tsongkhapa ihnen ein besonders gutes Beispiel geben. Deswegen zeigte er die Art und Weise zum Zeitpunkt des Todes Erleuchtung zu erlangen anstatt vor dem Tod.

Heute erinnern wir uns an die Güte Je Tsongkhapas und widmen alle unsere tugendhaften Handlung, unsere Puja heute Abend eingeschlossen, dem Blühen seines Dharmas auf der ganzen Welt blühen und dass dadurch viele Lebewesen die Möglichkeit haben werden Befreiung und volle Erleuchtung zu erlangen.’

Tag von Buddhas Rückkehr vom Himmel

Am 22. September wird Buddhas Rückkehr vom Himmel gefeiert.

Die folgenden Erklärungen sind ein Auszug aus einer Unterweisung die Geshe Kelsang 1991 an diesem Tag gegeben hat:

‘An diesem Tag feiern wir Buddhas Rückkehr vom Begierdegötterbereich – Land der dreiunddreißig Himmel genannt – wo er seine Mutter besucht hatte, die dort wiedergeboren wurde.

Traditioneller Weise kennzeichnet dieser Tag auch das Ende des Sommer-Retreats. Jedes Jahr, während den Sommermonaten, machte Buddha zusammen mit seinen Schülern ein eine Drei-Monats-Retreat. Er tat dies um zu vermeiden Insekten und andere Tiere zu verletzen.

Wenn wir im Sommer oft hinaus gehen, werden wir ganz natürlich viel mehr Insekten und andere Tiere töten, als zu anderen Zeiten im Jahr. Die Natur des Buddhadharmas ist Mitgefühl – ein unvoreingenommenes Mitgefühl, dass nicht nur Menschen einbezieht sondern alle Lebewesen, Tiere eingeschlossen.

Tatsächlich sollten wir stärkeres Mitgefühl für Tiere haben als für Menschen, weil Tiere mehr leiden. Menschen haben bessere Bedingungen und sind mehr vom Glück begünstigt als Tiere. Weil Tiere so viel Leiden und keine Freiheit haben, sollten Buddhisten aus Mitgefühl versuchen sie nicht zu töten oder zu stören. Deswegen hat Buddha seinen Schülern geraten während drei Monaten im Sommer Retreat zu machen und so immer drinnen zu bleiben und vorsichtig und achtsam zu leben.

In einem Jahr – während des jährlichen Sommerretreats – ging Buddha in das Land der dreiunddreißig Himmel. Dies wird so genannt, weil es dort dreiunddreißig verschiedene Arten von Göttern gibt. Nach dem seine Mutter gestorben war, wurde sie dort wiedergeboren.

Der König dieses Bereiches wird Indra genannt. Indra, der zu dieser Zeit König war, war auch Schüler von Buddha und er lud Buddha dort hin ein. Buddha ging also dorthin um seiner Mutter zu helfen und auch weil Indra ihn darum bat. Und um anderen Göttern zu helfen, die dort lebten. Er blieb drei Monate und kehrte an diesem Tag zurück.

Dieser Tag ist für uns sehr besonders. Es wird gesagt, dass wenn wir irgendeine tugendhafte Handlung an diesem Tag ausführen, diese besonders kraftvoll wird und unsere Verdienste stark anwachsen. Beispielsweise wenn wir eine einzige Lichtdarbringung machen, wird diese Handlung vervielfacht und wird zu einer Million Lichtdarbringungen.

An diesem Tag sollten wir uns besonders an die Güte Buddhas erinnern.

Wir besitzen jetzt eine besondere Weisheit, die versteht, dass das Töten von Tieren eine negative Handlungen ist, also geben wir töten auf. Wir besitzen jetzt eine besondere Weisheit, die versteht, was Liebe ist und wie Liebe von Anhaftung unterschieden werden kann. Also versuchen wir unsere Anhaftung aufzugeben und unsere Liebe zu vergrößern. Deshalb habe wir eine wundervolle Möglichkeit unvoreingenommenes Mitgefühl für alle Lebewesen zu entwickeln und auf diese Art und Weise die besondere Realisation von Bodhichitta zu gewinnen, welche die Wurzel vollständiger Erleuchtung ist.

Wir haben jetzt eine Chance unser Festhalten am Selbst aufzugeben, welches die Quelle all unseren Leidens und unserer Probleme ist. Wir haben die Weisheit, die versteht, was Festhalten am Selbst ist, wie es uns schadet und wie wir es aufgeben. All dieses Wissen und all unsere Weisheitsrealisationen entspringen aus der Güte Buddha Shakyamunis.

Alle Bücher von Je Tsongkhapa sind Kommentare zu Buddha Shakyamunis Unterweisungen. Sie helfen uns sie zu klären und machen es leichter für uns sie zu verstehen. Heutzutage sind Menschen sehr intelligent und kennen sich in der Entwicklung und Produktion äußere Dinge aus. Aber ihr Verständnis oder Weisheit in Bezug auf den tiefgründigen Dharma der inneren spirituellen Wege ist sehr mager und schwach. Je Tsongkhapa hat es sehr leicht für uns gemacht diesen zu verstehen. Er klärte alles und hat es uns leicht gemacht alle Unterweisungen Buddhas auf eine sehr praktische Art und Weise zu integrieren.

Weil Je Tsongkhapas Bücher Kommentare zu Buddha Shakyamunis Unterweisungen sind, studieren wir, wenn wir Je Tsongkhapas Unterweisungen studieren, Buddha Shakyamunis Unterweisungen. Und wenn wir Je Tsongkhapas Unterweisungen praktizieren, praktizieren wir Buddhas Unterweisungen

Alle Bücher, die wir im Allgemeinen Programm, Grundlagenprogramm und Lehrerausbildungsprogramm studieren, sind Kommentare zu Je Tsongkhapas Unterweisungen. Sie klären Je Tsongkhapas Unterweisungen und erklären wie man sie praktiziert und in unser alltägliches Leben integriert. Sie sind eine besondere Präsentation, aber in Wirklichkeit sind sie alle Kommentare zu Je Tsongkhapas Büchern. Wir studieren deshalb Je Tsongkhapas Unterweisungen – und in dem wir dies tun, studieren wir Buddha Shakyamunis Unterweisungen.

In Wirklichkeit kommt jede Unterweisung, die wir studieren und praktizieren grundsätzlich von Buddha Shakyamuni; alle unsere Weisheit, die den Dharma versteht, entspringt deshalb seiner Güte. Dies realisierend, sollten wir alle Tugenden, die wir heute angesammelt haben, der Erfüllung seiner Wünsche widmen.

Was ist Buddhas Wunsch? Sein hauptsächlicher Wunsch ist es, dass seine Lehre in der ganzen Welt blühen, so dass alle Lebewesen Befreiung aus dem schmerzhaften Ozean Samsaras finden und beständigen inneren Frieden, beständige Freiheit und schließlich große Erleuchtung erlagen. Weil die wirkliche Methode, um Befreiung aus Samsaras zu finden, ist, Buddhas Unterweisungen zu praktizieren, wird es unmöglich sein wirkliche Befreiung zu erlagen, ohne dass sie in dieser Welt blühen.

Buddha braucht nichts für sich selber, weil er alles vollendet hat – er hat alle seine eigenen Wünsche erfüllt. Sein einziger verbleibender Wunsch ist es, dass Lebewesen durch das Praktizieren seiner Unterweisungen Befreiung und Erleuchtung erlangen. In anderen Worten, sein Wunsch ist es, dass der reine Buddhadharma in der ganzen Welt blüht, damit alle Lebewesen befreit werden von jeder Art von Problemen und Leiden.

Wir sollten deshalb alle Tugenden, die wir heute ansammeln, diesem Zweck widmen.’

Tag der Drehung des Dharma Rades

4. Juni: 49 Tage nach dem Buddha Shakyamuni gezeigt hatte, wie man Erleuchtung erlangt, bat man ihn zu lehren. Aus Mitgefühl gab er seine erste Unterweisung im Rehpark. Dieser Tag kennzeichnet auch den Geburtstag von Geshe Kelsang Gyatso Rinpoche, dem Gründer und Spirituellen Leiter der Neuen Kadampa Tradition.

Tag von Buddhas Erleuchtung

Am 15. April wird Buddha Shakyamunis Güte gefeiert, zu zeigen wie Erleuchtung erlangt wird (589 v. Chr.)

Dies ist ein äußerst wichtiger Tag im buddhistischen Kalender, weil unsere Handlungen an diesem Tag 100’000-mal kraftvoller sind als an anderen Tagen

Dieser Tag kennzeichnet das Ende eines besonderen Reinigungs- und Fastenretreats basierend auf der Praxis Tropfen des essentiellen Nektars in den Kadampa Zentren für Buddhismus weltweit.

Diese Praxis wird in Verbindung mit dem elfgesichtigen Avalokiteshvara ausgeführt. Sie ist eine sehr kraftvolle Praxis um negatives Karma von Körper, Rede und Geist zu reinigen und starke Verblendungen wie begehrende Anhaftung und Hass zu befrieden.

Sie ist auch eine besondere Methode um Segnungen zu erhalten und unsere Erfahrung von Liebe, Mitgefühl und Bodhichitta zu verbessern.

NKT Tag

Der erste Samstag im April wurde festgelegt um der Gründung der NKTIKBU durch den Ehrwürdigen Geshe Kelsang im Jahr 1991 zu gedenken.

Dieser Tag wird in den Kadampa Zentren weltweit mit besonderen Anlässen und mit Pujas und Widmungen gefeiert.

Es werden Gebete für das Blühen des Kadam-Dharma in der ganzen Welt gemacht, damit alle Lebewesen schnell beständigen inneren Frieden finden mögen.

Vor allem aber erinnern wir uns der außergewöhnlichen Güte des Ehrwürdigen Geshe Kelsangs die NKTIKBU zu gründen und beten, dass er noch für eine sehr lange Zeit bei uns bleiben möge.

Heruka & Vajrayogini Monat

Der Monat Januar und insbesondere der 3.-31. Januar ist für Vajrayogini- und Heruka -Praktizierende eine kraftvolle Zeit um Darbringungen und Retreats zu machen.

Die beiden Tsog-Tage innerhalb dieses Monats sind besonders speziell. Der erste Tsog-Tag, der 10. Januar, ist der besondere Tag von Vajrayogini und der zweite, der 25. Januar, ist der besondere Tag von Heruka. Es ist ganz speziell wichtig an diesen beiden Tagen besondere Darbringungen zu machen.

Tsog Tage

In jedem Monat gibt es zwei Tage, den 10. und der 25., an denen es für Praktizierende des Höchsten Yoga Tantras im allgemeinen und für Heruka und Vajrayogini Praktizierende besonders wichtig ist, eine Tsog Darbringung zu machen.

Die Tsog Darbringung hat grosse Bedeutung, weil wir unsere Verpflichtungen erneuern und Hindernisse überwinden. Sie ist eine besondere Methode, uns unter den Schutz und die Führung der Dakas und Dakinis zu stellen, die uns mit Vollendungsstufenverwirklichungen segnen. Reichtum, Verdienste und die Erfahrung groKKIer Glückseligkeit werden durch diese Praxis anwachsen.

Der “Tsog” ist eine Versammlung von Helden und Heldinnen. Die Begriffe “Held und Heldin” und “Daka und Dakini” sind austauschbar. Shantideva sagte, dass ein wirklicher Held oder eine wirkliche Heldin jemand sei, der seinen Geist der Selbst-Wertschätzung zerstört hat, der seine Verblendungen besiegt hat und der den großIen Mut entwickelt hat, vielen fühlenden Wesen zu helfen.

Wenn wir eine Tsog Darbringung machen, dann betrachten wir sowohl diejenigen denen die Darbringung gilt, als auch diejenigen, die die Darbringung machen als Helden und Heldinnen. Wir bringen die Tsog Darbringung dem Feld der Ansammlung von Verdiensten dar. Dies schließt die ganze Versammlung der Helden und Heldinnen ein.

Wenn wir uns in einer Gruppe treffen, um eine Tsog Darbringungspuja zu machen, dann ist es sehr wichtig, alle Anwesenden als Helden und Heldinnen zu betrachten. Wenn wir die Puja allein machen, dann sollten wir uns vorstellen, dass wir von allen Wesen im Aspekt von Helden und Heldinnen umgeben sind.

Kadampa Zentren veranstalten jeweils am 10. und 25. Tag eines Monats die Puja Darbringung an den Spirituellen Meister zusammen mit einer Tsog Darbringung.

Rat aus dem Herzen Atishas

Als der Ehrwürdige Atisha nach Tibet kam, ging er zuerst nach Ngari, wo er zwei Jahre blieb und Jang Chub Ös Schülern viele Unterweisungen gab.

Nach dieser Zeit beschloss er nach Indien zurückzukehren und Jang Chub Ö bat ihn vor seiner Abreise um eine letzte Unterweisung.

Atisha erwiderte, er habe ihnen bereits alle notwendigen Ratschläge gegeben. Doch Jang Chub Ö bat so beharrlich, dass Atisha der Bitte nachkam und folgenden Rat gab:

Wie wunderbar!

Freunde, da ihr bereits großes Wissen und ein klares Verständnis habt, während ich unbedeutend bin und wenig Weisheit habe, ist es nicht angemessen, dass ihr mich um Rat fragt. Weil ihr, liebe Freunde, die ich von ganzem Herzen schätze, mich aber gebeten habt, gebe ich euch diesen essen- ziellen Rat aus meinem minderen und kindischen Geist.

Freunde, bis ihr Erleuchtung erlangt, ist der spirituelle Lehrer unentbehrlich. Verlasst euch deshalb auf den heiligen spirituellen Meister.

Bis ihr die endgültige Wahrheit verwirklicht, ist Zuhören unentbehrlich. Hört deshalb den Unterweisungen des spirituellen Meisters zu.

Da ihr nicht allein durch Verstehen des Dharmas ein Buddha werden könnt, praktiziert ernsthaft und mit Verständnis.

Meidet Orte, die euren Geist stören und weilt stets dort, wo sich eure Tugenden vermehren.

Bis ihr tragfähige Verwirklichungen erlangt habt, sind weltliche Vergnügungen schädlich. Verweilt deshalb an einem Ort, wo es keine solchen Ablenkungen gibt.

Meidet Freunde, mit denen eure Verblendungen zunehmen, und verlasst euch auf diejenigen, die eure Tugend vergrößern. Das solltet ihr euch zu Herzen nehmen.

Da weltliche Tätigkeiten niemals ein Ende nehmen, solltet ihr euer Tun beschränken.

Widmet stets Tag und Nacht eure Tugenden und beobachtet ständig euren Geist.

Da ihr Rat erhalten habt, handelt, wann immer ihr nicht meditiert, stets in Übereinstimmung mit dem, was euer spiritueller Meister sagt.

Wenn ihr mit großer Hingabe übt, werden sich sogleich Erfolge einstellen, ohne dass ihr lange warten müsst.

Wenn ihr von ganzem Herzen in Übereinstimmung mit dem Dharma übt, dann wird es euch nie an Nahrung oder anderen Besitztümern mangeln.

Freunde, die Dinge, die ihr begehrt, geben euch so wenig Befriedigung wie das Trinken von Salzwasser. Deshalb übt euch in Zufriedenheit.

Vermeidet jeden Hochmut, Dünkel, Stolz und Anmaßung. Seid stets friedvoll und fügsam.

Vermeidet Tätigkeiten, die als lobenswert gelten, in Wirklichkeit aber Hindernisse für Dharma sind.

Profit und Respekt sind die Schlingen der Maras. Fegt sie deshalb hinweg wie Geröll auf dem Weg.

Lobende Worte und Ruhm sind nur dazu da uns zu verführen. Schnäuzt sie deshalb fort, wie ihr eure Nase schnäuzen würdet.

Da das Glück, die Vergnügen und Freunde, die ihr in diesem Leben gewinnt, nur einen kurzen Moment andauern, lasst all das hinter euch.

Da die künftigen Leben sehr lange dauern, häuft Reichtümer an, die für die Zukunft vorsorgen.

Wenn ihr geht, müsst ihr alles zurücklassen. Haftet deshalb an nicht dem Geringsten.

Erzeugt Mitgefühl für niedere Wesen und vermeidet es vor allem, sie zu verachten oder zu demütigen.

Hegt keinen Hass gegen Feinde und keine Anhaftung an Freunde.

Seid nicht neidisch auf die guten Eigenschaften anderer, sondern macht sie aus Bewunderung zu euren eigenen.

Sucht nicht bei anderen nach Fehlern, sondern sucht nach euren eigenen Fehlern und reinigt sie wie schlechtes Blut.

Denkt nicht über eure eigenen guten Eigenschaften nach, sondern denkt über die guten Eigenschaften der anderen nach und achtet jeden wie ein Diener es tut.

Seht alle Lebewesen als euren Vater oder eure Mutter an und liebt sie, als ob ihr ihr Kind wärt.

Zeigt immer ein lächelndes Gesicht. Bewahrt jederzeit einen liebevollen Geist. Und sprecht wahrheitsgemäß, ohne Bosheit.

Redet ihr zu viel und mit wenig Sinn, begeht ihr Fehler. Sprecht daher mit Maß und nur, wenn es nötig ist.

Wenn ihr vielen sinnlosen Tätigkeiten nachgeht, werden eure tugendhaften Tätigkeiten degenerieren. Unterlasst deshalb Tätigkeiten, die nicht spirituell sind.

Es ist absolut sinnlos, Energie in Tätigkeiten zu investieren, die keine Essenz haben.

Wenn die Dinge, die ihr euch wünscht, nicht eintreten, so geschieht dies aufgrund von Karma, das vor langer Zeit erschaffen wurde. Bewahrt deshalb einen glücklichen und entspannten Geist.

Nehmt euch in Acht: Ein heiliges Wesen zu beleidigen ist schlimmer als Sterben. Seid deshalb ehrlich und offen.

Da alles Glück und Leiden dieses Lebens aus früheren Handlungen entsteht, gebt nicht anderen die Schuld.

Alles Glück entsteht aus den Segnungen eures spirituellen Meisters. Erwidert deshalb stets seine Güte.

Da ihr den Geist anderer nicht zähmen könnt, solange ihr nicht euren eigenen gezähmt habt, beginnt mit der Zähmung eures eigenen Geistes.

Da ihr mit Sicherheit ohne den Reichtum, den ihr angesammelt habt, von hier scheiden müsst, sammelt nicht um des Reichtums willen Negativität an.

Ablenkende Vergnügen haben keine Essenz, praktiziert des- halb aufrichtig Geben.

Haltet immer reine moralische Disziplin, denn sie führt zu Schönheit in diesem Leben und zu Glück in der Zukunft.

Da Hass in diesen unreinen Zeiten weit verbreitet ist, legt die Rüstung der Geduld an, frei von Wut.

Durch die Kraft der Faulheit bleibt ihr in Samsara. Entfacht deshalb das Feuer des Bemühens der Anwendung.

Indem wir Ablenkungen frönen, verschwenden wir unser menschliches Leben. Daher ist jetzt die Zeit Konzentration zu üben.

Wenn ihr unter dem Einfluss falscher Sichtweisen steht, erkennt ihr die endgültige Natur der Dinge nicht. Deshalb untersucht korrekte Bedeutungen.

Freunde, in diesem Sumpf von Samsara gibt es kein Glück. Begebt euch deshalb auf den festen Boden der Befreiung.

Meditiert gemäß dem Rat eures spirituellen Meisters und trocknet den Fluss samsarischen Leidens aus.

Denkt gut über all dies nach, denn es sind nicht bloß Worte aus dem Mund, sondern aufrichtige Ratschläge aus dem Herzen.

Praktiziert ihr auf diese Weise, dann werdet ihr mich erfreuen und euch selbst und anderen Glück schenken.

Ich, der unwissend ist, bitte euch, nehmt euch diesen Rat zu Herzen.

Diesen Rat gab der Ehrwürdige Atisha, das heilige Wesen, dem Ehrwürdigen Jang Chub Ö.

Übersetzung © Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Die Drei Hauptaspekte des Pfades

EIN ZUSAMMENGEFASSTER LAMRIM VON JE TSONGKHAPA

Ehrerbietung an den ehrwürdigen Spirituellen Meister

Ich werde, so gut ich es kann,
Die essentielle Bedeutung der Lehre der Eroberer erklären,
Den Pfad, der von den heiligen Bodhisattvas gepriesen wird,
Und das Tor für die von Glück Begünstigten, die Befreiung suchen.

Ihr, die ihr nicht an den Freuden Samsaras haftet,
Jedoch danach strebt, eurer Freiheit und Ausstattung Bedeutung zu verleihen,
O von Glück Begünstigte, die ihr euch anstrengt auf dem Pfad, der die Eroberern erfreut,
Bitte hört mit einem klaren Geist zu.

Ohne reine Entsagung gibt es keine Möglichkeit,
Die Anhaftung an die Vergnügen Samsaras zu befrieden;
Und da Lebewesen eng gefesselt sind durch das Verlangen nach Samsara,
Beginnt mit dem Streben nach Entsagung.

Freiheit und Ausstattung sind schwer zu finden, und es gilt keine Zeit zu verschwenden.
Indem ihr euren Geist damit vertraut macht, überwindet Anhaftung an dieses Leben;
Und indem ihr wiederholt über Handlungen und Wirkungen
Und über die Leiden Samsaras nachdenkt, überwindet Anhaftung an zukünftige Leben.

Wenn durch diese Kontemplation das Verlangen nach den Vergnügen Samsaras
Nicht mehr entsteht, nicht einmal für einen Augenblick,
Sondern Tag und Nacht ein Geist entsteht, der sich nach Befreiung sehnt,
Dann wurde Entsagung erzeugt.

Wenn diese Entsagung jedoch nicht aufrechterhalten wird
Durch vollkommen reinen Bodhichitta,
Wird sie keine Ursache für das vollendete Glück der unübertroffenen Erleuchtung sein;
Deshalb erzeugen die Weisen einen erhabenen Bodhichitta.

Von der Strömung der vier mächtigen Flüsse mitgerissen,
Eng gefesselt durch die Ketten des Karmas, die so schwer zu lösen sind,
Gefangen im eisernen Netz des Festhaltens am Selbst,
Vollkommen umgeben von der pechschwarzen Dunkelheit der Unwissenheit,

Wiedergeburt um Wiedergeburt erfahrend im grenzenlosen Samsara
Und unaufhörlich gepeinigt von den drei Leiden –
Indem ihr über den Zustand eurer Mütter in Umständen wie diesen nachdenkt,
Erzeugt den erhabenen Geist [des Bodhichittas].

Doch selbst wenn ihr mit Entsagung und Bodhichitta vertraut seid,
Werdet ihr die Wurzel Samsaras nicht durchschneiden können,
Wenn ihr nicht die Weisheit besitzt, die erkennt wie die Dinge sind.
Strebt deshalb nach den Mitteln, die abhängige Beziehung zu erkennen.

Wer das vorgestellte Objekt des Festhaltens am Selbst verneint,
Die Unfehlbarkeit von Ursache und Wirkung
Aller Phänomene in Samsara und Nirvana aber sieht,
Hat den Pfad betreten, der die Buddhas erfreut.

In abhängiger Beziehung stehende Erscheinung ist unfehlbar,
Und Leerheit lässt sich nicht beschreiben;
Solange die Bedeutung dieser beiden getrennt zu sein scheint,
Habt ihr die Absicht Buddhas noch nicht erkannt.

Wenn sie als eines entstehen, nicht abwechselnd, sondern gleichzeitig,
Durch bloßes Sehen von unfehlbarer abhängiger Beziehung,
Bildet sich das sichere Wissen, das jedes Festhalten an Objekten zerstört.
Zu dieser Zeit ist die Analyse der Sicht vollendet.

Wenn sich ferner das Extrem der Existenz durch Erscheinung auflöst,
Und sich das Extrem der Nichtexistenz durch Leerheit auflöst
Und ihr wisst, wie Leerheit als Ursache und Wirkung wahrgenommen wird,
Werdet ihr nicht von extremen Sichtweisen gefangengenommen.

Wenn ihr auf diese Weise die wesentlichen Punkte
Der drei Hauptaspekte des Pfades richtig verstanden habt,
Meine Lieben, zieht euch in die Einsamkeit zurück, strengt euch an
Und verwirklicht schnell das letzte Ziel.

Übersetzung © Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Das Gebet der Stufen des Pfades

VON JE TSONGKHAPA

Der Pfad beginnt mit tiefem Vertrauen
Zum gütigen Lehrer, Quelle alles Guten.
O segne mich, damit ich dies verstehe,
Um ihm mit großer Hingabe zu folgen.

O segne mich, dass ich verstehen möge
Die Seltenheit und Bedeutsamkeit dieses
Menschlichen Lebens mit allen Freiheiten
Und dann Tag und Nacht seinen Sinn erfasse.

Schnell wird mein Körper vergehen und sterben
So wie eine Luftblase im Wasser.
Nach dem Tod reifen die Folgen des Karmas,
So wie der Schatten dem Körper folgt.

Segne mich, dass ich durch diese Gewissheit
Und diese Erinnerung sehr achtsam bin,
Stets schädliche Handlungen vermeide
Und eine Fülle von Tugend ansammle.

Die Vergnügen Samsaras sind täuschend,
Geben keine Zufriedenheit, nur Qualen.
Bitte segne mich, damit ich aufrichtig
Die Glückseligkeit vollkommener Befreiung erstrebe.

O segne mich, dass aus diesem reinen Gedanken
Achtsamkeit und größte Vorsicht entstehen,
So dass die Wurzel der Lehre, die Pratimoksha,
Als meine essentielle Praxis bewahrt sei.

Gleich mir ertrinken all meine gütigen Mütter
Im weiten Ozean Samsaras.
Segne mich, dass ich mich in Bodhichitta schule,
Damit ich sie bald erlösen kann.

Ohne drei Arten moralischer Disziplin
Kann ich jedoch kein Buddha werden.
O segne mich darum bitte mit der Kraft,
Den Bodhisattva-Gelübden zu folgen.

Durch das Überwinden meiner Ablenkungen
Und die Analyse vollkommener Bedeutungen,
Segne mich, die Vereinigung schnell zu erlangen
Von Höherem Sehen und Ruhigem Verweilen.

Wenn ich durch allgemeine Wege
Zu einem reinen Gefäß werde,
Segne mich, in das höchste Fahrzeug Vajrayana,
Die essentielle Praxis des Glücks, einzutreten.

Die Grundlage der zwei Erlangungen sind
Heilige Gelübde und Verpflichtungen.
Segne mich, dass ich dies klar verstehe
Und sie noch höher schätze als mein Leben.

Durch beständige Praxis in vier Sitzungen,
Wie von den heiligen Lehrern erklärt,
Segne mich, dass ich beide Stufen vollende,
Welche die Essenz der Tantras sind.

Mögen alle, die mich auf dem Pfad führen,
Und meine Gefährten lange leben.
Segne mich, damit ich alle Hindernisse,
Innere und äußere, überwinden kann.

Möge ich stets vollkommene Lehrer finden
Und mich am heiligen Dharma erfreuen,
Alle Ebenen und Pfade schnell vollenden
Und den Zustand Vajradharas erlangen.

Übersetzung © Geshe Kelsang Gyatso & Neue Kadampa Tradition

Sojong

Sojong

Die Sojong-Praxis betrifft ausschließlich ordinierte Mönche und Nonnen.

Sie wird zweimal im Monat, normalerweise am 15. und 30., ausgeübt und gibt dem Sangha die Möglichkeit, ihre Gelübde zu reinigen und wiederherzustellen und spezielle Ratschläge und Ermutigung von ihrem Lehrer zu empfangen.

Grundsätze ablegen

Grundsätze ablegen

Die Essenz der Praxis ist das Ablegen und das reine Einhalten von acht Grundsätzen während einer Zeitdauer von vierundzwanzig Stunden.

Wenn wir diese Praxis immer wieder ausführen, werden wir mit der Praxis der moralischen Disziplin vertraut werden und unserem menschlichen Leben einen Sinn geben.

Wir gewinnen einen großen Nutzen aus dieser Art der Praxis von moralischer Disziplin. In dem wir die Ursachen des Leidens vermeiden, hilft sie uns, die Probleme dieses Leben zu lösen; und sie schafft die Ursache, dass wir in zukünftigen Leben glückliche Wiedergeburten erlangen; sie schützt uns damit vor den Leiden der niederen Bereiche.

Insbesondere ist sie eine sehr kraftvolle Praxis zur Reinigung von negativem Karma, weil sie mit Bodhichitta – Motivation ausgeführt wird. Sie bringt uns eine große Menge von Verdiensten an und schafft die Ursache, dass wir das unübertroffene Glück der Erleuchtung erlangen.

Zuerst müssen wir diese Grundsätze von einem qualifizierten Lehrer erhalten. Danach können wir sie allein ablegen, so oft wir es wünschen. Anweisungen zu beiden Methoden sind in diesem Sadhana enthalten.

Wenn wir unserem Leben einen Sinn geben wollen, sollten wir diese Praxis so oft wie möglich ausführen.

Eine Erklärung der Praxis

Wenn wir die acht Mahayana-Grundsätze ablegen, versprechen wir ausdrücklich, acht Handlungen vierundzwanzig Stunden lang zu unterlassen:

  1. Töten
  2. Stehlen
  3. Sexuelle Handlungen
  4. Lügen
  5. Rauschmittel einnehmen
  6. nach dem Mittagessen essen
  7. auf einem hohen oder luxuriösen Thron sitzen
  8. Schmuck und Parfüm usw. tragen sowie singen, tanzen und ähnliches

Diese acht sind jedoch nur symbolisch, denn in Wirklichkeit versprechen wir, alle nicht-tugendhaften Handlungen für vierundzwanzig Stunden zu unterlassen.

Das Ablegen und Einhalten dieser Grundsätze ist eine besondere Reinigungspraxis. Buddha erkannte, dass das Leiden aller Lebewesen aus ihrem früheren negativem Karma stammt, und so lehrte er besondere Übungen, um es zu reinigen.

Damit wir unser negatives Karma reinigen können, müssen wir die vier Gegenkräfte anwenden: die Kraft des Vertrauens, die Kraft des Bedauerns, die Kraft des Gegenmittels und die Kraft des Versprechens. Sie sind in Freudvoller Weg genau erklärt. Von diesen vier betonen wir die Kraft des Versprechens – wir versprechen, nicht-tugendhafte Handlungen nicht mehr zu wiederholen.

Wir können dieses Versprechen auf vielen Ebenen ablegen. Wir können versprechen, für den Rest unseres Lebens, für ein Jahr, einen Monat, eine Woche oder im vorliegenden Fall für einen Tag keine nicht-tugendhaften Handlungen mehr zu begehen.

Wenn es uns gelingt, die Handlungen von Körper, Rede und Geist für einen Tag rein zu halten, dann können wir es auf zwei Tage, dann auf drei Tage und so weiter ausdehnen, bis wir schließlich immer moralische Disziplin einhalten können.

Wenn wir den Punkt erreichen, an dem wir unsere Handlungen des Körpers, der Rede und des Geistes immer rein halten können, haben wir das Reine Land erlangt. Mit einem reinen Körper und Geist gibt es keine Grundlage für leidvolle Erfahrungen; statt dessen werden wir nur noch unaufhörliches Glück von innen erfahren.

Wir alle wollen glücklich sein – in einer reinen Umgebung leben mit reinen Freunden, reinen Vergnügen und ähnlichem – aber das wird unmöglich sein, solange wir negatives Karma in unserem Geist haben.

Deshalb müssen wir uns auf die geschickten Methode Buddhas verlassen, um unser negatives Karma zu reinigen. Diese Praxis ist sehr einfach, und sie dauert jeweils nur einen Tag, doch sie führt zu großartigen Ergebnissen.

Darbringung an den Spirituellen Meister

Darbringung an den Spirituellen Meister

Die Praxis des Sich auf den Spirituellen Meister verlassen oder “Guru Yoga” ist die Wurzel des spirituellen Pfades und die Grundlager aller spirituellen Erlangungen.

Im Kadampa Buddhismus, wird Guru Yoga in Verbindung mit Je Tsongkhapa, der eine Emanation des Weisheitsbuddhas Manjushri ist, praktiziert.

Der hauptsächliche Guru Yoga von Je Tsongkhapa ist Darbringung an den Spirituellen Meister. Dies ist eine ausführliche Praxis, die normalerweise zweimal monatlich in den Zentren des Kadampa Buddhismus, jeweils am 10. und 25.ausgeübt wird.

Sie wurde vom ersten Panchen Lama, Losang Chökye Gyaltsän als vorbereitende Praxis für Vajrayana Mahamudra verfasst.

Obwohl die hauptsächliche Praxis das Sichverlassen auf den Spirituellen Meister ist, umfasst sie sowohl alle wesentlichen Übungen der Stufen des Pfades (Lamrim) und der Geistesschulung (Lojong) als auch die Erzeugungsstufe und Vollendungsstufe des Höchsten Yoga Tantras.

Guru Yoga ist eine besondere Methode die Segnungen unseres Spirituellen Meisters zu erlangen. Hier beinhaltet der Begriff “Guru” nicht, dass unser Spiritueller Meister ein Inder ist. Jeder spirituelle Lehrer, der uns aufrichtig auf die spirituellen Pfade führt indem er korrekte Anweisungen gibt, ist unser Spiritueller Meister.

Deshalb kann unser Spiritueller Meister aus dem Osten oder aus dem Westen, ein Laie oder Ordinierter, ein Mann oder eine Frau sein. Heutzutage ist es zum Beispiel leicht möglich einem Spirituellen Meister zu begegnen, der westlich, weiblich und Laie ist.

Um mehr über diese Praxis zu erfahren, siehe das Buch Große Schatzkammer der Verdienste.

Tara Puja

Tara Puja

Die Tara Puja, Befreiung von Leid, enthält ein besonderes Gebet Lobpreisungen an die 21 Taras das von Buddha verfasst wurde, und regelmäßig in Zentren des Kadampa Buddhismus weltweit gesungen wird.

Tara ist ein weiblicher Buddha, eine Manifestation der endgültigen Wahrheit aller Buddhas. Jede der 21 Taras ist eine Manifestation der hauptsächlichen Tara, der Grünen Tara. Tara ist auch als die ‘Mutter der Eroberer’ bekannt.

Tara ist unsere Mutter, unsere Heilige Mutter. In unserer Jugend wenden wir uns an unsere Mutter dieses Lebens für Hilfe. Sie beschützt uns vor aktuellen Gefahren, versorgt uns mit allen zeitweiligen Notwendigkeiten, und sie hilft sowie ermutigt uns beim Lernen und in unserer persönlichen Entwicklung.

Während unserer spirituellen Entwicklung müssen wir auf die gleiche Weise Zuflucht zu unserer Heiligen Mutter Tara nehmen. Sie beschützt uns vor allen inneren und äußeren Gefahren, sie versorgt uns mit allen notwendigen Bedingungen für unser spirituelles Training, und während wir Fortschritte auf dem spirituellen Pfad machen, leitet sie uns an und inspiriert uns mit ihren Segnungen.

Retterin

‘Tara’ bedeutet ‘Retterin’. Sie heißt so, weil sie uns von den acht äußeren Gefahren rettet (die Gefahr vor Löwen, Elefanten, Feuer, Schlangen, Diebe, Wasser, Gefangenschaft und böse Geister), und von den acht entsprechenden inneren Gefahren (die Gefahren des Stolzes, der Unwissenheit, des Ärgers, der Eifersucht, der falschen Sichtweisen, der Anhaftung, des Geizes, und der verblendeten Zweifel).

Zeitweilig rettet uns Tara vor den Gefahren einer Wiedergeburt in den drei niederen Bereichen, und endgültig rettet sie uns vor den Gefahren Samsaras und des alleinigen Friedens.

Wenn wir uns aufrichtig und mit starkem Vertrauen auf Mutter Tara verlassen, wird sie uns vor allen Hindernissen beschützen und alle unsere Wünsche erfüllen. Da sie ein Weisheitsbuddha und eine Manifestation des vollkommen gereinigten Windelementes ist, kann Tara und sehr schnell helfen.

Wenn wir die einundzwanzig Lobpreisungen rezitieren, werden wir unvorstellbaren Nutzen erhalten. Die Lobpreisungen sind sehr kraftvoll, da sie Sutra sind, die tatsächlichen Worte Buddhas. Es ist gut, sie so oft wie möglich zu rezitieren.

Tägliches Puja – Herzjuwel

Tägliches Puja – Herzjuwel

Die tägliche Puja in den Zentren des Kadampa Buddhismus ist Herzjuwel, ein Guru Yoga von Je Tsongkhapa in Verbindung mit der zusammengefassten Sadhana seines Dharma Beschützers und einer kurzen Lamrim Meditation.

Diese Puja enthält zwei Übungen, die vom Weisheitsbuddha Manjushri enthüllt wurden. Die erste ist ein besonderer Guru Yoga, bei dem wir unseren Spirituellen Meister als Je Tsongkhapa visualisieren, der seinerseits eine Manifestation von Manjushri ist.

Indem wir uns auf diese Übung verlassen, können wir negatives Karma reinigen, Verdienste ansammeln und Segnungen empfangen. Auf diese Weise werden wir ganz natürlich alle Realisationen der Stufen des Pfades von Sutra und Tantra verwirklichen, und wir werden eine sehr besondere Dharmaweisheit entwickeln.

Sich auf einen Dharma Beschützer verlassen

Die zweite Übung ist eine Methode, sich auf den Dharma Beschützer Dorje Shugdän zu verlassen. Dadurch können wir Hindernisse in unserer Praxis überwinden und günstige Bedingungen schaffen, so dass wir unsere Dharmarealisationen nähren und vergrößern können.

Wenn wir uns ernsthaft auf den Dharma Beschützer Dorje Shugdän verlassen, wird unser Vertrauen in Je Tsongkhapa natürlich anwachsen, und wir werden leicht Erfahrungen des reinen Buddhadharma entwickeln, der direkt vom Weisheitsbuddha Manjushri an Je Tsongkhapa überliefert wurde.

Diese zwei Übungen sind die eigentliche Essenz der Neuen Kadampa Tradition des Mahayana Buddhismus.Wenn wir sie regelmäßig und ernsthaft praktizieren, werden wir eine reiche Ernte von reinen Dharma Realisationen erhalten, und schließlich die erhabene Freude der vollen Erleuchtung erfahren.

Eine ausführliche Erklärung dieser Sadhana kann im Buch Herzjuwel, von Geshe Kelsang Gyatso gefunden werden.

Gebete für die Meditation

Gebete für die Meditation

KURZE VORBEREITENDE GEBETE FUR DIE MEDITATION

Zuflucht nehmen

Bis wir Erleuchtung erlangen nehmen ich und alle fühlenden Wesen
Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha.
(3x, 7x, 100x oder mehr)

Bodhichitta erzeugen

Möge ich aufgrund der Tugenden die ich durch Geben und andere Vollkommenheiten ansammle
ein Buddha werden zum Wohle aller. (3x)

Die Vier Unermesslichen erzeugen”

Mögen alle glücklich sein.
Mögen alle frei von Leiden sein.
Möge niemand je von Glück getrennt sein.
Mögen alle Gleichmut besitzen, frei von Hass und Anhaftung.

