Kadampa-Buddhismus

Die offizielle Seite der Neuen Kadampa Tradition -
Internationale Union des Kadampa-Buddhismus
Gründer ~ Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Glossar buddhistischer Ausdrücke

© Geshe Kelsang Gyatso und Tharpa Verlag

Dieses Glossar ist provisorisch. Es darf nur für das private Studium benutzt werden und darf ohne die Zustimmung von Geshe Kelsang Gyatso und des Tharpa Verlages in keiner Form kopiert werden.

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Abhidharma Abhidharma Sanskrit-Wort für ‘Phänomenologie’. Siehe Ozean von Nektar .

Ablenkung Ein verblendeter geistiger Faktor, der zu irgendeinem Objekt der Verblendung abschweift. Siehe Den Geist verstehen.

Absicht Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, seinen primären Geist zum Objekt zu bewegen. Seine Funktion ist es, den Geist mit tugendhaften, nichttugendhaften und neutralen Objekten zu beschäftigen. Alle körperlichen und verbalen Handlungen werden durch den geistigen Faktor Absicht eingeleitet. Siehe Den Geist verstehen.

Acht Freiheiten und zehn Ausstattungen Acht Freiheiten von Behinderungen der spirituellen Praxis und zehn besondere Bedingungen für die spirituelle Praxis, die ein kostbares menschliches Leben charakterisieren. Siehe Freudvoller Weg.

Acht große Söhne Die acht wichtigsten Mahayana-Schüler Buddha Shakyamunis: Avalokiteshvara, Manjushri, Vajrapani, Maitreya, Samantabhadra, Ksitigarbha, Sarvanivaranaviskambini und Akashagarbha. Zur Zeit Buddhas erschienen sie im Aspekt von Bodhisattvas und zeigten, wie die Mahayana-Pfade korrekt praktiziert werden, und halfen die Lehre Buddhas zum Wohl anderer weit zu verbreiten.

Acht unfreie Zustände Acht Zustände, in die wir wiedergeboren werden können. Es sind: Wiedergeburt als Höllenwesen, Wiedergeburt als Hungriger Geist, Wiedergeburt als Tier, Wiedergeburt als gewöhnlicher Gott, Wiedergeburt in einem Land, in dem es keine Religion gibt, Wiedergeburt in einem Land, in dem es keinen Buddhadharma gibt, Wiedergeburt mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung und Wiedergeburt als jemand, der falsche Sichtweisen hat, die den Dharma verneinen. Sie heißen «unfreie Zustände», weil sie einem keine Freiheit lassen, Dharma zu praktizieren. Siehe Freudvoller Weg.

Acht Verse der Geistesschulung (Tib. Lojong Tsig Gyema) Dieser Text, von Bodhisattva Langri Tangpa im 11. Jahrhundert verfasst, enthüllt die Essenz des buddhistischen Mahayana-Pfades zur Erleuchtung. Für einen vollständigen Kommentar siehe Acht Schritte zum Glück.

Acht weltliche Belange Auch als die acht Dharmas bekannt. Die Objekte der acht weltlichen Belange sind Glück und Unglück, Gewinn und Verlust, Lob und Kritik, guter Ruf und schlechter Ruf. Sie heißen weltliche Belange, weil weltliche Menschen sich ständig damit beschäftigen: manche davon wollen sie haben und andere versuchen sie zu vermeiden. Siehe“Allumfassendes Mitgefühl”:/de/books/allumfassendes-mitgefuehl und Freudvoller Weg.

Acht Zeichen der Auflösung Innere Zeichen, dass sich die inneren Winde im Zentralkanal auflösen. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Achtsamkeit Ein geistiger Faktor, dessen Funktion es ist, das Objekt, das der primäre Geist realisiert, nicht zu vergessen. Siehe Den Geist verstehen und Klares Licht der Glückseligkeit.

Achtzig hinweisende Vorstellungen Wir haben zwar zahllose begriffliche Geisteszustände, doch sie alle sind in den achtzig groben Vorstellungen enthalten. Sie heißen «hinweisende Vorstellungen», weil sie schlüssige Gründe sind, die auf die Existenz der subtilen Geistesarten hinweisen, aus denen sie entstehen. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Aggression Ein verblendeter geistiger Faktor, der ein Ansteigen der Ursprungsverblendung Wut ist, die anderen körperlich oder mit der Rede schaden will. Siehe Den Geist verstehen.

Akanishta Ein Reines Land, wo Bodhisattvas Erleuchtung erlangen. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Akshobya Die Manifestation der Anhäufung des Bewusstseins aller Buddhas. Er hat einen blaufarbenen Körper.

Alleiniger Eroberer Ein Hinayana-Praktizierender. Auch bekannt als «Alleiniger Verwirklicher». Siehe auch Hörer.

Alleiniger Friede Ein Hinayana-Nirvana.

Alleiniger Verwirklicher Eine Art von Hinayana-Praktizierenden. Siehe auch Hörer. Siehe Ozean von Nektar.

