Kadampa-Buddhismus

Die offizielle Seite der Neuen Kadampa Tradition -
Internationale Union des Kadampa-Buddhismus
Gründer ~ Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Die Objekte der Meditation

Im allgemeinen kann jedes tugendhafte Objekt als Objekt der Meditation dienen.

Entdecken wir, dass unser Geist durch Vertrautwerden mit einem bestimmten Objekt friedvoller und tugendhafter wird, ist dies ein Hinweis dafür, dass dieses Objekt für uns tugendhaft ist. Geschieht das Gegenteil, ist es für uns ein nicht-tugendhaftes Objekt. Viele Objekte sind neutral und haben keine besondere positive oder negative Wirkung auf unseren Geist.

Es gibt viele verschiedene tugendhafte Meditationsobjekte; die bedeutungsvollsten sind aber die Objekte der einundzwanzig Meditationen, beginnend mit “Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen” bis zur Meditation über Leerheit, die endgültige Natur der Phänomene. Diese werden in Das Neue Meditationshandbuch erklärt.

Indem wir uns auf einen qualifizierten Spirituellen Meister verlassen, öffnen wir das Tor zur Dharma-Praxis. Durch die Segnungen unseres Spirituellen Meisters entwickeln wir Vertrauen und Zuversicht in unsere Meditationspraxis und erlangen leicht alle Realisationen der Stufen des Pfades. Aus diesen Gründen müssen wir die Meditation “Sich auf einen Spirituellen Meister verlassen” ausüben.

Wir müssen über unser kostbares menschliches Leben meditieren, um zu erkennen, dass wir jetzt eine besondere Gelegenheit für die Dharma-Praxis besitzen. Wenn wir das großartige Potential dieses Lebens zu schätzen wissen, werden wir es nicht mit sinnlosen Tätigkeiten verschwenden.

Wir müssen über Tod und Vergänglichkeit meditieren, um unser Zögern zu überwinden und um sicherzustellen, dass unsere Dharma-Praxis rein ist, indem wir unsere übermäßige Beschäftigung mit weltlichen Belangen überwinden. Wenn wir Dharma auf reine Art ausüben, ist es nicht so schwierig, Realisationen zu erlangen.

Meditieren wir über die Gefahr einer niederen Wiedergeburt, nehmen wir aufrichtig Zuflucht, vermeiden wir Nichttugend und praktizieren wir Tugend, so schützen wir uns vor einer niederen Wiedergeburt. Wir können dadurch sicherstellen, daß wir Leben für Leben eine kostbare menschliche Wiedergeburt mit allen für die Dharma-Praxis förderlichen Voraussetzungen erlangen.

Wir müssen über die Leiden der Menschen und Götter meditieren, um den spontanen Wunsch nach dauerhafter Befreiung oder Nirvana zu entwickeln. Dieser Wunsch, den man “Entsagung” nennt, ermutigt und bestärkt uns, die Praxis der spirituellen Pfade zu vollenden, die die eigentlichen Methoden sind, vollkommene Befreiung zu erlangen.

Wir müssen über Liebe, Mitgefühl und Bodhichitta meditieren, um unsere Selbst-Wertschätzung zu überwinden und ein “gutes Herz” für alle Lebewesen zu entwickeln und zu bewahren.

Mit diesem “guten Herzen” müssen wir über Ruhiges Verweilen und Höheres Sehen meditieren, damit wir unsere Unwissenheit beseitigen und schließlich ein Buddha werden können, indem wir die zwei Arten von Behinderungen aufgeben.

Einführung

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