Das Feld für die Ansammlung von Verdiensten visualisieren

Im Raume vor mir befindet sich der lebendige
Buddha Shakyamuni, umgeben von allen Buddhas und
Bodhisattvas gleich dem Vollmond inmitten von Sternen.

Das siebengliedrige Gebet

Mit Körper, Rede und Geist verbeuge ich mich in Demut.
Und bringe Gaben dar, sowohl vorhandene wie vorgestellte.
Ich bekenne meine falschen Tagen, begangen seit
anfangsloser Zeit,
Und erfreue mich an den Tugenden aller.
Bitte bleibt, bis Samsara endet,
Und dreht das Rad des Dharmas für uns.
Ich widme alle Tugenden der großen Erleuchtung.

Die Mandala-Darbringung

Den Boden mit Duftwasser besprengt und mit Blumen
geschmückt,
Den Großen Berg, vier Länder, Sonne und Mond,
Als Buddha-Land betrachtet bringe ich sie dar,
Mögen sich alle Wesen an solch Reinen Ländern erfreuen.

Ohne Gefühl von Verlust bringe ich die Objekte dar,
Die in mir Anhaftung, Hass und Verwirrung erzeugen,
Meine Freunde, Feinde und Fremde, unsere Körper und
Vergnügen.
Bitte nehmt dies an und segnet mich, damit ich sofort
von den drei Giften befreit werde.

IDAM GURU RATNA MANDALAKAM NIRYATAYAMI

Das Gebet der Stufen des Pfades

Der Pfad beginnt mit tiefem Vertrauen
Zum gütigen Lehrer, Quelle alles Guten.
O segne mich, damit ich dies verstehe,
Um ihn mit großer Hingabe zu folgen.

O segne mich, dass ich verstehen möge
Die Seltenheit und Bedeutsamkeit dieses
Menschlichen Lebens mit allen Freiheiten
Und dann Tag und Nacht seinen Sinn erfasse.

Schnell wird mein Körper vergehen und sterben
So wie eine Luftblase im Wasser.
Nach dem Tod reifen die Folgen des Karmas,
So wie der Schatten dem Körper folgt.

Segne mich, dass ich durch diese Gewissheit
Und diese Erinnerung sehr achtsam bin,
Stets schädliche Handlungen vermeide
Und eine Fülle von Tugend ansammle.

Die Vergnügen Samsaras sind täuschend
Geben keine Zufriedenheit, nur Qualen.
Bitte segne mich, damit ich aufrichtig
Die Glückseligkeit vollkommener Befreiung erstrebe.

O segne mich, dass aus diesem reinen Gedanken
Achtsamkeit und grösste Vorsicht entstehen,
So dass die Wurzel der Lehre, die Pratimoksha,
Als meine essentielle Praxis bewahrt sei.

Gleich mir ertrinken all meine gütigen Mütter
Im weiten Ozean Samsaras.
Segne mich, dass ich mich in Bodhichitta schule,
Damit ich sie bald erlösen kann.

Ohne drei Arten moralischer Disziplin
Kann ich jedoch kein Buddha werden.
O segne mich darum bitte mit der Kraft,
Den Bodhisattva-Gelübden zu folgen.

Durch das Überwinden meiner Ablenkungen
Und die Analyse vollkommener Bedeutungen,
Segne mich, die Vereinigung schnell zu erlangen
Von Höherem Segen und Ruhigem Verweilen.

Wenn ich durch allgemeine Wege
Zu einem reinen Gefäß werde,
Segne mich, in das höchste Fahrzeug Vajrayana,
Die essentielle Praxis des Glücks, einzutreten.

Die Grundlage der zwei Erlangungen sind
Heilige Gelübde und Verpflichtungen.
Segne mich, dass ich dies klar verstehe
Und sie noch höher schätze als mein Leben.

Durch beständige Praxis in vier Sitzungen,
Wie von den heiligen Lehrern erklärt,
Segne mich, dass ich beide Stufen vollende,
Welche die Essenz der Tantras sind.

Mögen alle, die mich auf dem Pfad führen,
Und meine Gefährten lange leben.
Segne mich, damit ich alle Hindernisse,
Innere und äußere, überwinden kann.

Möge ich stets vollkommene Lehrer finden
Und mich am heiligen Dharma erfreuen,
Alle Ebenen und Pfade schnell vollenden
Und den Zustand Vajradharas erlangen.

Segnungen und Reinigung

Aus den Herzen aller heiligen Wesen fließen Licht- und Nektarströme herab, gewähren Segnungen und reinigen.

An dieser Stelle beginnen wir mit der eigentlichen Kontemplation und Meditation. Im Anschluss an die Meditation widmen wir unsere Verdienste, während wir folgende Gebete rezitieren:

Widmungsgebete

Mögen durch die Tugenden,
Die ich durch die Praxis der Stufen des Pfades angesammelt habe,
Alle Lebewesen die Gelegenheit finden,
Auf gleiche Weise zu üben.

Mögen alle Wesen das Glück
Von Menschen und Göttern erfahren
Und schnell Erleuchtung erlangen,
Damit Samsara schließlich endet.

Colophon:

Diese Gebete wurden von Geshe Kelsang Gyatso aus traditionellen Quellen zusammengestellt.

Gebete an Buddha

Gebete an Buddha

Wir würden die wirklichen Ursachen des Glücks und die wirklichen Ursachen des Leidens ohne die Güte Buddhas nicht kennen.

Buddha lehrte uns, wie alles Glück und alles Leiden von unserem Geist abhängt.

Er zeigte uns, wie wir diejenigen Geisteszustände aufgeben können, die uns Leiden verursachen und diejenigen kultivieren können, die Glück enstehen lassen.

In andere Worten lehrte uns Buddha die perfekten Methoden um Leiden zu überwinden und glücklich zu werden.

Niemand sonst lehrte uns diese Methoden. Wie gütig Buddha ist!

Aus diesem Grund rezitieren Kadampa Buddhisten zu Beginn jeder Praxis das besondere Gebet an Buddha, das vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso verfasst wurde.

Befreiendes Gebet

LOBPREISUNG BUDDHA SHAKYAMUNIS

O Gesegneter, Shakyamuni Buddha,
Kostbarer Schatz des Mitgefühls,
Gewährer höchsten inneren Friedens.

Du, der ohne Ausnahme alle Wesen liebt,
Bist die Quelle von Glück und Güte,
Und Du führst uns auf den befreienden Pfad.

Dein Körper ist ein wunscherfüllendes Juwel,
Deine Rede ist höchster, reinigender Nektar
Und Dein Geist ist Zuflucht für alle Lebewesen.

Mit gefalteten Händen wende ich mich an Dich,
Höchster, beständiger Freund,
Aus der Tiefe meines Herzens bitte ich Dich:

Bitte gib mir das Licht Deiner Weisheit,
Um die Dunkelheit meines Geistes zu vertreiben
Und mein Geisteskontinuum zu heilen.

Bitte nähre mich mit Deiner Güte,
Damit auch ich alle Wesen
Mit einem unaufhörlichen Festmahl der Freude nähren kann.

Möge durch Deine mitfühlende Absicht,
Deine Segnungen und tugendhaften Taten
Und meinen starken Wunsch, mich auf Dich zu verlassen,

Alles Leiden schnell beendet sein
Und alles Glück und alle Freude erfüllt werden;
Und möge heiliger Dharma für immer blühen.

Verfasst vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso am Manjushri Zentrum, England, Juni 2001
© Geshe Kelsang Gyatso und Neue Kadampa Tradition 2001

Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen

Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen

Auszug aus dem Buch Große Schatzkammer der Verdienste des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Alle Schulen des Buddhismus sind sich einig, dass die Praxis des Guru-Yoga oder das Verlassen auf einen Spirituellen Meister die Wurzel des spirituellen Pfades und die Grundlage aller spirituellen Erlangungen ist.

Wir können dies anhand unserer gewöhnlichen Erfahrungen verstehen. Wenn wir uns beispielsweise besondere Fähigkeiten aneignen, eine bestimmte Sportart beherrschen oder ein Musikinstrument gut erlernen möchten, suchen wir ganz natürlich einen qualifizierten Lehrer, der uns unterweisen kann. Dadurch, daß wir dem Beispiel unseres Lehrers folgen und seine oder ihre Unterweisungen aufrichtig anwenden, erreichen wir schließlich unser Ziel und werden genauso wie unser Lehrer. Wenn es für solche weltlichen Errungenschaften notwendig ist, sich auf einen qualifizierten Lehrer zu verlassen, wie viel notwendiger ist dies dann für spirituelle Erlangungen wie beispielsweise Befreiung oder Erleuchtung?

Es gibt zwei Hauptströmungen im Buddhismus: das Hinayana oder das Kleine Fahrzeug und das Mahayana oder das Große Fahrzeug. Die Praxis, sich auf einen Spirituellen Meister zu verlassen, ist grundlegend in beiden.

Dem Hinayana zufolge sollten wir unseren Spirituellen Meister wie einen Buddha betrachten und ihm mit einem Geist des Vertrauens und der Hingabe Geschenke und Dienstleistungen darbringen und seine Güte dadurch erwidern, dass wir seinen Rat befolgen und seine Unterweisungen praktizieren.

Dem Mahayana zufolge, sollten wir unseren Spirituellen Meister jedoch als einen_tatsächlichen_ Buddha betrachten und uns mit einem Geist des Vertrauens sowohl in Gedanken als auch in Taten aufrichtig auf ihn verlassen.

Sowohl im Hinayana als auch im Mahayana hängt die gesamte spirituelle Schulung von der Anleitung und den Segnungen eines qualifizierten Spirituellen Meisters ab.

Die Eigenschaften eines reinen Spirituellen Meisters

Ein reiner Spiritueller Meister muss authentische spirituelle Erlangungen haben, eine reine Überlieferungslinie halten, den Buddhadharma schätzen und mit Liebe und Mitgefühl fehlerfreie Unterweisungen seinen oder ihren Schülern erteilen. Wenn wir solch einem Spirituellen Meister begegnen, können wir uns als sehr glücklich schätzen. Wir sollten Vertrauen in ihn entwickeln und uns aufrichtig auf ihn verlassen, indem wir das was er lehrt, rein praktizieren.

Geshe Potawa sagt, dass es für einen reinen Schüler nicht schwer ist, Erleuchtung zu erlangen, wenn er einem reinen Spirituellen Meister begegnet.

Unser Geist ist wie ein Feld, die Unterweisungen unseres Spirituellen Meisters sind wie Samen, die auf diesem Feld ausgesät wurden und unser Vertrauen in unseren Spirituellen Meister ist wie Wasser, das diese Samen keimen lässt. Wenn diese drei zusammentreffen, werden wir schnell und mühelos eine reiche Ernte an Dharma-Verwirklichungen erzielen.
Wenn wir diese Bedingungen im Augenblick nicht haben, sollten wir dafür beten, sie in Zukunft zu finden.

Sind wir einmal einem qualifizierten Spirituellen Meister begegnet, so ist die Art und Weise, sich auf ihn zu verlassen, im Grunde recht einfach. Das einzige was wir tun müssen, ist Vertrauen in ihn zu entwickeln und seine Unterweisungen nach unserem besten Können in die Praxis umzusetzen. Wenn wir dies tun, werden sich unsere Dharma-Verwirklichungen ganz natürlich vergrößern und wir werden schnell Erleuchtung erlangen.

Wir sollten unseren Spirituellen Meister als unsere Mutter betrachten, die für uns sorgt und uns wertschätzt, als unseren Vater, der uns mit allem, was wir benötigen, versorgt und uns vor Gefahren schützt, als den Mond, der die Hitze der Verblendungen in unserem Geisteskontinuum abkühlt, als die Sonne, die die Dunkelheit der Unwissenheit aus unserem Geist vertreibt und als eine Art gütigen Wohltäter, der uns das unschätzbare Geschenk des Dharma gibt.

Einem voll qualifizierten Spirituellen Meister zu begegnen, ist unendlich bedeutungsvoller, als äußeren Reichtum zu besitzen. Unser Spiritueller Meister ist unser eigentlicher Wohltäter. Er gibt uns den inneren Reichtum der moralischen Disziplin, Konzentration und Weisheit und führt uns schließlich zur erhabenen Glückseligkeit der vollen Erleuchtung

Selbst wenn wir riesigen materiellen Reichtum besitzen, sind wir, wenn uns diese inneren Verwirklichungen fehlen, in Wirklichkeit verarmt. Wenn wir andererseits dadurch, dass wir uns auf einen Spirituellen Meister verlassen, die Verwirklichungen der Stufen des Pfades in unserem Geisteskontinuum entwickeln, werden wir wahrhaftig reich sein, selbst dann wenn wir keine materiellen Besitztümer haben.

Deshalb sollten wir uns nicht mit äußerem Reichtum und Entwicklung beschäftigen, sondern unsere gesamte Energie dafür verwenden, dass wir uns aufrichtig auf einen voll qualifizierten Spirituellen Meister verlassen.’

Die Praxis von Heruka & Vajrayogini

Die Praxis von Heruka & Vajrayogini

Die Praxis von Buddha Heruka und Buddha Vajrayogini* ist die Höchste Yoga Tantra Praxis des Kadampa Buddhismus

Die Praxis von Buddha Heruka wird von Geshe Kelsang im Buch Essenz des Vajrayana erklärt. Und die Praxis von Buddha Vajrayogini ist im Buch Führer ins Dakini Land erklärt.

Ermächtigung

Bevor wir eine von diesen beiden Praxisarten ausführen, ist es notwendig eine Ermächtigung und Unterweisungen von einem qualifizierten Spirituellen Meister zu erhalten. Diese Ermächtigungen werden jedes zweite Jahr an den Internationalen Kadampa Festivals und gelegentlich an anderen Anlässen gegeben.

Über Buddha Heruka

Auszug aus dem Buch Essenz des Vajrayana:

“Der Sanskrit-Begriff “Heruka” wird von drei Silben “He”, “Ru” und “Ka” gebildet. “He” lehrt die Leerheit von Phänomenen im Allgemeinen und “Ru” lehrt die Leerheit von Personen im Besonderen; zusammen enthüllen sie die Leerheit aller Phänomene. “Ka” bezieht sich auf die Vereinigung von Herukas Geist der großen Glückseligkeit mit der Leerheit aller Phänomene. Diese Vereinigung ist der Wahrheitskörper Herukas. Ein Ich, oder Selbst, das diesem Wahrheitskörper zugeschrieben wird, ist der definitive Heruka, die wirkliche Natur von Buddha Heruka. Dieser kann nur von Buddhas gesehen werden.

Ein anderer Begriff für Heruka ist “Chakrasambara”. “Chakra” bedeutet “Rad” und in diesem Zusammenhang bezieht sich dies auf das “Rad” aller Phänomene. “Sambara” bedeutet die höchste Glückseligkeit, die “spontane große Glückseligkeit” genannt wird. Zusammen enthüllen “Chakra” und “sambara”, dass wir durch die Praxis des Heruka-Tantras eine tiefgründige Realisation gewinnen, die alle Phänomene als von einer Natur mit unserem Geist der großen Glückseligkeit erfährt. Diese Realisation entfernt unmittelbar subtile, dualistische Erscheinungen aus unserem Geist, und dadurch werden wir schnell zum definitiven Heruka.

Um von Glück begünstigte Schüler innerhalb eines einzigen Lebens zum Zustand Buddha Herukas zu führen, manifestierte sich Buddha Vajradhara in der Form des interpretierenden Herukas, der einen blaufarbenen Körper, vier Gesichter und zwölf Arme hat, und der seine Gefährtin, Vajravarahi, umarmt. Das Erlangen des Zustandes von Buddha Heruka hängt vom Aufgeben der zwölf in abhängiger Beziehung stehenden Glieder des Samsaras durch das Gewinnen der Realisationen der vier Tore der Befreiung ab; insbesondere hängt es von der Realisation der Vereinigung großer Glückseligkeit und Leerheit ab. Diese werden beziehungsweise durch die zwölf Arme Herukas, seine vier Gesichter und seine Umarmung von Vajravarahi symbolisiert.

Es ist möglich, dass diejenigen, die die tiefe Bedeutung der Vajrayana-Unterweisungen Buddhas nicht verstanden haben, sich mit dem zornvollen Aspekt Herukas nicht wohl fühlen. Solche Praktizierende benötigen das Verständnis, dass alle Phänomene darin gleich sind, dass es ihnen an inhärente Existenz fehlt. In endgültiger Wahrheit, Leerheit, gibt es keine zornvollen oder friedvollen Aspekte, weil alle Phänomene von einer Natur sind. Deswegen haben diejenigen, die ein tiefes Wissen der endgültigen Wahrheit besitzen, keine Grundlage für das Entwickeln unangenehmer Gefühle, wenn sie unattraktive Objekte wahrnehmen, weil sie erkennen, dass es endgültig gesehen, keine wahrhaft existierende unattraktive oder anziehende Objekte gibt.

Zum Beispiel, obwohl Herukas lange Halskette menschlicher Köpfe real scheinen mag, ist sie in Wirklichkeit eine Manifestation der allwissenden Weisheit Herukas. Alle die verschiedenen Merkmale von Herukas Körper sind bloß Manifestationen seiner allwissenden Weisheit und existieren nicht außerhalb seines Geistes. Für vertrauensvoll Praktizierende ist das Visualisieren des zornvollen Aspektes von Heruka eine kraftvolle Methode, um schnell seine Segnungen und seinen Schutz zu erhalten. Sowohl aus diesem Grund, wie auch um die Methode zum Fortschreiten entlang des gesamten Pfades von Sutra und Tantra sichtbar aufzuzeigen, strahlte Buddha Vajradhara die zornvolle Gottheit Heruka aus.

Buddha Vajradhara, Buddha Shakyamuni und Buddha Heruka sind die gleiche Person und unterscheiden sich bloß in Bezug auf Aspekt. Als Buddha das Dharmarad von Sutra drehte, erschien er in der Form eines Ordinierten; als er das Dharmarad von Tantra im allgemeinen drehte, erschien er in der Form von Vajradhara; als er das Dharmarad des Heruka-Tantras im besonderen drehte, erschien er in der Form von Heruka.

Heruka ist Buddhas mitfühlender Geist, der sich als Form manifestiert. Nur Buddhas haben die Fähigkeit, ihren Geist als Form zu zeigen. Wir fühlende Wesen sind nicht fähig dies zu tun, weil unser Körper und Geist verschiedene Naturen haben; der Körper und Geist Buddhas aber besitzen die gleiche Natur – deshalb geht ihr Körper überall dorthin, wo ihr Geist hingeht. Wir nehmen immer eine Lücke zwischen unserem Geist und seinem Objekt wahr. Dies ist eine fehlerhafte Wahrnehmung oder fehlerhafte Erscheinung. Indem sie ihre fehlerhafte Wahrnehmung gänzlich aufgegeben haben, besitzen die Buddhas die Fähigkeit, ihren Geist als Form zu zeigen, wie als Formen von Lebewesen und leblosen Objekten. Aus diesem Grund heißt es, dass die Ausstrahlungen Buddhas das ganze Universum durchdringen.

Buddhas Geist allwissender Weisheit hat siebenunddreißig Teile, die als seine “siebenunddreißig Realisationen, die für die Erleuchtung förderlich sind” bekannt sind. Diese siebenunddreißig Realisationen erscheinen in der Form der siebenunddreißig Gottheiten von Herukas Mandala. Normalerweise sagen wir, dass es zweiundsechzig Gottheiten in Herukas Mandala gibt, aber wenn wir jede Vereinigung von Vater und Mutter als eine Gottheit zahlt, gibt es siebenunddreißig Gottheiten. Die siebenunddreißig Realisationen der Bodhisattvas, die für die Erleuchtung förderlich sind, sind ursächliche Pfade und die siebenunddreißig Realisationen der Buddhas sind resultierende Pfade. Eine allgemeine Erklärung der siebenunddreißig Realisationen kann in Ozean des Nektars gefunden werden.”

Über Buddha Vajrayogini

Auszug aus dem Buch Führer ins Dakini Land

“Die zwei Stufen der Praxis von Vajrayogini wurden ursprünglich von Buddha Vajradhara gelehrt. Buddha Vajradhara manifestierte sich in der Form von Heruka, um das Wurzel-Tantra von Heruka darzulegen, und in diesem Tantra wurde die Praxis von Vajrayogini zum ersten Mal erklärt. Die zahlreichen Überlieferungslinien über Vajrayogini können alle auf diese ursprüngliche Enthüllung zurückgeführt werden. Von diesen Linien gibt es drei, die am häufigsten praktiziert werden: die Narokhachö-Linie, welche von Vajrayogini an Naropa weitergegeben wurde; die Maitrikhachö-Linie, welche von Vajrayogini an Maitripa weitergegeben wurde; und die Indrakhachö-Linie, welche von Vajrayogini an Indrabodhi weitergegeben wurde. Dieser Kommentar über die Erzeugungs- und Vollendungsstufe der Höchsten-Yoga-Tantra-Praxis von Vajrayogini basiert auf den Anweisungen der Narokhachö-Linie.

Diese Anweisungen über die Praxis von Vajrayogini enthalten kurze und klar dargestellte Meditationen, die relativ einfach zu praktizieren sind. Das Mantra ist kurz und leicht zu rezitieren, und die Visualisierungen des Mandalas, der Gottheit und des Körper-Mandalas sind im Vergleich zu jenen anderer Gottheiten des Höchsten Yoga-Tantras einfach. Sogar diejenigen mit begrenzten Fähigkeiten und wenig Weisheit können diese Übungen ohne große Schwierigkeiten praktizieren.

Die Praxis von Vajrayogini bringt besonders während dieses spirituell degenerierten Zeitalters sehr schnell Segnungen. Es heißt, dass es um so schwieriger wird, Segnungen von anderen Gottheiten zu erhalten, je mehr sich das allgemeine Niveau der Spiritualität verringert, doch bei Heruka und Vajrayogini ist das Gegenteil der Fall; je mehr die Zeiten degenerieren, desto leichter können Praktizierende ihre Segnungen erhalten.

Wann immer Vajradhara ein Tantra erläuterte, strahlte er das damit verbundene Mandala aus, doch nach Beendung des Vortrages nahm er das Mandala für gewöhnlich wieder in sich auf. Als er zum Beispiel das Wurzel-Tantra von Kalachakra erläuterte, strahlte Vajradhara das Kalachakra-Mandala aus, und als er geendet hatte, löste er es wieder auf. Die Mandalas von Heruka und Vajrayogini löste Vajradhara jedoch nicht auf. Diese Mandalas existieren immer noch an verschiedenen Orten dieser Welt, wie etwa an den vierundzwanzig Heiligen Orten. Deshalb haben die Menschen in dieser Welt eine besondere Beziehung zu Heruka und Vajrayogini und können schnell ihre Segnungen erhalten. Außerdem versprach Vajradhara im Wurzel-Tantra von Heruka, dass Heruka und Vajrayogini in der Zukunft, wenn die Zeiten spirituell degenerieren, denjenigen mit starker Anhaftung Segnungen gewähren.

Im allgemeinen dauert es um so länger, dass die Segnungen einer Gottheit den Praktizierenden erreichen, je mehr sich die Anzahl der Linien-Gurus der Praxis einer Gottheit erhöht. Je größer jedoch die Anzahl der Linien-Gurus von Heruka und Vajrayogini ist, desto schneller erhalten die Praktizierenden ihre Segnungen.”

Die drei Gelübde

Die drei Gelübde

Ein Gelübde ist der tugendhafte Entschluss, einen bestimmten Fehler zu nicht mehr zu begehen. Dieser Entschluss wird in einem traditionellen Ritual gefasst.

So wie es drei Arten von Moralischer Disziplin gibt, so gibt es drei Arten von Gelübden: Die Pratimoksha Gelübde, die Bodhisattva Gelübde und die tantrischen Gelübde.

Pratimoksha Gelübde

Buddha gibt in den Vinaya Sutras ausführliche Anweisungen zur Moralischen Disziplin der Pratimoksha und zu den Pratimoksha Gelübden.

Pratimoksha heißt “persönliche Befreiung” und so ein Pratimoksha Gelübde hauptsächlich durch den Wunsch motiviert persönliche Befreiung zu erlangen.

Es gibt Pratimoksha Gelübde für Laien und für Ordinierte.

Hunderte von Kadampa Laien Praktizierenden haben die Laiengelübde genommen und zur Zeit gibt es weltweit Kadampa Mönche und Nonnen, die die Pratimoksha Gelübde für Ordinierte genommen haben.

Um mehr über die Pratimoksha Gelübde zu erfahren, wenden Sie sich bitte an ein Dharma Zentrum in Ihrer Nähe.

Bodhisattva Gelübde

Bodhisattva Gelübde werden mit der Bodhichitta Motivation genommen – dies ist der aufrichtige Wunsch Erleuchtung zu erlangen, um allen Lebewesen von Nutzen sein zu können.

Die Bodhisattva Gelübde werden ausführlich in dem Buch Das Bodhisattva Gelübde erläutert.

Wenn wir sie einmal erhalten haben, können wir sie immer wieder erneuern. Unsere Bodhisattva Gelübde rein zu halten ist die Grundlage der Lebensweise eines Bodhisattvas, der alle Kadampas zu folgen versuchen.

Tantrische Gelübde

Tantrische Gelübde werden in Verbindung mit tantrischen Ermächtigungen gewährt und mit der Motivation des tantrischen Bodhichittas genommen.

Tantrische Gelübde werden in dem Buch Tantrische Ebenen und Pfade erläutert.

Bodhichitta

Bodhichitta

Gemäß dem Mahayana Buddhismus sollten wir uns nicht damit zufrieden geben lediglich unsere eigene Befreiung anzustreben. Wir müssen das Wohlergehen aller Lebewesen in Betracht ziehen.

Es gibt unzählige Wesen die im Gefängnis Samsaras sind und eine endlose Vielfalt von Leiden erfahren.

Jeder von uns ist nur eine einzelne Person, wohingegen die anderen Wesen zahllos sind. Deshalb ist das Glück der anderen von viel grösserer Bedeutung als unser eigenes Glück. Aus diesem Grund müssen wir den Mahayana Pfad betreten. Er ist die erhabene Methode allen Lebewesen von Nutzen zu sein.

Mahayana ist das “große Fahrzeug zur Erleuchtung”. Das Tor, durch das wir den Mahayana Pfad betreten, ist die Erzeugung des Geistes, der den spontanen Wunsch hat, die Erleuchtung zum Wohle aller Lebewesen zu erlangen. Dieser kostbare Geist wird “Bodhichitta” genannt.

Für weitere Informationen zu Bodhichitta, siehe die Bücher Allumfassendes Mitgefühl und Sinnvoll zu betrachten.

Zuflucht

Zuflucht

Buddha, Dharma und Sangha werden die Drei Juwelen genannt. Wenn wir Zuflucht zu den Drei Juwelen nehmen, dann treten wir in die Familie der Buddhisten ein.

Buddha ist die Quelle aller Unterweisungen und Segnungen. Dharma ist die Realisation von Buddhas Unterweisungen und Sangha sind die reinen Dharma Praktizierenden, die uns in unserer spirituellen Praxis helfen.

Dharma ist wie eine Medizin, die die Leiden der drei niederen Bereiche verhindert, Buddha ist der Arzt, der uns diese Medizin verschreibt, und Sangha sind die Pfleger die uns helfen.

Im Augenblick sind wir Menschen und frei von einer niederen Wiedergeburt, aber dies ist lediglich eine vorübergehende, keine endgültige Befreiung. So lange wir keine tiefe Realisation von Zuflucht haben, werden wir immer wieder in endlosen zukünftigen Leben niedere Wiedergeburten annehmen müssen. Endgültige Befreiung von derartigen Wiedergeburten erlangen wir nur, indem wir uns aufrichtig auf die Drei Juwelen verlassen.

Wenn wir dies verstehen, dann nehmen wir Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha.

Weitere Informationen zur Zuflucht, einschließlich einer einfachen Meditation, entnehmen Sie bitte dem Buch Das Neue Meditationshandbuch.

Die Praxis der moralischen Disziplin

Die Praxis der moralischen Disziplin

Im allgemeine ist moralische Disziplin ein tugendhafter Entschluss irgendeine nicht-tugendhafte Handlung aufzugeben. Wenn wir beispielsweise durch das Erkennen der Nachteile von Töten, Stehlen oder sexuellem Fehlverhalten eine festen Entschluss fassen uns von solchen Handlungen zurückzuhalten, ist dies moralische Disziplin.

Auf ähnliche Weise ist auch der Entschluss, uns von Lügen, trennender Rede, verletzender Rede, leerem Geschwätz, Begehrlichkeit, Boshaftigkeit und falschen Sichtweisen zurückzuhalten, moralische Disziplin.

Weil der Tod nur dieses gegenwärtige Leben zerstört, das Brechen der moralischen Disziplin jedoch die Möglichkeit zerstört in vielen zukünftigen Leben Glück zu erleben und uns dazu verdammt immer und immer wieder das Leiden der niederen Bereiche zu erfahren, sagte Buddha im Pratimoksha Sutra, dass es besser für uns wäre zu sterben, als unsere moralische Disziplin zu brechen.

Ursachen von Glück

In buddhistischen Ländern wird moralische Disziplin als sehr wichtig betrachtet, und aus diesem Grund werden Mönche und Nonnen hoch geschätzt. Es sind jedoch nicht nur Mönche und Nonnen die moralische Disziplin praktizieren müssen; alle brauchen die Praxis der moralischen Disziplin, weil sie die Wurzel von allem zukünftigen Glück ist.

Die Praxis der moralischen Disziplin ist die Hauptursache für eine Wiedergeburt als Mensch. Wenn wir, mit der Motivation menschliches Glück zu erhalten, moralische Disziplin praktizieren, in dem wir negative Handlungen wie Töten aufgeben, wird uns diese moralische Disziplin vor einer niederen Wiedergeburt beschützen und dazuführen, dass wir in der Zukunft als Mensch wiedergeboren werden.

Wenn wir moralische Disziplin, mit dem aufrichten Wunsch Befreiung für uns selber zu erlangen, praktizieren, werden wir Befreiung für uns selber erlangen, oder volle Erleuchtung zum Wohle aller Lebewesen. Dies ist höhere moralische Disziplin.

Drei Arten moralischer Disziplin

Es gibt drei Arten von höherer moralischer Disziplin: die moralische Disziplin der Pratimoksha, die moralische Disziplin eines Bodhisattvas und die tantrische moralische Disziplin. Diese drei Arten werden durch ihre Motivation, mit welcher sie praktiziert werden und durch die ihnen eigenen Übertretungen der moralischen Disziplin voneinander unterschieden.

Die moralische Disziplin der Pratimoksha ist hauptsächlich durch den Wunsch motiviert Befreiung für sich selber zu erlangen, die moralische Disziplin eines Bodhisattvas hauptsächlich durch Bodhichitta und die tantrische moralische Disziplin hauptsächlich durch den besonderen tantrischen Bodhichitta.

In Verbindung mit diesen drei Arten der moralischen Disziplin gibt es drei Arten von Gelübden .

Nicht jede Praxis der moralischen Disziplin beinhaltet das Ablegen von Gelübden. Wenn wir beispielsweise die vielen Fehler von Töten erkennen und als Resultat einen starken Entschluss fassen nicht zu töten, praktizieren wir moralische Disziplin, obwohl wir keine Gelübde abgelegt haben.

Mahamudra

Mahamudra

Mahamudra ist die wirkliche Essenz von Buddhas Unterweisungen. Dies ist eine äußerst tiefgründige Praxis und um sie klar zu verstehen und korrekt zu praktizieren ist es unabdingbar, Ermächtigung und Kommentar von einem qualifizierten Spirituellen Meister zu empfangen.

Der Begriff “Mahamudra” ist Sanskrit. “Maha” heißt “groß” und bezieht sich auf große Glückseligkeit. “Mudra” meint hier “nicht-täuschend” und bezieht sich auf Leerheit. Mahamudra ist die Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit.

Mahamudra Tantra ist definiert als ein Geist des voll qualifizierten Klares Lichtes der große Glückseligkeit erfährt und Leerheit direkt realisiert. Somit ist Mahamudra notwendigerweise eine Realisation des Höchsten Yoga Tantras.

Mahamudra Tantra ist ein Geist der beides ist: Glückseligkeit und Leerheit. Er erfährt große Glückseligkeit und realisiert Leerheit direkt. Er ist als Ansammlung von Verdiensten die Hauptursache für den Formkörper eines Buddhas und als Ansammlung von Weisheit die Hauptursache für den Wahrheitskörper oder Dharmakaya eines Buddhas.

Wenn wir uns in den Meditationen des Mahamudra Tantras schulen, verwandeln wir unseren kontinuierlich verweilenden Körper und Geist in den Formkörper und Wahrheitskörper eines Buddhas. Mahamudra Tantra gibt deshalb unserem Leben eine unvorstellbare Bedeutung.

Für weitere Informationen über Mahamudra siehe das Buch Mahamudra Tantra.

Lojong – Geistesschulung

Lojong – Geistesschulung

In diesen spirituell degenerierten Zeiten treffen wir auf viele Hindernisse hinsichtlich unserer spirituellen Praxis. Anstatt jedoch entmutigt zu sein, können wir lernen sie durch Geistesschulung in spirituelle Pfade umzuwandeln.

Kinder lieben es Sandburgen zu bauen. Wenn jedoch die Flut kommt und sie wegschwemmt, dann sind sie enttäuscht. Buddha sagt, dass wir in dieser Hinsicht wie Kinder sind. Wir sind glücklich wenn die Dinge gut laufen, aber sobald wir Schwierigkeiten begegnen, sind wir tief enttäuscht.

Samsarische Vergnügen sind nun einmal vergänglich und wandeln sich früher oder später unweigerlich in Leiden um. Wie dumm wäre es von uns etwas anderes zu erwarten. Deshalb brauchen wir Gleichmut, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Wir sollten so denken: Wenn die Dinge gut laufen, dann ist es gut. Wenn nicht, dann ist es auch gut.

Schwierige Umstände in etwas Gutes umwandeln

Was auch immer uns geschieht, wir können es in Gutes für uns umwandeln. Shantideva sagt, dass das Leiden viele gute Eigenschaften hat. Es reinigt unser negatives Karma, lässt unsere Entsagung und unser Mitgefühl anwachsen, vermindert unseren Stolz und hilft uns viele negative geistige Gewohnheiten aufzugeben. Wenn wir so denken, dann werden schwierige Umstände zu unseren besten Freunden. Wenn unser Geist in dieser Weise im Gleichgewicht bleibt, dann wird er so stark wie der Berg Meru. Nichts kann ihn erschüttern.

Wenn wir durch die Schulung unseres Geistes erleben, dass wir zu allen Zeiten, selbst in schwierigen Umständen, einen friedvollen und glücklichen Geist haben können, dann ist das das Zeichen, dass wir in unserer Schulung erfolgreich waren. Wenn wir unseren Geist so schulen, dann wird alles was uns geschieht unsere Dharma Realisationen fördern.

Jeder Moment unseres Lebens wird bedeutsam

Es gibt drei Arten von Objekten: angenehme, unangenehme und neutrale. Normalerweise entwickeln wir bei angenehmen Objekten Anhaftung, bei unangenehmen Wut und bei neutralen Unwissenheit.

Für einen erfolgreichen Praktizierenden der Geistesschulung haben diese Objekte jedoch den umgekehrten Effekt. Anstatt dass sie Anlass sind die drei Gifte – Anhaftung, Wut und Unwissenheit – zu erzeugen, geben sie uns die Gelegenheit die drei tugendhaften Wurzeln – Nicht-Anhaftung- Nicht-Hass und Nicht-Unwissenheit zu entwickeln.

Diese drei tugendhaften Wurzeln sind nicht lediglich die Abwesenheit der drei Gifte, sondern ihr genaues Gegenteil. Deshalb ist Nicht-Anhaftung ein tugendhafter Geist, der das genaue Gegenteil von Anhaftung ist. Entsagung ist eine Art von Nicht-Anhaftung.

Wir können Nicht-Anhaftung durch Weisheit entwickeln oder auch durch andere Geistesarten wie Vertrauen und Konzentration. Wann immer wir über die Fehler der Anhaftung nachdenken und Widerwillen gegenüber den gewöhnlichen Objekten unserer Wünsche entwickeln, indem wir sie als leidvoll und täuschend ansehen, praktizieren wir Nicht-Anhaftung. Erfahrene Praktizierende der Geistesschulung entwickeln diesen Geist immer dann, wenn sie anziehende Objekte wahrnehmen.

Nicht-Hass ist ein tugendhafter Geist, der das genaue Gegenteil von Hass ist. Wir erzeugen diesen Geist, indem wir über die Fehler von Wut und Hass nachdenken.

Nicht-Unwissenheit ist ein tugendhafter Geist der das genaue Gegenteil von Unwissenheit ist. Er ist eine Art von Weisheit. Wir erzeugen diesen Geist, indem wir die gewöhnliche Erscheinung der Objekte überwinden und darüber nachdenken, dass ihre wahre Natur leer ist.

Wir nehmen in jedem Augenblick angenehme, unangenehme und neutrale Objekte wahr. Wenn wir lernen, anstatt der drei Gifte die drei tugendhaften Wurzeln zu entwickeln, wird jeder Moment unseres Lebens sinnvoll sein. Für Praktizierende der Geistesschulung ist dies die wichtigste Übung im Alltag.
Die Geistesschulung ist sowohl ein tiefgründiges, als auch weitreichendes Thema. Sie können mehr darüber in den Büchern Allumfassendes Mitgefühl und Acht Schritte zum Glück.

Lamrim – Die Stufen des Pfades

Lamrim – Die Stufen des Pfades

Die Stufen des Pfades zur Erleuchtung oder Lamrim in tibetisch sind das Rückgrat des Kadampa Buddhismus.

Lamrim ist ein besondere Zusammenstellung von Anleitungen, die alle wesentlichen Unterweisungen Buddha Shakyamunis auf eine Weise darlegt, dass alle Hinayana und Mahayana Unterweisungen in einer einzigen Meditationssitzung in die Praxis umgesetzt werden können.

Er wurde vom grossen indischen buddhistischen Meister Atisha verfasst, der vom König Jangchub Ö 1042 n. Chr. nach Tibet eingeladen wurde und den Rest seines Lebens damit verbrachte dort den reinen Dharma zu verbreiten.

Ununterbrochene Überlieferungslinie

Es gibt eine reine und ununterbrochene Überlieferungslinie dieser Lamrim-Unterweisungen von Buddha Shakyamuni bis zu unseren heutigen Spirituellen Meistern.

Viele große Kadampa Lehrer haben gesagt, dass es weitaus wichtiger sei Erfahrungen vom Lamrim zu gewinnen als Hellsicht, Wunderkräfte oder einen hohen sozialen Status zu erlangen.