Allgemeines Bild Das erscheinende Objekt eines begrifflichen Geistes. Der begriffliche Geist hält das allgemeine Bild fälschlicherweise für das Objekt selbst. Wenn wir zum Beispiel an unsere Mutter denken, erscheint unserem begrifflichen Geist ein Bild unserer Mutter, und es scheint diesem Geist, als würde unsere Mutter selbst erscheinen. Das Objekt jedoch, das diesem Geist hauptsächlich erscheint, ist das allgemeine Bild unserer Mutter. Das allgemeine Bild erscheint unserem Geist durch geistiges Ausschließen aller Objekte, die nicht unsere Mutter sind. Es ist deshalb die Erscheinung einer Nicht-Nichtmutter. Es ist als solches, wie alle allgemeinen Bilder, ein beständiges Phänomen, während unsere Mutter selbst unbeständig ist. Siehe Den Geist verstehen.

Allgemeines Bild Das erscheinende Objekt eines begrifflichen Geistes. Ein allgemeines oder geistiges Bild gleicht einer Widerspiegelung dieses Objektes. Ein begrifflicher Geist versteht sein Objekt durch die Erscheinung eines allgemeinen Bildes dieses Objektes, nicht indem er es direkt sieht. Siehe Herz der Weisheit und Den Geist verstehen.

Amitabha Die Manifestation der Anhäufung von Unterscheidung aller Buddhas. Er hat einen rotfarbenen Körper.

Amitayus Ein Buddha, der unser langes Leben, unsere Verdienste und unsere Weisheit vergrößert. Er ist der Freudenkörper-Aspekt Buddha Amitabhas.

Amoghasiddhi Die Manifestation der Anhäufung der zusammensetzenden Faktoren aller Buddhas. Er hat einen grünfarbenen Körper.

Analyse Ein geistiger Faktor, der ein Objekt untersucht, um ein Verständnis von dessen subtiler Natur zu gewinnen. Siehe Den Geist verstehen.

Analytische Meditation Der geistige Prozess der Untersuchung eines tugendhaften Objekts: die Analyse seiner Natur, Funktion, seiner Eigenschaften und anderer Aspekte. Siehe Freudvoller Weg und Das neue Meditationshandbuch.

Anfangslose Zeit Gemäß der buddhistischen Weltsicht gibt es keinen Anfang des Geistes und somit keinen Anfang der Zeit. Deshalb haben alle fühlenden Wesen zahllose frühere Wiedergeburten angenommen.

Angeborene Verblendungen Verblendungen, die nicht das Produkt intellektueller Vermutungen sind, sondern natürlich entstehen. Siehe Den Geist verstehen.

Anhaftung Ein verblendeter geistiger Faktor, der ein verunreinigtes Objekt beobachtet, es als Ursache von Glück ansieht und es haben will. Siehe Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Anhäufungen Im allgemeinen sind alle funktionierenden Dinge Anhäufungen, weil sie eine Anhäufung ihrer Teile sind. Eine Person des Begierde- oder Formbereiches insbesondere hat fünf Anhäufungen: die Anhäufungen von Form, Gefühl, Unterscheidung, zusammensetzenden Faktoren und Bewusstsein. Einem Wesen des formlosen Bereiches fehlt die Anhäufung von Form, es hat aber die anderen vier. Die Formanhäufung einer Person ist ihr Körper. Die verbleibenden vier Anhäufungen sind Aspekte ihres Geistes. Siehe auch verunreinigte Anhäufungen. Siehe Herz der Weisheit.

Anmaßung Ein verblendeter geistiger Faktor, der, durch Anhaftung an Reichtum oder guten Ruf motiviert, vortäuschen will, dass wir Qualitäten besitzen, die wir nicht besitzen. Siehe Den Geist verstehen.

Annäherungs-Retreat Ein Retreat (eine Meditation in Zurückgezogenheit), in dem wir danach streben, uns einer bestimmten Gottheit anzunähern. Dies kann auf zwei Arten verstanden werden: Annäherung in dem Sinne, eine besondere Beziehung mit einem Freund aufzubauen, und Annäherung in dem Sinne, mehr und mehr wie die Gottheit zu werden. Ein Handlungsannäherungs-Retreat ist ein Annäherungs-Retreat, in dem wir eine bestimmte Anzahl Mantras sammeln und den wir mit einer Feuer-Puja abschließen. Siehe Führer ins Dakiniland, Herzjuwel und Tantrische Ebenen und Pfade.

Ansammlung von Verdiensten Eine tugendhafte Handlung, die durch Bodhichitta motiviert ist und eine Hauptursache für die Erlangung des Formkörpers eines Buddhas ist. Beispiele sind: den heiligen Wesen mit Bodhichitta-Motivation Gaben darbringen und vor ihnen Verbeugungen machen, die Praxis der Vollkommenheit des Gebens, der moralischen Disziplin und der Geduld.

Ansammlung von Weisheit Eine tugendhafte geistige Handlung, die durch Bodhichitta motiviert ist und eine Hauptursache für die Erlangung des Wahrheitskörpers eines Buddhas ist. Beispiele sind: mit Bodhichitta-Motivation Unterweisungen über Leerheit zu hören, darüber nachzudenken und zu meditieren.

Anschließender Erkenner Ein vollkommen verlässlicher Erkenner, dessen Objekt in direkter Abhängigkeit von einer schlüssigen Begründung realisiert wird. Das tibetische Wort für anschließend ist «je su» und für anschließenden Erkenner «je pag». Siehe Den Geist verstehen.

Anschließender gültiger Erkenner Ein nichttäuschender Erkenner, der sein verborgenes Objekt in Abhängigkeit von einer schlüssigen Begründung realisiert. Siehe Den Geist verstehen. **

Anstrebender Bodhichitta Ein Geist der die Erleuchtung anstrebt zum Wohl aller Lebewesen, der aber noch nicht die eigentlichen Übungen der Bodhisattva-Schulung ausübt. Dies gleicht jemandem, der die Absicht hat, irgendwo hinzugehen, aber die Reise noch nicht angetreten hat.

Anstrebender Bodhichitta Ein Bodhichitta, der ein bloßer Wunsch ist, Erleuchtung zum Wohle aller Lebewesen zu erlangen. Siehe auch Bodhichitta.

Arhat Sanskrit für «Feindzerstörer». Ein Praktizierender, der alle Verblendungen und ihre Samen durch die Schulung auf den spirituellen Pfaden aufgegeben hat. Er wird niemals wieder in Samsara geboren werden. Das Wort «Feind» bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Verblendungen. Vgl. auch Hörer.

Arya Sanskrit für «Höheres Wesen». Jemand, der eine direkte oder nichtbegriffliche Realisation der Leerheit hat. Es gibt Hinayana Höhere und Mahayana Höhere.

Asanga Ein großer indischer buddhistischer Yogi und Gelehrter des fünften Jahrhunderts, Autor des Handbuchs des Abhidharma. Siehe Sinnvoll leben, freudvoll sterben .

Atisha (982-1054) Ein berühmter indischer buddhistischer Gelehrter und Meditationsmeister. In der Blütezeit des indischen Mahayana-Buddhismus war er Abt des großen buddhistischen Klosters Vikramashila. Später wurde er nach Tibet eingeladen, und das führte zum Wiederaufbau des Buddhismus in Tibet. Er ist der Autor des ersten Textes über die Stufen des Pfades: Eine Lampe für den Pfad. Seine Tradition wurde später als die Kadampa-Tradition bekannt. Siehe Freudvoller Weg.

Aufgabe (Aufgeben) Jede wahre Beendigung. Die Leerheit eines Geistes, der eine Verblendung oder einen anderen Fehler vollständig aufgegeben hat.

Aufmerksamkeit Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, den Geist auf ein bestimmtes Merkmal eines Objektes zu richten. Siehe Den Geist verstehen.

Ausdruckslaut Ein Objekt des Hörens, das sein zum Ausdruck gebrachtes Objekt verständlich macht. Siehe Den Geist verstehen.

Ausführungs-Tantra Siehe Four classes of Tantra.

Äußeres Dakiniland Das Reine Land von Vajrayogini. Siehe Führer ins Dakiniland.

Außergewöhnliche nahe Überlieferungslinie Siehe Kadam Emanation Scripture.

Ausstrahlung / Emanation Belebte oder unbelebte Form, die ein Buddha oder ein hoher Bodhisattva manifestiert, um anderen zu helfen.

Ausstrahlungskörper (Skrt. Nirmanakaya) Ein Formkörper eines Buddhas, der von gewöhnlichen Wesen wahrgenommen werden kann. Im allgemeinen manifestieren sich Buddhas in vielen verschiedenen Formen. Der Aspekt einiger dieser Ausstrahlungen ist weltlich, obwohl sie in ihrer Essenz Buddhas sind. Ein Buddha kann sich auch als Mensch mit Hinayana-Realisationen oder als Bodhisattva manifestieren. Eine Ausstrahlung wie Buddha Shakyamuni, die die zwölf Haupttaten eines Buddhas ausführt, wird «Erhabener Ausstrahlungskörper» genannt. In ihrem äußeren Aspekt ist eine solche Emanation erhaben, aber in ihrer Natur sind alle Wesen, die ein Buddha ausstrahlt, erhabene Wesen, wie weltlich ihr Aspekt auch sein mag. Wir sollten also nicht vom Namen «Erhabener Ausstrahlungskörper» ableiten, dass es höhere und geringere Ausstrahlungen Buddhas gibt. In ihrer Essenz sind alle Ausstrahlungen Buddhas vollerleuchtete Wesen. Vgl. auch Körper eines Buddhas. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Ausübender Bodhichitta Ein Bodhichitta, der durch die Bodhisattva-Gelübde gehalten wird. Siehe auch Bodhichitta.

Ausübender Bodhichitta Nachdem wir die Bodhisattva-Gelübde abgelegt haben, verwandelt sich unser anstrebender Bodhichitta in ausübenden Bodhichitta, der ein Geist ist, der tatsächlich die Übungen ausführt, die zur Erleuchtung führen. Siehe auch Bodhichitta.

Avalokiteshvara Tibetisch «Chenrezig». Die Verkörperung des Mitgefühls aller Buddhas. Zur Zeit Buddha Shakyamunis manifestierte er sich als Bodhisattva-Schüler. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

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Bardo Siehe Intermediate state.