Das ist wahr. In vergangenen Leben haben wir oft Hellsicht und mächtige Wunderkräfte besessen und wir haben in der Vergangenheit oft höchste soziale Positionen, sowohl im menschlichen als auch in den Götterbereichen, erlangt. Trotzdem erfahren wir immer noch unkontrollierte Wiedergeburt und körperliches und geistiges Leiden, das durch Wut, Anhaftung, Eifersucht und Verwirrung verursacht wird.

Freiheit von Leiden

Wenn wir tiefe Erfahrungen des Lamrim gewinnen, wird es keine Grundlage mehr für derartige Probleme geben; wir werden vollkommen frei davon sein.

Zuerst müssen wir den Wert des Lamrim verstehen. Dann werden wir uns voller Freude und mit viel Geduld den Meditationen widmen und allmählich selbst die Früchte der Lamrim-Praxis kosten.

Letztendlich werden wir Freiheit von allem Leiden und den unveränderlichen Frieden und das Glück der Erleuchtung erlangen.

Einundzwanzig Meditationen

Es gibt 21 Lamrim-Meditationen, die gewöhnlich als tägliche Meditationspraxis in einem dreiwöchigen Zyklus praktiziert werden:

  1. Unser kostbares menschliches Leben
  2. Tod und Unbeständigkeit
  3. Die Gefahren einer niederen Wiedergeburt
  4. Die Praxis der Zuflucht
  5. Handlungen und ihre Auswirkungen
  6. Entsagung gegenüber Samsara entwickeln
  7. Gleichmut entwickeln
  8. Erkennen, dass alle Lebewesen unsere Mütter sind
  9. Sich an die Güte der Lebewesen erinnern
  10. Gleichstellen von Selbst mit anderen
  11. Die Nachteile der Selbst-Wertschätzung
  12. Die Vorteile, andere zu schätzen
  13. Austauschen vom Selbst mit anderen
  14. Großes Mitgefühl
  15. Nehmen
  16. Wünschende Liebe
  17. Geben
  18. Bodhichitta
  19. Ruhiges Verweilen
  20. Höheres Sehen
  21. Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen
    Diese Meditationen, zusammen mit Anweisungen wie sie praktiziert werden können und wissenswertem Hintergrundmaterial, finden Sie im Buch Das neue Meditationshandbuch.

Eine ausführliche Darstellung des Lamrim finden Sie in Geshe Kelsangs Buch Freudvoller Weg.

Wunscherfüllende Juwelen für Dharma-Praktizierende

Wunscherfüllende Juwelen für Dharma-Praktizierende

DER NUTZEN DES GRUNDLAGENUND LEHRERAUSBILDUNGSPROGRAMM

Von Geshe Kelsang Gyatso

Der folgende Text stammt aus einem Vortrag, den Geshe Kelsang Gyatso anlässlich des Beginns des Grundlagen-Programms im Tara Centre, England, im Oktober 1990 hielt.

‘Der Beginn des Grundlagen-Programms an einem Zentrum gibt uns eine grosse Möglichkeit, denn dieses Programm erfüllt sowohl unsere eigenen Wünsche, als auch die von anderen.

Wie erfüllt das Grundlagen-Programm unsere eigenen Wünsche? Indem es unsere Weisheit und unsere Erfahrungen des Dharmas vergrößert. Mit Weisheit können wir alle Probleme lösen, denen wir im täglichen Leben begegnen und uns vor zukünftigen Gefahren schützen. Seit anfangsloser Zeit haben wir tief verwurzelte schlechte Gewohnheiten, die aus unserem Festhalten am Selbst und unserer Selbstwertschätzung stammen.

Wir alle wollen uns bessern und in unserem Leben glücklich und erfolgreich sein, aber unsere schlechten Gewohnheiten führen uns in die entgegengesetzte Richtung. Statt Glück zu finden, erschaffen wir die Ursachen für mehr Leiden. Keiner von uns will leiden, aber dennoch verstärken wir durch unsere schlechten Gewohnheiten ständig unsere verblendeten Geisteshaltungen, die die Ursachen all unseres Leiden sind.

Mit Weisheit und Dharma-Erfahrung können wir unsere verblendeten Geisteshaltungen unter Kontrolle bringen. Wir können unsere Anhaftung, Wut, Eifersucht usw. vermindern und unser Festhalten am Selbst und unsere Selbstwertschätzung überwinden. Durch das Kontrollieren unserer verblendeten Geisteshaltungen werden wir Tag und Nacht immerwährenden Frieden erfahren. Wir werden menschliche Probleme im speziellen und samsarische Probleme im allgemeinen dauerhaft beenden. Auf diese Weise werden wir unseren eigenen Beschützer werden.

Mit Weisheit und Dharma-Erfahrung werden wir auch unsere eigenen Ärzte. Ganz gleich, ob wir jung oder alt sind, reich oder arm, berühmt oder von ärmlicher Herkunft; ohne Wahl müssen wir alle geistige Schmerzen ertragen. Innerhalb eines Tages erleben wir viele Male geistige Schmerzen und Unbehagen. Manchmal aufgrund von unerfreulichen Umständen und manchmal durch andere Menschen, sogar unsere Freunde. Manchmal erscheinen ganz von allein, ohne ersichtlichen Grund, Unglück, Enttäuschung, Unzufriedenheit oder Schmerz durch das Heranreifen karmischer Prägungen.

Wir brauchen ein Gegenmittel für diesen Schmerz. Niemand anderes kann uns eine Medizin geben, die diese Art von Schmerz lindert. Wir müssen unser eigener Karma-Arzt werden und uns selbst durch Dharma-Erfahrung heilen. Durch das Vergrößern unserer Weisheit und unserer Dharma-Erfahrung werden wir schrittweise all unsere Probleme lösen und schließlich das letztendliche Glück der vollen Erleuchtung erlangen, die Glückseligkeit der Buddhaschaft. So kann das Grundlagen-Programm unsere eigenen Wünsche erfüllen.

Wie erfüllt das Grundlagen-Programm die Wünsche anderer? Wenn wir unsere Weisheit und Dharma-Erfahrung vergrößern, können wir anderen Belehrungen und spirituelle Ratschläge geben und ein gutes Vorbild sein. Auf diese Weise können wir andere auf spirituelle Pfade führen.

Im allgemeinen will jeder, ob Buddhist oder Nicht-Buddhist, religiös oder nicht-religiös, anderen helfen. Jeder will zum Beispiel von Natur aus seinen Eltern, Kindern und Freunden helfen, aber die Art der Hilfe, die wir geben können, ist recht begrenzt. Für gewöhnlich geben wir nur materielle Hilfe und versuchen die samsarischen Bedingungen und Vergnügen anderer zu verbessern. Es ist möglich, dass diese Art von Hilfe einen gewissen vorübergehenden Nutzen hat, aber sie bringt keinen anhaltenden Nutzen.

Wir können außerdem nicht sicher sein, dass unsere Handlungen wirklich hilfreich sind, wenn wir ohne Weisheit, Dharma-Erfahrung, Hellsicht, geschickte Mittel, Geduld usw. handeln. Uns den kurzfristigen Bedürfnissen anderer zu verschreiben mag nützlich sein, es kann aber auch genauso gut schädlich sein. Wir können es nicht wissen.

Seit anfangsloser Zeit sind die mütterlichen Wesen damit beschäftigt, ihre samsarischen Bedingungen und Vergnügen zu verbessern. Als menschliche Wesen haben sie ihr Glück immer wieder darin gesucht, materielle Dinge, Nahrung, Kleidung, Geld, guten Ruf usw. zu erwerben, aber trotz all dieser Bemühungen bestehen die Probleme immer noch.

Kein noch so grosser Reichtum kann die Probleme Samsaras wirklich entfernen. Selbst wenn ich meiner Mutter Millionen von Franken geben würde, wären dadurch ihre Probleme oder ihr Leiden nicht beseitigt, sondern möglicherweise sogar vergrößert. Reiche Leute müssen sich über viel mehr Dinge Sorgen machen als Arme: wie sie ihren Reichtum schützen, vermehren und ausgeben. Sehr reiche Leute leben in beständiger Angst, aufgrund ihres Reichtums ausgeraubt oder angegriffen zu werden.

Der Geist von reichen Leuten ist mit Verwirrung und Ablenkung gefüllt. Sie sind anfällig für Stolz und schlechtes Benehmen, und durch ihr verwöhntes Leben steigert sich ihre Anhaftung und damit auch ihre Unzufriedenheit immer mehr. Es ist sehr schwer für solche Leute, die Zeit oder die Motivation zu finden, Dharma zu praktizieren. Im Gegensatz dazu neigen arme Menschen eher dazu, zufrieden zu sein. Sie haben weniger Sorgen und Ablenkung und haben eher die Tendenz zu Bescheidenheit statt zu Stolz. Deshalb ist es für sie leichter, ihren Geist zu beruhigen, spirituelles Streben zu entwickeln und ein reines Verhalten zu bewahren.

Daraus können wir erkennen, dass es eher von Nachteil sein kann, materielle Hilfe ohne Weisheit und Geschicklichkeit zu geben. Statt anderen zu helfen, vergrößert es vielleicht sogar noch ihre Probleme. In der Geistesschulung in sieben Punkten warnt Geshe Chekawa davor, falsche Hilfe zu geben. Manchmal haben wir die Absicht, anderen zu helfen, aber weil uns Weisheit und Dharma-Erfahrung fehlen, fügen wir unabsichtlich Schaden zu.

Wie können wir anderen also helfen und wirklich ihren Wunsch erfüllen, Leid zu überwinden und Glück zu finden? In erster Linie dadurch, dass wir ein gutes Vorbild sind, Belehrungen und spirituelle Ratschläge geben und andere allmählich auf spirituelle Pfade führen. Wir müssen anderen helfen, ihre Unwissenheit zu überwinden und ein gutes Herz zu entwickeln. Wenn man immer ein gutes Herz bewahrt, kann jeder seine täglichen Probleme überwinden, und dann durch schrittweise Entwicklung schließlich ständigen inneren Frieden mit völliger Freiheit von Leiden und Gefahr erreichen.

Der beste Weg anderen zu helfen, ist daher eher das Geben von Dharma als von materieller Hilfe. Selbst wenn ein leibhaftiger Buddha in unserem Leben auftauchen und uns Geld und andere materielle Dinge geben würde, hätte das nur wenig Nutzen für uns. Aber dadurch, dass er uns Dharma gibt, uns Kraft seines Vorbildes auf richtige spirituelle Pfade führt und Ratschläge gibt, schenkt er uns unermessliche Hilfe. Er wird all unsere täglichen Probleme lösen und uns schließlich zu völliger Freiheit von Leiden führen. Es ist der Hauptzweck des Grundlagen- Programmes, uns zu helfen, um anderen auf diese Weise zu helfen.

Daraus können wir sehen, dass wir unsere Weisheit und unsere Dharma-Erfahrung vergrössern müssen, um unsere eigenen Wünsche und die von anderen zu erfüllen, und dazu müssen wir uns auf das Grundlagen-Programm verlassen. Gegenwärtig ist unsere Weisheit wie ein kleines Kind oder ein Neumond. Vielleicht haben wir etwas Weisheit durch das Hören von Belehrungen und Lesen und Studieren von Büchern entwickelt, aber diese Weisheit muss noch viel weiter entwickelt werden. Wenn wir uns auf das Grundlagen-Programm verlassen, können wir unsere Weisheit allmählich weiter vergrößern, bis sie völlig erwachsen ist, wie ein Vollmond. Mit dieser Art von Weisheit werden wir sehr starkes Selbstvertrauen haben, wenn wir andere im Dharma unterrichten.

Dharma in unser Leben integrieren

Unser gegenwärtiges Verständnis und unsere Erfahrung des Dharma sind recht oberflächlich. Wir sind wie jemand, der in ein großes Lebensmittelgeschäft gekommen ist, viele Dinge gesehen hat, aber nur wenige probiert. Vielleicht haben wir viele verschiedene Belehrungen von vielen verschiedenen Lehrern erhalten, aber wir haben nur sehr wenig aufgenommen, nur ein paar Krümel. Deshalb bleibt unsere wirkliche Erfahrung oberflächlich. Da klafft eine Schlucht zwischen uns und dem Dharma. Es fühlt sich an, als ob der Dharma dort ist und wir hier sind. Unser Geist ist nicht mit dem Dharma vermischt, und so können wir ihn in unserem täglichen Leben nicht anwenden.

Als Folge bleiben unsere gewöhnlichen täglichen Probleme bestehen. Möglicherweise haben wir z.B. viele Belehrungen über Lamrim erhalten und viele Bücher gelesen. Intellektuell finden wir es relativ einfach zu verstehen, und wir akzeptieren auch alles, aber wir haben Schwierigkeiten damit, es in unser tägliches Leben zu integrieren, und deshalb können wir diesen Dharma nicht nutzen, um unsere alltäglichen Probleme zu lösen. Wenn wir Dharma studieren bleibt unser Geist passiv, wie von jemandem, der Fernsehen schaut. Der Geist vertieft sich nicht in das Thema und mischt sich nicht damit. Deshalb bleiben unser tägliches Leben und unser Dharma vollständig getrennt und ohne Bezug zueinander.

Woran liegt das? Der Grund ist, dass wir nicht systematisch nach einem besonders dafür geschaffenen Programm studieren. Wenn wir nur wahllos am Dharma herumpicken, werden wir niemals eine tiefe und stabile Erfahrung gewinnen und unsere Weisheit wird niemals wie ein Vollmond werden.

Ein besonderes Studienprogramm

Gegenwärtig haben wir in unseren Zentren ein Grundlagen – und ein Lehrerausbildungsprogramm. Das ist keine neue Tradition. In der Vergangenheit gab es andere Programme, die für Dharma-Studenten ihren besonderen Umständen entsprechend zugeschnitten waren.

All diese Programme beinhalteten das Studium einer bestimmten Anzahl von Texten, das Auswendiglernen bestimmter Texte, das Absolvieren von Prüfungen und ein Diplom oder Zertifikat das verliehen wurde. Die früheren Kadampa-Geshes hatten beispielsweise ein Programm, in welchem sie sechs Texte studierten. Später führte Je Tsongkhapa ein Programm ein, welches auf zehn Texten basierte und noch später führten die tibetischen Klöster wie Ganden, Sera und Drepung ein auf fünf Texten basierendes Programm ein.

Ich habe dieses Programm im Sera Kloster studiert. Als ich es abgeschlossen hatte, bekam ich den Geshe Titel verliehen und fühlte mich, als ob ich den Gipfel des höchsten Berges erklommen hätte. Mein Vertrauen und meine Erfahrung hatten sich beachtlich vergrößert und ich fühlte mich sehr sicher darin, andere zu unterrichten. Mein Geist war sehr glücklich und ich fühlte mich völlig frei von Problemen.

Angeregt durch meine eigene Erfahrung, entstand in mir der starke Wunsch, ein ähnliches Programm für westliche Dharma-Studenten einzuführen, damit sie die gleichen Resultate erreichen konnten. Ich habe jedoch sehr klar erkannt, dass das Programm, welches für tibetische Geshes entworfen wurde, für westliche Menschen nicht geeignet ist.

Zum einen sind die meisten westlichen Dharma- Studenten Laien und können deshalb nicht die Vinaya studieren, die eines der fünf Themen der tibetischen Geshes ist. Andere ihrer Themen sind recht technisch und obwohl sie sehr tiefgründig und nützlich sind, finden sie keine sofortige Anwendung.

Es ist die Natur der westlichen Menschen, etwas an einem Tag zu studieren und es am nächsten Tag in die Praxis umsetzen zu wollen. Das ist eine sehr gute Eigenschaft, denn sie versuchen immer praktische Erfahrung von dem zu erlangen, was sie studieren.

In Anbetracht dessen habe ich ein besonderes Lehrerausbildungsprogramm entwickelt, um es westlichen Menschen zu ermöglichen, ihr Studium und ihre Praxis zu vervollständigen. Ich habe elf Themen ausgewählt, wovon einige philosophische Themen aus dem Geshe Programm sind, und einige Themen für praktische Anwendung wie Lamrim, Lojong und Mahamudra.

Das Grundlagen- Programm basiert auf fünf dieser Themen, die alle aus Buddhas Sutra-Belehrungen stammen. Falls Studenten, die das Grundlagen-Programm abgeschlossen haben, weitermachen wollen, um das Lehrerausbildungsprogramm zu absolvieren, werden die bereits studierten Themen für die Lehrerausbildung angerechnet und müssen nicht noch einmal studiert werden. Sie haben dann bereits das halbe Lehrerausbildungsprogramm hinter sich.

Wenn die Programme an einem Zentrum eingeführt werden, wird normalerweise zuerst mit dem Grundlagenprogramm begonnen. Wenn die erste Klasse den ganzen Kurs abgeschlossen hat, wird sie als eine Klasse des Lehrerausbildungsprogrammes weiterbestehen, und eine neue Klasse des Grundlagen-Programmes wird beginnen. Die einzelnen Studenten können sich natürlich aussuchen, ob sie am Lehrerausbildungsprogramm teilnehmen möchten oder nicht. Wenn ein Student mit dem Grundlagen-Programm zufrieden ist, kann er oder sie nach diesem Kurs aufhören, aber die Klasse selbst wird eine Lehrerausbildungsklasse.

Sowohl das Grundlagen- als auch das Lehrerausbildungsprogramm laufen jetzt seit einigen Jahren erfolgreich am Manjushri Centre und dem Madhyamaka Centre.

Ich bin sehr glücklich über die Ergebnisse. Wenn ich die Examen lese, sehe ich deutlich, dass die Studenten die Themen gut verstanden haben und großen Nutzen aus den Programmen gewinnen. Ich erkenne, dass diese Programme sehr sinnvoll sind und die beste Methode, um Weisheit und Dharma-Erfahrung zu vergrößern.

Die Notwendigkeit von qualifizierten Lehrern

Buddhadharma nützt anderen nur, wenn es qualifizierte Lehrer gibt. Dharma-Texte allein, ohne Lehrer, haben nur wenig Nutzen. Um ein qualifizierter Dharma-Lehrer zu werden, bedarf es besonderer Vorbereitung und Schulung.

Es ist nicht leicht, ein Dharma-Lehrer zu werden, weil man dazu besondere Qualitäten braucht: Weisheit, richtige Sichtweise, Vertrauen, Überzeugung und reines Verhalten als ein Vorbild für andere. Ein Lehrer braucht auch ein unerschöpfliches Reservoir an Dharma-Wissen und Erfahrung, aus dem er lehren kann; andernfalls wird er oder sie nach ein oder zwei Jahren nichts mehr zu bieten haben.

Wenn es einem Lehrer an solchen Qualitäten wie Weisheit, Erfahrung, Vertrauen und reiner Motivation fehlt, wird es schwierig für andere, Vertrauen in ihn oder seine Belehrungen zu entwickeln und es wird nur wenig helfen. Ohne richtige Schulung und Vorbereitung besteht für Lehrer auch die Gefahr, dass sie weltliche, samsarische Aktivitäten mit ihrer Lehrertätigkeit vermischen. Deshalb müssen wir uns wirklich gut schulen, wenn wir anderen von echtem Nutzen sein wollen.

Wenn wir das Lehrerausbildungsprogramm abschließen, können wir sofort damit beginnen zu unterrichten. Wenn wir ein meditatives Leben führen wollen, werden wir aber auch feststellen, dass uns das Programm gut vorbereitet hat. Zumindest werden wir große buddhistische Gelehrte mit einer tiefen und gefestigten Erfahrung des Dharma.

Diese Programme sind deshalb für Dharma- Praktizierende echte wunscherfüllende Juwelen. Durch die Teilnahme an ihnen können wir unsere Weisheit und unsere Dharma-Erfahrung vergrößern und Dharma zum Lösen unserer täglichen Probleme verwenden. Wir können unser eigener Beschützer werden, indem wir uns selbst vor Gefahr und Leiden beschützen, und unser eigener Arzt, indem wir unsere geistigen Schmerzen mit Dharma-Medizin heilen.

Wir werden für andere ein gutes Vorbild sein können und ihnen durch Belehrungen und Ratschläge helfen. Schließlich werden wir ausführliche Belehrungen geben, und anderen auf viele Arten, durch das Organisieren von besonderen Programmen usw. helfen können. Auf diese Weise werden wir die menschliche Existenz von uns selbst und anderen sehr sinnvoll machen können.

Eine besondere Art von Verständnis

Während der Lektionen des Grundlagen-Programmes wird der Lehrer aus dem Text lesen und zusätzliche Erklärungen geben. Damit werden zwei Dinge bezweckt: schwierige Punkte zu klären und die mündliche Überlieferung zu geben. Wenn der Lehrer aus dem Buch liest, liest er oder sie uns also nicht nur einfach vor, sondern übermittelt auch die Überlieferungslinie des Textes an zukünftige Lehrer.

Der Text selbst ist recht klar. Insbesondere die Lamrim und Lojong Texte sind recht einfach zu verstehen. Wenn wir dieses Programm studieren, benötigen wir jedoch eine besondere Art von Verständnis. Das beinhaltet zuhören, nachdenken, diskutieren, auswendig lernen und meditieren.

Die Diskussion ist ein besonders wichtiger Teil dieser Programme, denn wir können uns gegenseitig sehr helfen, wenn wir unsere Erfahrung und unser Verständnis des Dharma austauschen. Manchmal können wir paarweise diskutieren und manchmal die ganze Klasse zusammen.

Wenn wir diskutieren, sollten wir immer offen sein und durch den Wunsch motiviert sein, unserem Partner zu helfen. Wenn Du eine besondere Erfahrung oder ein besonderes Verständnis hast, versuche es mit anderen zu teilen. Führe die Diskussion immer so, als ob Du einem Freund etwas sehr Kostbares gibst.

Wenn Du Deinen Partner etwas fragst, dann mach das nur mit der Absicht, von ihm zu lernen oder einen Punkt zu klären und nicht um herauszufinden, wie viel oder wenig er weiß. Und wenn Dein Partner antwortet, solltest Du aufmerksam zuhören, so als ob Du etwas Wertvolles von einem Freund empfängst.

Steigere Dich nicht in heftige Diskussionen und vermeide wirkliche Meinungsverschiedenheiten. Wenn Dein Partner etwas Falsches sagt, dann weise in ruhiger Form darauf hin, aber sei vorsichtig, ihn nicht zu beleidigen. Manche Menschen reagieren nicht gut, wenn ihnen widersprochen wird; also erinnere Dich daran und sprich sanft und rücksichtsvoll.

Wenn jemand etwas Falsches sagt, können wir es manchmal im Geiste ablehnen, während es so scheint, als ob wir zustimmen. Das hilft, die Diskussion friedlich und freundlich zu halten. In Wirklichkeit hat niemand eine schlechte Natur, aber manchmal sieht es so aus, als ob andere Menschen aufgeregt oder enttäuscht sind. Wenn Dein Partner Schwierigkeiten damit hat, Deinen Standpunkt zu verstehen oder zu akzeptieren, dann sei geduldig, und versuche, ihm oder ihr zu helfen, allmählich zu verstehen.

Unsere Diskussionen sollten nicht wie Knallfrösche sein, laut und ohne Sinn, sondern sinnvoll und schlüssig. Wir sollten versuchen, jede Diskussion mit einer klaren Entscheidung über die Bedeutung des fraglichen Themas abzuschließen.

Wenn wir später die Examen ablegen, werden die Schlussfolgerungen, zu denen wir in der Diskussion gelangt sind, sehr hilfreich sein. Diskussionen helfen uns, unsere Ideen zu formulieren und zu klaren Entscheidungen zu gelangen. Dann haben wir Sicherheit und Selbstvertrauen. Ohne regelmäßige Diskussionen werden in uns andernfalls Zweifel und Unzufriedenheit mit dem Thema bleiben.

Wir sollten versuchen, die wichtigen Punkte des Themas auswendig zu lernen, und alles was wir verstehen in praktischer Weise mit unseren täglichen Handlungen zu verbinden. Wir müssen auch die verschiedenen Verpflichtungen des Programmes einhalten. Diese Verpflichtungen sind dazu geschaffen, uns zu helfen, unser Ziel zu erreichen. Ohne sie besteht die Gefahr, dass wir durch Faulheit oder andere Umstände abgelenkt werden und unser Studium nicht abschliessen.

Die Güte der Studenten

Ich begrüsse sehr die Tatsache, dass Ihr alle heute am Grundlagen-Programm teilnehmt, Ihr seid sehr gütig. Mit einem Programm wie diesem wird ein Dharma-Zentrum sinnvoll.

Es ist die eigentliche Funktion eines Dharma-Zentrums, Belehrungen für die Leute in der Umgebung zu geben, und ihnen dabei zu helfen, ihre täglichen Probleme zu lösen, indem wir unsere Erfahrung des Dharma mit ihnen teilen. Wenn all diejenigen, die sich heute eingeschrieben haben, diesem Programm geduldig folgen, alle Verpflichtungen einhalten, alle Examen bestehen usw., dann ist das eine große Güte gegenüber anderen.

Wenn Ihr dieses Programm abgeschlossen habt, werdet Ihr dem Zentrum und auch den Leuten in der Umgebung wirklich helfen können. Auf diese Weise könnt Ihr zur gleichen Zeit Eure eigenen Wünsche erfüllen und anderen helfen. Das ist kein kleiner Job – das ist eine große Errungenschaft.

Jetzt, wo Ihr mit dem Programm begonnen habt, solltet Ihr niemals aufgeben. Manchmal werdet Ihr Schwierigkeiten und Problemen begegnen, manchmal werdet Ihr gelangweilt und manchmal entmutigt sein, aber all das sind kleine Probleme. Wenn Ihr sie einfach in Ruhe lässt, werden sie vorbeigehen und später fühlt Ihr Euch wieder gut. So lange wir in Samsara sind, werden wir Problemen begegnen, aber sie sind kein Grund, etwas so Kostbares und Sinnvolles aufzugeben. Wenn wir diese große Aufgabe begonnen haben, sollten wir niemals aufgeben.

Manchmal scheinen fünf oder sieben Jahre eine sehr lange Zeit, aber wenn wir stetig jeden Tag praktizieren ohne aufzugeben, werden wir allmählich unser Ziel erreichen. Wenn wir heute beginnen, werden wir morgen schon ein wenig dichter am Abschluss sein! So sollten wir denken und dann werden wir eines Tages unsere Schulung vollendet haben.

Wie wundervoll wird das sein! Wir werden voller Selbstvertrauen reine Belehrungen über jedes Thema geben können, welches wir studiert haben, und die Menschen werden uns glauben und Vertrauen in uns entwickeln, weil wir uns so gut vorbereitet haben. Sie werden uns in vielerlei Hinsicht schätzen: unsere Belehrungen, unsere persönliche Erfahrung, unsere Fähigkeit, ihnen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen und so fort.

Das sind die Nutzen, die wir allein in diesem Leben gewinnen. In Wirklichkeit sind zukünftige Leben noch viel wichtiger. Die nützlichen Resultate unseres Studiums werden wir noch Leben für Leben erfahren, bis wir Erleuchtung erlangt haben. Die Nutzen sind unerschöpflich.

Ich habe bereits die meisten der Themen für diese Programme vorbereitet. Wenn es irgendwelche Teile der Texte gibt, die nicht klar sind, ist es meine Verantwortung sie zu klären. Wenn Ihr solche Punkte in Eurer Diskussion findet, schreibt sie auf, schickt sie mir und ich werde Euch die Antwort geben. Die Lamrim-Belehrungen stammen zum Beispiel ursprünglich von Atisha, Je Tsongkhapa und meinem Wurzel-Guru Trijang Rinpoche, aber der spezielle Text, den Ihr studiert, wurde von mir vorbereitet.

Genauso wurde der Leitfaden für den mittleren Weg von Chandrakirti geschrieben, aber ich habe den Kommentar dazu geschrieben, den Ihr studieren werdet. Deshalb ist es meine Verantwortung, alle unklaren Punkte zu klären und Euch bei allen Schwierigkeiten zu helfen, die Ihr mit Eurem Studium habt.

Es ist auch meine Verantwortung, die Examen für Euch vorzubereiten. Eure Verantwortung ist es, die Verpflichtungen einzuhalten und das Programm zu vollenden. So möchte ich mich jetzt bei Euch allen bedanken und Euch ermutigen, Eure Studien glücklich zu vollenden.’

Das Lehrerausbildungsprogramm (LAP)

Das Lehrerausbildungsprogramm (LAP)

Der Sinn des Lehrerausbildungsprogramms ist es, Praktizierenden durch eine gründliche Darstellung ausgewählter Themen des Mahayana Buddhismus die Möglichkeit zu geben ihr Wissen und ihre Erfahrung des Buddhismus zu vertiefen und sich zu qualifizierten Lehrern der Neuen Kadampa Tradition auszubilden.

Alle Zentrumslehrer der Zentren des Kadampa Buddhismus nehmen an diesem intensiven Programm von Studium und Praxis teil.

Zwölf Themen

Das Studienprogramm besteht aus den folgenden zwölf Themen, die auf den Sutra und Tantra Unterweisungen von Buddha und den dazu gehörenden Kommentaren des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso beruhen.

1. Die Stufen des Pfades zur Erleuchtung, beruhend auf dem Kommentar Freudvoller Weg

2. Geistesschulung, beruhend auf den Kommentaren Allumfassendes Mitgefühl und Acht Schritte zum Glück

3. Das Herz Sutra, beruhend auf dem Kommentar Herz der Weisheit

4. Lebensweise eines Bodhisattvas, beruhend auf dem Kommentar Sinnvoll zu betrachten

5. Geistesarten, beruhend auf dem Kommentar Den Geist verstehen

6. Führer zum Mittleren Weg, beruhend auf dem Kommentar Ozean von Nektar

7. Vajrayana Mahamudra, beruhend auf dem Kommentar Das klare Licht der Glückseligkeit

8. Die moralische Disziplin des Bodhisattvas, beruhend auf dem Kommentar Das Bodhisattva Gelübde

9. Darbringung an den Spirituellen Meister, beruhrend auf den Kommentaren Große Schatzkammer der Verdienste und Mahamudra Tantra

10. Vajrayogini Tantra, beruhend auf dem Kommentar Führer ins Dakini Land

11. Ebenen und Pfade des Geheimen Mantras, beruhend auf dem Kommentar Tantrische Ebenen und Pfade

12. Die Praxis des Heruka Körpermandalas, beruhend auf dem Kommentar Essenz des Vajrayana

Weitere Informationen

Lesen Sie Wunscherfüllende Juwelen für Dharma Praktizierende von Geshe Kelsang Gyatso.

Das Lehrerausbildungsprogramm abzuschließen dauert ungefähr zwölf Jahre. Für die Aufnahme in das Programm ist eine Einschreibung erforderlich.

Um mehr über das Lehrerausbildungsprogramm zu erfahren, wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches Zentrum.

Das Grundlagenprogramm (GP)

Das Grundlagenprogramm (GP)

Der Sinn des Grundlagenprogramms ist es, Praktizierenden eine systematische Darstellung ausgewählter Themen des Mahayana Buddhismus anzubieten, um es ihnen zu ermöglichen, ihr Wissen und ihre Erfahrung des Buddhismus zu vertiefen.

Fünf Themen

Das Programm umfasst die folgenden fünf Themen, die auf den Sutra Unterweisungen von Buddha:/de/reference/ueber-buddha und den dazu gehörigen Kommentaren von Venerable Geshe Kelsang Gyatso beruhen.

1. Die Stufen des Pfades zur Erleuchtung, beruhend auf dem Kommentar Freudvoller Weg

2. Geistesschulung, beruhend auf den Kommentaren Allumfassendes Mitgefühl und “Acht Schritte zum Glück:/de/books/acht-schritte-zum-glueck

3. Das Herz Sutra, beruhend auf dem Kommentar Herz der Weisheit

4. Lebensweise eines Bodhisattvas, beruhend auf dem Kommentar Sinnvoll zu betrachten

5. Geistesarten, beruhend auf dem Kommentar Den Geist verstehen

Der Nutzen des Grundlagenprogramms

Warum studieren und praktizieren wir diese Texte?

Freudvoller Weg – Wir werden fähig sein, alle Unterweisungen von Buddha – sowohl Sutra als auch Tantra – in die Praxis umzusetzen. Wir werden leicht auf den Pfaden zum erhabenen Glück der Erleuchtung fortschreiten und sie vollenden. Aus einer sehr praktischen Sicht bilden die Stufen des Pfades den Hauptkörper aller Unterweisungen Buddhas, während die anderen Unterweisungen wie die Glieder dieses Körpers sind.

Allumfassendes Mitgefühl und Acht Schritte zum Glück – Hiermit wird es uns gelingen, alle Unterweisungen von Buddha in unseren Alltag zu integrieren und all unsere menschlichen Probleme zu lösen.

Herz der Weisheit – Wir erlangen eine Realisation der endgültigen Natur der Wirklichkeit. Hierdurch können wir die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst, die die Wurzel all unseres Leidens ist, überwinden.

Sinnvoll zu betrachten – Wir wandeln all unsere täglichen Handlungen in die Lebensweise eines Bodhisattvas um. Hierdurch wird jeder Augenblick unseres Menschenlebens bedeutungsvoll.

Den Geist verstehen – Wir verstehen die Beziehung zwischen unserem Geist und seinen äußeren Objekten. Wenn wir verstehen, dass die Objekte von unserem subjektiven Geist abhängen, dann können wir die Art und Weise wie uns Objekte erscheinen ändern, indem wir unseren Geist ändern. Allmählich werden wir die Fähigkeit erlangen unseren Geist zu kontrollieren und auf diese Weise werden wir all unsere Probleme lösen.

Weitere Informationen

Lesen Sie Wunscherfüllende Juwelen für Dharma Praktizierende von Geshe Kelsang Gyatso

Das Grundlagenprogramm abzuschließen dauert ungefähr fünf Jahre. Eine besondere Einschreibung ist erforderlich.

Um mehr über das Grundlagenprogramm zu erfahren, wenden Sie sich bitte an ihr örtliches Zentrum.

Das Allgemeine Programm (AP)

Das Allgemeine Programm (AP)

Das Allgemeine Programm” führt in die grundlegende buddhistische Sicht, Meditation und Handlung ein. Hinzu kommen verschiedene andere Unterweisungen und Übungen aus der Tradition des Mahayana Buddhismus von Atisha und Je Tsongkhapa, die den Praktizierenden helfen ihr Verständnis und ihre Erfahrungen des Buddhismus zu vertiefen.

Alle Unterweisen beruhen auf Kommentaren des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Das Allgemeine Programm wird in jedem Zentrum des Kadampa Buddhismus gelehrt und ist ein idealer Einstieg für alle Interessierten, die mehr über Buddhismus und Meditation erfahren wollen.

Das Programm besteht aus Einführungskursen (abends oder tagsüber), Tageskursen, Wochenendkursen und Meditationsretreats.

An allen Veranstalten kann jeder, der interessiert ist, teilnehmen.

In einigen Zentren wird auch Dharma für Kinder angeboten.

Inhalte des Allgemeinen Programms

  • Wer war Buddha?
  • Den Geist verstehen
  • Vergangene und zukünftige Leben
  • Was ist Karma?
  • Unser kostbares menschliches Leben
  • Was ist Meditation?
  • Tod
  • Die buddhistische Lebensweise
  • Was ist Befreiung?
  • Entsagung entwickeln
  • Die Drei Höheren Schulungen
  • Ein Bodhisattva werden
  • Die Lebensweise eines Bodhisattvas
  • Endgültige Wahrheit
  • Erleuchtung

Um mehr über das Allgemeine Programm zu erfahren, wenden Sie sich bitte an Ihr örtliches Zentrum.

Ausbildung qualifizierter Lehrer

Ausbildung qualifizierter Lehrer

Es ist der Wunsch des Ehrwürdigen Geshe Kelsang, dass der Buddhismus von jedem Menschen, in jeder Kultur, in jedem Land praktiziert werden kann.

Um diesen Wunsch Realität werden zu lassen, hat er Hunderte von qualifizieren westlichen Lehrern ausgebildet, die Buddhas Unterweisungen den Menschen in ihrer Muttersprache und gemäß ihrem eigenen kulturellen Hintergrund zugänglich machen.

Jedes Zentrum des Kadampa Buddhismus wird von einem Zentrumslehrer geleitet, der entweder am Lehrerausbildungsprogramm teilnimmt oder es abgeschlossen hat.

Dieses Programm umfasst das Studium von zwölf Themen, beruhend auf Geshe Kelsangs Büchern, verschiedenen Meditationsretreats und die Verpflichtung der buddhistischen Lebensweise aufrichtig und rein zu folgen.

Diese Lehrer halten den Segen der Überlieferungslinie des Kadampa Buddhismus und können jedes Buch Geshe Kelsangs unterrichten. Außerdem sind sie befähigt, persönlichen Rat zur Meditationspraxis zu geben.

Es ist eine völlig neue Entwicklung, in westlichen Ländern solche erfahrenen und unterstützenden Lehrer zu haben, die Ermutigung und Rat in der jeweiligen Muttersprache geben können.

Dies ist eines der kostbarsten Geschenke von Geshe Kelsang an uns.

Die Bedeutung der Lehrerausbildung

In seinem Vortrag über den Nutzen der Kadampa Studienprogramme sagt Geshe Kelsang:

Der Buddhadharma ist für andere nur dann von Nutzen, wenn es qualifizierte Lehrer gibt. Ohne Lehrer sind Dharmatexte allein von geringem Nutzen. Um ein qualifizierter Dharma Lehrer zu werden ist eine besondere Vorbereitung und Schulung notwendig.

Es ist nicht leicht ein Dharma Lehrer zu werden, denn es werden besondere Eigenschaften benötigt: Weisheit, korrekte Sichtweisen, Vertrauen, Überzeugung und ein reines Verhalten als Vorbild für andere. Außerdem braucht ein Lehrer einen unerschöpflichen Vorrat von Dharmawissen und Erfahrung aus denen heraus er lehrt, sonst wird er oder sie über kurz oder lang “austrocknen”.

Wenn ein Lehrer diese Eigenschaften wie Weisheit, Erfahrung, Vertrauen und reine Motivation nicht besitzt, wird es schwierig für andere sein, Vertrauen in ihn oder seine Unterweisungen zu entwickeln und sie werden von geringem Nutzen sein. Ebenso wird, ohne eine gründliche Schulung und Vorbereitung, die Gefahr bestehen, dass der Lehrer weltliche, samsarische Belange mit seinen Unterweisungen vermischt. Deshalb ist eine gute Schulung unabdingbar, wenn es unser Wunsch ist anderen wirklich von Nutzen zu sein.

Gen-la Kelsang Dekyong

Gen-la Kelsang Dekyong ist die Spiritual Director of the NKT and the Resident Teacher at Manjushri KMC, the Mother Center of Kadampa Buddhism Gen-la has studied and practiced Kadampa Buddhism for many years under the guidance of her Spiritual Guide Venerable Geshe Kelsang Gyatso. As one of Venerable Geshe Kelsang’s close disciples, Gen-la Dekyong’s teachings, humour and kindness exemplify the essence of the Buddhist way of life. She is a perfect example of a Kadampa Teacher. Each year, Gen-la Dekyong teaches at the International Festivals, National Festivals, and Dharma Celebrations throughout the world.