Basis der Leerheit Jedes Phänomen für das inhärente Existenz bei der Realisation seiner Leerheit verneint wird. Da alle Phänomene, einschließlich der Leerheit selbst, leer von inhärenter Existenz sind, sind alle Phänomene eine Basis von Leerheit. In den Sutras der Vollkommenheit der Weisheit in einhunderttausend Zeilen erklärt Buddha, dass alle Phänomene in 108 Kategorien enthalten sind, von Form bis allwissendem Geist, wobei jedes eine Basis von Leerheit ist. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar .

Basis der Zuschreibung Alle Phänomene werden auf ihre Teile zugeschrieben. Deshalb ist jeder einzelne Teil oder die gesamte Ansammlung der Teile jedes Phänomens seine Basis der Zuschreibung. Ein Phänomen wird vom Geist zugeschrieben in Abhängigkeit der Basis der Zuschreibung, die diesem Geist erscheint. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar .

Bedauern Ein geistiger Faktor, der Reue für in der Vergangenheit begangene Handlungen empfindet. Siehe Den Geist verstehen.

Befreiung Nirvana in Sanskrit. Vollständige Freiheit von Samsara und seiner Ursache, den Verblendungen. Siehe Freudvoller Weg. ch

Begehrende Anhaftung Siehe Attachement.

Begierdebereich Der Bereich der Höllenwesen, Hungrigen Geister, Tiere, Menschen, Halbgötter und Götter, die die fünf Objekte der Begierde genießen.

Begrifflicher Geist Ein Gedanke, der sein Objekt durch ein allgemeines oder geistiges Bild festhält. Siehe Den Geist verstehen.

Behar Eine bestimmte Art von bösartigem Geistwesen. Siehe Herzjuwel.

Behinderungen zur Allwissenheit Die Prägungen der Verblendungen, die eine gleichzeitige und direkte Realisation aller Phänomene verhindern. Nur Buddhas haben diese Behinderungen überwunden. Auch «Behinderungen des Wissens» genannt. Siehe Freudvoller Weg.

Behinderungen zur Befreiung Behinderungen, die die Erlangung der Befreiung verhindern. Alle Verblendungen, wie Unwissenheit, Anhaftung und Wut, sowie ihre Samen sind Behinderungen zur Befreiung. Sie werden auch «Verblendungsbehinderungen» genannt. Siehe Freudvoller Weg. ch

Beispiel-Klares-Licht Ein Geist des Klaren Lichts, der die Leerheit mittels eines allgemeinen Bildes realisiert.

Bekenntnis Die Reinigung negativen Karmas mittels der vier Gegenkräfte: der Kraft des Vertrauens, der Kraft des Bedauerns, der Kraft des Gegenmittels und der Kraft des Versprechens. Siehe Das Bodhisattva-Gelübde.

Bemühen Ein geistiger Faktor, der dazu führt, dass sein primärer Geist sich an Tugend erfreut. Siehe Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Benzarahi Ein weiblicher Buddha, der die Manifestation des Feuerelementes aller Buddhas ist. Sie ist die Gefährtin von Buddha Amitabha.

Beobachtetes Objekt Jedes Objekt, auf das der Geist gerichtet ist. Siehe Den Geist verstehen.

Berg Meru Gemäß buddhistischer Kosmologie ein göttlicher Berg, der im Zentrum des Universums steht. ch

Bescheidenheit Ein tugendhafter geistiger Faktor, dessen Hauptfunktion es ist, verblendeten Stolz zu verringern.

Beständiges Phänomen Ein Phänomen, das sich nicht von Moment zu Moment auflöst. ch

Beständiges Phänomen Phänomene sind entweder beständig oder unbeständig. Ein beständiges Phänomen ist ein Phänomen, dem die Merkmale der Erzeugung, des Verweilens und des Auflösung fehlen. ch

Bestätigendes negatives Phänomen Ein Objekt, das durch einen Geist realisiert wird, der ausdrücklich das Objekt des verneinten Objekts beseitigt und indirekt ein positives Phänomen realisiert. Vgl. auch Negatives Phänomen.

Bestreben Ein geistiger Faktor, der sich auf ein begehrtes Objekt richtet und sich dafür interessiert. Siehe Den Geist verstehen.

Bewusstsein Die sechs Bewusstseinsarten oder primären Geistesarten sind das Augenbewusstsein, das Ohrenbewusstsein, das Nasenbewusstsein, das Zungenbewusstsein, das Körperbewusstsein und das geistige Bewusstsein. Siehe Den Geist verstehen.

Bewusstseinsübertragung Powa auf Tibetisch. Eine Praxis zur Übertragung des Bewusstseins in ein Reines Land zum Zeitpunkt des Todes. Siehe Sinnvoll leben, freudvoll sterben und Große Schatzkammer der Verdienste. ch

Bhaga Sanskrit-Wort für das weibliche Geschlechtsorgan.