Gen-la Kelsang Dekyong ist die Spirituelle Leiterin der NKT und die Zentrumslehrerin am Manjushri KMC, dem Mutterzentrum des Kadampa Buddhism. Unter der Anleitung ihres  Spirituellen Meisters dem Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso hat Gen-la viele Jahre Kadampa Buddhismus studiert und praktiziert dem. Als eine engere Schülerin des Ehrwürdigen Geshe Kelsang, zeigen Gen-la Dekyong’s Unterweisungen, ihr Humor und ihre Güte die Essenz der Buddhistischen Lebensweise. Sie ist ein perfektes Beispiel eines Kadampa Lehrers. Jedes Jahr unterrichtet Gen-la Dekyong auf  Internationalen FestivalsNationalen Festivals, und Dharma Feiern auf der ganzen Welt.

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso ist ein vollkommen verwirklichter Meditationsmeister und international anerkannter Lehrer des Buddhismus.

Geshe-la, wie er liebevoll von seinen Schülern genannt wird, ist in erster Linie verantwortlich für die weltweite Erneuerung des Kadampa Buddhismus in unserer Zeit.

Ab dem achten Lebensjahr widmete sich Geshe-la ausgedehnten Studien in den großen Klosteruniversitäten von Tibet und erlangte den Titel “Geshe”, das heißt wörtlich übersetzt “spiritueller Freund”. Unter der Anleitung seines Spirituellen Meisters, Trijang Rinpoche, verbrachte er die darauffolgenden achtzehn Jahre in Meditationsretreats im Himalaya.

1977 nahm er eine Einladung als Lehrer am Manjushri Kadampa Meditations Zentrum in England an. Dort lebte und lehrte er seitdem und gab seiner ständig wachsenden Schülerschar Unterweisungen und Anleitung.

Jedes Jahr gibt Geshe-la auf den Internationalen Kadampa Festivals Tausenden von Menschen aus aller Welt Unterweisungen und Ermächtigungen.

Er hat eine Reihe von bemerkenswerten Bücher über Buddhismus und Meditation herausgegeben. Die Bandbreite reicht von grundlegenden Einführungsbüchern bis hin zu tiefgründigen philosophischen Texten und Meditationshandbüchern.

Geshe-la hat drei einzigartige Studienprogramme sowie 1100 zentren und Gruppen auf der ganzen Welt begründet. Er hat Hunderte von qualifizierten Lehrern ausgebildet und es ist eine blühende Gemeinschaft von Ordinierten entstanden. Außerdem hat er ein Projekt ins Leben gerufen, damit in jeder Hauptstadt der Welt ein Buddhistischer Tempel entsteht.

In seinen Unterweisungen betont Geshe Kelsang die Bedeutung der Meditation und wie wir sie in unserem alltäglichen Leben anwenden, die Notwendigkeit wirkliches Glück zu erlangen und wie wir das gute Herz entwickeln, anderen zu helfen. Und er zeigt uns diese Eigenschaften in vollkommener Weise in seinem eigenen Leben.

Dieser bemerkenswerte Lehrer inspiriert so viele Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern, weil er selber ein Beispiel vorlebt.

Er ist ein bescheidener buddhistischer Mönch, der sich der Aufgabe widmet, den Menschen überall auf dieser Welt zu helfen, wahres Glück in ihrem eigenen Herzen zu finden.

Der Dharma Beschützer

Der Dharma Beschützer

Traditionell bringen Kadampa Praktizierende dem Dharmabeschützer Dorje Shugden Gaben dar und richten Bitten an ihn.

Sie tun dies, damit Hindernisse beseitigt werden und günstige Bedingungen für ihre spirituelle Praxis gewährleistet sind.

Die Zentren des Kadampa Buddhismus praktizieren weltweit drei Beschützersadhanas:Herzjuwel, Wunscherfüllendes Juwel und Klangvolle Trommel.

Der Dharma-Beschützer Dorje Shugden

Ein Dharma-Beschützer ist eine Ausstrahlung eines Buddhas oder Bodhisattvas, dessen Hauptfunktion darin besteht, die inneren und äußeren Hindernisse, die Praktizierende am Erlangen spiritueller Realisationen hindern, abzuwenden und alle notwendigen Voraussetzungen für ihre Praxis zu gewährleisten.

In Tibet hatte jedes Kloster seinen eigenen Dharma-Beschützer. Die Tradition begann jedoch nicht in Tibet. Die Mahayana-Buddhisten des alten Indien verließen sich ebenfalls auf Dharma-Beschützer, um Hindernisse zu beseitigen und ihre spirituellen Wünsche zu erfüllen.

Zwar gibt es einige weltliche Gottheiten, die dem Buddhismus freundlich gesinnt sind und Praktizierenden zu helfen versuchen. Dies sind jedoch keine wirklichen Dharma-Beschützer. Solche weltlichen Gottheiten sind in der Lage, den äußeren Reichtum der Praktizierenden zu vergrößern und ihnen bei ihren weltlichen Tätigkeiten zum Erfolg zu verhelfen. Sie haben jedoch weder die Weisheit noch die Macht, die Entwicklung des Dharmas im Geist eines Praktizierenden zu beschützen.

Es ist dieser innere Dharma – die Erfahrungen des Großen Mitgefühls, des Bodhichittas, der Leerheit realisierenden Weisheit und so weiter – der von äußerster Wichtigkeit ist und beschützt werden muss. Äußere Bedingungen sind von zweitrangiger Bedeutung.

Obwohl die Motivation weltlicher Gottheiten gut ist, fehlt es ihnen an Weisheit. Und so behindert manchmal die äußere Hilfe, die sie gewähren, tatsächlich die Erlangung authentischer Dharma-Realisationen. Wenn sie selbst keine Dharma-Realisationen haben, wie können sie da Dharma-Beschützer sein?

Deshalb ist es klar, dass alle wirklichen Dharma-Beschützer Ausstrahlungen von Buddhas oder Bodhisattvas sein müssen. Diese Beschützer haben große Macht, den Buddhadharma und seine Praktizierenden zu beschützen. Das Ausmaß, in dem wir von ihnen Hilfe empfangen, hängt allerdings von unserem Vertrauen in sie und von unserer Überzeugung ab. Um ihren vollen Schutz zu erhalten, müssen wir uns mit beständiger, unerschütterlicher Hingabe auf sie verlassen.

Buddhas haben sich in der Form verschiedener Dharma-Beschützer wie beispielsweise Mahakala, Kalarupa, Kalindewi und Dorje Shugden manifestiert. Von der Zeit Je Tsongkhapas bis zum Ersten Panchen Lama, Losang Chökyi Gyaltsän, war Kalarupa der wichtigste Dharma-Beschützer der Überlieferungslinie Je Tsongkhapas. Später waren jedoch viele hohe Lamas der Ansicht, dass Dorje Shugden zum wichtigsten Dharma-Beschützer dieser Tradition geworden sei.

Es gibt keinen Unterschied hinsichtlich des Mitgefühls, der Weisheit oder der Macht der verschiedenen Dharma-Beschützer. Aufgrund des Karmas der fühlenden Wesen hat jedoch ein bestimmter Dharma-Beschützer zu einer bestimmten Zeit eine bessere Möglichkeit, Dharma-Praktizierenden zu helfen.

Den Grund dafür können wir verstehen, wenn wir das Beispiel Buddha Shakyamunis betrachten. Früher hatten die Wesen dieser Welt das Karma, Buddha Shakyamunis erhabenen Ausstrahlungskörper zu sehen und Unterweisungen direkt von ihm zu empfangen.

Heutzutage haben wir dieses Karma jedoch nicht mehr, und so erscheint uns Buddha in der Form unseres Spirituellen Meisters und hilft uns auf diese Weise, indem er uns Unterweisungen gibt und uns auf spirituellen Pfaden führt. Folglich nimmt Buddhas Hilfe, entsprechend unseres sich verändernden Karmas, unterschiedliche Formen an. Die essentielle Natur der Hilfe bleibt jedoch die gleiche.

Von allen Dharma-Beschützern haben insbesondere der viergesichtige Mahakala, Kalarupa und Dorje Shugden die gleiche Natur, da sie alle Ausstrahlungen Manjushris sind.

Allerdings haben die Wesen der heutigen Zeit eine stärkere karmische Verbindung zu Dorje Shugden als zu den anderen Dharma-Beschützern. Aus diesem Grunde sagte Morchen Dorjechang Kungra Lhundrup, ein sehr hoch verwirklichter Meister der Sakya-Tradition, seinen Schülern: «Jetzt ist die Zeit, sich auf Dorje Shugden zu verlassen.» Er sagte dies bei vielen Gelegenheiten, um seine Schüler zu ermutigen, Vertrauen in die Praxis von Dorje Shugden zu entwickeln.

Auch wir sollten seinen Rat befolgen und uns diesen zu Herzen nehmen. Er sagte nicht, dass jetzt die Zeit sei, sich auf andere Dharma-Beschützer zu verlassen, sondern er erklärte deutlich, dass jetzt die Zeit sei, sich auf Dorje Shugden zu verlassen. Viele hohe Lamas der Sakya-Tradition und viele Sakya-Klöster haben sich aufrichtig auf Dorje Shugden verlassen.

Trijang Dorjechang – der verstorbene Wurzel-Guru vieler Gelugpa-Praktizierender, von einfachen Novizen bis zu den höchsten Lamas – war in der letzten Zeit größtenteils verantwortlich für die Verbreitung der Praxis von Dorje Shugden. Er ermutigte alle seine Schüler, sich auf Dorje Shugden zu verlassen, und gab viele Dorje-Shugden-Ermächtigungen.

Noch in hohem Alter schrieb er einen umfassenden Text mit dem Titel “Symphonie, die einen Ozean von Eroberern erfreut”, um die Praxis von Dorje Shugden vor dem Niedergang zu bewahren. Dieser Text ist ein Kommentar zu einer Lobpreisung Dorje Shugdens mit dem Namen Unendliche Äonen, die von Tagpo Kelsang Khädrub Rinpoche verfasst wurde.

Die Natur und Funktion des Dharma-Beschützers

Manche glauben, dass Dorje Shugden eine Ausstrahlung Manjushris ist, der sich im Aspekt eines weltlichen Wesens zeigt. Dies ist aber falsch. Sogar Dorje Shugdens Form enthüllt die vollständigen Stufen des Pfades von Sutra und Tantra. Die Formen weltlicher Wesen besitzen keine solchen Qualitäten.

Dorje Shugden erscheint als vollordinierter Mönch, um zu zeigen, dass die Praxis reiner moralischer Disziplin essentiell ist für diejenigen, die Erleuchtung erlangen möchten. In seiner linken Hand hält er ein Herz. Es symbolisiert Großes Mitgefühl und spontane Große Glückseligkeit, die Essenz aller Stufen des weiten Pfades von Sutra und Tantra.

Sein runder, gelber Hut steht für die Sichtweise Nagarjunas, und das Weisheitsschwert in seiner rechten Hand lehrt uns, Unwissenheit, die Wurzel Samsaras, mit der scharfen Klinge der Sichtweise Nagarjunas zu durchschneiden. Dies ist die Essenz aller Stufen des tiefgründigen Pfades von Sutra und Tantra.

Dorje Shugden reitet einen Schneelöwen, das Symbol der Vier Furchtlosigkeiten eines Buddhas. Ein juwelenspeiender Mungo sitzt auf seinem linken Arm. Er symbolisiert Dorje Shugdens Macht, all denjenigen Reichtum zu gewähren, die ihm vertrauen. Das einzelne Auge in der Mitte seiner Stirn symbolisiert seine allwissende Weisheit, die alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Phänomene gleichzeitig und direkt wahrnimmt.

Sein zornvoller Ausdruck weist darauf hin, dass er Unwissenheit, den wirklichen Feind aller Lebewesen, zerstört, indem er sie mit großer Weisheit segnet, und zudem, dass er die Hindernisse reiner Dharma-Praktizierender zerstört.

Der Nutzen, sich auf Dorje Shugden zu verlassen

Erkennen wir die Natur und Funktion Dorje Shugdens klar, können wir den Nutzen verstehen, den wir haben, wenn wir uns auf ihn verlassen. Dorje Shugden hilft, führt und beschützt reine und vertrauensvolle Praktizierende ohne Unterlass, indem er ihnen Segnungen gewährt, ihre Weisheit vergrößert, ihre Wünsche erfüllt und allen ihren tugendhaften Tätigkeiten zum Erfolg verhilft.

Dorje Shugden hilft nicht nur Gelugpas. Da er ein Buddha ist, hilft er allen Lebewesen, auch den Nichtbuddhisten. Die Sonne nützt auch den Blinden, gibt ihnen Wärme und lässt die Früchte heranreifen, die zu ihrer Nahrung werden. Wie viel offensichtlicher wäre aber der Nutzen der Sonne für sie, wenn sie die Sehkraft erlangen würden!

Genauso beschützt Dorje Shugden selbst diejenigen, die sich nicht bemühen, sich auf ihn zu verlassen. Öffnen sich jedoch unsere Augen des Vertrauens und verlassen wir uns aufrichtig auf ihn, so werden wir uns allmählich der Hilfe bewusster, die wir von ihm empfangen.

Wollen wir aufrichtig den Nutzen erfahren, den wir gewinnen, wenn wir uns auf Dorje Shugden verlassen, müssen wir uns über eine lange Zeit beständig auf ihn verlassen und unsere Verbindung zu ihm stetig verbessern. Auf diese Weise werden wir beginnen, seinen nutzbringenden Einfluss in unserem Leben wahrzunehmen.

Wir sollten verstehen, dass die Hauptfunktion eines Dharma-Beschützers darin besteht, unsere Dharma-Praxis zu beschützen, und nicht darin, uns in weltlichen Angelegenheiten behilflich zu sein. Mit diesem Verständnis sollten wir uns nicht entmutigen lassen, wenn wir nicht sofort sehr reich werden, da Reichtum für die spirituelle Praxis nicht unbedingt hilfreich ist und eine große Ablenkung sein kann.

Verlassen wir uns aufrichtig auf Dorje Shugden, wird er für die Bedingungen sorgen, die für unsere Dharma-Praxis am förderlichsten sind. Diese werden jedoch nicht notwendigerweise diejenigen sein, die wir selbst gewählt hätten! Dorje Shugden wird unseren Geist segnen, um uns zu helfen, schwierige Situationen in den spirituellen Pfad umzuwandeln. Er wird die Augen der Weisheit seiner getreuen Anhänger öffnen und sie dadurch befähigen, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Lernen Sie mehr über Dorje Shugden im Herzjuwel von Geshe Kelsang Gyatso.

Eine weltweite spirituelle Gemeinschaft

Eine weltweite spirituelle Gemeinschaft

Mit 1100 Zentren des Kadampa Buddhismus und Gruppen auf der ganzen Welt, praktizieren nun Tausende von Menschen den Kadampa Buddhismus unter der Leitung des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Die weltweite Kadampa Gemeinschaft ist wie eine weltumfassende spirituelle Familie, die uns hilft in unserer Praxis voranzukommen.

Die Unterstützung von Sangha, das sind spirituelle Freude die uns durch ihr Vorbild inspirieren, uns in unserer Praxis beistehen und uns ermutigen korrekten Pfaden zu folgen, steht im Mittelpunkt der buddhistischen Lebensweise.

Verschiedene spirituelle Gemeinschaften

Es gibt drei verschiedene Arten von spirituellen Gemeinschaften oder Sangha, die sich aufgrund der Gelübde, die sie annehmen, unterscheiden.

Diejenigen, die als Mönche oder Nonnen die Pratimoksha Ordination annehmen, wählen ein Leben strenger moralischer Disziplin, das es ihnen ermöglicht, sich auf ihre spirituelle Entwicklung zum Wohle anderer zu konzentrieren.

In der Kadampa Gemeinschaft gibt es 700 Mönche und Nonnen.

Außerdem gibt es auch für Laien Pratimoksha Gelübde.

Diejenigen, die die Bodhisattva Gelübde annehmen, folgen der Lebensweise eines Bodhisattvas, um Erleuchtung für das Wohl aller Lebewesen zu erlangen

Tantrische Gelübde werden während tantrischer Ermächtigungen gewährt. Für weitere Informationen siehe das Kapitel über Tantra.

Innerhalb der Neuen Kadampa Tradition kann eine Person alle drei Gelübde annehmen.

Die Neue Kadampa Tradition - Internationale Union des Kadampa-Buddhismus

Die Neue Kadampa Tradition

Um eine Grundlage für die weltweite Verbreitung des Kadampa Buddhismus zu schaffen, gründete der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso im Jahr 1991 die Neue Kadampa Tradition, Internationale Union des Kadampa-Buddhismus (NKTIKBU).

Dies ist eine internationale Vereinigung von Studien- und Meditationszentren, die alle der reinen Tradition des Mahayana Buddhismus folgen, die ausgehend von den buddhistischen Meditationsmeistern und Gelehrten Atisha und Je Tsongkhapa von dem buddhistischen Lehrer, dem Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso in den Westen gebracht wurde.

Der Zweck der NKTIKBU ist, den buddhistischen Glauben weltweit zu verbreiten.

Die Neue Kadampa Tradition ist eine vollkommen unabhängige buddhistische Tradition und die NKTIKBU hat keine politische Zugehörigkeit.

Die NKTIKBU ist eine internationale gemeinnützige Einrichtung und in England als solche anerkannt:

Kadampa Buddhismus von Heute

Kadampa Buddhismus von Heute

In den letzten Jahren hat sich der Kadampa Buddhismus in bemerkenswerter Weise weltweit verbreitet. Der Grund hierfür ist in erster Linie in dem selbstlosen Wirken des gegenwärtigen buddhistischen Meisters, des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso zu sehen.

Geshe Kelsang hat unermüdlich für die Verbreitung des Kadampa Buddhismus gearbeitet. Er hat ausführliche Unterweisungen gegeben, authentische Bücher über den Kadampa Buddhismus geschrieben, ein Kadampa Ausbildungsprogramm etabliert, Dharma Zentren auf der ganzen Welt eröffnet 1100, das Internationale Tempelprojekt ins Leben gerufen und die Neue Kadampa Tradition, die Internationale Union des Kadampa Buddhismus gegründet.

Die große Anzahl der Quellen und Hinweise auf dieser Internetseite ist allein der Güte Geshe Kelsangs zu verdanken und ein Beweis für das Ausmass seines Wirkens zum Wohle aller Lebewesen.

Je Tsongkhapa

Je Tsongkhapa

Je Tsongkhapa, dessen Ordinationsname Losang Dragpa ist, war ein großer tibetischer buddhistischer Meister im 14. Jh. Er förderte und entwickelte den Kadampa Buddhismus, der von Atisha drei Jahrhunderte vorher in Tibet gelehrt worden war

Das Erscheinen Je Tsongkhapas in Tibet war von Buddha selbst vorausgesagt worden.

Geduldig unterwies Je Tsongkhapa die Tibeter in allem was sie für ihre spirituelle Entwicklung benötigten, angefangen von den ersten Schritten in eine spirituelle Praxis bis hin zur endgültigen Erlangung der Buddhaschaft.

Diese Zeit war ein goldenes Zeitalter in Tibet. Tausende von Tibetern ließen sich von Je Tsongkhapas makellosem Vorbild, seiner reinen moralischen Disziplin, seiner mitfühlenden Lebensweise und seiner tiefgründigen, befreienden Weisheit inspirieren.

Seine Nachfolger wurden “Neue Kadampas” genannt und bis zum heutigen Tag studieren Kadampa Buddhisten weltweit seine Unterweisungen und versuchen seinem reinen Beispiel zu folgen.

Kadampa Buddhisten rezitieren oft dieses Gebet:

Möge ich der reinen Lehre des Eroberers Losang Dragpa begegnen,
Der eine reine Praxis makelloser moralischer Disziplin,
Die mutige Praxis der ausgedehnten Taten eines Bodhisattvas,
Und die Yogas der zwei Stufen zu erhabener Glückseligkeit und Leerheit besitzt.

Die besonderen Eigenschaften von Je Tsongkhapa

Im Wurzel Tantra von Manjushri machte Buddha Shakyamuni eine Vorhersage, dass Manjushri später als Je Tsongkhapa erscheinen würde:

Wenn ich dahingegangen bin
Und meine reine Lehre nicht mehr da sein wird,
Wirst du als gewöhnliches Wesen erscheinen,
Die Taten eines Buddhas vollbringen
Und das Freudvolle Land, den großen Beschützer
Im Lande des Schnees errichten.

Dieser Vers enthüllt die besonderen Eigenschaften von Je Tsongkhapa. Die dritte Zeile erklärt, dass Je Tsongkhapa zwar ein erleuchtetes Wesen war, eine Manifestation des Weisheits-Buddhas Manjushri, sich aber nicht als besonderes Wesen zeigte, sondern stets in der Form eines gewöhnlichen Praktizierenden erschien. Insbesondere stellte er niemals seine Wunderkräfte und seine Hellsicht öffentlich zur Schau. Er ermutigte seine Schüler, seinem Beispiel zu folgen und besondere Kräfte, die sie möglicherweise erlangt hatten, nicht zu offenbaren.

Statt Wunderkräfte vorzuführen, arbeitete Je Tsongkhapa vorwiegend daran, den reinen Buddhadharma in ganz Tibet einzuführen. Indem er Unterweisungen gab und ein gutes Vorbild war, führte er viele Wesen zur Erlangung reiner, authentischer Realisationen von Sutra und Tantra. Dies ist die Bedeutung der vierten Zeile des Verses.

Der Ausdruck “Freudvolles Land” in der fünften Zeile ist der Name des Reinen Landes von Buddha Maitreya, das in Sanskrit als “Tushita” oder im Tibetischen als “Ganden” bekannt ist. Nach seinem Tod ging Je Tsongkhapa an diesen Ort. Während seines Lebens errichtete Je Tsongkhapa in Tibet ein großes Kloster, das “Kloster Ganden” und verbreite im ganzen Land eine reine Lehre, die als “Ganden-Lehre” bekannt wurde.

Diese Lehre ist ein besonderer, reiner Buddhadharma, der aus Manjushris Weisheit entstanden ist. Sie wird der “große Beschützer” genannt, da sie alle Lebewesen vor dem Ozean samsarischer Leiden beschützt. All dies weist darauf hin, dass Je Tsongkhapa eine Manifestation Buddha Maitreyas ist, der Beschützer der Hunderte von Gottheiten des Freudvollen Landes. Heutzutage ist die Tradition Je Tsongkhapas als die “Gelug-” oder “tugendhafte Tradition” bekannt, und die Anhänger Je Tsongkhapas sind die “Gelugpas”. Der ursprüngliche Name “Ganden” stammt jedoch von Buddha Shakyamuni. Dies ist die Bedeutung der fünften Zeile.

Wie Buddha vorhergesagt hatte, erschien Je Tsongkhapa in Tibet, dem Lande des Schnees, wo er von 1357 bis 1419 lebte. Bei seiner Geburt fiel ein Tropfen Blut seiner Mutter auf die Erde. Später wuchs an dieser Stelle ein weißer Sandelbaum mit einhundert tausend Blättern. Auf jedem Blatt erschien ein Abbild des Buddhas Sengei Ngaro, der das gleiche Geisteskontinuum wie Buddha Manjushri ist.

Später sagte der Dritte Dalai Lama, Sönam Gyatso, dass dieser kostbare Baum ein Objekt der Verehrung und der Darbringungen sei. Er brachte ihn in ein nahe gelegenes Kloster, wo er ihn in einen silbernen Stupa mit vielen kostbaren Juwelen stellte und ihm reiche Gaben darbrachte. Dieses Kloster wurde als “Kloster Kumbum” oder “das Kloster der einhundert tausend Bildnisse” bekannt. Schließlich wuchsen weitere ähnliche Bäume rund um den Stupa, und ihre Blätter trugen ebenfalls besondere Abbildungen. Auf manchen erschienen die Buchstaben von Manjushris Mantra AH RA PA TSA NA DHI, und auf anderen erschien der Samenbuchstabe Manjushris, der Buchstabe DHI. Diese Blätter wurden als sehr kostbar erachtet, und wenn sie im Herbst fielen, sammelten sie die Menschen und verarbeiteten sie zu Pulver. Viele Menschen wurden durch das Einnehmen dieses Pulvers von Krankheiten geheilt und waren in der Lage, ihre Weisheit zu vergrößern.

Je Tsongkhapa zeigte ein vollkommenes Beispiel, wie die Grundlage für den spirituellen Pfad gelegt wird, wie man auf diesem Pfad voranschreitet und wie man ihn vollendet. Als erstes studierte er den gesamten Dharma von Sutra und Tantra, indem er sich aufrichtig auf seine Spirituellen Meister verliess. Dann setze er dieses gesamte Wissen in die Praxis um und zeigte die Erlangung aller Realisationen – von sich auf den Spirituellen Meister verlassen bis zur Vereinigung des Nicht-Mehr-Lernens, der Buddhaschaft.

Seither haben Tausende von Praktizierenden das endgültige Glück der Buddhaschaft in einem einzigen Leben erreicht, indem sie Je Tsongkhapas Beispiel folgten und seine Unterweisungen aufrichtig praktizierten. Selbst heute können vertrauensvolle Praktizierende, die Je Tsongkhapas reinem Dharma folgen, diese Ergebnisse erzielen.

Hätte Je Tsongkhapa, statt Unterweisungen zu erteilen und ein reines Beispiel zu geben, hauptsächlich seine eigenen guten Qualitäten gezeigt und Wunderkräfte und andere Formen von Hellsicht zur Schau gestellt, hätten wir keinen Nutzen aus seinen Handlungen erhalten. Was wir brauchen, ist nicht die Vorführung von Wundertaten, sondern ein klares Vorbild, wie ein fehlerfreier spiritueller Pfad betreten, wie dieser Pfad bequem und problemlos praktiziert und wie er erfolgreich vollendet wird. Dies ist die eigentliche Methode, um unsere täglichen Probleme zu lösen.
Je Tsongkhapa ist in seiner unendlichen Güte für uns genau dieses Beispiel gewesen. Deshalb entwickeln wir unerschütterliches Vertrauen in und Respekt für ihn.

Je Gendundrub, der Erste Dalai Lama, schrieb eine besondere Lobpreisung an Je Tsongkhapa, das _Lied des östlichen Schneeberges_das im Tibetischen Shargangrima genannt wird. In diesem Lied sagte er zu Je Tsongkhapa:

Für die glücklichen Menschen von Tibet, dem Landes des Schnees, ist Eure Güte, o Beschützer, unvorstellbar.
Ich selbst im besonderen, Gendundrub, ein Halter von Nyomlä,
Verdanke es einzig Eurer Güte, o Ehrwürdiger Vater und Ehrwürdige Söhne,
Dass mein Geist auf den Dharma gerichtet ist.

Von jetzt an bis ich Erleuchtung erlange,
Werde ich keine andere Zuflucht als Euch suchen.
O Ehrwürdiger Vater und Ehrwürdige Söhne,
Bitte sorgt für mich mit Eurem Mitgefühl.

Obwohl ich Eure Güte nicht erwidern kann, o Beschützer,
Bete ich dafür, dass ich mit einem Geist, frei von Beeinflussung durch Anhaftung und Hass,
Danach streben möge, Eure Lehre zu bewahren und gedeihen zu lassen,
Ohne dieses Bestreben jemals aufzugeben.

Der Guru Yoga von Je Tsongkhapa

Es gibt zwei Möglichkeiten den Guru Yoga von Je Tsongkhapa zu praktizieren: Gemäß dem Sadhana Herzjuwel und gemäß dem Sadhana Darbringung an den Spirituellen Meister.

Wenn wir den Guru-Yoga von Je Tsongkhapa gemäß der Segyu-Überlieferungslinie praktizieren, meditieren wir über unseren Wurzel-Guru im Aspekt Je Tsongkhapas – der Verkörperung von Avalokiteshvara, Manjushri und Vajrapani – bringen die sieben Glieder und das Mandala dar, bringen Bitten durch das Migtsema Gebet vor und üben die Stufen des Pfades der tiefgründigen Meditationen aus.

Wenn wir auf diese Weise aufrichtig praktizieren, können wir unser gesamtes negatives Karma und unsere Hindernisse überwinden sowie unsere Verdienste, Lebensspanne und Dharma-Realisationen vermehren.

Insbesondere, da Je Tsongkhapa zugleich eine Ausstrahlung von Avalokiteshvara (der Verkörperung des Mitgefühls aller Buddhas), von Manjushri (der Verkörperung der Weisheit aller Buddhas) und von Vajrapani (der Verkörperung der Kraft aller Buddhas) ist, können wir sehr leicht unsere Realisationen von Mitgefühl, Weisheit und spiritueller Kraft vergrößern.

Von diesen dreien ist das Vermehren unserer Weisheit besonders wichtig, da Weisheit das Gegenmittel gegen Unwissenheit ist, die Wurzel unseres gesamten Leidens. Wie Buddha im Sutra der Vollkommenheit der Weisheit sagt, sind diejenigen, denen es an Weisheit mangelt, wie Blinde, die ständig Probleme und Leiden erfahren, weil sie nicht sehen können.

Die beste Methode, unsere Weisheit zu vergrößern und uns damit vor Leiden zu schützen, ist das Praktizieren des Guru-Yogas von Je Tsongkhapa, da Je Tsongkhapa eine Manifestation der Weisheit aller Buddhas ist.

Wenn wir als Grundlage unsere Negativität und unsere Hindernisse überwinden sowie unsere Lebensspanne, unsere Verdienste, unser Mitgefühl, unsere Weisheit und unsere spirituelle Kraft vergrößern, werden wir, wenn wir uns auf diese Praxis verlassen, alle Realisationen von Sutra und Tantra und schließlich die Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens, die Buddhaschaft, leicht erlangen.

Da die Anhänger Je Tsongkhapas eine besondere Verbindung zu ihm haben, können alle diese nutzbringenden Ergebnisse, die mit dem Eintreten in Je Tsongkhapas Lehre verbunden sind, durch die Praxis dieses Guru Yogas mit Leichtigkeit erzielt werden.

Mahasiddha Menkhangpa sagte:

Der fehlerfreie Dharma ist Lamrim, Lojong und Mahamudra.

“Mahamudra” bezieht sich hier auf Vajrayana-Mahamudra, das sowohl die Praxis der Erzeugungs- als auch der Vollendungsstufe des Geheimen Mantras enthält. Die Unterweisungen über diese drei Dharmas – Lamrim (die Stufen des Pfades), Lojong (die Geistesschulung) und Mahamudra – ist das Herz der Lehre Je Tsongkhapas und die eigentliche Essenz des Buddhadharmas.

Um die Realisationen dieser drei Dharmas zu erlangen, müssen wir die kraftvollen Segnungen Je Tsongkhapas in unseren Geist empfangen, indem wir aufrichtig die Praxis von _Herzjuwel_ausüben.

Um mehr über Je Tsongkhapa zu erfahren, siehe die Bücher Herz Juwel und Große Schatzkammer der Verdienste.

Lesen Sie eine zusammengefasste Lamrim Unterweisung von Je Tsongkhapa.

Atisha

Atisha

Der große indische buddhistische Meister Atisha (982-1054 AD) war verantwortlich für die Wiedereinführung des reinen Buddhismus in Tibet.

Obwohl der Buddhismus schon etwa zweihundert Jahre vorher von Padmasambhava und Shantarakshita nach Tibet gebracht wurde, war die buddhistische Praxis weitgehend zerstört worden während der anti-buddhistischen Reinigungen des tibetischen Königs Lang Darma (etwa 836 AD), einem Anhänger des Bön, der vorbuddhistischen Religion Tibets.

Eingeladen von Jangchub Ö, einem Herrscher von Ngari in Westtibet, wurde Atisha gebeten, einen Dharma zu präsentieren, dem jeder folgen könnte und der zeigen würde, wie alle Pfade von Sutra und Tantra zusammen praktiziert werden könnten.

Read Advice from Atisha’s Heart

Als Antwort schrieb Atisha Lampe für den Pfad, den Original Lamrim Text, der Basis für alle nachfolgenden Lamrim-Unterweisungen. Die Wiederbelebung der reinen buddhistischen Praxis zu dieser Zeit verdanken wir hauptsächlich Atisha.

Mehr über Atisha können Sie im Joyful Path of Good Fortune von Geshe Kelsang Gyatso lesen.

Karte

Kalendar

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Einführende Videos

Kadampa Schule

Buddhistische Kunst

Erleuchtete Wesen können ihre inneren Realisationen als Formen zeigen. Erleuchtetes Mitgefühl erscheint in der Form von Buddha Avalokiteshvara, Weisheit in der Form von Manjushri, Liebe in der Form von Maitreya usw.

Über diese erhabenen Formen nachzudenken, hilft uns unser Vertrauen in erleuchtete Wesen zu vergrößern, ihre Segnungen zu empfangen und schließlich die Qualitäten, die sie verkörpern zu entwickeln.

Seit über zweieinhalb tausend Jahren haben sich die Buddhisten in der Kunst geschult, diese heiligen Formen in Bildern, Statuen usw. darzustellen.

Benützen Sie das Menü um zu sehen wie diese lebendige Tradition auch heute noch blüht.

 

Meditationsretreat

Manchmal ist es hilfreich ein Meditationsretreat zu machen. Dies kann ein Tag sein oder ein Wochenende oder wenn man Zeit hat auch länger.

Während eines Retreats hören wir mit allen Arten von geschäftlichen und unwesentlichen Aktivitäten auf, um den Schwerpunkt auf eine bestimmte spirituelle Praxis zu legen.

Es gibt drei Arten von Retreats: körperliche, verbale und geistige.

Wir führen ein körperliches Retreat aus, wenn wir uns mit einer spirituellen Motivation von anderen Menschen, Aktivitäten und Lärm isolieren und keine unwesentlichen und bedeutungslosen Handlungen mehr ausführen.

Wir führen ein verbales Retreat aus, wenn wir uns mit einer spirituellen Motivation von bedeutungslosem Geschwätz zurückhalten und Zeiten der Stille einhalten.

Wir führen ein geistiges Retreat aus, wenn wir Ablenkungen und starke Verblendungen wie Anhaftung, Wut und Eifersucht am Entstehen hindern, indem wir Achtsamkeit und Gewissenhaftigkeit beibehalten.

Wenn wir im körperlichen und verbalen Retreat sind, aber es unterlassen, das geistige Retreat einzuhalten, wird unser Retreat wenig Kraft haben. Solch ein Retreat kann sehr entspannend sein, aber wenn wir nicht verhindern, daß starke Verblendungen entstehen, wird unser Geist nicht einmal im Retreat friedlich sein. Das Einhalten des körperlichen und verbalen Retreats wird uns jedoch helfen, das geistige Retreat auszuführen.

Der Vorschlag für einen Retreat Zeitplan kann im Buch Das neue Meditationshandbuch nachgeschaut werden.

Ein Plan für die Meditation

Wenn wir aufrichtig daran interessiert sind, Erfahrungen des Lamrim, der Stufen des Pfades zur Erleuchtung, zu gewinnen, sollten wir jeden Tag meditieren.

Am ersten Tag können wir über unser kostbares menschliches Leben meditieren, am zweiten Tag über Tod und Unbeständigkeit usw, bis wir des kompletten Zyklus in einundzwanzig Tagen vollendet haben.

Zwischen den Sitzungen sollten wir achtsam versuchen, die Unterweisungen über die anschließende Praxis nicht zu vergessen.

Wenn wir die Möglichkeit dazu haben, sollten wir gelegentlich ein Lamrim-Retreat machen.

Wenn wir auf diese Weise praktizieren, werden wir unser gesamtes Leben dazu verwenden, unsere Erfahrung der Stufen des Pfades zu vertiefen.

Die Meditationssitzung

Eine qualifizierte Meditationssitzung besteht aus fünf Stufen:

Vorbereitung
Kontemplation
Meditation
Widmung
Anschließende Praxis

Vorbereitung

Es ist üblich, mit den vorbereitenden Übungen zu beginnen. Sie bereiten unseren Geist für eine erfolgreiche Meditation vor, indem sie Hindernisse, die durch unsere früheren negativen Handlungen verursacht wurden, reinigen, unseren Geist durch Verdienste kraftvoll machen und ihn durch die Segnungen der Buddhas und Bodhisattvas inspirieren.

Wenn Sie möchten, können Sie diese vorbereitenden Übungen ausführen, indem Sie die Sadhana Gebete für die Meditation rezitieren und dabei über ihre Bedeutung nachdenken. Eine Audio-Version dieses Gebetes finden Sie hier.

Oder Sie können einfach ein besonderes von Geshe Kelsang Gyatso verfasstes Gebet an Buddha rezitieren.

Kontemplation

Sinn der Kontemplation ist, den Geist zum Objekt der verweilenden Meditation zu führen. Wir tun dies, indem wir verschiedene Argumentationen benutzen, über Analogien und über die Schriften nachdenken.

Es ist hilfreich, die im Meditationshandbuch dargelegten Kontemplationen auswendig zu lernen, so dass wir meditieren können, ohne im Text nachschauen zu müssen.

Die Kontemplationen, die in diesem Buch aufgeführt werden, sind nur als Richtschnur zu verstehen. Wir sollten sie mit Argumentationen und Beispielen, die uns hilfreich erscheinen, bereichern.

Meditation

Wenn uns das Objekt aufgrund unserer Kontemplation klar erscheint, sollten wir mit der analytischen Meditation aufhören und uns einsgerichtet auf das Objekt konzentrieren. Diese einsgerichtete Konzentration ist der dritte Teil, die eigentliche Meditation.

Wenn wir mit dem Meditieren beginnen, ist unsere Konzentration schwach; wir werden leicht abgelenkt und verlieren oft das Meditationsobjekt. Daher werden wir anfangs vermutlich einige Male in jeder Sitzung zwischen analytischer und verweilender Meditation hin- und herwechseln müssen.

Wenn wir beispielsweise über Mitgefühl meditieren, beginnen wir damit, dass wir über die vielfältigen Leiden, die von Lebewesen erfahren werden, nachdenken, bis ein starkes Gefühl von Mitgefühl in unserem Herzen entsteht. Wenn dieses Gefühle entsteht, meditieren wir einsgerichtet darüber.

Wenn das Gefühl nachlässt oder unser Geist zu einem anderen Objekt wandert, sollten wir zur analytischen Meditation zurückkehren, um das Gefühl wieder in unserem Geist entstehen zu lassen. Wenn das Gefühl in unserem Geist wiederhergestellt ist, beenden wir wiederum die analytische Meditation und halten das Gefühl mit einsgerichteter Konzentration.

Sowohl Kontemplation wie Meditation dienen dazu, unseren Geist mit tugendhaften Objekten vertraut zu machen. Je vertrauter wir mit solchen Objekten sind, desto friedvoller wird unser Geist.

Indem wir uns in Meditation schulen und in Einklang mit den Einsichten und Absichten, die wir während der Meditation entwickelt haben, leben, werden wir irgendwann fähig sein, dauerhaft einen ruhigen Geist zu bewahren – unser ganzes Leben lang.

Ausführlichere Anleitungen zur Kontemplation und Meditation im allgemeinen finden Sie in Das Neue Meditationshandbuch, in den Büchern Einführung in den Buddhismus, Verwandle Dein Leben, Freudvoller Weg und Allumfassendes Mitgefühl.

Widmung

Die Widmung lenkt die in der Meditation erzeugten Verdienste in Richtung der Erlangung der Buddhaschaft. Wenn Verdienste nicht gewidmet werden, können sie leicht durch Wut zerstört werden.

Indem wir am Ende jeder Meditationssitzung aufrichtig Widmungsgebete rezitieren, stellen wir sicher, dass die Verdienste, die wir durch die Meditation erschaffen haben, nicht verloren gehen, sondern als eine Ursache zur Erleuchtung dienen.

Anschließende Praxis

Diese besteht in einem Ratschlag, wie wir die Meditation in unser tägliches Leben integrieren können. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Dharma-Praxis nicht auf unsere Aktivitäten während der Meditationssitzungen beschränkt ist, sondern unser gesamtes Leben durchdringen sollte.

Wir sollten nicht erlauben, dass sich eine Kluft zwischen unserer Meditation und unserem täglichen Leben entwickelt, denn der Erfolg unserer Meditation hängt von der Reinheit unseres Verhaltens außerhalb der Meditationssitzung ab.

Wir sollten zu jeder Zeit unseren Geist beobachten, indem wir Achtsamkeit, Wachsamkeit und Gewissenhaftigkeit anwenden; und wir sollten versuchen, jegliche schlechten Gewohnheiten, die wir haben mögen, aufzugeben.

Eine tiefe Erfahrung vom Dharma ist das Ergebnis eines praktischen Trainings, das über eine lange Zeit ausgeführt wurde – sowohl während der Meditation wie in den Meditationspausen. Daher sollten wir stetig und sanft praktizieren, ohne schnelle Ergebnisse zu erwarten.

Um es noch einmal zusammen zu fassen: unser Geist ist wie ein Feld. Die vorbereitenden Übungen auszuführen ist wie das Feld vorzubereiten, indem wir die durch unsere vergangenen negativen Handlungen geschaffenen Hindernisse aus dem Weg räumen, es mit Verdiensten düngen und mit den Segnungen der Heiligen Wesen wässern. Kontemplation und Meditation sind wie das Säen guter Samen und Widmung und anschließende Praxis sind die Methoden, um die Ernte der Dharma-Realisationen zum Reifen zu bringen

Vorbereitung auf die Meditation

Im Buch Das neue Meditationshandbuch erklärt Geshe Kelsang Gyatso , dass wir alle das Potential haben, Realisationen in der Meditation zu erlangen.

Dieses Potential gleicht dem Samen auf dem Feld unseres Geistes, und unsere Meditationspraxis gleicht der Aufzucht dieser Samen. Unsere Meditationspraxis wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir uns gut darauf vorbereiten.

Wollen wir Pflanzen ziehen, müssen wir sorgfältige Vorbereitungen treffen. Als erstes entfernen wir alles, was das Wachstum der Pflanzen behindern könnte, wie zum Beispiel große Steine und Unkraut. Zweitens reichern wir den Boden mit Kompost oder Dünger an, um ihm die Kraft zu geben, das Wachstum zu unterstützen. Drittens sorgen wir für Wärme und Feuchtigkeit, damit die Samen keimen und die Pflanzen wachsen können.

Um Dharma-Realisationen ernten zu können, müssen wir auf gleiche Weise mit sorgfältigen Vorbereitungen beginnen.

Zuerst müssen wir unseren Geist reinigen, um das negative Karma zu beseitigen, das wir in der Vergangenheit angesammelt haben. Reinigen wir unser negatives Karma nicht, wird es das Wachstum unserer Dharma-Realisationen behindern. Zweitens müssen wir unserem Geist die Kraft geben, das Wachstum der Dharma-Realisationen zu unterstützen, indem wir Verdienste ansammeln. Drittens brauchen wir die Segnungen der heiligen Wesen, um das Wachstum der Dharma-Realisationen anzuregen und aufrecht zu erhalten.

Es ist außerordentlich wichtig, dies Segnungen zu empfangen. Bebauen wir zum Beispiel ein Feld, wird nichts wachsen, selbst wenn wir Unkraut jäten und den Boden gut düngen, sorgen wir nicht auch für Wärme und Feuchtigkeit. Dies ermöglicht das Keimen des Samens, unterstützt das Wachstum der Pflanzen und lässt schließlich die Frucht reifen. Genau gleich verhält es sich mit unseren Meditationen: Wenn wir nicht die Segnungen der heiligen Wesen erhalten, wird es schwierig sein, erfolgreiche Meditation zu haben, selbst wenn wir unseren Geist reinigen und Verdienste ansammeln.

Das Empfangen von Segnungen wandelt unseren Geist um, indem unser tugendhaftes Potential aktiviert, das Wachstum unserer Dharma-Realisationen unterstützt und unsere Dharma-Praxis zur Vollendung gebracht wird.

Daraus können wir ersehen, dass es drei essentielle Vorbereitungen für die erfolgreiche Meditation gibt: Reinigen von Negativität, Ansammeln von Verdiensten und Empfangen von Segnungen.

Wenn Sie wollen, können Sie diese vorbereitenden Übungen praktizieren, indem Sie die Sadhana Gebete für die Meditation rezitieren.

Die Meditationshaltung

Wenn wir meditieren, benötigen wir einen bequemen Sitz und eine gute Haltung.

Das wichtigste an unserer Haltung ist ein gerader Rücken. Wenn wir auf einem Meditationskissen sitzen, ist es hilfreich darauf zu achten, dass der untere Teil des Kissens geringfügig höher als der vordere Teil ist. So dass unser Becken leicht nach vorn geneigt ist.

Am Anfang ist es nicht wichtig, die Beine zu kreuzen. Aber es ist eine gute Idee, mit der Sitzhaltung von Buddha Vairochana vertraut zu werden. Wenn wir diese Sitzhaltung nicht beibehalten können, sollten wir in einer Haltung sitzen, welche dieser am nächsten kommt.

Die sieben Merkmale von Vairochanas Haltung sind:

1 Die Beine sind in der Vajra-Haltung gekreuzt. Dies hilft Gedanken und Gefühle begehrender Anhaftung zu reduzieren.

2 Die rechte Hand liegt in der linken Hand. Die Handflächen sind nach oben gerichtet und die Spitzen der Daumen sind leicht erhoben und berühren sich sanft. Die Hände werden vier Finger breit unterhalb des Nabels gehalten. Dies unterstützt unsere Konzentration. Die rechte Hand symbolisiert Methode und die linke Hand symbolisiert Weisheit. Beide zusammen symbolisieren die Vereinigung von Methode und Weisheit. Die beiden Daumen auf der Höhe unseres Nabels symbolisieren das Brennen des inneren Feuers.

3 Der Rücken ist gerade aber nicht angespannt. Das hilft uns, einen klaren Geist zu entwickeln und aufrecht zu halten. Und es erlaubt den subtilen Energiewinden, frei zu fließen.

4 Die Lippen und die Zähne sind entspannt, die Zunge berührt die Rückseite der oberen Zahnreihe. Dies verhindert sowohl übermäßigen Speichelfluss als auch das Austrocknen unseres Mundes.

5 Der Kopf ist ein wenig nach vorn geneigt. Das Kinn leicht eingezogen, so dass die Augen nach unten schauen, was uns hilft, Ablenkungen zu vermeiden.

6 Die Augen sind weder weit geöffnet noch vollständig geschlossen – sondern halb geöffnet. Sie blicken entlang der Nase nach unten. Wenn die Augen weit geöffnet sind, ist es wahrscheinlich, dass wir geistige Erregung entwickeln. Und wenn sie geschlossen sind, ist es wahrscheinlich, dass wir geistiges Sinken entwickeln.

7 Die Schultern sind gerade und die Ellenbogen haben ein wenig Abstand zum Körper abgespreizt, um Luft zirkulieren zu lassen.

Worüber wir meditieren

Allgemein gesagt, kann jedes tugendhafte Objekt als Meditationsobjekt dienen.

Wenn wir feststellen, dass unser Geist friedvoller wird, wenn wir ihn mit einem bestimmten Objekt vermischen, dann zeigt uns dies, dass dieses Objekt für uns tugendhaft ist. Wenn das Gegenteil passiert, so ist es für uns ein nicht-tugendhaftes Objekt. Viele Objekt sind neutral und haben keine spezielle positive oder negative Auswirkung auf unseren Geist.

Es gibt eine Vielzahl tugendhafter Meditationsobjekte, aber die bedeutungsvollsten sind die 21 Objekte der Lamrim-Meditation:

1 Unser kostbares menschliches Leben
2 Tod und Vergänglichkeit
3 Die Gefahr niederer Wiedergeburt
4 Die Praxis der Zufluchtnahme
5 Handlungen und ihre Auswirkungen
6 Entsagung gegenüber Samsara entwickeln
7 Gleichmut entwickeln
8 Alle Lebewesen als unsere Mütter erkennen
9 Sich an die Güte aller Lebewesen erinnern
10 Gleichstellen vom Selbst mit anderen
11 Die Nachteile der Selbstwertschätzung
12 Die Vorteile, andere zu schätzen
13 Austauschen vom Selbst mit anderen
14 Großes Mitgefühl
15 Nehmen
16 Wünschende Liebe
17 Geben
18 Bodhichitta
19 Ruhiges Verweilen
20 Höheres Sehen
21 Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen

Es ist wichtig, dass wir über die Bedeutung unseres kostbaren menschlichen Lebens nachdenken, damit wir erkennen, dass wir jetzt eine besondere Gelegenheit haben, um Dharma zu praktizieren. Wenn wir das große Potential dieses Lebens wertschätzen, dann werden wir es nicht verschwenden, indem wir bedeutungslosen Aktivitäten nachgehen.

Wir müssen über Tod und Vergänglichkeit meditieren, um unser Zögern und unseren Hang zum Aufschieben zu überwinden und um sicherzustellen, dass, indem wir unsere ständige Sorge um weltliche Belangen überwinden, unsere Dharma Praxis rein ist. Wenn wir Dharma rein praktizieren, ist es nicht sehr schwierig, Realisationen zu erlangen.

Indem wir über die Gefahr niederer Wiedergeburt meditieren, aufrichtig Zuflucht nehmen, Nichttugend vermeiden und Tugend praktizieren, schützen wir uns selbst vor niederer Wiedergeburt und stellen sicher, dass wir Leben um Leben eine kostbare menschliche Wiedergeburt erlangen werden, ausgestattet mit allen Bedingungen, welche die Dharma-Praxis begünstigen.

Es ist wichtig, über die Leiden von Menschen und Göttern zu meditieren, so dass wir den spontanen Wunsch entwickeln, dauerhafte Befreiung oder Nirvana zu erlangen. Dieser Wunsch, der ‚Entsagung’ genannt wird, ermutigt uns, die Praxis der spirituellen Pfade zu vollenden, welche die eigentlichen Methoden sind, um vollständige Befreiung zu erlangen.

Es ist wichtig, dass wir über Liebe, Mitgefühl und Bodhichitta meditieren, damit wir unsere Selbstwertschätzung überwinden und ein gutes Herz gegenüber allen Lebewesen entwickeln und bewahren.

Mit diesem guten Herzen können wir dann über Ruhiges Verweilen und Höheres Sehen meditieren, so dass wir unsere Unwissenheit vollständig überwinden und schließlich ein Buddha werden können, indem wir die beiden Arten von Behinderungen aufgeben.

Indem wir uns auf einen Spirituellen Meister verlassen, öffnen wir uns die Tür, um Dharma zu praktizieren. Durch die Segnungen unseres Spirituellen Meisters entwickeln wir Vertrauen in unsere Praxis und erlangen leicht die oben erwähnten Realisationen. Aus diesen Gründen müssen wir darüber meditieren, uns auf einen Spirituellen Meister zu verlassen.

Diese Meditationen, Anweisungen wie man praktiziert und wichtiges Hintergrundmaterial sind im Meditationshandbuch.zu finden.

 

Endgültige Wahrheit – Leerheit

Auszug aus Verwandle dein Leben des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso .

Leerheit ist nicht “nichts”, sondern die wahre Natur der Phänomene.
Endgültige Wahrheit, Leerheit und endgültige Natur der Phänomene sind dasselbe.

Es sollte uns klar sein, dass alle unsere Probleme entstehen, weil wir die endgültige Wahrheit nicht realisieren. Der Grund, weshalb wir im Gefängnis Samsaras bleiben, ist der, dass wir aufgrund unserer Verblendungen weiterhin verunreinigte Handlungen ausführen. Alle unsere Verblendungen sind auf die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst zurückzuführen.

Die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst ist der Ursprung unserer gesamten Negativität und unserer Probleme, und der einzige Weg, sie zu beseitigen, ist, Leerheit zu realisieren. Leerheit ist nicht einfach zu verstehen: es ist jedoch äußerst wichtig, dass wir uns darum bemühen. Letzen Endes werden unsere Anstrengungen durch die dauerhafte Beendigung von allen Leiden und die immerwährende Glückseligkeit der vollen Erleuchtung belohnt werden.

Der Zweck, Leerheit zu verstehen und über sie zu meditieren, ist, unseren Geist von falschen Vorstellungen und fehlerhaften Erscheinungen zu befreien, damit wir ein vollkommen reines oder erleuchtetes Wesen werden.

In diesem Zusammenhang bezieht sich “falsche Vorstellung” auf den Geist der Unwissenheit des Festhaltens am Selbst, einen begrifflichen Geist, der Objekte als wahrhaft existierend festhält. “Fehlerhafte Erscheinung” bezieht sich auf die Erscheinung von wahrhaft existierenden Objekten. Falsche Vorstellungen sind Behinderungen zur Befreiung und fehlerhafte Erscheinungen sind Behinderungen zur Allwissenheit. Nur ein Buddha hat beide Behinderungen aufgegeben.

Es gibt zwei Arten des Festhaltens am Selbst: Festhalten am Selbst von Personen und Festhalten am Selbst von Phänomenen. Die erste Art hält an unserem eigenen Selbst oder Ich bzw. dem Selbst oder Ich von anderen als wahrhaft existierend fest. Die zweite Art hält jedes andere Phänomen, das nicht unser eigenes oder das Selbst von anderen ist, als wahrhaft existierend fest. Geistesarten, die an unserem Körper, unserem Geist, an unserem Besitz und unserer Welt als wahrhaft existierend festhalten, sind alles Beispiele des Festhaltens am Selbst von Phänomenen.

Der Hauptzweck der Meditation über Leerheit besteht darin, beide Arten des Festhaltens am Selbst zu verringern und schließlich zu beseitigen. Das Festhalten am Selbst ist die Quelle all unserer Probleme; das Ausmass unseres Leidens ist direkt proportional zur Intensität unseres Festhalten am Selbst.

Ist zum Beispiel unser Festhalten am Selbst sehr stark ausgeprägt, dann fühlen wir einen intensiven geistigen Schmerz, wenn andere uns necken, selbst wenn es freundschaftlich gemeint ist. Wenn hingegen unser Festhalten am Selbst schwach ist, lachen wir einfach mit. Haben wir einmal unser Festhalten am Selbst zerstört, dann verschwinden all unsere Probleme von allein. Die Meditation über Leerheit ist sehr hilfreich, um Kummer und Sorgen, und sei es nur vorübergehend, zu überwinden.

Um mehr über Leerheit zu erfahren, siehe die Bücher Das neue Meditationshandbuch , Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Bodhichitta

Auszug aus Verwandle dein Leben des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso .

Das edelste gute Herz bedeutet Bodhichitta. «Bodhi» ist der Sanskrit-Begriff für «Erleuchtung» und «chitta» ist das Wort für «Geist»; «Bodhichitta» bedeutet somit wörtlich «Erleuchtungsgeist».

Er wird als ein Geist definiert, der durch Großes Mitgefühl für alle Lebewesen motiviert, spontan die Erleuchtung anstrebt.

Bodhichitta entsteht aus Großem Mitgefühl, und dieses hängt von wertschätzender Liebe ab.

Wertschätzende Liebe kann man mit einem Feld, Mitgefühl mit den Samen, Nehmen und Geben mit der besten Methode, die Samen zur Reife zu bringen, und Bodhichitta mit der Ernte vergleichen.

Die wertschätzende Liebe, die durch die Praxis des Austauschens vom Selbst mit anderen erzeugt wird, ist tiefgründiger als die wertschätzende Liebe, die durch andere Methoden entwickelt wird, und deshalb sind auch das resultierende Mitgefühl und der resultierende Bodhichitta tiefgründiger.

Ohne Großes Mitgefühl kann der spontane Wunsch, alle Lebewesen von Leiden zu befreien – Bodhichitta – nicht in unserem Geist entstehen. Besitzen wir aber Großes Mitgefühl, insbesondere das Große Mitgefühl, das durch das Austauschen vom Selbst mit anderen erzeugt wird, dann wird Bodhichitta ganz natürlich entstehen. Die Stärke unseres Bodhichittas hängt vollkommen von der Stärke unseres Großen Mitgefühls ab.

Unter allen Dharma-Realisationen ist Bodhichitta die erhabenste. Dieser zutiefst mitfühlende Geist ist die eigentliche Essenz der Schulung eines Bodhisattvas. Das gute Herz von Bodhichitta zu entwickeln ermöglicht es uns, unsere Tugenden zu vervollkommnen, alle unsere Probleme zu lösen, unsere Wünsche zu erfüllen und die Kraft zu entwickeln, anderen auf die bestmögliche und nützlichste Art und Weise zu helfen.

Bodhichitta ist der beste Freund, den wir haben, und die höchste Tugend, die wir entwickeln können. Im allgemeinen bezeichnen wir jemanden, der nett zu seinen Freunden ist, sich um seine Eltern kümmert und freizügig für gute Zwecke spendet, als einen guten Menschen; aber wieviel lobenswerter ist eine Person, die ihr ganzes Leben der Linderung der Leiden eines jeden fühlenden Wesens gewidmet hat!

Atisha hatte viele Lehrer. Guru Serlingpa aber verehrte er mehr als alle anderen. Sobald er Serlingpas Namen hörte, verbeugte er sich. Als Atishas Schüler ihn fragten, weshalb er Serlingpa mehr schätze als seine anderen Lehrer, antwortete er: «Es ist der Güte Guru Serlingpas zu verdanken, dass ich fähig war, das gute Herz von Bodhichitta zu entwickeln.» Durch die Kraft seines Bodhichittas war Atisha in der Lage, jedem, dem er begegnete, große Freude und großes Glück zu schenken, und was immer er tat diente dem Wohl anderer.

Um mehr über Bodhichitta zu erfahren, siehe die Bücher Acht Schritte zum Glück ,Allumfassendes Mitgefühl und Sinnvoll zu betrachten.

Mitgefühl

Auszug aus Verwandle Dein Leben des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso .

Mitgefühl ist die eigentliche Essenz eines spirituellen Lebens und die Hauptpraxis derjenigen, die ihr Leben der Erlangung der Erleuchtung widmen. Es ist der Ursprung der Drei Erhabenen Juwelen – Buddha, Dharma und Sangha.

Es ist der Ursprung Buddhas, weil alle Buddhas aus Mitgefühl hervorgehen. Es ist der Ursprung des Dharmas, weil Buddhas ausschließlich aus Mitgefühl für andere Dharma-Unterweisungen erteilen. Es ist der Ursprung des Sanghas, weil wir durch Zuhören und Praktizieren von Dharma-Unterweisungen, die aus Mitgefühl gegeben wurden, zu Sangha oder Höheren Wesen werden.

Was genau ist Mitgefühl? Mitgefühl ist ein Geist, der durch die Wertschätzung anderer Lebewesen motiviert ist und sich wünscht, sie von ihren Leiden zu erlösen.

Es ist möglich, dass wir aus einer selbstsüchtigen Absicht heraus wünschen, dass eine andere Person von ihrem Leiden befreit wird; das kommt in Beziehungen, die in erster Linie auf Anhaftung beruhen, oft vor. Ist unser Freund zum Beispiel krank oder deprimiert, so wünschen wir uns vielleicht, dass er sich schnell erholt, so dass wir seine Gesellschaft wieder genießen können. Dieser Wunsch aber ist im Grunde ichbezogen und kein wahres Mitgefühl. Wahres Mitgefühl beruht zwangsläufig auf der Wertschätzung anderer.

Obwohl wir bereits einen gewissen Grad an Mitgefühl besitzen, ist es zur Zeit sehr voreingenommen und begrenzt. Wenn unsere Familie und unsere Freunde leiden, entwickeln wir leicht Mitgefühl für sie, doch wir finden es viel schwieriger, Sympathie für scheinbar unangenehme Leute oder auch für Fremde zu empfinden.

Außerdem haben wir Mitgefühl für diejenigen, die an manifesten Schmerzen leiden, aber nicht für diejenigen, die in guten Verhältnissen leben und ganz besonders nicht für diejenigen, die schädliche Handlungen begehen.

Wenn wir wirklich unser Potential verwirklichen möchten, indem wir volle Erleuchtung erlangen, müssen wir den Rahmen unseres Mitgefühls ausdehnen, bis er alle Lebewesen ohne Ausnahme umfasst, genauso wie eine liebende Mutter Mitgefühl für alle ihre Kinder empfindet, unabhängig davon, ob sie sich gut oder schlecht benehmen.

Dieses allumfassende Mitgefühl ist das Herz des Mahayana-Buddhismus. Im Gegensatz zu unserem jetzigen, begrenzten Mitgefühl, dem Mitgefühl, das ab und zu ganz natürlich entsteht, muss allumfassendes Mitgefühl durch Schulung über lange Zeit hinweg entwickelt werden.

Um mehr über Mitgefühl zu erfahren, siehe die Bücher Acht Schritte zum Glück,Allumfassendes Mitgefühl und Sinnvoll zu betrachten .

 

Entsagung

Auszug aus Verwandle Dein Leben des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso .

Entsagung ist nicht der Wunsch, unsere Familie, unsere Freunde, unser Heim, unsere Arbeit oder ähnliches aufzugeben und wie ein Bettler zu werden. Es ist ein Geist, der die Funktion hat, Anhaftung an weltliche Vergnügen aufzugeben, und der die Befreiung von verunreinigter Wiedergeburt anstrebt.

Wir müssen lernen, unsere Anhaftung durch die Praxis der Entsagung aufzugeben, sonst wird sie unsere reine spirituelle Praxis ernsthaft behindern. So wie ein Vogel, dem Steine an die Beine gebunden wurden, nicht fliegen kann, so können wir keine Fortschritte auf dem spirituelle Pfad machen, wenn wir durch die Ketten der Anhaftung gefesselt sind.

Die Zeit für die Praxis der Entsagung ist genau jetzt, vor unserem Tod. Wir müssen unsere Anhaftung an weltliche Vergnügen abbauen, indem wir erkennen, daß sie uns täuschen und uns keine wirkliche Befriedigung geben können. Tatsächlich führen sie nur zu Leiden.

Dieses Menschenleben mit all seinen Leiden und Problemen ist eine sehr gute Gelegenheit, unsere Entsagung und unser Mitgefühl zu verstärken. Wir sollten diese kostbare Gelegenheit nicht verschwenden.

Die Realisation der Entsagung ist das Tor, durch das wir in den spirituellen Pfad zur Befreiung, Nirvana, eintreten. Ohne Entsagung ist es unmöglich, den Pfad zum höchsten Glück von Nirvana zu betreten, geschweige denn darauf fortzuschreiten.
Um unsere Entsagung zu entwickeln und zu verstärken, können wir wiederholt über das Folgende nachdenken:

Weil mein Bewußtsein anfangslos ist, habe ich unzählige Wiedergeburten in Samsara angenommen. Ich hatte unzählige Körper; wenn man sie alle zusammenbringen würde, würden sie die ganze Welt ausfüllen, und das Blut und die anderen Körperflüssigkeiten, die durch sie geflossen sind, würden einen Ozean bilden. Meine Leiden in allen diesen früheren Leben waren so groß, dass die Tränen des Kummers, die ich vergossen habe, einen weiteren Ozean bilden würden.

In jedem einzelnen Leben litt ich unter Krankheit, Altern, Tod, dem Umstand, von meinen Liebsten getrennt zu sein, und dem Unvermögen, meine Wünsche zu erfüllen. Ich werde diese Leiden in unzähligen zukünftigen Leben wieder und wieder erfahren müssen, wenn ich in diesem Leben die beständige Befreiung von Leiden nicht erreiche.

Wir denken darüber nach und fassen aus tiefstem Herzen den festen Entschluss, Anhaftung an weltliche Vergnügen aufzugeben und die beständige Befreiung von verunreinigter Wiedergeburt zu erlangen. Indem wir diesen Entschluss in die Praxis umsetzen, können wir unsere Anhaftung unter Kontrolle bringen und viele unserer täglichen Probleme lösen.

Um mehr über Entsagung zu erfahren, siehe die Bücher Das neue Meditationshandbuch und Freudvoller Weg.

Karma

Auszug aus Verwandle dein Leben by Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Das Gesetz des Karmas ist ein Spezialfall des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Gemäß diesem Gesetz sind alle Handlungen unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes Ursachen, und alle unsere Erfahrungen sind deren Auswirkungen. Das Gesetz des Karmas erklärt, warum jedes Individuum eine einzigartige geistige Veranlagung, eine einzigartige körperliche Erscheinung und einzigartige Erfahrungen hat: Es sind die verschiedenen Auswirkungen der zahllosen Handlungen, die jeder einzelne in der Vergangenheit ausgeführt hat. Wir können keine zwei Personen finden, die die genau gleiche «Geschichte» von Handlungen in ihren vergangenen Leben erschaffen haben, und deshalb können wir keine zwei Personen mit identischen Geisteszuständen, identischen Erfahrungen und identischer körperlicher Erscheinung finden. Jede Person hat ein anderes, individuelles Karma. Es gibt Menschen, die sich guter Gesundheit erfreuen, während andere dauernd krank sind. Es gibt Menschen, die sehr schön sind, während andere sehr häßlich sind. Es gibt Menschen mit frohem Gemüt, die leicht zufriedenzustellen sind, während andere mürrisch veranlagt sind und sich selten über etwas freuen. Manche verstehen die Bedeutung von spirituellen Unterweisungen mit Leichtigkeit, während andere die Unterweisungen schwierig und unverständlich finden.

Karma bedeutet «Handlung» und bezieht sich auf die Handlungen unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes. Jede von uns begangene Handlung hinterlässt eine Prägung in unserem sehr subtilen Geist, und jede Prägung hat irgendwann ihre eigene Auswirkung zur Folge.

Unser Geist gleicht einem Feld, und das Ausführen von Handlungen gleicht dem Säen von Samen in dieses Feld. Tugendhafte Handlungen setzen Samen für zukünftiges Glück, und nicht-tugendhafte Handlungen setzen Samen für zukünftiges Leiden. Die Samen, die wir in der Vergangenheit gesät haben, ruhen in unserem Geist, bis die Bedingungen für ihre Reifung entstehen. In manchen Fällen geschieht dies erst viele Leben nach dem Leben, in dem die ursprüngliche Handlung begangen wurde.

Unser Karma oder unsere Handlungen sind dafür verantwortlich, daß wir in dieser unreinen, verschmutzten Welt geboren wurden und so viele Schwierigkeiten und Probleme erfahren. Unsere Handlungen sind unrein, weil unser Geist vom inneren Gift des Festhaltens am Selbst verunreinigt ist. Das ist die grundlegende Ursache dafür, daß wir Leiden erfahren. Leiden wird durch unsere eigenen Handlungen oder Karma erschaffen – es ist nicht eine Strafe, die wir erhalten. Wir leiden, weil wir in unseren früheren Leben viele nicht-tugendhafte Handlungen angesammelt haben. Die Quelle dieser nicht-tugendhaften Handlungen sind unsere eigenen Verblendungen wie Wut, Anhaftung und die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst.

Haben wir einmal unseren Geist vom Festhalten am Selbst und allen anderen Verblendungen gereinigt, werden alle unsere Handlungen ganz natürlich rein sein. Infolge unserer reinen Handlungen oder reinem Karma wird alles, was wir erfahren, rein sein. Wir werden in einer reinen Welt leben, einen reinen Körper besitzen, eine reine Umgebung genießen und von reinen Wesen umgeben sein. Nicht die kleinste Spur von Leiden, Unreinheit oder Problemen wird zurückbleiben. So finden wir das wahre Glück in unserem Geist.

Um mehr über Karma zu erfahren, siehe das Buch Freudvoller Weg.

 

Wiedergeburt

Auszug aus Verwandle dein Leben by Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Viele Menschen glauben, dass nach dem Tod und Zerfall des Körpers auch das Kontinuum des Geistes ein Ende nimmt und dass der Geist nicht weiterexistiert, so wie eine Kerzenflamme, deren Wachs verbrannt ist. Es gibt sogar Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, Selbstmord zu begehen, in der Hoffnung, dass mit ihrem Tod ihre Probleme und Leiden ein Ende finden; diese Ansichten sind aber völlig falsch.

Wie bereits erklärt, sind unser Körper und Geist getrennte Wesenheiten. Obwohl der Körper beim Tod zerfällt, erfährt das Kontinuum des Geistes keine Unterbrechung. Anstatt ein Ende zu finden, verlässt der Geist ganz einfach den gegenwärtigen Körper und geht in das nächste Leben über.

Gewöhnlichen Wesen bringt der Tod nur neue Leiden, anstatt sie von ihrem Elend zu erlösen. Da sie dies nicht verstehen, zerstören viele Menschen ihr kostbares menschliches Leben, indem sie Selbstmord begehen.

Wir können ein Verständnis von vergangenen und zukünftigen Leben gewinnen, indem wir die Vorgänge des Schlafens, Träumens und Aufwachens untersuchen, weil sie den Vorgängen des Todes, des Zwischenzustandes und der Wiedergeburt sehr ähnlich sind.

Wenn wir einschlafen, sammeln sich unsere groben inneren Winde und lösen sich nach innen auf. Unser Geist wird zunehmend subtiler, bis er sich in den sehr subtilen Geist des Klaren Lichtes des Schlafes umwandelt. Während das Klare Licht des Schlafes manifest ist, sind wir im Tiefschlaf und sehen für Außenstehende wie tot aus. Wenn es endet, wird unser Geist zunehmend gröber, und wir durchschreiten die verschiedenen Stadien des Traumzustandes. Schließlich werden unser normales Erinnerungsvermögen und die Fähigkeit der geistigen Kontrolle wieder- hergestellt, und wir wachen auf. Wenn das geschieht, verschwindet unsere Traumwelt, und wir nehmen die Welt des Wachzustandes wahr

Ein sehr ähnlicher Vorgang spielt sich während unseres Todes ab. Wenn wir sterben, lösen sich unsere Winde nach innen auf, und unser Geist wird zunehmend subtiler, bis sich der sehr subtile Geist des Klaren Lichtes des Todes manifestiert. Die Erfahrung des Klaren Lichtes des Todes ist der Erfahrung des Tiefschlafs sehr ähnlich.

Wenn das Klare Licht des Todes aufhört, erfahren wir die Stadien des Zwischenzustandes oder Bardos auf tibetisch, der ein traumähnlicher Zustand ist und zwischen Tod und Wiedergeburt auftritt. Nach wenigen Tagen oder Wochen endet der Zwischenzustand, und wir werden wiedergeboren. So wie die Traumwelt beim Erwachen aus dem Schlaf verschwindet und wir die Welt des Wachzustandes wahrnehmen, so hören bei der Wiedergeburt die Erscheinungen des Zwischenzustandes auf, und wir nehmen die Welt unseres nächsten Lebens wahr.

Der einzig bedeutsame Unterschied zwischen dem Vorgang des Schlafens, Träumens und Aufwachens und dem Vorgang des Sterbens, des Zwischenzustandes und der Wiedergeburt besteht darin, dass nach der Beendigung des Klaren Lichtes des Schlafes die Verbindung zwischen unserem Geist und unserem gegenwärtigen Körper intakt bleibt, während sie nach dem Klaren Licht des Todes abbricht.

Wenn wir darüber nachdenken, werden wir die Überzeugung gewinnen können, dass vergangene und zukünftige Leben existieren

Weitere Informationen über Wiedergeburt sind in den Büchern Einführung in den Buddhismus und Freudvoller Weg enthalten.

Was ist Geist

Auszug aus Verwandle dein Leben by Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Manche Leute denken, der Geist sei das Gehirn oder ein anderer Teil oder eine Funktion des Körpers. Das ist jedoch nicht richtig. Das Gehirn ist körperlich, etwas, das man mit den Augen sehen kann. Es kann fotografiert werden, und es kann operiert werden. Der Geist hingegen ist nicht körperlich. Er kann weder mit den Augen gesehen werden, noch kann man ihn fotografieren oder durch eine Operation wiederherstellen. Das Gehirn ist deshalb nicht der Geist, sondern einfach nur ein Teil des Körpers.

Innerhalb unseres Körpers gibt es nichts, was wir als unseren Geist identifizieren können, weil Körper und Geist verschiedene Wesenheiten sind. Unser Geist kann zum Beispiel sehr beschäftigt sein, von einem Objekt zum anderen springen, während unser Körper entspannt und regungslos ist. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Körper und Geist nicht von gleicher Natur sind.

In den buddhistischen Schriften wird unser Körper mit einem Gasthaus verglichen und unser Geist mit einem Gast, der darin verweilt. Sterben wir, verlässt unser Geist unseren Körper und geht ins nächste Leben über, so wie ein Gast eine Herberge verlässt und weiter zieht.

Wenn der Geist nicht das Gehirn oder irgendein anderer Teil unseres Körpers ist, was ist er dann? Er ist ein formloses Kontinuum mit der Funktion, Objekte wahrzunehmen und zu verstehen. Weil der Geist von Natur aus formlos oder immateriell ist, kann er auch nicht durch materielle Objekte behindert werden.

Es ist sehr wichtig, unfriedliche Geisteszustände von friedvollen Geisteszuständen unterscheiden zu können. Wie im vorherigen Kapitel erklärt wurde, werden Geisteszustände, die unseren inneren Frieden stören, wie Wut, Neid und begehrende Anhaftung, Verblendungen genannt. Sie sind die Hauptursachen für alle unsere Leiden

Wir denken vielleicht, unsere Leiden seien durch andere Menschen, durch schlechte materielle Umstände oder durch die Gesellschaft verursacht. In Wirklichkeit jedoch entstehen Leiden durch unsere verblendeten Geisteszustände. Die Essenz der Dharma-Praxis ist es, unsere Verblendungen zu vermindern und schließlich ganz auszulöschen und sie durch immerwährenden inneren Frieden zu ersetzen. Das ist der wahre Sinn unseres Menschenlebens.

Der wichtigste Punkt beim Verstehen des Geistes ist, dass die Befreiung von Leiden nicht außerhalb des Geistes gefunden werden kann. Beständige Befreiung kann nur durch die Reinigung des Geistes gefunden werden. Wenn wir frei von Problemen sein und anhaltenden Frieden und immerwährendes Glück finden wollen, müssen wir daher unser Wissen und Verständnis des Geistes vertiefen.

Für ein tieferes Verständnis der Natur und Funktionen des Geistes, siehe das Buch, Den Geist verstehen

 

Bücher über Tantra

Bücher über Tantra

Verlässliche Bücher von qualifizierten tantrischen Meistern sind im Westen schwer zu finden. ImTharpa Verlag sind jedoch vier einzigartige Titel des zeitgenössischen tantrischen Meisters Geshe Kelsang Gyatsoerschienen:

Mahamudra Tantra – eine Einführung in die Meditatio über Tantra

Tantrische Ebenen und Pfade – eine Erklärung aller Stufen der tantrischen Meditation

Das klare Licht der Glückseligkeit – eine detaillierte Erklärung der Vollendungsstufe gemäß des Mahamudra

Führer ins Dakiniland – Eine Erklärung der Praxis des höchsten Yoga Tantras von Buddha Vajrayogini

Essenz des Vajrayana – Eine Erklärung der Praxis des höchsten Yoga Tantras von Buddha Heruka

Tantrische Lehrer

Alle Meditationen des Kadampa-Buddhismus stammen von Eroberer Vajradhara und den großen Meistern des Geheimen Mantras des alten Indiens.

Diese Techniken wurden von den indischen Meistern an die tibetischen Meister überliefert, und wurden in einer ungebrochenen Überlieferungslinie an die gegenwärtigen Lehrer weitergeben, vom spirituellen Vater zum spirituellen Sohn.

Obschon Mahamudra-Meditationen von den alten indischen Meistern praktiziert wurden, ist das besondere System des Mahamudras, das hier dargestellt wird, eine “nahe” Überlieferungslinie, die vom Eroberer Vajradhara an den Weisheits-Buddha Manjushri vermittelt wurde, der sie wiederum direkt an Je Tsongkhapa weitergab. Somit war Je Tsongkhapa der erste menschliche Meister in dieser besonderen Überlieferungslinie.

Die Gurus der nahen Überlieferungslinie des Vajrayana- Mahamudras sind die folgenden:

Vajradhara
Manjushri
Je Tsongkhapa
Togdän Jampäl Gyatso
Baso Chökyi Gyaltsän
Drubchen Dharmavajra
Gyalwa Ensäpa
Khädrub Sangye Yeshe
Panchen Losang Chökyi Gyaltsän
Drubchen Gendun Gyaltsän
Drungpa Tsöndru Gyaltsän
Könchog Gyaltsän
Panchen Losang Yeshe
Losang Trinlay
Drubwang Losang Namgyal
Kachen Yeshe Gyaltsän
Phurchog Ngawang Jampa
Panchen Palden Yeshe
Khädrub Ngawang Dorje
Ngulchu Dharmabhadra
Yangchän Drubpay Dorje
Khädrub Tendzin Tsöndru
Dorjechang Phabongkha Trinlay Gyatso
Yongdzin Dorjechang Losang Yeshe
Dorjechang Kelsang Gyatso Rinpoche

In jüngster Zeit wurde diese Überlieferungslinie von Trinlay Gyatso gehalten, der besser bekannt ist als Phabongkha Rinpoche, eine Ausstrahlung der tantrischen Gottheit Heruka. Dieser große Lama war wie die Sonne des Dharmas, der die verborgene Bedeutung sowohl von Sutra als auch von Geheimem Mantra beleuchtete.

Er übergab die Mahamudra-Überlieferungslinie an den Sohn seines Herzens, Yongdzin Trijang Dorjechang, und durch die Güte und Autorität dieses heiligen Spirituellen Meisters sind diese Informationen jetzt verfügbar.

Mehr Informationen finden Sie in Tantrische Ebenen unf Pfade.