Bodhichitta Sanskrit für «Erleuchtungsgeist». «Bodhi» bedeutet Erleuchtung und «Chitta» bedeutet Geist. Es gibt zwei Formen des Bodhichittas: konventionellen und endgültigen Bodhichitta. Im allgemeinen bezieht sich der Begriff «Bodhichitta» auf den konventionellen Bodhichitta, der ein primärer Geist ist und, motiviert durch Großes Mitgefühl, spontan die Erleuchtung anstrebt, um allen fühlenden Wesen zu helfen. Es gibt zwei Formen von konventionellem Bodhichitta: anstrebenden und ausübenden Bodhichitta. Endgültiger Bodhichitta ist eine Weisheit, die durch konventionellen Bodhichitta motiviert ist und Leerheit, die endgültige Natur der Phänomene, direkt realisiert. Siehe auch Anstrebender Bodhichitta und Ausübender Bodhichitta. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Bodhisattva Eine Person, die spontanen Bodhichitta entwickelt hat, aber noch kein Buddha geworden ist. Vom dem Moment an, wo ein Praktizierender oder eine Praktizierende nichtkünstlichen oder spontanen Bodhichitta erzeugt, wird er oder sie ein Bodhisattva und betritt den ersten Mahayana-Pfad, den Pfad der Ansammlung. Ein gewöhnlicher Bodhisattva ist jemand, der Leerheit nicht direkt realisiert hat, und ein Höherer Bodhisattva ist jemand, der eine direkte Realisation von Leerheit erlangt hat. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Boshaftigkeit Ein geistiger Faktor, der durch Groll oder Aggression motiviert, in grober Weise reden will. Siehe Den Geist verstehen.**

Brahma Ein weltlicher Gott, der im ersten Formbereich lebt. Siehe Ozean von Nektar .

Buchstabe Ein Aussprechen, das die Grundlage zur Bildung von Namen und Phrasen ist. Siehe Den Geist verstehen. **

Buddha Abstammung Siehe Buddha seed.

Buddha Shakyamuni Der vierte von eintausend Buddhas, die in dieser Welt in diesem Glücklichen Äon erscheinen werden. Die ersten drei waren Krakuchchanda, Kanakamuni und Kashyapa. Der fünfte Buddha wird Maitreya sein. Siehe Einführung in den Buddhismus.

Buddha Ein Wesen, das alle Verblendungen und ihre Prägungen aufgegeben hat. Jedes Lebewesen hat das Potential, ein Buddha zu werden. Siehe Freudvoller Weg.

Buddha Im allgemeinen bedeutet Buddha «Erwachter», jemand, der aus dem Schlaf der Unwissenheit aufgewacht ist und die Dinge so sieht, wie sie wirklich sind. Ein Buddha ist ein Wesen, das vollkommen frei von allen Fehlern und geistigen Behinderungen ist. Es gibt viele Wesen, die in der Vergangenheit Buddhas geworden sind, und es gibt viele, die in der Zukunft Buddhas werden. Siehe auch Buddha Shakyamuni. Siehe Freudvoller Weg.

Buddha-Abstammung-Same Der Ursprungsgeist eines fühlenden Wesens und dessen endgültige Natur. Buddha-Samen, Buddha-Natur und Buddha-Abstammung sind Synonyme. Alle fühlenden Wesen besitzen den Buddha-Samen und haben deshalb das Potential, Buddhaschaft zu erlangen. Siehe Mahamudra-Tantra.

Buddhadharma Siehe Dharma.

Buddha-Familie Es gibt fünf Hauptbuddhafamilien: die Familie von Vairochana, Ratnasambhava, Amitabha, Amoghasiddhi und Akshobya. Es sind jeweils die fünf gereinigten Anhäufungen – die Anhäufung von Form, Gefühl, Unterscheidung, zusammensetzenden Faktoren und Bewusstsein – und jeweils die fünf erhabenen Weisheiten – die erhabene spiegelgleiche Weisheit, die erhabene Weisheit der Gleichheit, die erhabene Weisheit der individuellen Realisation, die erhabene Weisheit der Vollendung von Tätigkeiten und die erhabene Weisheit des Dharmadhatu. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste .

Buddha-Land Die reine Umgebung eines Buddhas.

Buddha-Natur Siehe Buddha seed.

Buddhisten Alle, die aus der Tiefe ihres Herzens Zuflucht zu den Drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha nehmen. Siehe Einführung in den Buddhismus.

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Chakra Siehe Channel wheel.

Chakravatin-König Ein vom Glück äußerst begünstigtes Wesen, das durch die Ansammlung einer großen Menge von Verdiensten als König wiedergeboren wurde, der die Herrschaft über alle oder zumindest einen der vier Kontinente hat, die in der buddhistischen Kosmologie beschrieben werden. Derzeit gibt es in unserer Welt keine Chakravatin-Könige, und niemand besitzt die absolute Herrschaft über unseren Kontinent Jambudipa. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste .

Chandrakirti (ca. 7. Jh) Ein großer indischer buddhistischer Gelehrter und Meditationsmeister, der neben vielen anderen Büchern den bekannten Leitfaden zum Mittleren Weg geschrieben hat. Darin beschreibt er klar die Sicht der Madhyamika-Prasangika-Schule gemäß den Unterweisungen, die Buddha in den Sutras der Vollkommenheit der Weisheit gegeben hat. Siehe Ozean von Nektar .