Anhaftung und Tantra

Generell wird im Buddhismus gelehrt, dass Anhaftung eine Verblendung ist, die vermieden und schließlich aufgegeben werden sollte, aber im Geheimen Mantra gibt es eine Methode, Anhaftung in den spirituellen Pfad umzuwandeln.
Um diese Methode jedoch praktizieren zu können, müssen wir sehr geschickt sein. In dieser Praxis benutzen wir Anhaftung, um Große Glückseligkeit zu erzeugen und benutzen dann diesen Geist der Großen Glückseligkeit, um über Leerheit zu meditieren. Nur wenn wir dies tun können, ist es eine Umwandlung von Anhaftung.

Anhaftung allein kann nicht direkt als ein Pfad benutzt werden, weil sie eine Verblendung ist, und sogar im Geheimen Mantra muß sie schließlich aufgegeben werden. In der authentischen Praxis des Geheimen Mantras meditiert die durch Anhaftung erzeugte Glückseligkeit über Leerheit und überwindet dadurch alle Verblendungen, einschließlich der Anhaftung selbst.

Dies ist mit einem Feuer vergleichbar, das durch Aneinanderreiben von zwei Holzstücken erzeugt wird und schließlich das Holz vernichtet, aus dem es entstanden ist.

Für diejenigen, die ungeschickt sind oder deren Geist nicht geschult ist, sind solche Transformationsübungen unmöglich. Aus diesem Grund sagten die Yogis und die großen Meditierenden der Vergangenheit, dass man, um die Realisationen des Geheimen Mantras zu erlangen, zuerst den Geist durch die Schulung in den Stufen des Pfades von Sutra unter Kontrolle bringen sollte. Ohne dieses feste Fundament errichtet zu haben, ist es absolut unmöglich, eine reine Erfahrung des Geheimen Mantras zu erlangen.

Es ist deshalb sehr wichtig, dass sowohl der Spirituelle Meister als auch der Schüler oder die Schülerin einen kontrollierten Geist und eine makellose Motivation haben. Selbst wenn wir uns Buddhisten nennen und jeden Tag Zuflucht zu den Drei Juwelen nehmen, sind diese Qualifikationen allein ungenügend für die Praxis des Geheimen Mantras.

Es sollte beachtet werden, dass die Spontane Große Glückseligkeit der Vollendungsstufe des Geheimen Mantras nicht das gleiche ist wie das gewöhnliche Vergnügen, das auf dem Höhepunkt der sexuellen Vereinigung erfahren wird.

Spontane Große Glückseligkeit wird nur erfahren, wenn wir durch die Kraft der Meditation bewirken, dass die Winde in den Zentralkanal eintreten, dort verweilen und sich darin auflösen, und dass als Ergebnis der weiße Tropfen schmilzt und durch den Zentralkanal fließt.

Das Benutzen Spontaner Großer Glückseligkeit für die Realisation von Leerheit war die essentielle Herzpraxis der großen Meister des Geheimen Mantras im alten Indien wie zum Beispiel Saraha, Nagarjuna, Tilopa, Naropa und Maitripa, und auch der großen tibetischen Meister wie Marpa, Milarepa, Gampopa und Je Tsongkhapa.

Es ist auch heute noch so wie früher: der höchste Pfad zur vollkommenen Erleuchtung des Meditierenden des Geheimen Mantras ist die Vereinigung von Spontaner Großer Glückseligkeit und Leerheit.

Mehr Informationen finden Sie in Tantrische Ebenen und Pfade und Klares Licht der Glückseligkeit.

Ebenen des Tantra

Tantra, oder Geheimes Mantra, hat vier Ebenen:

  • Handlungs-Tantra
  • Ausführungs-Tantra
  • Yoga-Tantra
  • Höchstes Yoga-Tantra

Handlungs-Tantra betont vor allem äußere Handlungen, Ausführungs-Tantra betont äußere und innere Handlungen gleich stark, Yoga-Tantra betont vor allem innere Handlungen und Höchstes Yoga-Tantra ist die höchste Klasse des Tantras.

Alle vier Ebenen des Geheimen Mantras wandeln große Glückseligkeit in den spirituellen Pfad um, aber die Methoden der Umwandlung unterscheiden sich jeweils gemäß der Ebene, die praktiziert wird.

Im Handlungs-Tantra erzeugt der Meditierende Glückseligkeit, indem er eine visualisierte Göttin anschaut und dann diese Glückseligkeit in den Pfad umwandelt. Im Ausführungs-Tantra erzeugt der Meditierende Glückseligkeit, indem er selbst und die Göttin sich anlächeln, und im Yoga-Tantra, indem er ihre Hand hält und so fort.

Im Höchsten Yoga-Tantra erzeugt der Meditierende Große Glückseligkeit, indem er sich die sexuelle Vereinigung mit einer Gefährtin vorstellt, und in fortgeschrittenen Stufen, indem er die tatsächliche Vereinigung ausführt, und dann wandelt er diese Glückseligkeit in den spirituellen Pfad um. Es sollte jedoch beachtet werden, dass es sehr schwierig ist, Große Glückseligkeit als Methode zu benutzen, um Erleuchtung zu erlangen, und wir haben, wenn wir dazu fähig sind, tatsächlich eine großartige Erlangung erzielt.

Wie der große Mahasiddha Saraha sagte: “Alle finden die sexuelle Vereinigung erregend, aber sehr wenige können diese Glückseligkeit in den spirituellen Pfad umwandeln.”

Mehr Informationen finden Sie in Tantrische Ebenen und Pfade.

Authentisches Tantra

Je Tsongkhapa erklärte, dass eine authentische Praxis des geheimen Mantras vier Eigenschaften besitzen muss, welche als die “vier vollständigen Reinheiten” bekannt sind. Diese sind:

  • Vollständige Reinheit der Umgebung
  • Vollständige Reinheit des Körpers
  • Vollständige Reinheit der Vergnügen
  • Vollständige Reinheit der Taten

Die Praxis dieser vier vollständigen Reinheiten wurde nicht in den Sutra Unterweisungen enthüllt, sondern ist nur in der Praxis des geheimen Mantras enthalten.

Die Praxis des geheimen Mantras unterscheidet sich von Sutra durch das Bringen des zukünftigen Ergebnisses in den gegenwärtigen Pfad. Zum Beispiel versuchen wir in der Praxis des Geheimen Mantras, obwohl wir noch nicht Erleuchtung erlangt haben, gewöhnliche Erscheinung und gewöhnliche Vorstellung unserer Umgebung zu verhindern, und visualisieren stattdessen alles, was uns umgibt, als das Mandala einer Gottheit.

Auf die gleiche Weise verhindern wir gewöhnliche Erscheinung unseres Körpers, unserer Vergnügen und unserer Taten und anstelle dieser erzeugen wir uns selbst als Gottheit, visualisieren unsere Vergnügen als die eines Buddhas und üben erleuchtete Taten aus.

Durch das Ausführen solcher Übungen können wir den resultierenden Zustand der Buddhaschaft sehr schnell erlangen.

Die vier beschriebenen Übungen sind essenziell sowohl für die Erzeugungs- als auch die Vollendungsstufe des geheimen Mantras.

Weiterführende Informationen sind in den Büchern Tantrische Ebenen und Pfade und Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Warum Tantra praktizieren?

Es wird oft gesagt, dass der Pfad der Tantras dem Pfad der Sutras überlegen ist. Um zu verstehen, wieso es sich so verhält, müssen wir sowohl Sutra als auch Tantra genau studieren; ansonsten werden unsere Aussagen über die Überlegenheit von Tantra bloß leere Worte bleiben.

Wenn wir außerdem weder Sutra noch Tantra gut studieren, werden wir Schwierigkeiten haben zu verstehen, wie die Vereinigung von Sutra und Tantra praktiziert wird, und dann wird große Gefahr bestehen, dass wir entweder die Praxis von Tantra ablehnen oder die Praxis von Sutra vernachlässigen.

Die Lehren des Tantras, die manchmal auch als Geheimes Mantra bezeichnet werden, sind die seltensten und kostbarsten Unterweisungen unter Buddhas Lehren. Nur durch das Befolgen des Pfades des Geheimen Mantras können wir Erleuchtung oder Buddhaschaft erlangen.

Wieso können wir volle Erleuchtung nicht durch die alleinige Praxis der Sutra ­Pfade erlangen? Dafür gibt es zwei hauptsächliche Gründe. Der erste Grund ist, dass wir für die Erlangung der Buddhaschaft sowohl den Wahrheitskörper als auch den Formkörper eines Buddha vollenden müssen.

Obwohl Sutra ­Unterweisungen eine allgemeine Erklärung geben, wie diese zwei Körper in Abhängigkeit von den Stufen des Pfades der Weisheit und Methode vollendet werden, geben sie keine genauen Erklärungen der eigentlichen unmittelbaren substantiellen Ursachen dieser zwei Körper. Die unmittelbare substantielle Ursache des Wahrheitskörpers ist das Sinnklare Licht, und die unmittelbare substantielle Ursache des Formkörpers ist der Illusorische Körper. Diese werden nur im Geheimen Mantra erklärt.

Der zweite Grund, weshalb die Sutra ­Pfade uns nicht zur vollen Erleuchtung führen können, ist der, dass die Sutra ­Unterweisungen keine Methoden darlegen, um die sehr subtilen Behinderungen zur Allwissenheit zu überwinden ­ dies sind die subtilen dualistischen Erscheinungen, die mit dem Geist der Weißen Erscheinung, der Roten Vermehrung und der Schwarzen Nah-­Erlangung verbunden sind.

Diese drei Geisteszustände manifestieren sich, wenn sich unsere inneren Winde während des Schlafes, während des Todesprozesses oder während der Vollendungsstufen ­Meditation innerhalb des Zentralkanals auflösen.

Obwohl diese Geisteszustände subtile Geisteszustände sind, sind sie trotzdem verunreinigte Geisteszustände, weil ihre Objekte ­ die Erscheinung des Raumes durchdrungen von weißem Licht, die Erscheinung des Raumes durchdrungen von rotem Licht und die Erscheinung des Raumes durchdrungen von Dunkelheit ­ als inhärent existierend erscheinen.

Diese Erscheinungen von inhärenter Existenz sind subtile dualistische Erscheinungen und sehr subtile Behinderungen zur Allwissenheit. Weil Sutra ­Unterweisungen keine Erklärung geben, wie der subtile Geist der Weißen Erscheinung, der Roten Vermehrung und der Schwarzen Nah-­Erlangung erkannt werden, sind Sutra ­Bodhisattvas noch nicht einmal fähig, die mit ihnen verbundenen subtilen dualistischen Erscheinungen zu erkennen, geschweige denn, sie aufzugeben.

Im Allgemeinen ist dualistische Erscheinung die Erscheinung eines Geistes von sowohl Objekt als auch seiner inhärenten Existenz. Alle Lebewesen ­ mit Ausnahme des erhabenen Gewahrseins des meditativen Gleichgewichts von Höheren Wesen ­ haben diese Erscheinung in ihrem Geist.

Eine direkte Verwirklichung der Leerheit mit einem groben Geist hat nicht die Kraft, die subtilen dualistischen Erscheinungen zu überwinden, die mit dem Geist der Weißen Erscheinung, der Roten Vermehrung und der Schwarzen Nah-­Erlangung verbunden sind.

Die einzige Methode, diese subtilen dualistischen Erscheinungen aufzugeben, ist Leerheit unmittelbar mit einem sehr subtilen Geist des Klaren Lichtes zu verwirklichen. Da die Methoden für das Hervorbringen und Verwenden des sehr subtilen Geistes des Klaren Lichtes nur im Geheimen Mantra erläutert werden, muss jeder, der Buddhaschaft erlangen will, mit Sicherheit in diesen Pfad eintreten.

Mehr Informationen finden Sie in “Tantrische Ebenen und Pfade” und in “Klares Licht der Glückseligkeit”.

Was ist Tantra?

Das höchste aller möglichen menschlichen Ziele ist die Erlangung der vollständigen Erleuchtung, eines endgültigen Zustandes des Friedens, in dem alle Behinderungen, die den Geist verdunkeln, entfernt worden sind und in dem alle guten Qualitäten wie Weisheit, Mitgefühl und geschickte Mittel voll entwickelt sind.

Dieses endgültige Ziel können wir jedoch nicht erreichen, indem wir bloß darauf warten; wir müssen die angemessenen Methoden anwenden, die uns dorthin bringen.

Welches sind die Methoden, mit denen man den Frieden der vollen Erleuchtung erlangt? Es sind die Pfade von Sutra und Geheimem Mantra; es gibt keine dritte Methode. Von diesen beiden sind die Techniken, die im Geheimen Mantra enthüllt werden, denjenigen überlegen, die in den Sutras enthüllt werden.

Das Geheime Mantra ist nicht nur der höchste Pfad zur vollen Erleuchtung, es ist auch äußerst selten. Wie Je Tsongkhapa sagte, sind die Unterweisungen des Geheimen Mantras sogar seltener als die Buddhas, denn nur der vierte (Buddha Shakyamuni), der elfte und der letzte der tausend Gründer-Buddhas, die während dieses glücklichen Äons erscheinen werden, werden die Pfade des Geheimen Mantras lehren.

Im Moment haben wir eine großartige Gelegenheit, diese seltenen und nützlichen Unterweisungen zu praktizieren. Deshalb ist es wichtig, daß wir eine starke Absicht entwickeln, sie rein zu praktizieren.

Wenn die Mahayana-Unterweisungen aus dieser Welt verschwinden würden, hätten wir keine Gelegenheit, ein Buddha zu werden. Deshalb sollten wir uns diesen kostbaren Unterweisungen gewissenhaft widmen und versuchen, etwas Erfahrung damit zu gewinnen, solange wir noch Zugang haben.

Die Etymologie von Geheimem Mantra ist wie folgt: “Geheim” weist darauf hin, dass diese Methoden diskret praktiziert werden sollten. Wenn wir unsere Übungen zur Schau stellen, werden wir viele Behinderungen und negative Kräfte anziehen. Wir wären wie jemand, der offen und unbesonnen über ein kostbares Juwel in seinem Besitz spricht und in der Folge die Aufmerksamkeit von Dieben auf sich zieht.

“Mantra” bedeutet “Schutz für den Geist”. Die Funktion des Geheimen Mantras ist es, uns zu ermöglichen, schnell auf den Stufen des spirituellen Pfades voranzuschreiten, indem wir unseren Geist vor gewöhnlichen Erscheinungen und gewöhnlichen Vorstellungen schützen.

Mehr Informationen über dieses Thema finden Sie in “Tantrische Ebenen und Pfade”.

Dharma-Veröffentlichungen

Der Tharpa-Verlag ist ein Beispiel für einen modernen Dharma-Verlag. Der Verlag veröffentlicht die Bücher des zeitgenössischen Meditationsmeisters Geshe Kelsang Gyatso Diese Bücher werden aufgrund ihrer Klarheit und universellen Anwendbarkeit von vielen Menschen sehr geschätzt.

Der Tharpa-Verlag hat für jeden etwas zu bieten und zusammen bilden die Bücher vermutlich die vollständigste Darstellung des buddhistischen Pfades, die in einer westlichen Sprache zugänglich ist.

Diese Bücher wurden in viele verschiedene europäische Sprachen einschließlich Russisch übersetzt. Zur Zeit erfolgt die Übersetzung ins Chinesische und andere nicht-westliche Sprachen.

Der Tharpa-Verlag veröffentlicht auch Hörbücher der meisten Titel, außerdem buddhistische Gebete auf CD und MP3 und eine wunderbare Auswahl traditioneller buddhistischer Kunst.

Um mehr über die Bücher des Tharpa Verlags herauszufinden, besuchen den “Bücher“abschnitt auf dieser Webseite.

Dharma-Zentren

Dharma-Zentren sind Orte an denen die Menschen ihr Verständnis und ihre Erfahrung vonBuddhas Unterweisungen durch Studium, Praxis und das Einhalten moralischer Disziplinverbessern können.

Es gibt 1100 Zentren und Gruppen für Kadampa-Buddhismus in 40 Ländern in der ganzen Welt, an denen die Menschen die Unterweisungen Buddhas studieren und praktizieren können.

Lesen Sie den Abschnitt Zentren für weitere Information

Dharma-Praxis

Dharma zu praktizieren bedeutet Buddha’s teachings im Alltag anzuwenden.

Der Zweck dieser Dharma-Praxis ist, es uns zu ermöglichen dauerhafte Befreiung von niederer Wiedergeburt zu erlangen.

Gegenwärtig sind wir Menschen und frei von niederer Wiedergeburt, aber dies ist nur eine zeitweilige und keine dauerhafte Befreiung von niederer Wiedergeburt. Bis wir eine tiefe Verwirklichung von Zuflucht erlangen, müssen wir wieder und wieder in zahllosen zukünftigen Leben niedere Wiedergeburt nehmen.

Wie erlangen dauerhafte Befreiung von niederer Wiedergeburt, indem wir uns aufrichtig auf die Drei Juwelen verlassen: Buddha – die Quelle aller Zuflucht, Dharma – die Verwirklichungen von Buddhas Unterweisungen und Sangha – reine Dharma-Praktizierende, die uns in unserer spirituellen Praxis helfen.

Dharma ist wie Medizin, welche die Leiden der drei niederen Bereiche verhindert, Buddha ist der Arzt, der uns diese Medizin gibt, und Sangha sind die Krankenschwestern, die uns unterstützen. Mit diesem Verständnis nehmen wir Zuflucht zu Buddha, Dharma und Sangha und wenden Dharma aufrichtig in unserem Leben an.

Das Dharma-Rad

Buddhas Unterweisungen, welche Dharma genannt werden, werden mit einem Rad verglichen, das sich in Abhängigkeit von den sich verändernden Bedingungen und karmischen Neigungen der Lebewesen von Land zu Land bewegt.

Der äußere Aspekt der Präsentation des Buddhismus mag sich verändern, wenn er auf verschiedene Kulturen und Gesellschaften trifft, aber seine essentielle Authentizität bleibt durch die Fortsetzung einer ungebrochenen Linie von realisierten Praktizierenden gewahrt.

Man sagt, Buddhas Unterweisungen sind wie ein kostbares Rad, denn wo immer sie gelehrt werden, haben die Menschen in dieser Gegend die Gelegenheit, ihren Geist zu kontrollieren, indem sie sie in die Praxis umsetzen.

Die Drehung des Dharma Rades

Nachdem Buddha Erleuchtung erlangt hatte, erhob er sich auf Bitten hin aus seiner Meditation und lehrte das so genannte erste Rad des Dharmas. Diese Unterweisungen, die das Sutra der Vier Edlen Wahrheiten und andere Unterweisungen beinhalten, bilden die Hauptquelle des Hinayanas oder kleinen Fahrzeuges des Buddhismus.

Später lehrte Buddha das zweite und dritte Rad des Dharmas, die die Sutras der Vollkommenheit der Weisheit und das Sutra der Unterscheidung der Absicht beinhalten. Diese Unterweisungen sind der Ursprung des Mahayanas oder großen Fahrzeuges des Buddhismus.

In den Hinayana-Unterweisungen erklärt Buddha, wie wir die Befreiung von Leiden für uns allein erreichen können, und in den Mahayana-Unterweisungen erläutert er, wie volle Erleuchtung oder Buddhaschaft zum Wohle aller erlangt werden kann. Beide Traditionen blühten in Asien, zuerst in Indien und dann nach und nach in den umliegenden Ländern, einschließlich Tibets. Jetzt beginnen sie auch in anderen Ländern in der ganzen Welt zu blühen.

Jedes Jahr wird Buddhas Drehung des Dharma-Rades in den Kadampa Zentren weltweit an einem speziellen Tag, dem Tag der Drehung des Dharma-Rades gefeiert.

Mehr Informationen über Buddhas Drehung des Dharma-Rades können Sie in Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Repräsentationen des Dharma-Rades

Das Dharma-Rad erscheint über der Tür des traditionellen Kadampa Tempels zwischen einem Rehbock und einem Reh. Diese symbolisieren die Stufen des Pfades des Höchsten Yoga Tantras.

Die acht glückverheißenden Zeichen symbolisieren im allgemeinen, wie man auf dem buddhistischen Pfad fortschreitet. Das Dharma-Rad, die Rehe und der oberste Vajra lehren uns die Stufen des Pfades des Höchsten Yoga Tantra. Der Rehbock symbolisiert die Realisation der Großer Glückseligkeit. Das Reh symbolisiert die Realisation der Leerheit. Das Dharma-Rad symbolisiert die Vereinigung dieser beiden.

Indem wir in dieser Vereinigung von Großer Glückseligkeit und Leerheit fortschreiten, werden wir letztendlich die fünf allwissenden Weisheiten eines Buddhas erlangen, die durch den obersten fünfzackigen Vajra symbolisiert werden.

Das große Dharma-Rad im Laternen-Turm des Tempels enthält kostbare Schriften und symbolisiert, dass sich der Heilige Dharma in der ganzen Welt verbreitet.

Das Dharma-Rad wird auch im Logo von Tharpa Publications verwendet und symbolisiert, dass sich der reine Dharma des Kadampa-Buddhismus in der ganzen Welt durch die Bücher von Geshe Kelsang Gyatso verbreitet.

Im Zentrum des Dharma-Rades ist das Logo des Internationalen Kadampa-Buddhismus – eine strahlende Sonne, die hinter einem schneebedeckten Berg aufgeht.

Dies symbolisiert die Sonne des Kadampa-Buddhismus, die hinter den Östlichen Schneebergen aufgegangen ist und jetzt durch die Kraft von Geshe Kelsangs Taten über vielen Länder dieser Welt erstrahlt.

Buddhadharma

Buddhismus oder Buddhadharma sind Buddhas Unterweisungen und die inneren Erfahrungen oder Realisationen dieser Unterweisungen. Buddha hat vierundachtzigtausend Unterweisungen gegeben. All diese Unterweisungen und die inneren Realisationen bilden den Buddhadharma.

Der Buddhadharma bleibt nicht an einem Ort, sondern bewegt sich von einem Land zum anderen. So wie Gold wertvoll und selten ist, so ist auch der Buddhadharma wertvoll und schwer zu finden.

Buddha lehrte, wie wir unseren Geist untersuchen können, um zu verstehen, welche Geisteszustände Elend und Verwirrung und welche Geisteszustände Gesundheit und Glück hervorbringen. Er lehrte, wie wir zwanghafte, nicht-tugendhafte Geisteszustände, die uns zu Unzufriedenheit und Leid führen, überwinden und wie wir Geisteszustände kultivieren können, die uns von Leiden befreien und uns zur Glückseligkeit der vollen Erleuchtung führen.

Indem wir uns mit dem Buddhadharma vertraut machen, werden wir die Möglichkeit haben, das Glück, das wir Suchen zu erlangen und all unsere vorübergehenden und endgültigen Wünsche zu erfüllen.

In “Den Geist verstehen” können Sie mehr über den Geist und wie man ihn kontrolliert erfahren.

 

Buddhas Unterweisungen

In Einführung in den Buddhismus gibt uns Geshe Kelsang einen kurzen Überblick von Buddhas Unterweisungen:

Neunundvierzig Tage nachdem Buddha Erleuchtung erlangt hatte, wurde er gebeten zu unterrichten. Auf diese Bitte hin erhob sich Buddha aus seiner Meditation und lehrte das erste Rad des Dharmas.

Diese Unterweisungen, die das Sutra der Vier Edlen Wahrheiten und andere Unterweisungen einschließen, bilden die Hauptquelle des Hinayanas oder kleinen Fahrzeuges des Buddhismus. Später lehrte Buddha das zweite und dritte Rad des Dharmas, die die Sutras der Vollkommenheit der Weisheit und das Sutra der Unterscheidung der Absicht einschließen. Diese Unterweisungen sind der Ursprung des Mahayanas oder großen Fahrzeuges des Buddhismus.

In den Hinayana-Unterweisungen erklärt Buddha, wie wir die Befreiung von Leiden für uns allein erreichen können, und in den Mahayana-Unterweisungen erläutert er, wie volle Erleuchtung oder Buddhaschaft zum Wohle aller erlangt werden kann. Beide Traditionen blühten in Asien: zuerst in Indien und dann nach und nach in den umliegenden Ländern, einschließlich Tibets. Jetzt beginnen sie auch im Westen zu blühen.

“Dharma” bedeutet Schutz. Durch das Praktizieren von Buddhas Unterweisungen schützen wir uns vor Leiden und Schwierigkeiten. Alle Schwierigkeiten, die wir im täglichen Leben erfahren, entspringen der Unwissenheit, und die Methode, diese Unwissenheit zu beseitigen, besteht in der Dharma-Praxis.

Das Praktizieren des Dharmas ist die beste Methode, die Qualität unseres menschlichen Lebens zu verbessern. Die Lebensqualität hängt nicht von äußeren Entwicklungen oder materiellem Fortschritt ab, sondern von der inneren Entwicklung von Frieden und Glück. In der Vergangenheit zum Beispiel lebten viele Buddhisten in armen und unterentwickelten Ländern, aber sie waren fähig, reines und beständiges Glück zu finden, indem sie die Lehren Buddhas in die Praxis umsetzten.

Wenn wir Buddhas Lehren in unser tägliches Leben aufnehmen, können wir alle unsere inneren Probleme lösen und einen wirklich friedvollen Geist erlangen. Ohne inneren Frieden ist äußerer Friede unmöglich.

Schaffen wir als erstes durch die Schulung in den spirituellen Pfaden Frieden in unserem Geist, entsteht äußerer Friede von allein; wenn wir dies jedoch nicht tun, wird sich der Weltfrieden niemals einstellen, gleichgültig wie viele Menschen sich dafür einsetzen.

Ausführliche Darlegungen von Buddhas Unterweisungen können auch in den Büchern Freudvoller Weg, Ozean von Nektar, Herz der Weisheit und Den Geist Verstehen gefunden werden.

Buddhas Erleuchtung

Die folgenden Ausschnitte aus dem Leben von Buddha sind Geshe Kelsang Gyatsos Buch “Einführung in den Buddhismus” entnommen:

Siddhartha machte sich dann auf den Weg an einen Ort in der Nähe von Bodh-Gaya in Indien, wo er einen geeigneten Platz zum Meditieren fand. Dort blieb er und legte besonderes Gewicht auf eine Meditation, die “raumähnliche Konzentration über den Dharmakaya” genannt wird, in der er sich einsgerichtet auf die endgültige Natur aller Phänomene konzentrierte.

Nachdem er sich sechs Jahre in dieser Meditation geschult hatte, erkannte er, daß er der Erleuchtung sehr nahe war, und er begab sich nach Bodh-Gaya. Dort setzte er sich am Vollmondtag des vierten Monats des Mondkalenders unter einen Bodhi-Baum und gelobte, bis zur vollständigen Erleuchtung in der Meditation zu verweilen. Mit diesem Entschluss trat er in die raumähnliche Konzentration über den Dharmakaya ein.

In der Abenddämmerung versuchte Devaputra-Mara, das Oberhaupt aller Dämonen oder Maras dieser Welt, Siddharthas Konzentration zu erschüttern, indem er viele beängstigende Erscheinungen heraufbeschwor. Er erzeugte Scharen von furchterregenden Dämonen, von denen einige Speere warfen, Pfeile schossen, ihn mit Feuer bedrohten und einige Felsbrocken oder sogar Berge nach ihm schleuderten.

Dank der Kraft seiner Konzentration erschienen ihm die Waffen, Felsblöcke und Berge als duftender Blumenregen und die tobenden Feuer als Darbringungen von Regenbogenlicht.

Als Devaputra-Mara sah, dass Siddhartha nicht erschreckt werden konnte und seine Meditation nicht abbrach, ließ er zahllose wunderschöne Frauen erscheinen, um ihn abzulenken. Aber Siddhartha vertiefte daraufhin seine Konzentration.

Auf diese Weise triumphierte er über alle Dämonen dieser Welt, weshalb er später als ein “Eroberer-Buddha” bekannt wurde.

Siddhartha setzte dann seine Meditation fort und erreichte im Morgengrauen die “Vajra-gleiche Konzentration”. Durch diese Konzentration, die der letzte Geisteszustand eines begrenzten Wesens ist, befreite er seinen Geist vom letzten Schleier der Unwissenheit und wurde im nächsten Moment ein Buddha, ein voll erleuchtetes Wesen.

Mehr über Buddha finden Sie in Einführung in den Buddhismus.

Buddhas Ordination

Die folgenden Ausschnitte über das Leben von Buddha sind Geshe Kelsang Gyatsos Buch Einführung in den Buddhismus entnommen:

Als die Bewohner des Königreiches Shakya merkten, dass der Prinz den Palast verlassen wollte, baten sie den König, in der Hoffnung, den Prinzen dadurch von seinem Entschluss abzubringen, eine Hochzeit für ihn zu arrangieren.

Der König war einverstanden und hatte bald eine passende Braut gefunden. Sie hieß Yasodhara und stammte aus einer angesehenen Shakya-Familie. Prinz Siddhartha hatte jedoch keine Anhaftung an weltliche Vergnügen, weil er sah, dass Objekte der Anhaftung wie giftige Blumen sind. Sie scheinen anfänglich attraktiv, verursachen aber mit der Zeit großes Leid.

Sein Entschluss, den Palast zu verlassen und Erleuchtung zu erlangen, blieb unverändert. Um aber die Wünsche seines Vaters zu erfüllen und dem Volk von Shakya zeitweiligen Nutzen zu bringen, willigte er in die Hochzeit mit Yasodhara ein.

Er blieb zwar als königlicher Prinz im Palast, widmete aber seine ganze Zeit und Energie dem Volk von Shakya, um ihm auf jede mögliche Art und Weise zu dienen.

Als er neunundzwanzig Jahre alt war, hatte der Prinz eine Vision, in welcher ihm alle Buddhas der zehn Richtungen erschienen und ihm einstimmig sagten: “Du hast dich einstmals entschlossen, ein Eroberer-Buddha zu werden, damit du allen Lebewesen, die im Kreislauf des Leidens gefangen sind, helfen kannst. Jetzt ist für dich die Zeit gekommen, dies zu vollbringen.”

Der Prinz ging sofort zu seinen Eltern und teilte ihnen seine Absicht mit: “Ich möchte mich an einen friedlichen Ort im Wald zurückziehen, wo ich in tiefer Meditation verweilen und rasch volle Erleuchtung erlangen kann. Wenn ich Erleuchtung erlangt habe, werde ich fähig sein, die Güte aller Lebewesen und besonders die große Güte, die ihr mir erwiesen habt, zurückzuzahlen. Ich bitte deshalb um eure Erlaubnis, den Palast verlassen zu dürfen.“Als seine Eltern dies vernahmen, waren sie schockiert, und der König verweigerte die Erlaubnis. Prinz Siddhartha sagte zu seinem Vater: “Vater, falls du mir dauerhafte Freiheit von den Leiden der Geburt, der Krankheit, des Alterns und des Todes geben kannst, werde ich den Palast nicht verlassen; falls du das aber nicht kannst, muss ich weggehen und meinem menschlichen Leben wirkliche Bedeutung geben.”

Der König versuchte mit allen Mitteln zu verhindern, dass sein Sohn den Palast verließ. In der Hoffnung, dass der Prinz seine Absicht ändern würde, umgab er ihn mit einem Gefolge von wunderschönen Frauen, Tänzern, Sängern und Musikern, die Tag und Nacht ihre Talente einsetzten, um ihm Freude zu bereiten. Für den Fall, dass der Prinz eine heimliche Flucht versuchen würde, umstellte der König die Mauern des Palastes mit Wächtern.

Die Entschlossenheit des Prinzen, den Palast zu verlassen und ein Leben der Meditation zu beginnen, konnte jedoch nicht erschüttert werden. Eines Nachts benutzte er seine Wunderkräfte, um die Wächter und Höflinge in einen tiefen Schlaf zu versetzen, und floh mit der Unterstützung eines vertrauenswürdigen Helfers.

Nach einem Ritt von ungefähr sechs Meilen stieg der Prinz vom Pferd und nahm Abschied von seinem Helfer. Daraufhin schnitt er seine Haare ab und warf sie zum Himmel empor, wo sie von den Göttern des Landes der dreiunddreißig Himmel aufgefangen wurden. Einer der Götter bot ihm darauf die Safranroben eines religiösen Bettelmönches an.

Der Prinz nahm sie an und tauschte sie gegen seine königlichen Gewänder ein. Auf diese Weise ordinierte er sich selbst als Mönch.

Mehr über Buddha finden Sie in Einführung in den Buddhismus.

Buddhas Entsagung

Die folgenden Ausschnitte aus dem Leben von Buddha sind Geshe Kelsang Gyatsos Buch Einführung in den Buddhismus entnommen:

Als der junge Prinz heranwuchs, meisterte er alle traditionellen Künste und Wissenschaften ohne Unterweisungen zu benötigen. Er beherrschte vierundsechzig Sprachen und das jeweils dazugehörige Alphabet, und auch in der Mathematik war er sehr gewandt. Er teilte seinem Vater einmal mit, er könne alle Atome der Welt im Zeitraum eines Atemzuges zählen.

Obwohl er nicht zu lernen brauchte, tat er es seinem Vater zuliebe und um anderen von Nutzen zu sein. Dem Wunsch seines Vaters folgend, besuchte er eine Schule, in der er außer dem Studium verschiedener akademischer Fächer auch Gewandtheit im Sport, wie den Kampfkünsten und dem Bogenschießen, erlangte.

Der Prinz gab bei jeder sich bietenden Gelegenheit spirituelle Gedanken weiter und ermutigte andere, spirituelle Pfade einzuschlagen. Als er einmal an einem Wettkampf der Bogenschützen teilnahm, rief er aus: “Mit dem Bogen der meditativen Konzentration werde ich den Pfeil der Weisheit abschießen und den Tiger der Unwissenheit in den Lebewesen töten.” Darauf ließ er den Pfeil losschnellen, der geradewegs fünf eiserne Tiger und sieben Bäume durchbohrte, bevor er in der Erde verschwand!

Tausende von Menschen entwickelten aufgrund solcher Demonstrationen Vertrauen in den Prinzen.

Gelegentlich begab sich Prinz Siddhartha in die Hauptstadt des Königreiches seines Vaters, um zu sehen, wie die Menschen lebten. Während dieser Besuche begegnete er vielen alten und kranken Menschen, und einmal sah er eine Leiche.

Diese Begegnungen hinterließen einen tiefen Eindruck in seinem Geist und führten ihn zur Einsicht, dass alle Lebewesen, ohne Ausnahme, die Leiden von Geburt, Altern, Krankheit und Tod erfahren müssen. Weil er die Gesetze der Reinkarnation verstand, erkannte er auch, dass sie diese Leiden nicht nur einmal, sondern immer wieder in einem Leben nach dem anderen endlos erfahren müssen.

Da er sah, dass alle Lebewesen in diesem schrecklichen Kreislauf des Leidens gefangen sind, empfand er tiefes Mitgefühl für sie und entwickelte den aufrichtigen Wunsch, sie alle von ihrem Leiden zu befreien. Er erkannte, dass nur ein voll erleuchteter Buddha die Weisheit und die Kraft hat, allen Lebewesen zu helfen. Er entschloss sich, den Palast zu verlassen und sich in die Einsamkeit des Waldes zurückzuziehen, um dort bis zur Erlangung der Erleuchtung in tiefer Meditation zu verweilen.

Mehr über Buddha finden Sie in Einführung in den Buddhismus.

Buddhas Geburt

Die folgenden Ausschnitte aus dem Leben von Buddha sind Geshe Kelsang Gyatsos Buch Einführung in den Buddhismus entnommen:

Der Buddha, der die buddhistische Religion gegründet hat, heißt Buddha Shakyamuni. “Shakya” ist der Name der königlichen Familie, in die er geboren wurde; “Muni” bedeutet “der Fähige”.

Buddha Shakyamuni wurde als königlicher Prinz 624 vor Christus an einem Ort namens Lumbini geboren, der ursprünglich im Norden Indiens lag, heute aber zu Nepal gehört. Der Name seiner Mutter war Königin Mayadevi und der seines Vaters König Shuddhodana.

Eines Nachts träumte Königin Mayadevi, daß ein weißer Elefant vom Himmel herabstieg und in ihren Schoß eintrat. Der weiße Elefant, der in ihren Schoß eingetreten war, war ein Zeichen dafür, dass sie in eben dieser Nacht ein Kind empfangen hatte, das ein reines und mächtiges Wesen war. Dass der Elefant vom Himmel herabgestiegen war, bedeutete, dass das Kind vom Tushita-Himmel kam, dem Reinen Land Buddha Maitreyas.

Als die Königin das Kind später gebar, hatte sie anstelle von Schmerzen eine besondere, reine Vision, in welcher sie stehend mit der rechten Hand den Ast eines Baumes hielt, während die Götter Brahma und Indra das Kind schmerzlos aus ihrer Seite nahmen. Anschließend ehrten sie das Kind, indem sie ihm rituelle Waschungen darbrachten.

Als der König das Kind sah, überkam ihn ein Gefühl, als ob alle seine Wünsche in Erfüllung gegangen wären, und er nannte den jungen Prinzen “Siddhartha”. Dann lud er einen brahmanischen Seher ein, der Vorhersagen über die Zukunft des Prinzen machen sollte. Der Seher untersuchte das Kind mit seiner Hellsicht und sagte zum König: “Es gibt Zeichen, dass der Knabe entweder ein Chakravatin-König, ein Herrscher über die gesamte Welt, oder ein voll erleuchteter Buddha wird.

Da jedoch die Zeit der Chakravatin-Könige vorüber ist, ist es sicher, dass er ein Buddha wird und dass sein wohltuender Einfluss die tausend Millionen Welten durchdringen wird wie die Strahlen der Sonne.”

Mehr über Buddha finden Sie in Einführung in den Buddhismus.

Neuigkeiten

Bücher über Buddhismus und Meditation

Bücher

Auf diesen Seiten können Sie in Büchern “herumstöbern” und Bücher über Buddhismus und Meditation des bekannten Autors und Meditationslehrers Geshe Kelsang Gyatso kaufen.

Alle Bücher Geshe Kelsangs werden von dem NKT-eigenen Verlag, dem Tharpa Verlag vertrieben.

“Eine der am besten zusammengefassten Präsentationen des buddhistischen Pfades in einer westlichen Sprache.” – BBC

Diese bemerkenswerte Reihe von authentischen Büchern stellt die vollständigste und ausführlichste Präsentation des buddhistischen Pfades zur Erleuchtung dar, die in einer westlichen Sprache erhältlich ist.

Sie wurden ursprünglich in Englisch geschrieben und werden zur Zeit in die wichtigsten Sprachen dieser Welt übersetzt.

Hier finden Sie Bücher über:

  • Grundlegende buddhistische Meditation
  • Fortgeschrittene Meditationsübungen
  • Die buddhistische Lebensweise
  • Buddhistisches Tantra
  • Buddhistische Philosophie und Psychologie

Benutzen Sie das Menü, um durch die Bücher zu stöbern.

Die Objekte der Meditation

Die Objekte der Meditation

Im allgemeinen kann jedes tugendhafte Objekt als Objekt der Meditation dienen.

Entdecken wir, dass unser Geist durch Vertrautwerden mit einem bestimmten Objekt friedvoller und tugendhafter wird, ist dies ein Hinweis dafür, dass dieses Objekt für uns tugendhaft ist. Geschieht das Gegenteil, ist es für uns ein nicht-tugendhaftes Objekt. Viele Objekte sind neutral und haben keine besondere positive oder negative Wirkung auf unseren Geist.

Es gibt viele verschiedene tugendhafte Meditationsobjekte; die bedeutungsvollsten sind aber die Objekte der einundzwanzig Meditationen, beginnend mit “Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen” bis zur Meditation über Leerheit, die endgültige Natur der Phänomene. Diese werden in Das Neue Meditationshandbuch erklärt.

Indem wir uns auf einen qualifizierten Spirituellen Meister verlassen, öffnen wir das Tor zur Dharma-Praxis. Durch die Segnungen unseres Spirituellen Meisters entwickeln wir Vertrauen und Zuversicht in unsere Meditationspraxis und erlangen leicht alle Realisationen der Stufen des Pfades. Aus diesen Gründen müssen wir die Meditation “Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen” ausüben.

Wir müssen über unser kostbares menschliches Leben meditieren, um zu erkennen, dass wir jetzt eine besondere Gelegenheit für die Dharma-Praxis besitzen. Wenn wir das großartige Potential dieses Lebens zu schätzen wissen, werden wir es nicht mit sinnlosen Tätigkeiten verschwenden.

Wir müssen über Tod und Vergänglichkeit meditieren, um unser Zögern zu überwinden und um sicherzustellen, dass unsere Dharma-Praxis rein ist, indem wir unsere übermäßige Beschäftigung mit weltlichen Belangen überwinden. Wenn wir Dharma auf reine Art ausüben, ist es nicht so schwierig, Realisationen zu erlangen.

Meditieren wir über die Gefahr einer niederen Wiedergeburt, nehmen wir aufrichtig Zuflucht, vermeiden wir Nichttugend und praktizieren wir Tugend, so schützen wir uns vor einer niederen Wiedergeburt. Wir können dadurch sicherstellen, daß wir Leben für Leben eine kostbare menschliche Wiedergeburt mit allen für die Dharma-Praxis förderlichen Voraussetzungen erlangen.

Wir müssen über die Leiden der Menschen und Götter meditieren, um den spontanen Wunsch nach dauerhafter Befreiung oder Nirvana zu entwickeln. Dieser Wunsch, den man “Entsagung” nennt, ermutigt und bestärkt uns, die Praxis der spirituellen Pfade zu vollenden, die die eigentlichen Methoden sind, vollkommene Befreiung zu erlangen.

Wir müssen über Liebe, Mitgefühl und Bodhichitta meditieren, um unsere Selbst-Wertschätzung zu überwinden und ein “gutes Herz” für alle Lebewesen zu entwickeln und zu bewahren.

Mit diesem “guten Herzen” müssen wir über Ruhiges Verweilen und Höheres Sehen meditieren, damit wir unsere Unwissenheit beseitigen und schließlich ein Buddha werden können, indem wir die zwei Arten von Behinderungen aufgeben.

Die Vorteile von Meditation

Die Vorteile von Meditation

Üben wir geduldig auf diese Weise, werden unsere ablenkenden Gedanken allmählich nachlassen und wir werden ein Gefühl von innerem Frieden und Entspannung erfahren.

Unser Geist wird klar und weit und wir fühlen uns erfrischt. Wenn das Meer stürmisch ist, werden Ablagerungen hochgewirbelt und das Wasser wird trüb, aber wenn der Wind sich legt, setzt sich der Schlamm langsam ab und das Wasser wird klar.

Auf ähnliche Weise wird unser Geist ungewöhnlich hell und klar, sobald die sonst unaufhörliche Flut unserer ablenkenden Gedanken durch Konzentration auf den Atem beruhigt wird. In diesem Geisteszustand der Ruhe sollten wir eine gewisse Zeit verweilen.

Obwohl die Atemmeditation nur eine Vorstufe der Meditation ist, kann sie sehr kraftvoll sein. Wir erkennen durch diese Praxis, dass es völlig unabhängig von äußeren Bedingungen möglich ist, inneren Frieden und Zufriedenheit allein durch Kontrolle des Geistes zu erfahren.

Wenn die Unruhe der ablenkenden Gedanken abnimmt und unser Geist zur Ruhe kommt, steigen tiefes Glück und Zufriedenheit ganz natürlich aus unserem Inneren hoch. Dieser Zustand der Zufriedenheit und des Wohlgefühls hilft uns, mit der Geschäftigkeit und den Schwierigkeiten des Alltags fertig zu werden.

Ein Großteil unseres Stresses und unserer Spannungen stammen aus unserem Geist, und viele unserer täglichen Probleme, einschließlich unserer schlechten Gesundheit, werden durch diesen Stress verursacht oder verstärkt. Bereits durch eine tägliche Atemmeditation von nur zehn oder fünfzehn Minuten können wir diesen Stress vermindern.

Wir werden ein ruhiges, weites Gefühl in unserem Geist erleben, und viele unserer üblichen Probleme werden wegfallen. Wir werden leichter mit schwierigen Situationen fertig, wir werden anderen Menschen gegenüber ganz natürlich warmherzig und wohlwollend, und unsere Beziehungen zu ihnen werden sich allmählich verbessern.

Wir sollten uns in dieser vorbereitenden Meditation schulen, bis wir eine gewisse Erfahrung darin erreicht haben. Wollen wir aber dauerhaften, unveränderlichen inneren Frieden erreichen und vollständig frei von Problemen und Leiden werden, müssen wir über die einfache Atemmeditation hinausgehen und praktischere Formen der Meditation ausüben, wie den Zyklus der einundzwanzig Meditationen, die in Das Neue Meditationshandbuch erklärt werden.

Wenn wir diese Meditationen ausführen, beginnen wir damit, den Geist mit Atemmeditation zu beruhigen, und fahren dann fort mit den Stufen der analytischen und verweilenden Meditation, gemäß den spezifischen Anweisungen für jede Meditation.

Atemmeditation

Atemmeditation

Die erste Stufe der Meditation besteht darin, Ablenkungen zu stoppen und unseren Geist klarer und heller werden zu lassen. Dies kann mit einer einfachen Atemmeditation erreicht werden.

Wir wählen einen ruhigen Ort zum Meditieren und setzen uns bequem hin. Wir können in der traditionellen Haltung mit verschränkten Beinen oder in irgendeiner anderen bequemen Position sitzen. Wenn wir wollen, können wir auf einem Stuhl sitzen. Das wichtigste ist, unseren Rücken gerade zu halten, um zu verhindern, dass unser Geist träge oder schläfrig wird.

Wir sitzen mit teilweise geschlossenen Augen und richten unsere Aufmerksamkeit auf unseren Atem. Wir atmen natürlich, am besten durch die Nase, ohne zu versuchen unseren Atem zu beeinflussen, und wir versuchen, uns des Gefühls bewusst zu werden, das der Atem hervorruft, wenn er durch die Nase ein- und ausströmt. Dieses Gefühl ist unser Meditationsobjekt. Wir sollten versuchen uns vollständig darauf zu konzentrieren und nichts anderes mehr wahrzunehmen.

Zuerst wird unser Geist sehr beschäftigt sein, und wir könnten sogar meinen, dass die Meditation unseren Geist unruhiger macht; aber in Wirklichkeit wird uns nur bewusster, wie beschäftigt unser Geist eigentlich ist. Die Versuchung wird stark sein, den verschiedenen Gedanken zu folgen, sobald sie auftauchen; aber wir sollten ihr widerstehen und einsgerichtet auf dem Gefühl des Atems konzentriert bleiben.

Entdecken wir, dass unser Geist abwandert, und unseren Gedanken folgt, bringen wir ihn sofort zum Atem zurück. Dies sollten wir so oft wie nötig wiederholen, bis der Geist auf dem Atem verweilt.

Mehr Information über Meditation finden Sie über die Links auf der linken Seite, oder im Neuen Meditationshandbuch.

Was ist Meditation?

Was ist Meditation?

Meditation ist eine Methode, unseren Geist mit Tugend vertraut zu machen. Je vertrauter unser Geist mit Tugend ist, desto ruhiger und friedlicher wird er. Wenn unser Geist friedlich ist, sind wir frei von Sorgen und geistigem Unbehagen. Wir erleben wahres Glück.

Wenn wir unseren Geist darin schulen, friedlich zu sein, werden wir immer glücklich sein, selbst unter den widrigsten Umständen. Ist unser Geist jedoch unfriedlich, dann können wir uns in den angenehmsten äußeren Umständen befinden und werden trotzdem nicht glücklich sein. Deshalb ist es wichtig, unseren Geist durch Meditation zu schulen.

Es gibt zwei Arten der Meditation: analytische Meditation und verweilende Meditation. Überdenken wir den Sinn einer Dharma-Anweisung, die wir gehört oder gelesen haben, so üben wir analytische Meditation aus. Durch tiefes Nachdenken über diese Anweisung werden wir schließlich zu einer Erkenntnis gelangen, oder es entsteht ein besonderer, tugendhafter Geisteszustand. Dies ist das Objekt der verweilenden Meditation.

Haben wir unser Objekt durch analytische Meditation gefunden, konzentrieren wir uns einsgerichtet so lange wie möglich darauf, um eine tiefe Vertrautheit mit dem Objekt zu gewinnen. Diese einsgerichtete Konzentration ist die verweilende Meditation. Oft wird analytische Meditation “Kontemplation” und verweilende Meditation einfach nur “Meditation” genannt.

Die verweilende Meditation hängt von der Kontemplation ab, und diese beruht auf dem Hören oder Lesen der Dharma-Anweisungen.

Mehr Informationen über Meditation finden Sie durch die Links auf der linken Seite oder in Das Meditationshandbuch.

Über Meditation

Über Meditation

Das Ziel der Meditation ist es, Geisteszustände zu entwickeln, die Frieden und Wohlbefinden fördern und diejenigen, die das nicht tun, zu beseitigen.

Wenn wir unser Leben betrachten, entdecken wir wahrscheinlich, dass der größte Teil unserer Zeit und Energie für weltliche Ziele verwendet wird. Wir streben materielle und emotionale Sicherheit an, geben uns Sinnenfreuden hin oder sind bemüht, einen guten Ruf zu erlangen.

Obwohl diese Dinge uns für kurze Zeit glücklich machen können, vermögen sie uns die tiefe und beständige Zufriedenheit nicht zu geben, nach der wir uns sehnen. Früher oder später wandelt sich unser Glück in Unzufriedenheit, und wir befinden uns wieder auf der Suche nach weiteren weltlichen Vergnügen.

Direkt oder indirekt verursachen weltliche Vergnügen geistiges und körperliches Leiden, indem sie Anhaftung, Neid und Frustration verstärken. Zudem geraten wir auf der Suche nach der Erfüllung unserer Wünsche oft in Konflikt mit anderen Lebewesen.

Wenn wahre Erfüllung nicht in weltlichen Vergnügen gefunden werden kann, wo können wir sie finden? Glück ist ein Geisteszustand. Also entspringt die wahre Quelle des Glücks im Geist, nicht in äußeren Umständen.

Wenn unser Geist rein und friedvoll ist, werden wir unabhängig von unseren äußeren Umständen glücklich sein. Ist unser Geist aber unrein und ohne Frieden, werden wir niemals Glück finden, wie sehr wir uns auch bemühen, unsere äußeren Bedingungen zu verändern.

Die Methode, mit der wir unseren Geist rein und friedvoll werden lassen, ist sich in Meditation zu üben.

Für weitere Informationen zur Meditation siehe Das Neue Meditationshandbuch.

Einführung in Meditation & Buddhismus

Einführung

Kadampa-Buddhismus ist eine altehrwürdige Tradition, die den Menschen überall auf der Welt seit Jahrhunderten Buddhas Unter-
weisungen
und Meditationsübungen zugänglich macht.

Buddhismus ist von zeitloser und universeller Bedeutung und kann von jedem in jeder Kultur praktiziert werden, ungeachtet seiner Rasse, seines Geschlechts oder Alters.

Durch Schulung in Meditation und anderen buddhistischen Übungen kann man seine Lebensqualität verbessern, indem man inneren Frieden, Mitgefühl und Weisheit entwickelt.

Glossar buddhistischer Ausdrücke

© Geshe Kelsang Gyatso und Tharpa Verlag

Dieses Glossar ist provisorisch. Es darf nur für das private Studium benutzt werden und darf ohne die Zustimmung von Geshe Kelsang Gyatso und des Tharpa Verlages in keiner Form kopiert werden.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

Buddhistische Kunst

Erleuchtete Wesen können ihre inneren Realisationen als Formen zeigen. Erleuchtetes Mitgefühl erscheint in der Form von Buddha Avalokiteshvara, Weisheit in der Form von Manjushri, Liebe in der Form von Maitreya usw.

Über diese erhabenen Formen nachzudenken, hilft uns unser Vertrauen in erleuchtete Wesen zu vergrößern, ihre Segnungen zu empfangen und schließlich die Qualitäten, die sie verkörpern zu entwickeln.

Seit über zweieinhalb tausend Jahren haben sich die Buddhisten in der Kunst geschult, diese heiligen Formen in Bildern, Statuen usw. darzustellen.

Benützen Sie das Menü um zu sehen wie diese lebendige Tradition auch heute noch blüht.

Meditieren lernen

Sinn der Meditation ist es, unseren Geist ruhig und friedvoll werden zu lassen.

Wenn unser Geist friedvoll ist, werden wir frei von Sorgen und geistigem Unwohlsein sein und werden so wahres Glück erfahren. Ist unser Geist jedoch nicht friedvoll, wird es sehr schwierig, glücklich zu sein. Selbst wenn wir unter den besten Bedingungen leben.

Wenn wir uns in Meditation schulen, wird unser Geist nach und nach friedvoller werden. Und wir werden immer reinere Formen des Glücks erfahren. Schließlich werden wir fähig sein, selbst unter den widrigsten Umständen immer glücklich zu bleiben.

Meditieren lernen

Normalerweise fällt es uns schwer, unseren Geist zu kontrollieren. Es scheint, als wäre unser Geist – wie ein Luftballon im Wind – hin und her geblasen von den äußeren Bedingungen. Wenn die Dinge gut laufen, ist unser Geist glücklich. Aber wenn sie schlecht laufen, wird er sofort unglücklich. Zum Beispiel: Wenn wir etwas erhalten, was wir uns wünschen oder einen neuen Partner bekommen, dann sind wir erfreut und klammern uns daran fest.

Da wir jedoch nicht alles haben können, was wir uns wünschen, und wir von unseren gegenwärtigen Freunden und dem Besitz, den wir zur Zeit haben, unvermeidlich getrennt werden, verursacht uns diese geistige Klebrigkeit oder Anhaftung nur Schmerz. Wenn wir andererseits nicht bekommen, was wir wollen, oder wenn wir etwas verlieren, das wir gerne mögen, werden wir niedergeschlagen oder gereizt.

Wenn wir zum Beispiel gezwungen sind, mit einem Kollegen zu arbeiten, den wir nicht mögen, dann werden wir vermutlich gereizt sein oder uns gekränkt fühlen. Wir werden deswegen unfähig sein, effizient mit ihm oder ihr zu arbeiten und unsere Zeit bei der Arbeit wird stressvoll und undankbar sein.

Solche Stimmungsschwankungen entstehen, weil wir zu eng in die äußere Situation involviert sind. Wir sind wie ein Kind, das eine Sandburg baut und erst freudig und aufgeregt ist, wenn die Burg gebaut ist, und dann ärgerlich wird, wenn sie durch eine Welle zerstört wird.

Indem wir uns in Meditation schulen, schaffen wir einen inneren Raum und eine Klarheit, die es uns unabhängig von den äußeren Umständen erlauben, unseren Geist zu kontrollieren. Nach und nach entwickeln wir ein geistiges Gleichgewicht, einen ausgewogenen Geist, der die ganze Zeit glücklich ist – anstelle eines Geistes, der zwischen den Extremen der Aufgeregtheit und Niedergeschlagenheit hin- und herschwankt

Wenn wir uns systematisch in Meditation schulen, werden wir schließlich fähig sein, die Verblendungen aus unserem Geist zu entfernen, welche die Ursache all unsere Probleme und unseres Leidens sind. Auf diese Weise werden wir einen anhaltenden inneren Frieden erfahren, bekannt als “Befreiung” oder “Nirvana”. Dann werden wir Tag und Nacht, Leben für Leben nur Frieden und Glück erfahren.

Sie können mehr zu diesem Thema lesen in: Meditationshandbuch, Verwandle Dein Lebenund Acht Schritte zum Glück.

Buddhistischer Glauben

Alle Lebewesen haben den gleichen grundlegenden Wunsch, glücklich zu sein und Leiden zu vermeiden, aber sehr wenige Menschen verstehen, was die wahren Ursachen von Glück und Leiden sind.

Vielfach sind wir der Ansicht, dass äußere Umstände, wie zum Beispiel Essen, Freunde, Autos und Geld, die wahren Ursachen für Glück sind, und infolgedessen verwenden wir fast unsere gesamte Zeit und Energie darauf, sie zu erlangen. Oberflächlich gesehen, scheint es, als ob diese Dinge uns glücklich machen könnten, wenn wir es aber genauer betrachten, bemerken wir, dass sie uns auch viele Leiden und Probleme bringen.

Glück und Leiden sind Gegensätze. Wenn daher etwas eine wahre Ursache für Glück ist, kann es nicht zu Leiden führen. Wenn Essen, Geld und ähnliches wirklich die Ursache für Glück sind, können sie niemals die Ursache für Leiden sein, doch wir wissen aus eigener Erfahrung, dass sie oft der Grund für Leiden sind. Eines unserer Hauptinteressen zum Beispiel ist Essen, aber das Essen, das wir zu uns nehmen, ist auch die Hauptursache für den größten Teil unserer schlechten Gesundheit und unserer Krankheiten.

Bei der Herstellung der Dinge, von denen wir glaubten, dass sie uns glücklich machen würden, haben wir unsere Umwelt in einem solchen Ausmaß verschmutzt, dass die Luft, die wir atmen, und das Wasser, das wir trinken, unsere Gesundheit und unser Wohlergehen bedrohen. Wir lieben die Freiheit und Unabhängigkeit, die uns ein Auto gibt, aber der Preis, den wir in Form von Unfällen und Zerstörung der Umwelt bezahlen müssen, ist enorm hoch.

Wir haben das Gefühl, dass Geld grundlegend wichtig ist, damit wir das Leben genießen können, aber das Streben nach Geld kann auch zu riesigen Problemen und Sorgen führen. Selbst unsere Familie und unsere Freunde, mit denen wir so viele glückliche Momente erleben, können uns viele Sorgen und Kummer bereiten.

In den letzten Jahren ist unser Wissen und unsere Kontrolle über die äußere Welt stark angewachsen, und infolgedessen haben wir einen erstaunlichen materiellen Fortschritt erlebt. Doch das Glück der Menschen ist nicht entsprechend angewachsen.

In der Welt von heute gibt es nicht weniger Leiden, und die Probleme sind nicht geringer geworden. Tatsächlich könnte man sagen, dass es heute mehr Probleme und größere Unzufriedenheit gibt als jemals zuvor. Das zeigt, dass die Lösung unserer Probleme und der Probleme der Gesellschaft als ganzes nicht im Wissen und der Kontrolle über die äußere Welt liegt.

Warum ist das so? Glück und Leiden sind Geisteszustände, und daher kann ihre Hauptursache nicht außerhalb des Geistes gefunden werden. Ist unser Geist friedvoll, sind wir jederzeit glücklich, unabhängig von äußeren Umständen, wenn er aber in irgendeiner Weise gestört oder unruhig ist, werden wir niemals glücklich sein, wie gut auch unsere äußeren Umstände sein mögen.

Äußere Umstände können uns nur glücklich machen, wenn unser Geist friedvoll ist. Unsere eigene Erfahrung zeigt es uns. Zum Beispiel verschwindet jedes Glück sofort, wenn wir wütend werden, selbst wenn wir uns in der schönsten Umgebung befinden und alles besitzen, was wir benötigen, denn die Wut hat unseren inneren Frieden zerstört.

Daraus können wir ersehen, dass wir eine besondere Erfahrung von innerem Frieden entwickeln und aufrechterhalten müssen, wenn wir wahres, anhaltendes Glück finden wollen. Die einzige Methode, mit der wir dies erreichen können, ist die Schulung unseres Geistes durch die spirituelle Praxis, d.h. dass wir allmählich unsere negativen, gestörten Geisteszustände vermindern und beseitigen und sie durch positive, friedvolle Geisteszustände ersetzen. Schließlich werden wir durch die ständige Verbesserung unseres inneren Friedens immerwährenden inneren Frieden oder «Nirvana» erfahren. Haben wir einmal Nirvana erlangt, werden wir unser ganzes Leben lang und Leben für Leben glücklich sein. Wir haben alle unsere Probleme gelöst und unserem Menschenleben wahren Sinn gegeben

Auszug aus Verwandle dein Leben vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso.

Über Tantra

Fühlende Wesen haben unterschiedliche Fähigkeiten, was ihr spirituelles Verständnis und ihre spirituelle Praxis anbelangt. Aus diesem Grund gab Buddha Shakyamuni, aus seinem Mitgefühl heraus, Unterweisungen für viele Fähigkeitsstufen, genau wie ein fähiger Arzt eine große Anzahl von Heilmitteln verabreicht, um die verschiedenen Arten kranker Menschen zu behandeln.

Für diejenigen, die nur menschliches Glück erlangen wollen, gab Buddha Unterweisungen, die Handlungen und ihre Wirkungen oder Karma enthüllen, und lehrte moralische Disziplin als ihre Hauptpraxis.

Für diejenigen, die allein für sich selbst den dauerhaften, inneren Frieden der Befreiung oder Nirvana erfahren wollen, gab Buddha Unterweisungen über die Fehler Samsaras und lehrte die drei höheren Schulungen – Schulung in höherer moralischer Disziplin, Schulung in höherer Konzentration und Schulung in höherer Weisheit – als Hauptpraxis.

Für diejenigen, die das endgültige Ziel der vollen Erleuchtung erlangen wollen, gab Buddha Unterweisungen über das Entwickeln des großen Mitgefühls und des Bodhichittas und lehrte sie die sechs Vollkommenheiten – die Vollkommenheit des Gebens, der moralischen Disziplin, der Geduld, des Bemühens, der geistigen Stabilisierung und der Weisheit – als Hauptpraxis.

Alle diese Unterweisungen stehen jedermann offen, der sie studieren und praktizieren möchte. Die Erfahrungen, die durch das Praktizieren gewonnen werden, werden “allgemeine spirituelle Pfade” genannt.

Neben diesen Unterweisungen gab Buddha auch Unterweisungen über Tantra. Diese können nur von denjenigen praktiziert werden, die tantrische Einweihungen erhalten haben. Die Erfahrungen, die durch das Praktizieren dieser Unterweisungen gemacht werden, werden “außergewöhnliche spirituelle Pfade” genannt.

Eine umfassende Erklärung der spirituellen Pfade des Tantras finden Sie in Tantrische Ebenen und Pfade.

Über Dharma

“Dharma” bedeutet Schutz. Durch das Praktizieren von Buddhas Unterweisungen schützen wir uns vor Leiden und Schwierigkeiten. Alle Schwierigkeiten, die wir im täglichen Leben erfahren, entspringen der Unwissenheit, und die Methode, diese Unwissenheit zu beseitigen, besteht in der Dharma-Praxis.

Das Praktizieren des Dharmas ist die beste Methode, die Qualität unseres menschlichen Lebens zu verbessern. Die Lebensqualität hängt nicht von äußeren Entwicklungen oder materiellem Fortschritt ab, sondern von der inneren Entwicklung von Frieden und Glück.

In der Vergangenheit zum Beispiel lebten viele Buddhisten in armen und unterentwickelten Ländern, aber sie waren fähig, reines und beständiges Glück zu finden, indem sie die Lehren Buddhas in die Praxis umsetzten.

Wenn wir Buddhas Lehren in unser tägliches Leben aufnehmen, können wir alle unsere inneren Probleme lösen und einen wirklich friedvollen Geist erlangen. Ohne inneren Frieden ist äußerer Friede unmöglich.

Schaffen wir als erstes durch die Schulung in den spirituellen Pfaden Frieden in unserem Geist, entsteht äußerer Friede von allein; wenn wir dies jedoch nicht tun, wird sich der Weltfrieden niemals einstellen, gleichgültig wie viele Menschen sich dafür einsetzen.

Eine ausführliche Präsentation des Dharmas kann in Freudvoller Weg gefunden werden.

Über Buddha

In Einführung in den Buddhismus erklärt Geshe Kelsang Gyatso:

“Buddha” bedeutet “der Erwachte”, jemand, der aus dem Schlaf der Unwissenheit erwacht ist und die Dinge so sieht, wie sie wirklich sind. Ein Buddha ist eine von allen Fehlern und geistigen Hindernissen vollständig befreite Person. Es gibt viele Menschen, die in der Vergangenheit Buddhas geworden sind, und viele Menschen werden in der Zukunft Buddhas werden.

Es gibt nichts, was Buddha nicht weiß. Da er aus dem Schlaf der Unwissenheit erwacht ist und alle Behinderungen aus seinem Geist entfernt hat, erkennt er alles Vergangene, Gegenwärtige und Zukünftige gleichzeitig und unmittelbar.

Außerdem besitzt Buddha Großes Mitgefühl, das vollständig unvoreingenommen ist und alle Lebewesen ohne Unterschied umfasst. Er hilft allen Lebewesen ohne Ausnahme, indem er im ganzen Universum verschiedene Formen ausstrahlt und ihrem Geist seine Segnungen gewährt. Alle Wesen, die Buddhas Segnungen erhalten, sogar die niedrigsten Tiere, entwickeln manchmal friedvolle und tugendhafte Geisteszustände.

Schließlich werden alle die Gelegenheit haben, den Weg zur Befreiung und Erleuchtung einzuschlagen, indem sie eine Emanation Buddhas in der Gestalt eines Spirituellen Meisters treffen. Laut dem großen indischen Gelehrten Nagarjuna gibt es niemanden, der keine Hilfe von Buddha erhalten hat.

Es ist unmöglich, alle guten Qualitäten eines Buddhas zu beschreiben. Das Mitgefühl eines Buddhas, seine Weisheit und Kraft sind völlig jenseits jeder Vorstellung. Da nichts übrig ist, was seinen Geist verdunkelt, sieht er alle Phänomene, so weit das Universum reicht, so klar wie ein Juwel in seiner Hand.

Durch die Macht seines Mitgefühls tut ein Buddha spontan alles, was angemessen ist, um anderen Lebewesen zu nutzen. Er muss nicht überlegen, welches der beste Weg ist, um ihnen zu helfen. Er handelt ganz natürlich und mühelos auf die bestmögliche Weise. So wie sich die Sonne nicht selbst motivieren muss, um Licht und Wärme auszustrahlen, sondern dies einfach tut, weil Licht und Wärme ihre eigentliche Natur sind, so muss sich ein Buddha nicht motivieren, anderen zu helfen, sondern tut es, weil es seine wahre Natur ist zu helfen.

So wie die Spiegelungen des Mondes mühelos auf jeder ruhigen Wasserfläche erscheinen, entstehen die Ausstrahlungen eines Buddhas spontan, wo immer der Geist von Lebewesen fähig ist, sie wahrzunehmen. Buddhas können jede nur mögliche Form ausstrahlen, um Lebewesen zu helfen.

Manchmal manifestieren sie sich als Buddhisten, manchmal als Nicht-Buddhisten. Sie können sich als Frauen oder Männer, Könige oder Bettler, gesetzestreue Bürger oder Kriminelle manifestieren. Sie können sich sogar als Tiere, als Wind oder Regen, als Berge oder Inseln manifestieren. Solange wir nicht selbst ein Buddha sind, können wir unmöglich sagen, wer oder was eine Ausstrahlung eines Buddhas ist.

Unter allen Möglichkeiten, die Buddhas zur Verfügung haben, um den Lebewesen zu helfen, ist die Ausstrahlung als Spiritueller Meister die erhabenste. Durch seine (oder ihre) Unterweisungen und das makellose Vorbild führt ein wahrer Spiritueller Meister seine (oder ihre) Schüler auf dem spirituellen Pfad zur Befreiung und Erleuchtung.

Wenn wir einen qualifizierten Spirituellen Meister des Mahayanas treffen und alles, was er (oder sie) lehrt, in die Praxis umsetzen, werden wir mit Bestimmtheit volle Erleuchtung erlangen und ein Eroberer-Buddha werden. Dann werden wir in der Lage sein, die Güte aller Lebewesen zu erwidern, indem wir sie von den Leiden Samsaras befreien und zur erhabenen Glückseligkeit der Buddhaschaft führen.

Mehr über Buddha erfahren Sie in Einführung in den Buddhismus.

Erfahren Sie mehr

Dieser Abschnitt bietet Informationen aus den weiten Themenbereichen Buddhismus und Meditation.

Das meiste Material in diesem Abschnitt besteht aus Auszügen aus Geshe Kelsangs Büchern.

Benutzen Sie die Links auf der rechten Seite, um mehr zu erfahren.

Kadampa Kalender

Über das Jahr hinweg, sind gewisse Zeiten für besondere Bräuche reserviert.

Zu diesen Zeiten finden normalerweise in den “Kadampa Zentren”/de/centers weltweit besondere Anlässe statt.

Siehe Menu für besondere Anlässe.

Der monatliche Kadampa Kalendar kann auf der Startseite gefunden werden.

Sadhanas des Kadampa-Buddhismus

Sadhanas des Kadampa-Buddhismus

Alle wesentlichen Übungen des Kadampa Buddhismus sind in einer Reihe von Sadhanaheften enthalten, die vom Ehrwürdigen Geshe Kelang Gyatso zusammengestellt und vom Tharpa Verlag herausgegeben wurden.

Um weitere Informationen zu erhalten, klicken Sie bitte eine Sadhana an:

Avalokiteshvara Sadhana

Das Bekenntnis des Bruches der moralischen Disziplin des Bodhisattvas

Zusammengefasste Essenz des Vajrayana

Dakini-Yoga

Tropfen des essentiellen Nektars

Essenz des Glücks

Essenz des Vajrayana

Fest der Grossen Glückseligkeit

Große Mitfühlende Mutter

Die Große Mutter

Große Befreiung des Vaters

Große Befreiung der Mutter

Herzjuwel

Tiefempfundene Gebete

Die Kadampa Lebensweise

Befreiendes Gebet

Befreiung von Leid

Die Zeremonien der Mahayana-Zuflucht und der Bodhisattva-Gelübde

A Meaningful Life

Medizin Buddha

Meditation und Rezitation des Vajrasattva

Klangvolle Trommel

Die Kadampas von Heute

Darbringung an den Spirituellen Meister

Der Pfad des Mitgefühls für Verstorbene

Der Pfad ins Reine Land

Langlebensgebete

Gebete für die Meditation

Ein Reines Leben

Der schnelle Pfad zur Glückseligkeit

Schatz der Weisheit

Vajra Held Yoga

Die Gelübde und Verpflichtungen des Kadampa-Buddhismus

Wunscherfüllendes Juwel

Der Yoga von Buddha Amitayus

Der Yoga der Weissen Tara

Die Praxis des Kadampa-Buddhismus

Die Praxis des Kadampa-Buddhismus

Glück ist ein Zustand des Geistes, deshalb finden wir die wirkliche Quelle des Glücks in unserem Geist und nicht in äußeren Bedingungen.

Wenn unser Geist rein und friedvoll ist, dann sind wir glücklich, ganz gleich wie unsere äußeren Bedingungen sind. Wenn er jedoch unrein und unfriedlich ist, dann finden wir niemals Glück, ganz gleich wie sehr wie auch versuchen unsere äußeren Umstände zu ändern.

Meditation befähigt uns, die Geisteszustände zu entwickeln, die zu Frieden und Wohlergehen führen und jene zu überwinden, die das gerade verhindern.

Um erfolgreich in der Meditation zu sein, sollten wir zunächst “authentische Unterweisungen”: von einem qualifizierten Meditationslehrer erhalten und qualifizierte Meditationsbücher studieren.

Durch Studium und Meditation entwickeln wir drei Arten von Weisheit:

  1. Weisheit die durch Zuhören entsteht
  2. Weisheit die durch Kontemplation entsteht
  3. Weisheit die durch Meditation entsteht

Wenn wir diese Weisheiten vollkommen entwickeln haben, wird alle Negativität und Verwirrung in unserem Geist vollständig überwunden sein.
.
Der Erfolg in Studium und Meditation hängt davon ab, dass wir die richtigen inneren Bedingungen schaffen. Das heißt, dass wir inspirierende Segnungen erhalten, unser negatives Karma reinigen und verdienstvolle Energie ansammeln.

Dies gelingt uns durch unterstützende Übungen wie das Sichverlassen auf einen Spirituellen Meister, Gaben darbringen, “Gebete”: rezitieren usw.

Diese Seite wurde als Einführung in solche Übungen konzipiert und gibt Ihnen einen Vorgeschmack auf die überaus nützlichen Erfahrungen, die gemacht werden können.

Wenn Sie jedoch lernen wollen in korrekter Weise zu praktizieren und auf den buddhistischen Pfaden fortzuschreiten, dann sollten Sie versuchen Unterweisungen von dem qualifizierten Lehrer eines Zentrums des Kadampa Buddhismus zu erhalten.

Wenn sie hier klicken dann finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe.

Kadampa Studienprogramme

Kadampa Studienprogramme

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso hat drei besondere Studienprogramme für das systematische Studium und die Praxis des Kadampa Buddhismus konzipiert, die ganz besonders für unsere moderne Welt geeignet sind: Das Allgemeine Programm, das Grundlagenprogramm und das Lehrerausbildungsprogramm.

Benutzen Sie das Menü, um mehr über diese Programme zu erfahren.

Warum wir studieren müssen

Es gibt drei gute Gründe, warum wir die Unterweisungen von Buddha studieren und praktizieren sollten:

  • um Weisheit zu entwickeln
  • um ein “gutes Herz” zu entfalten
  • um einen friedvollen Geist zu bewahren

Wenn wir uns nicht bemühen Weisheit zu entwickeln, werden wir im Hinblick auf endgültige Wahrheit – die wahre Natur der Realität – unwissend bleiben. Obwohl wir uns immer nur Glück wünschen, führt uns unsere Unwissenheit dazu, negative Handlungen zu begehen, die die Hauptursache all unseres Leiden sind.

Wenn wir kein “gutes Herz” entfalten, werden unsere selbstsüchtigen Absichten harmonische, gute Beziehungen mit anderen zerstören. Wir erfahren keinen Frieden und haben keine Möglichkeit reines Glück zu erlangen. Ohne inneren Frieden ist der äußere Frieden unmöglich.

Wenn wir keinen friedvollen Geist bewahren, werden wir nicht glücklich sein, selbst wenn wir ideale Umstände antreffen. Andererseits werden wir, wenn unser Geist friedvoll ist, auch in ungünstigen äußeren Umständen glücklich sein.

Deshalb ist es für unser alltägliches Glück von größter Bedeutung, diese drei Eigenschaften zu entwickeln.

Kadampa Lehrer von Heute

Kadampa Lehrer von Heute

Als im Jahr 1977 der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso eine Einladung, als Lehrer in den Westen zu kommen, annahm, begann eine neue Ära des Kadampa Buddhismus in dieser Welt.

Mit dem Segen seines Spirituellen Meisters, Trijang Rinpoche, nahm Geshe Kelsang die essentielle Bedeutung des Kadam Dharma und stellte sie in einer Weise dar, die leicht von den Menschen, nicht nur im Westen, sondern in der ganzen Welt verstanden und praktiziert werden kann.

Dieser kostbare Dharma, der zuerst von Buddha gelehrt, von dem großen indischen Lehrer Atisha nach Tibet gebracht und von dem großen tibetischen Meister Je Tsongkhapa in Tibet verbreitet wurde, stand nun den Menschen überall auf der Welt zur Verfügung.

Durch das Wirken von Geshe Kelsang ist der Kadampa Buddhismus nun eine wirklich globale Religion geworden.

Geshe Kelsang etablierte ein ausführliches Lehrerausbildungsprogramm, in dem er in vielen Ländern auf der ganzen Welt Hunderte von qualifizierten Meditationslehrern ausbildete.

Außerdem gründete er eine internationale Organisation, um eine weltumfassende Infrastruktur zu schaffen, die auch für zukünftige Generationen das Wachstum und die Entwicklung des Kadampa Buddhismus unterstützt.

Kadampa Buddhismus

Kadampa Buddhismus

Kadampa Buddhismus ist eine Schule des Mahayana-Buddhismus. Er wurde von dem großen indischen buddhistischen Meister Atisha (982-1054 n.Chr.) ins Leben gerufen.

Das Wort `Kadampa` verweist mit der ersten Silbe `Ka` auf Buddhas Unterweisungen und mit der zweiten Silbe `dam` auf Atishas besondere Lamrim-Unterweisungen. Kadampas sind also Praktizierende, die die Unterweisungen Buddhas als persönliche Ratschläge verstehen und sie gemäß den Unterweisungen des Lamrim in die Praxis umsetzen.

Kadampas wenden Buddhas Unterweisungen als praktische Methode zur Umwandlung ihrer täglichen Aktivitäten in den Pfad zur Erleuchtung an, indem sie ihr Verständnis der gesamten Unterweisungen Buddhas in ihre Lamrim-Praxis miteinbeziehen und ihre Erfahrung des Lamrim in ihr tägliches Leben integrieren.

Die großen Lehrer des Kadampa-Buddhismus

Die Linie des Kadampa-Buddhismus wurde nach Atisha an eine Reihe großer Kadampa-Lehrer wie z.B. Dromtönpa, Geshe Potowa, Geshe Sharawa und Geshe Chekhawa weiter gegeben.

Diese kostbaren Lehrer waren nicht nur große Gelehrte, sondern auch Praktizierende von großer Reinheit und Aufrichtigkeit.

Sie legten besonderen Wert auf die Praxis der Geistesschulung (Lojong), durch die all unsere Erfahrungen des täglichen Lebens, und zwar insbesondere unsere Probleme, unsere Leiden und unsere Schwierigkeiten in den spirituellen Pfad umgewandelt werden können.

Die Neuen Kadampas

Die Linie des Kadampa-Buddhismus wurde von Generation zu Generation weiter gegeben, bis sie im 14. Jahrhundert den großen buddhistischen Meister Je Tsongkhapa erreichte.

Je Tsongkhapa erklärte die gesamten Unterweisungen des Kadam-Dharma neu und machte sie so den Menschen jener Zeit zugänglich.