Charavaka Eine nichtbuddhistische, nihilistische Schule, die zu Lebzeiten Buddhas verbreitet war. Sie verneinte anschließende Erkenner, die Wiedergeburt, die karmischen Gesetze usw. und ermutigte zu einer hedonistischen Lebenseinstellung. Siehe Ozean von Nektar und Den Geist verstehen.

Chekhawa Bodhisattva (1102-1176 n. Chr.) Ein großer Kadampa-Bodhisattva, der den Text Geistesschulung in sieben Punkten verfasste, ein Kommentar zu Geshe Langri Tangpas Acht Verse der Geistesschulung. Er verbreitete das Studium und die Praxis der Geistesschulung in ganz Tibet. Siehe Allumfassendes Mitgefühl.

Chenrezig Siehe Avalokiteshvara.

Chittamatra Die niedere der zwei Schulen der Mahayana-Lehrsätze. «Chittamatra» bedeutet «nur Geist». Gemäß dieser Schule haben alle Phänomene die gleiche Natur wie der sie festhaltende Geist. Sie behauptet auch, dass abhängige Phänomene wahrhaft existierend seien, aber nicht außerhalb des Geistes existierten. Ein Chittamatrin ist ein Befürworter der Chittamatra-Lehrsätze. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Chittamatra Die niedere der zwei Schulen der Mahayana-Lehrsätze. «Chittamatra» bedeutet «nur Geist». Sie wird so genannt, weil sie behauptet, dass alle Phänomene bloß von der Natur des Geistes sind. Ein Chittamatrin ist ein Befürworter der Chittamatra-Lehrsätze. Siehe Ozean von Nektar .

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Dakas Siehe Dakinis.

Dakiniland Das Reine Land von Heruka und Vajrayogini. «Keajra» in Sanskrit und «Dagpa Khachö» in Tibetisch. Siehe Führer ins Dakiniland.

Dakinis Weibliche tantrische Buddhas und Frauen, die das Sinn-Klare-Licht realisiert haben. Dakas sind die männliche Entsprechung. Siehe Führer ins Dakiniland.

Dalai Lama Dieser Titel, der «Ozeangleicher Lama» bedeutet, wurde Sönam Gyatso vom mongolischen Herrscher Altan Khan verliehen. Zwar war er der erste, der so genannt wurde, dennoch wurde er als der Dritte Dalai Lama bekannt. Seine beiden früheren Inkarnationen, Je Gendundrub und Je Gendun Gyatso, erhielten posthum den Titel Erster und Zweiter Dalai Lama. Siehe Herzjuwel.

Damaru Eine kleine Handtrommel, die für tantrische Rituale gebraucht wird. Das Spiel des Damaru symbolisiert das Sammeln der äußeren Dakinis in unserem Körper. Es wird auch als Musikdarbringung an die Buddhas verwendet.

Dämon Mara bedeutet Dämon in Sanskrit und bezieht sich auf alles, was die Erlangung der Befreiung oder Erleuchtung behindert. Es gibt vier Hauptarten von Dämonen: den Dämon der Verblendungen, den Dämon der verunreinigten Anhäufungen, den Dämon des unkontrollierten Todes und die Devaputra-Dämonen. Nur die letzten dieser Aufzählung sind wirkliche fühlende Wesen. Der wichtigste Devaputra-Dämon ist der zornvolle Ishvara, der höchste der Götter des Begierdebereiches. Er bewohnt das «Land des Kontrollierens der Ausstrahlungen». Buddha wird «Eroberer» genannt, weil er alle vier Arten von Dämonen besiegt oder erobert hat. Siehe Herz der Weisheit.

Darbringung an den Spirituellen Meister Lama Chöpa auf Tibetisch. Ein besonderer Guru-Yoga von Je Tsongkhapa, in dem unser Spiritueller Meister im Aspekt Lama Losang Tubwang Dorjechangs visualisiert wird. Die Anweisung zu dieser Praxis wurde von Buddha Manjushri in der Kadam-Emanationsschrift enthüllt und vom Ersten Panchen Lama niedergeschrieben. Es ist eine wesentliche vorbereitende Praxis für Vajrayana-Mahamudra. Ein vollständiger Kommentar ist in Große Schatzkammer der Verdienste zu finden.

Degenerierte Zeiten Ein Zeitabschnitt, in dem die spirituelle Aktivität degeneriert.

Der Allumfassend Gute (Der Nur-Gute) Ein deutscher Name für Samantabhadra, einen Bodhisattva, der berühmt war für seine umfangreichen Darbringungen. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste

Dharma Buddhas Lehre und die inneren Realisationen, die in Abhängigkeit ihrer Praxis erlangt werden. Dharma bedeutet Schutz. Indem wir Buddhas Lehre praktizieren, schützen wir uns selbst vor Leiden und Problemen. Siehe Freudvoller Weg.

Dharma-Beschützer Manifestation eines Buddhas oder Bodhisattvas, deren Hauptfunktion das Beseitigen von Hindernissen und das Beschaffen aller notwendigen Bedingungen für rein Dharma-Praktizierende ist. Auf Sanskrit auch «Dharmapala» genannt. Siehe Herzjuwel.