Insbesondere zeigte er, wie sich Lamrim und Lojong mit dem Mahamudra Tantra in einer einzigen täglichen Praxis kombinieren lassen.

Genauso wie die Vereinigung von Studium und Praxis ein Kennzeichen der frühen Kadampas war, so sollte die Vereinigung von Sutra und Tantra ein Kennzeichen der Neuen Kadampas werden, als die die Schüler Je Tsongkhapas bekannt wurden.

Der moderne Kadampa-Buddhismus

Die Linie des Neuen Kadampa-Buddhismus blüht seit vielen Hunderten von Jahren, seit der Zeit Je Tsongkhapas, bis zum heutigen Tag.

In den letzten Jahren ist der Kadampa-Buddhismus durch den zeitgenössischen buddhistischen Meister Geshe Kelsang Gyatso auf der ganzen Welt in großem Masse gefördert worden.

Indem er die Neue Kadampa-Tradition, Internationale Union des Kadampa-Buddhismus gründete, hat Geshe Kelsang eine wahrhaft globale Infrastruktur geschaffen, die den Kadampa-Buddhismus für viele nachfolgende Generationen bewahren und fördern kann.

Benutzen Sie das Menü, um mehr über Kadampa-Buddhismus herauszufinden.

Buddhismus

Buddhismus

Buddhismus ist Buddhas Lehre und die inneren Erfahrungen oder Realisationen dieser Lehre.

Diese hat eine zeitlose und universelle Gültigkeit und kann von jedem Menschen, aus jedem Kulturkreis und unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Alter praktiziert werden.

Schutz vor Leiden und Problemen

Indem wir Buddhas Unterweisungen oder Dharma praktizieren, beschützen wir uns selbst vor Leiden und Problemen. All unsere Probleme, die wir in unserem Alltag erfahren, wurzeln in der Unwissenheit und die Praxis von Dharma ist die Methode Unwissenheit zu zerstören.

Dharmapraxis ist die erhabene Methode die Qualität unseres menschlichen Lebens zu entwickeln, denn diese Lebensqualität hängt nicht von äusserer Entwicklung oder materiellem Fortschritt ab, sondern von der inneren Entwicklung des Friedens und Glücks.

Ungebrochene Überlieferungslinie

Buddha gab seine Unterweisungen vor über zweieinhalbtausend Jahren. Seit der Zeit wurden sie in einer reinen Weise erhalten und von Lehrern an Schüler weitergegeben, in einer ungebrochenen Überlieferungslinie, die heute noch lebendig ist.

Dank der Güte dieser früheren Lehrer sind wir heute in der Lage, genau den gleichen Dharma zu hören und zu praktizieren, den Buddha ursprünglich lehrte.

Benutzen sie das Menü um mehr herauszufinden.

World Peace Cafés

World Peace Cafés

Wie die Hotel Kadampas, zeigen auch die World Peace Cafés wie der buddhistische Glaube durch Dienst für die Allgemeinheit veranschaulicht wird.

Angeregt durch die Vision des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso, bestehen sie um Frieden in der Welt zu verbreiten.

Der gesamte Gewinn wird verwendet, um Kadampa Tempel zu bauen, die dem Weltfrieden gewidmet sind, um dieser und zukünftigen Generationen zu helfen.

World Peace Cafés bieten ausschließlich reines biologisches, vegetarisches Essen an. Sie bieten eine ruhige und entspannte Umgebung, um eine Pause zu haben oder Freunde zu treffen.

Klicken Sie auf die nachstehenden Links, um World Peace Cafés in der ganzen Welt zu finden:

Follow the links below to discover World Peace Cafés around the world:

UK

Attleborough, Norfolk
Brighton, East Sussex
Bristol, Avon
Cradley Heath, West Midlands
Erdington, Birmingham
Etwall, Derbyshire
Halifax, West Yorkshire
Huddersfield, Yorkshire
Kelmarsh, Leicestershire
Manchester
Nottingham
Oldham, Yorkshire
Pocklington, Yorkshire
Scunthorpe, Yorkshire
Sheffield, Yorkshire
Ulverston, Cumbria
Belfast, Northern Ireland

US

Atlanta, GA
Col. Narvarte, México
Glen Spey, New York
Los Angeles, California
New Mexico

Canada

Toronto,Ontario
Vancouver, British Columbia

Rest of World

Chiapas, México
Split, Croatia
Hong Kong, HK
Tuscany, Italy
Penang, Malaysia
Johannesburg, South Africa
Malaga, Spain
Luzern, Switzerland
Sitterdorf, Switzerland

Kadampa Hotels

Kadampa Hotels

Den buddhistischen Glauben durch Dienst für die Allgemeinheit zu veranschaulichen steht im Mittelpunkt des Ethos des Kadampa-Buddhismus, und es ist diese Philosophie, die den Kadampa Hotels zugrunde liegt.

Diese Hotels sind in Besitz und Verwaltung der NKT und der gesamte Gewinn fließt in das Internationale Tempelprojekt.

Sie bieten ein Nichtraucher und Alkoholfreies Ambiente in dem Frieden und Entspannung auf dem Programm stehen.

Jedes Hotel hat ein World Peace Café , welches erlesenste biologische, vegetarische Mahlzeiten anbietet und kostenlosen drahtlosen Internetzugang für alle Gäste.

Für diejenigen, die einige Zeit in stiller Kontemplation zubringen möchten, haben die Hotels einen angrenzenden Meditationsraum.

Internationale Retreatzentren

Internationale Retreatzentren

Internationale Retreatzentren sind besondere Zentren, die Einrichtungen für diejenigen bieten, die kurze oder lange Retreats ausführen möchten.

Was ist ein Retreat?

In Führer ins Dakini Land erklärt Geshe Kelsang:

‘In einem Retreat beenden wir alle Arten von geschäftlicher und belangloser Tätigkeit, um eine besondere spirituelle Praxis zu betonen. Es gibt drei Arten von Retreat: körperlich, sprachlich und geistig.

‘Wir führen ein körperliches Retreat aus, wenn wir uns mit einer spirituellen Motivation von anderen Menschen, Tätigkeiten und Lärm zurückziehen, und belanglose und sinnlose Tätigkeiten unterlassen. Wir führen ein sprachliches Retreat aus, wenn wir mit einer spirituellen Motivation sinnloses Reden unterlassen und zeitweilig schweigen; und wir führen ein geistiges Retreat aus, indem wir Ablenkungen und starke Verblendungen wie Anhaftung, Wut, Eifersucht und starkes Festhalten am Selbst am Entstehen hindern und Eifersucht und Gewissenhaftigkeit bewahren.

Wenn wir in körperlichem und sprachlichem Retreat bleiben, aber es versäumen ein geistiges Retreat einzuhalten, wird unser Retreat geringe Kraft haben. Solch ein Retreat mag entspannend sein, aber es wird starke Verblendungen nicht am Entstehen hindern, unser Geist wird keinen Frieden haben, selbst im Retreat. Ein körperliches und sprachliches Retreat wird uns jedoch helfen geistiges Retreat zu halten und aus diesem Grund lobt Shantideva in Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas die ersten zwei Arten von Retreat.

Kadampa Meditationszentren (KMCs)

Kadampa Meditationszentren (KMCs)

Ein Kadampa-Meditationszentrum (KMC) ist ein besonderes Kadampa-Dharma Zentrum, welches im Dienst der örtlichen, nationalen und internationalen Gemeinschaften steht.

KMC’s bieten nicht nur ein komplettes Kursprogramm für die örtliche Gemeinschaft an, sondern auch Großveranstaltungen wie Dharma Feiern, Nationale Festivals und International Festivals.

KMC’s sind auch Standort der Internationalen Kadampa Tempel, besondere Gebäude, die dem Weltfrieden gewidmet sind. Diese Tempel sind der Öffentlichkeit zugänglich. Schon das bloße Betrachten der Tempel und der gesegneten Statuen, die sich in ihnen befinden, setzt einen Samen tiefen inneren Friedens in den Geist.

KMC’s sind gemeinnützige Organisationen und der jährliche Gewinn wird dem Internationalen Tempel Projekt gespendet.

Im Menü finden Sie Informationen über die einzelnen KMC’s in der ganzen Welt.

Kadampa Dharma Zentren

Kadampa Dharma Zentren

Ein Dharma Zentrum ist ein Ort, an dem Menschen ihr Verständnis und ihre Erfahrung von Buddhas Unterweisungen durch Studium, Praxis und der Einhaltung von moralischer Disziplin verbessern können.

Dharma bedeutet ‘Schutz’. Indem wir Buddhas Unterweisungen praktizieren, schützen wir uns vor Leiden und Problemen. Alle Probleme, die wir im Alltag erfahren entspringen aus Unwissenheit und die Methode Unwissenheit auszulöschen ist Dharma zu praktizieren.

Im Dienst der regionalen Gemeinschaft

Ein Dharma-Zentrum ist eine gemeinnützige Organisation, die Einrichtungen für die regionalen Gemeinschaften bietet, um zu meditieren, Buddhas Unterweisungen anzuhören, an buddhistischen Studienprogrammen teilzunehmen und mit gleichgesinnten Menschen zu diskutieren, alles unter der Anleitung eines qualifizierten Meditationslehrers.

Die Zentren reichen von großen Wohnzentren mit Zweigstellen in ihrer ganzen Umgebung, bis zu kleinen Zentren, die lediglich ein oder zwei Zweigstellen unterhalten.

Diese Zentren stehen jedermann offen. Selbst wenn Buddhismus und Meditation etwas ganz neues für Sie sind, sind sie eingeladen die öffentlichen Veranstaltungen zu besuchen, oder einfach vorbeizuschauen und die Menschen kennen zu lernen.

Ausgewählte Zentren

Verwenden Sie dieses Menü, um eine Auswahl von Zentren aus der ganzen Welt zu sehen.

Finden Sie ein Zentrum in Ihrer Nähe

Zentren des Kadampa-Buddhismus

Zentren

Es gibt 1100 Zentren des Kadampa-Buddhismus und Zweigzentren in 40 Ländern in der ganzen Welt, an denen die Menschen die Unterweisungen Buddhas studieren und praktizieren können.

Suchen Sie ein Zentrum

Diese Zentren stehen jedermann offen und bieten ein komplettes Programm von einführenden Vorträgen, Studienprogrammen und Meditationsretreats an.

Gemeinnützige Organisationen

Alle Kadampa-Zentren sind gemeinnützige Organisationen, die dem Wohl der örtlichen Gemeinschaft gewidmet sind, und ihr gesamter Gewinn wird dem Internationalen Tempel Projekt gespendet.

Unterschiedliche Arten von Zentren

Innerhalb der Neuen Kadampa Tradition (NKT) gibt es ein Angebot verschiedener öffentlicher Zentren:

Verwenden Sie das Menü, um mehr zu erfahren.

Suchen Sie ein Zentrum

So können Sie helfen

So können Sie helfen

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang hat das Internationale Tempelprojekt als ‘ein wunderschönes Geschenk an zukünftige Generationen’ bezeichnet.

Wir sind außerordentlich vom Glück begünstigt, solch eine besondere Gelegenheit zu haben, einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten.

Es gibt viele verschiedene Arten, wie Sie dem Internationalen Tempelprojekt helfen können:

 

Besuchen Sie ein internationales Zentrum

Internationale Zentren sind Kadampa Meditationszentren (KMCs) und Internationale Retreatzentren (IRCs). Diese Zentren bieten viele Kurse und Retreats während des ganzen Jahres an, zu denen auch Internationale Festivals, Nationale Festivals, und Nationale Dharma-Feiern gehören.

Alle Erlöse der Kurse und Retreats in Internationalen Zentren werden dem Internationalen Tempelfonds gespendet. Durch Ihre Teilnahme an diesen Veranstaltungen, führen Sie sinnvolle Handlungen aus und unterstützen die Entwicklung von Kadampa Tempeln weltweit.

Bieten Sie einen Arbeitsbesuch an

In den KMCs und IRCs gibt es immer Arbeit und sehr oft wird die Möglichkeit von Arbeitsbesuchen angeboten. Sie bekommen sieben Tage kostenlose Unterkunft und Vollverpflegung als Gegenleistung für fünf Tage freiwillige Arbeit. Sie haben auch die Gelegenheit während Ihres Aufenthaltes an den Veranstaltungen des Zentrums teilzunehmen.

Manchmal gibt es die Möglichkeit, unmittelbar an einem Tempel mitzuarbeiten. Ansonsten gehören zu den Arbeitsbereichen Projekte, die die Tempel unterstützen. Wie dem auch sei, es ist eine äußerst nutzbringende und sinnvolle Art, Ihre Freizeit zu verbringen.

Informationen zu Arbeitsbesuchen können Sie auf den jeweiligen KMC und IRC Websites finden.

Leisten Sie einen finanziellen Beitrag

Wenn Sie eine einmalige oder regelmäßige Spende zugunsten des Internationalen Tempelfonds machen möchten, können Sie das jederzeit tun.

Es gibt viele Konten für den Internationalen Tempelfonds in verschiedenen Zentren weltweit, wodurch es vielen Menschen möglich ist, vor Ort in ihrer eigenen Währung zu zahlen.

Da diese Konten alle gemeinnützig sind, ist die Spende für den Spender im Normalfall steuerlich absetzbar.

Spenden Sie Online

Beten und widmen Sie

Durch das Erblühen von Kadampa Tempeln in der ganzen Welt werden immer mehr Menschen die Segnungen inneren Friedens empfangen, und durch inneren Frieden wird äußerer Frieden entstehen.

Möge alles was wir tun, um die Entwicklung dieser Tempel zu unterstützen, die Ursache dauerhaften Friedens in dieser Welt für diese und alle zukünftigen Generationen sein.

Danke.

Die Symbolik des traditionellen Tempels

Die Symbolik des traditionellen Tempels

Der folgende Text ist ein Auszug eines Vortrages, den der Erwürdigen Geshe Kelsang anlässlich der Eröffnung des Ersten Kadampa Tempels am ersten August 1997 gegeben hat.

‘Zu Beginn, als wir dieses Gebäude entworfen haben, haben wir das Mandala von Buddha Heruka, der Buddha des Mitgefühls des Höchsten Yoga Tantras, als Vorlage genommen.

Der Tempel hat vier Türen und ist von acht glückverheißenden Zeichen umgeben. An jeder Seite sind über den Torbögen zwei Rehe und ein Dharma Rad. Oben auf der Spitze ist ein goldener fünfzackiger Vajra. Diese Dinge weisen auf die besonderen herausragenden Qualitäten hin und zeigen, dass dieser Tempel ein heiliger Ort ist.

Die vier Torbögen

Die vier Türen symbolisieren die vier Tore der Befreiung. Es sind vier verschiedene Arten von Weisheits-Realisationen die in Essenz des Vajrayanas erklärt werden. Durch diese vier Tore betreten wir den Pfad zur Befreiung. Diese grundlegenden Einsichten sind die Methoden endgültige Befreiung vom Leiden zu erlangen.

Die vier Türen haben die gleiche symbolische Bedeutung wie die vier Gesichter von Heruka. Sie lehren uns, dass wir diese vier Tore durchschreiten müssen, wenn wir die endgültige Befreiung vom Leiden erlangen wollen.

Insofern lehren die vier Türen den spirituellen Pfad. Wann immer wir eine der vier Türen des Tempels sehen, sollten wir uns daran erinnern, dass wir, wenn wir wirklich endgültige Befreiung von allem Leiden und allen Problemen erlangen wollen, eines der vier Tore zur Befreiung durchschreiten müssen. Wann immer wir hineingehen, sollten wir uns vorstellen: “Ich betrete nun den Eingang, das Tor zur Befreiung.” Dieser Gedanke wird besondere Prägungen oder Potentiale in unserem Geist hinterlassen.

Es gibt viele ausführliche Erklärungen zu den vier Toren. Gemäss dem Sutra gibt es drei Tore zur Befreiung, gemäß dem Höchsten Yoga Tantra gibt es vier. Dennoch gibt es hier keinen Widerspruch. Wir können später noch mehr Einzelheiten darüber erfahren.

Die acht glücksverheißenden Zeichen

Dieser Tempel ist von acht glücksverheißenden Zeichen umgeben:

  1. Der kostbare Schirm
  2. Der kostbare Fisch
  3. Die kostbare Vase
  4. Die kostbare Blume
  5. Die kostbare Muschel
  6. Der kostbare Knoten
  7. Das kostbare Siegesbanner
  8. Das kostbare Rad

Sie zeigen uns wie wir dem buddhistischen Pfad zur Erleuchtung folgen .

1 Der kostbare Schirm

Der Schirm symbolisiert den Schirm der buddhistischen Gemeinschaft und lehrt uns, dass die, die den aufrichten Wunsch haben dem buddhistischen Pfad zur Erleuchtung zu folgen, zuerst in die Familie der Buddhisten eintreten sollten. Das heißt, dass wir Zuflucht zu den Drei Juwelen nehmen und Buddhist werden.

Wir sagen nicht, dass Buddhisten gut und andere nicht gut sind. Was wir jedoch sagen ist, dass diejenigen, die dem buddhistischen Pfad zur Erleuchtung folgen wollen, in den Buddhismus eintreten müssen, denn außerhalb des Buddhismus könnt ihr nicht dem buddhistischen Pfad folgen.

So sollten wir ohne Zögern, ohne Zweifel, mit hundertprozentigem Vertrauen eintreten und dann in eine Richtung gehen. Dann werden wir Jahr für Jahr, Monat für Monat Fortschritte machen können. Deshalb ist der erste wichtige Schritt das Eintreten in den Buddhismus. Danach müssen wir verstehen wie wir ihn beginnen, auf ihm fortschreiten und die Stufen des Pfades zur Erleuchtung vollenden.

2 Der kostbare Fisch

Der Fisch symbolisiert Harmonie und Frieden. Er lehrt euch, dass ihr unter diesem Schirm immer in Harmonie und Frieden leben sollt. Wann auch immer ihr einen Fisch seht, erinnert euch bitte daran. Das ist sehr wichtig.

Nicht nur Buddhisten, jede Gemeinschaft, Gesellschaft und Familie, ob es eine große oder kleine Gruppe ist, jeder einzelne sollte in Harmonie und Frieden leben. Das ist natürlich wichtig. Diese beiden miteinander spielenden Fische erinnern euch daran. Sie zeigen, dass sie glücklich, friedvoll und harmonisch sind. Obwohl es Tiere sind, erfreuen sie sich an der Harmonie und an dem Frieden. Und das sollten wir natürlich auch tun.

3 Die kostbare Vase

Die Vase symbolisiert Wohlstand und lehrt uns, dass buddhistische Praktizierende sich immer am inneren Reichtum ihres Vertrauens, ihrer moralischen Disziplin, ihres Studiums und der Praxis des Dharmas, ihres Nutzens für andere, ihres Schamgefühls, ihrer Rücksichtnahme für andere und ihrer Weisheit erfreuen. Dies sind sieben Arten von Wohlstand.

Normalerweise wünscht sich jeder äußeren Wohlstand, Geld und gute äußere Bedingungen. Buddhistische Praktizierende glauben jedoch, dass der innere Reichtum wichtiger ist, denn dieser Reichtum macht uns dauerhaft glücklich und hilft uns in diesem und in zukünftigen Leben.

Der erste Reichtum Vertrauen in den heiligen Dharma macht unseren Geist friedvoll, ruhig und rein, sodass wir alles als rein wahrnehmen. Dann gibt es keine Grundlage für Probleme und Schwierigkeiten, denn wenn der Geist rein ist, nehmen wir alles als rein wahr. Wenn der Geist unrein, negativ, wütend, eifersüchtig ist oder andere falsche Ansichten hat, dann nehmen wir alles als schlecht und unangenehm wahr. Aus einem solchen unreinen Geist entstehen Kritik, Streit, Disharmonie und alle anderen Schwierigkeiten. Vertrauen macht unseren Geist rein und so werden wir reine Wesen.

Während Vertrauen in den heiligen Dharma unseren Geist rein macht, werden durch die Praxis der moralischen Disziplin unsere körperlichen und verbalen Handlungen rein. In dieser Weise verwandeln euch diese Arten von innerem Reichtum in ein reines, heiliges Wesen.

Das Studium und die Praxis des Dharma ist der wichtigste innere Reichtum, denn Weisheit ist überaus nützlich. Sie beschützt uns und andere und lehrt uns alles.

Anderen von Nutzen sein heißt, dass wir anderen materielle Dinge, Dharma Unterweisungen, Liebe und Schutz bzw. Furchtlosigkeit geben – jede Art der Hilfe. Diese Taten kommen aus unserem guten Herzen und sind ganz wundervolle, schöne, innere Eigenschaften.

Der fünfte Reichtum Schamgefühl ist eine besondere innere geistige Eigenschaft. Wir denken zum Beispiel “Diese schlechten Handlungen kann ich nicht begehen, weil ich Buddhist bin, weil ich ein Praktizierender bin”. Oder “Ich kann keine Menschen töten, weil ich selbst ein Mensch bin”. “Ich kann das spirituelle Leben anderer, ihr Glück nicht zerstören, weil ich ein spirituell Praktizierender bin” usw.

Es gibt viele Menschen in der Welt, die das Leben, die Umwelt und das Glück anderer zerstören, einfach aus Mangel an Schamgefühl. Deshalb ist Schamgefühl ein ganz besonderer innerer Reichtum. Er macht Menschen zu besonderen, großen Wesen.

Mit “Rücksichtnahme auf andere* denken wir zum Beispiel “Ich kann keine schlechten Handlungen begehen, weil Menschen dann leiden werden. Ich kann andere Menschen nicht verletzen, weil sie leiden werden”. Wir denken immer, dass die anderen wichtig sind. Zum Beispiel “Ich kann nicht töten, weil dieses Wesen Leiden erfahren wird.” “Ich kann nicht stehen, weil die Menschen dann Schwierigkeiten haben werden.” “Ich kann das Glück anderer nicht zerstören, denn auch ihr Glück ist wichtig.” Diese Haltung ist ein ganz besonderer innerer Reichtum. Er macht uns spirituell reich.

Weisheit* ist unser bester Reichtum – unser bester Freund. Weisheit ist der beste Reichtum, weil wir ihn in jeder Situation, in jedem Land nutzen können. Es besteht keine Gefahr, dass er von Dieben gestohlen werden könnte. Weisheit nützt uns in jeder Situation. Weisheit ist der beste Freund, der uns immer hilft. Er sagt euch alles was ihr tun sollt und was ihr nicht tun sollt. Wenn ihr innere Weisheit habt, dann braucht ihr keinen Rat von anderen; eure Weisheit sagt euch alles, eure Richtung, wohin ihr gehen sollt, alles.

In dieser Weise symbolisiert die Vase Reichtum und lehrt uns, dass wir uns immer am inneren Reichtum des Vertrauens und der Weisheit erfreuen sollen. Wir sollten nicht zu sehr nach den Dingen greifen, auf äußere Freuden hoffen, denn wir wissen nicht, ob sie uns Glück bringen werden oder Leiden. Natürlich brauchen wir menschliches Glück, aber wir sollten weniger danach greifen, weniger Anhaftung haben. Erfreut euch stattdessen an eurem inneren Reichtum, da besteht keine Gefahr – ihr werdet immer glücklich sein.

4 Die kostbare Blume

Die Lotusblume symbolisiert Reinheit. Sie weist darauf hin, dass wir großes Bemühen daransetzen sollen durch die Lebensweise eines Bodhisattvas ein reines Wesen zu werden. Wir sollten ein gutes Herz entwickeln und dann versuchen so zu handeln wie ein Bodhisattva. Das heißt, der Lotus erinnert uns daran, dass wir nicht immer ein unreines, unwissendes Wesen bleiben sollten, sondern danach streben müssen durch die Lebensweise eines Bodhisattvas ein reines Wesen zu werden.

5 Die kostbare Muschel

Die Muschel symbolisiert das Dharma Juwel und lehrt uns, dass wir das Dharma Juwel der Realisation der Stufen des Pfades zur Erleuchtung in unserem Geist erlangen sollen. Diese Realisationen schützen uns direkt vor Leiden und Problemen.

6 & 7 Der kostbare Knoten und das kostbare Siegesbanner

Der unendliche Knoten symbolisiert eine außergewöhnliche Eigenschaft der Realisationen Buddhas – seine Realisation der allwissenden Weisheit. Das Siegesbanner symbolisiert eine außergewöhnliche Eigenschaft dessen was Buddha aufgegeben hat – sein Aufgeben von Verblendungen und falschen Erscheinungen.

Die letzten beiden Zeichen, der unendliche Knoten und das Siegesbanner zusammen betrachtet, weisen darauf hin, dass wir durch das Erreichen von Dharma Juwelen, d.h. der Realisationen der Stufen des Pfades zur Erleuchtung, diesen beiden außergewöhnlichen Eigenschaften eines Buddhas erlangen werden.

8 Das kostbare Rad

Das Dharma Rad weist darauf hin, dass wir, wenn wir die beiden außergewöhnlichen Eigenschaften Buddhas erlangt haben, nun auch fähig sind, alle Lebewesen zur endgültigen Befreiung vom Leiden zu führen. Dies geschieht hauptsächlich durch das Drehen des Dharma-Rades, indem wir Dharma Unterweisungen geben. Das ist unser letztendliches Ziel.

Die acht glücksverheißenden Zeichen zeigen uns, wie wir in den spirituellen Pfad eintreten, auf ihm fortschreiten und ihn vollenden. Zuerst müssen wir die Realisationen der Stufen des Pfades erlangen. Dadurch werden wir die beiden außergewöhnlichen Eigenschaften von Buddha gewinnen. Und hierdurch werden wir in der Lage sein, alle Wesen durch das Geben von Dharma-Unterweisungen zur endgültigen Befreiung von Leiden führen, das ist unser endgültiges Ziel.

Deshalb erinnert euch der Symbolismus dieses Tempels, der von den acht glücksverheißenden Zeichen umgeben ist, daran, dass ihr die Bedeutung dieser Zeichen in die Praxis umsetzen uns sie in euer alltägliches Leben integrieren sollt.

Die Rehe, das Dharma-Rad und der Vajra

Über jedem Torbogen befinden sich zwei Rehe und ein Dharma-Rad. Auf der Spitze des Tempels ist ein Vajra. Diese drei zusammen symbolisieren die Stufen des Pfades zum Höchsten Yoga Tantra. Die acht glücksverheißenden Zeichen symbolisieren ganz allgemein wie wir dem buddhistischen Pfad folgen. Die Rehe, das Dharma-Rad und der höchste Vajra lehren uns die Stufen des Pfades des Höchsten Yoga Tantras.

Das männliche Reh symbolisiert die Realisation großer Glückseligkeit, das weibliche Reh die Realisation von Leerheit und das Dharma-Rad die Vereinigung dieser beiden. Durch das Erreichen der Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit werden wir letztendlich die fünf allwissenden Weisheiten eines Buddhas erlangen. Dies symbolisiert der höchste fünfzackige Vajra.

Der Symbolismus des Tempels ist also folgender: Durch das Fortschreiten in der grundlegenden Praxis, symbolisiert durch die acht glücksverheißenden Zeichen und das Fortschreiten auf dem außergewöhnlichen spirituellen Pfad des Höchsten Yoga Tantras, der die Vereinigung von großer Glückseligkeit und Leerheit ist, werden wir schließlich die fünf allwissenden Weisheiten Buddhas erlangen.

Nun verstehen wir, dass dieser Tempel kein gewöhnlicher, sondern ein sehr heiliger Ort ist.

Der erste Kadampa-Tempel

Der erste Kadampa-Tempel

Der erste Kadampa Tempel wurde am Manjushri KMC in England gebaut. Er wurde im July 1997 vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso eröffnet.

Der Tempel entstand aus Geshe Kelsangs Inspiration, wurde von ihm entworfen und von Kadampa-Buddhisten als ein Geschenk an zukünftige Generationen gebaut und spiegelt die tiefempfundenen Gebete für den Weltfrieden wieder.

‘Wir haben diesen Tempel nicht nur für unseren eigenen Nutzen gebaut, sondern damit in der Zukunft Menschen die großartige Gelegenheit haben, sich an ihm zu erfreuen, auf dem spirituellen Pfad fortzuschreiten und inneren Frieden zu erlangen. Unsere Hauptabsicht ist es, in der Zukunft Menschen die großartige Gelegenheit zu geben, den heiligen Dharma anzuhören und zu praktizieren.’ – Geshe Kelsang Gyatso

Tiefgründiger Symbolismus

Begründet auf dem Mandala Palast von Buddha Heruka, dem erhabenen Buddha des Mitgefühls, symbolisiert jeder Aspekt des Tempels den spirituellen Pfad zur Erleuchtung.

Die vier Torbogen symbolisieren die vier Arten, den Pfad zur Befreiung zu betreten, und die acht glückverheißenden Symbole zeigen, wie man auf dem Pfad fortschreitet.

Die Rehe und das Dharma Rad symbolisieren die letzten Stufen des Pfades zur Erleuchtung. Der Rehbock symbolisiert die Erfahrung von Großer Glückseligkeit, das Reh die Realisation der endgültigen Wahrheit und das Rad die Vereinigung dieser beiden Realisationen.

Schließlich symbolisiert der fünfzackige Vajra auf der Spitze die fünf allwissenden Weisheiten eines Buddha.

Einfach nur den Tempel zu sehen, erinnert uns daran, dass wir alle das Potential haben, die höchsten Ziele zu erreichen, und ermutigt uns, in den spirituellen Pfad einzutreten, mit dem wir diese Ziele realisieren können.

Eine detaillierte Erklärung des Symbolismus des Tempels finden Sie in dem Vortrag des Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso von der Eröffnung des ersten Tempels.

Der Mutter Tempel

Dieser Tempel ist der Mutter Tempel der Neuen Kadampa Tradition und ist der Veranstaltungsort der jährlichen Internationalen NKT Frühlings- und Sommerfestivals.

Er ist ebenfalls der Veranstaltungsort des alljährlichen Internationalen Lehrerausbildungsprogramms, an dem Kadampa Lehrer aus der ganzen Welt teilnehmen.

Das Internationale Tempelprojekt

Das Internationale Tempelprojekt

Das Internationale Tempelprojekt (ITP) wurde vom Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso begründet, mit der Vision einen Tempel des Kadampa-Buddhismusin jeder großen Stadt der Welt zu bauen.

Diese Tempel sind dem Weltfrieden gewidmet, und jeder ist herzlich eingeladen sie zu besuchen und den Frieden und die Stille in ihnen zu genießen.

Schon das bloße Betrachten eines Tempels mit einem glücklichen Geist setzt gute Prägungen in unseren Geist und bringt inneren Frieden.

‘Durch die Kraft dieses besonderen Objektes werden Probleme wie Wut und Anhaftung vermindert.’ Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Unterstützung für das Projekt

Das ITP wird durch freiwillige Spenden getragen sowie durch die Erträge von:

Wie Sie helfen können

Geshe Kelsang hat das Internationale Tempelprojekt als ein ‘wunderschönes Geschenk an zukünftige Generationen’ beschrieben.

Einen Beitrag zu diesem glückverheißenden Projekt zu leisten ist nicht nur außerordentlich nützlich für andere in dieser und allen zukünftigen Generationen, sondern auch eine wundervolle Gelegenheit Verdienste für uns selbst anzusammeln.

Wenn Sie einen Beitrag leisten möchten, wenden Sie sich an Ihr örtliches KMC, oder das internationale Büro der NKTIKBU:

Tempel

Tempel

Ein Tempel des Kadampa-Buddhismus ist ein besonderer, heiliger Ort, an dem wir Segnungen und kraftvolle Eindrücke in unseren Geist empfangen können, die in Zukunft zu tiefem inneren Frieden führen.

In der ganzen Welt werden viele Kadampa-Tempel als Teil des Internationalen Tempel Projektesgebaut.

Einige davon basieren auf einer traditionellen Form und andere haben ein modernes Design. Diese Tempel sind alle dem Weltfrieden gewidmet.

Reines Land

Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso erklärt, dass ein Tempel im wesentlichen ein Reines Land repräsentiert, wie den Tushita-Himmel, in dem Je Tsongkhapa verweilt, oder das Reine Land von Buddha Heruka und Vajrayogini.

Schließlich wird der Tempel, durch die Kraft all der reinen Praxis und aufrichtigen Gebete, die in ihm ausgeführt wurden und die Segnungen der heiligen Wesen ein tatsächlichesReines Land.

Gesegnete Statuen

Kadampa-Tempel haben alle einen wunderschönen Altar in denen Sie prachtvolle Statuen sehen können, die in Kadampa Kunst Studios gefertigt wurden. Schon das bloße Betrachten dieser gesegneten Statuen setzt kraftvolle Prägungen in den Geist, um in Zukunft tiefen inneren Frieden zu erfahren.

Die Tempel sind der Öffentlichkeit für private und Gruppenbesuche zugänglich. Informationen über die Besuchszeiten finden sie auf der jeweiligen Tempelwebseite (siehe Menü).

Jährliche Veranstaltungen

Kadampa-Tempel sind internationale Einrichtungen und jedes Jahr finden dort Großveranstaltungen statt wie Dharma Feiern, Nationale Festivals und Internationale Festivals.

Örtliche Vorträge und Kurse

Örtliche Vorträge und Kurse

Gegenwärtig gibt es 1100 Zentren des Kadampa-Buddhismus und Gruppen in 40 Ländern. Jedes hat einen qualifizierten Meditationslehrer.

Alle diese Zentren bieten regelmäßige Vorträge und Meditationen an, die auf dem Allgemeinen Programm basieren.

Diese Vorträge sind für jedermann geeignet, von Neuanfängern bis zu erfahrenen Praktizierenden. Jeder ist herzlich willkommen.

Die angebotenen Vorträge und Kurse umfassen:

  • Öffentliche Vorträge, abends und mittags
  • Tageskurse
  • Wochenendkurse
  • Kurze Retreats

Viele Zentren bieten auch Veranstaltungen für Kinder an.

Strukturierte Studienprogramme

Kadampa-Zentren bieten auch zwei strukturierte Studienprogramme an – das Grundlagen Programm und das Lehrerausbildungsprogramm.

Diese Programme sind besonders für diejenigen geeignet, die ihr Verständnis und ihre Erfahrung von Buddhas Unterweisungen vertiefen wollen.

 

Dharma-Feiern

Dharma-Feiern

Nationale und regionale Dharma-Feiern werden von den Nationalen Spirituellen Leitern jedes Jahr in verschiedenen Ländern unterrichtet.

Länder in denen Kadampa Zentren bestehen, haben einen Nationalen Spirituellen Leiter, der die spirituelle Entwicklung der Zentren dieses Landes betreut und bei größeren Veranstaltungen, wie Dharma-Feiern, öffentliche Vorträge gibt.

Nachstehend folgt eine Liste demnächst stattfindender Dharma-Feiern.

 

Der Erlös dieser Dharma-Feiern wird dem Internationalen Tempel Projekt gespendet.

 

Nationale Kadampa Festivals

Nationale Kadampa Festivals

Nationale Kadampa-Festivals werden jedes Jahr in verschiedenen Ländern gehalten.

Diese Festivals werden vom Stellvertretenden Spirituellen Leiter der Neuen Kadampa Tradition, Gen-la Kelsang Khyenrab unterrichtet.

Sie bieten eine wunderbare Gelegenheit gleichgesinnte Praktizierende des jeweiligen Landes zu treffen, um Unterweisungen zu hören, Meditation zu praktizieren und zu diskutieren.

Nachstehend folgt eine Liste demnächst stattfindender Nationaler Festivals

DEZEMBER

11 – 14 Italienisches Festival

31 – 05 Januar Australasiatisches Festival

Der Erlös dieser Festivals wird dem Internationalen Tempel Projekt gespendet.

Internationale Kadampa Festivals

Internationale Kadampa Festivals

Internationale Kadampa Festivals sind besondere Kurse, die vom Gründer und Spirituellen Leiter der Neue Kadampa Tradition, dem Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso unterrichtet werden.

Die Festivals beinhalten Unterweisungen und Ermächtigungen vom Spirituellen Leiter, Rückschauen und Meditationen geleitet von langjährigen NKT Lehrern, gesungene Gebete und Darbringungszeremonien sowie Meditationsretreats, um unser Verständnis und unsere Erfahrung zu stabilisieren und vertiefen.

Da die Teilnahme für jedermann möglich ist, sind diese Internationalen Festivals eine wunderbare Gelegenheit buddhistische Praktizierende aus der ganzen Welt zu treffen und unsere Erfahrung und unser Verständnis mit ihnen zu teilen.

Drei Festivals

Es gibt jedes Jahr drei Internationale Festivals:

Festival Tagebücher

Um einen lebendigen Eindruck von einem Internationalen Festival zu erhalten, besuchen Sie die Festival Tagebücher, wo Sie Videos, Fotos und Rückschauen früherer Internationaler Festivals anschauen können.

Unterstützen Sie das Tempel Projekt

Der Erlös dieser Festivals wird dem Internationalen Tempel Projekt gespendet.

Kurse über Buddhismus & Meditation

Veranstaltungen

Zentren des Kadampa-Buddhismusweltweit bieten ganzjährige Programme mit Meditation, Vorträgen, Kursen und Großveranstaltungen an.

Diese Veranstaltungen sind für jedermann geeignet – von Neuanfängern bis zu erfahrenen Praktizierenden.

Vorträge und Kurse in Ihrer Nähe

Alle Zentren bieten öffentliche Vorträge, Tageskurse und Wochenendkurse an, meistens auch Meditationsretreats verschiedener Länge.

An diesen Vorträgen kann jedermann teilnehmen. Sie müssen kein Buddhist sein, um teilzunehmen oder Nutzen daraus zu gewinnen.

Benutzen Sie das Suchen Sie ein Zentrum Eingabefeld oben auf jeder Seite, um ein Zentrum in Ihrer Nähe zu finden, das diese Vorträge anbietet, oder besuchen Sie den Abschnitt Zentren um mehr über Zentren des Kadampa-Buddhismus zu erfahren.

Internationale Festivals

Die alljährlichen Höhepunkte sind für jeden Kadampa-Buddhisten die Internationalen Festivals mit dem Ehrwürdigen Geshe Kelsang Gyatso, welche die Gelegenheit bieten Unterweisungen und Ermächtigungen direkt vom Gründer und Spirituellen Leiter der Neuen Kadampa Tradition zu empfangen.

Nationale Festivals

Jedes Jahr gibt es auch eine Reihe Nationale Festivals mit dem Stellvertretenden Spirituellen Leiter der Neuen Kadampa-Tradition, Gen-la Kelsang Khyenrab.

Dharma-Feiern

Außerdem gibt es nationale und regionale Dharma-Feiern mit den Nationalen Spirituellen Leitern.

Festival Tagebücher und Rückschauen

Um Videos, Fotos und Rückschauen früherer Internationaler Festivals zu sehen, besuchen Sie den Abschnitt Festival Tagebücher.

Um Videos, Fotos und Rückschauen früherer Nationaler Festivals und Dharma-Feiern zu sehen, besuchen Sie den Abschnitt Rückschauen.

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