Dharmadhatu Die endgültige Wahrheit der Phänomene.

Dharmakaya Sanskrit-Wort für den Wahrheitskörper eines Buddhas.

Dharmakirti Ein großer, indischer buddhistischer Yogi und Gelehrter, der den Kommentar zum gültigen Erkennen verfasste, einen Kommentar zum Handbuch des gültigen Erkennens, das von seinem Spirituellen Meister Dignaga geschrieben wurde. Siehe Den Geist verstehen.

Dharmapala Siehe Dharma Protector.

Dharma-Rad Buddha hat seine Unterweisungen in drei wesentlichen Phasen gegeben, die als die «Drei Drehungen des Dharma-Rades» bekannt sind. Während der ersten Drehung lehrte er die Vier Edlen Wahrheiten, während der zweiten lehrte er die Sutras der Vollkommenheit der Weisheit und enthüllte die Sicht der Madhyamika-Prasangika, und während der dritten lehrte er die Chittamatra-Sicht. Diese Unterweisungen wurden entsprechend der Neigung und Veranlagung der Schüler gegeben. Buddhas endgültige Sicht ist die der zweiten Drehung des Rades. Der Dharma wird mit dem kostbaren Rad verglichen, einem der Güter eines legendären Chakravatin-Königs. Dieses Rad konnte den König über große Distanzen hinweg in sehr kurzer Zeit transportieren, und es hieß, dass dort, wo das kostbare Rad hinging, der König regierte. Ganz ähnlich hieß es, dass Buddha das Dharma-Rad drehte, als er den Pfad zur Erleuchtung enthüllte, weil verblendete Geisteszustände unter Kontrolle gebracht werden, wo auch immer diese Lehre zugegen ist.

Dharma-Rad Sammlung von Buddhas Lehre. Manchmal wird dieser Ausdruck verwendet, um das Herzkanalrad zu bezeichnen, weil das der Ort ist, wo wir den Dharmakaya visualisieren, die Quelle des Dharma-Rades. Siehe auch Rad des Dharmas.

Die tugendhafte Tradition Siehe Gelugpa.

Die Vier Unermesslichen Unermesslicher Gleichmut, unermessliche Liebe, unermessliches Mitgefühl und unermessliche Freude. Sie heißen so, weil wir sie praktizieren, indem wir alle Lebewesen, deren Zahl unermesslich ist, als unser beobachtetes Objekt nehmen. Siehe Freudvoller Weg.

Dignaga Ein großer, indischer buddhistischer Yogi und Gelehrter, der eine Reihe von Texten über Logik und Erkennen verfasste. Am berühmtesten ist das Handbuch des gültigen Erkennens. Siehe Den Geist verstehen.

Direkter gültiger Erkenner Ein nichttäuschender Erkenner, der sein manifestes Objekt festhält. Siehe Den Geist verstehen.

Direktwahrnehmer (tib. ngön sum) Ein Erkenner, der sein manifestes Objekt festhält. Gemäß den niederen buddhistischen Schulen ist ein Direktwahrnehmer notgedrungen nichtbegrifflich, aber gemäß den Madhyamika-Prasangikas enthalten Direktwahrnehmer die anschließenden Momente eines anschließenden Erkenners, die begriffliche Geisteszustände sind. Siehe Den Geist verstehen.

Dorje Shugdän Ein Dharma-Beschützer, der eine Ausstrahlung des Weisheits-Buddhas Manjushri ist. Siehe Herzjuwel.

Drei Bereiche Die drei Ebenen in Samsara: der Begierdebereich, der Formbereich und der formlose Bereich. Die Wesen des Begierdebereiches haben starke Verblendungen, die Wesen des Formbereiches haben subtilere Verblendungen, und die Wesen des formlosen Bereiches haben sehr subtile Verblendungen. Vgl. auch Begierdebereich, Formbereich und Formloser Bereich.

Drei Hauptaspekte des Pfades Die Realisationen von Entsagung, Bodhichitta und Leerheit realisierender Weisheit. Siehe Freudvoller Weg.

Drei Höhere Schulungen Schulung in moralischer Disziplin, Konzentration und Weisheit, motiviert durch Entsagung oder Bodhichitta.

Drei Juwelen Die drei Objekte der Zuflucht: Buddha-Juwel, Dharma-Juwel und Sangha-Juwel. Sie werden «Juwelen» genannt, weil sie sowohl selten als auch kostbar sind. Siehe Freudvoller Weg.

Drei Welten Im Zusammenhang mit diesem Text bezieht sich «Welten» auf «Bereiche». Die «drei Welten» sind deshalb der Begierde-, der Form- und der formlose Bereich, die die drei Ebenen in Samsara sind. Der Begierdebereich ist die Umgebung der Hölle, Hungrigen Geister, Tiere, Menschen, Halb-Götter und Götter, die die fünf Objekte des Begehrens genießen. Der Formbereich ist die Umgebung der Götter, die Form besitzen. Der formlose Bereich ist die Umgebung der Götter, die keine Form besitzen.

Drei Zeiten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Dromtönpa (1004 – 1064) Atishas führender Schüler. Siehe Freudvoller Weg.

Dualistische Erscheinung Die Erscheinung eines Objektes des Geistes, die zusammen mit der inhärenten Existenz dieses Objektes auftritt. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar .

Dumpfheit Ein verblendeter geistiger Faktor, der die Funktion hat, sowohl den Körper als auch den Geist schwer und unbeweglich zu machen. Siehe Den Geist verstehen.

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Ebene/Spirituelle Ebene Eine klare Realisation, die als Grundlage für viele gute Qualitäten dient. Eine klare Realisation ist eine Realisation, die durch spontane Entsagung oder Bodhichitta gehalten wird. Die zehn Ebenen sind die Realisationen der Höheren Bodhisattvas. Es sind: Sehr Freudvoll, Makellos, Leuchtend, Strahlend, Schwer zu überwinden, Sich nähernd, Weit gegangen, Unbeweglich, Gute Intelligenz und Wolke des Dharmas. Siehe auch Pfad/Spiritueller Pfad. Siehe Ozean von Nektar.

Einmal-Wiederkehrender Siehe Hearer.

Element (tib. kham) Die Natur jedes Phänomens. Alle Phänomene haben ihre eigene Natur. Sie alle sind in den achtzehn Elementen enthalten. Vgl. auch Vier Elemente. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Elemente, vier „Jung wa“ auf Tibetisch. Erde, Wasser, Feuer und Wind. Man kann sagen, dass alle Materie aus einer Kombination dieser vier Elemente zusammengesetzt ist. Es gibt vier innere Elemente (diejenigen, die mit dem Kontinuum einer Person verbunden sind) und vier äußere Elemente (diejenigen, die nicht mit dem Kontinuum einer Person verbunden sind). Diese vier Elemente sind nicht das Gleiche wie die Erde eines Feldes, das Wasser eines Flusses usw. Vielmehr sind die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Wind im weitesten Sinne die Eigenschaften von Festigkeit, flüssigem Zustand, Hitze und Bewegung.

Endgültige Natur Alle Phänomene haben eine zweifache Natur: eine konventionelle Natur und eine endgültige Natur. Form und Farbe eines Tisches z. B. und der Tisch selbst usw. sind die konventionelle Natur des Tisches, und das Fehlen von inhärenter Existenz ist die endgültige Natur des Tisches. Die konventionelle Natur eines Phänomens ist eine konventionelle Wahrheit, und seine endgültige Natur ist eine endgültige Wahrheit. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Endgültige Wahrheit Die endgültige Natur aller Phänomene, Leerheit. Siehe Herz der Weisheit, Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Endgültiger Bodhichitta Eine Weisheit, die durch konventionellen Bodhichitta motiviert ist und Leerheit direkt realisiert. Siehe Allumfassendes Mitgefühl und Große Schatzkammer der Verdienste.

Engergiewinde Siehe Innere Winde.

Entsagung Der Wunsch, von Samsara frei zu werden. Siehe Freudvoller Weg.

Erhabene Weisheit Siehe Exalted awareness.

Erhabener Ausstrahlungskörper Ein besonderer Ausstrahlungskörper, der die 32 Hauptzeichen und 80 Nebenmerkmale zeigt und von gewöhnlichen Wesen nur gesehen werden kann, wenn sie sehr reines Karma haben. Siehe auch Buddhas Körper und Ausstrahlungskörper.

Erhabenes Gewahrsein Eine spirituelle Realisation, die die Natur ihres Hauptobjekts perfekt kennt. Manchmal auch «erhabene Weisheit» genannt. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Erlangung (Skrt. Siddhi). Es gibt zwei Arten von Erlangungen: allgemeine und höchste. Allgemeine Erlangungen können in vier Hauptkategorien eingeteilt werden: befriedende Erlangungen (die Fähigkeit, Negativität zu reinigen, Hindernisse zu überwinden und Krankheiten zu heilen), vermehrende Erlangungen (die Fähigkeit, Dharma-Realisationen, Verdienste, Lebensspanne und Reichtum zu vermehren), kontrollierende Erlangungen (die Fähigkeit, den eigenen Geist und die eigenen Handlungen sowie den Geist und die Handlungen anderer zu kontrollieren) und zornvolle Erlangungen (die Fähigkeit, zornvolle Handlungen zu gebrauchen, wo sie angebracht sind, um anderen zu helfen). Höchste Erlangungen sind die besonderen Realisationen eines Buddhas. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Erleuchtung Jedes Wesen, das vollständig frei von den zwei Behinderungen geworden ist, die die Wurzel aller Fehler sind, hat volle Erleuchtung erlangt. Die zwei Behinderungen sind die Behinderungen zur Befreiung (die Verblendungen) und die Behinderungen zur Allwissenheit (die Prägungen der Verblendungen). Siehe Freudvoller Weg.

Erleuchtung Normalerweise die volle Erleuchtung der Buddhaschaft. Es gibt drei Ebenen der Erleuchtung: die kleine Erleuchtung oder die Erleuchtung eines Hörers, die mittlere Erleuchtung oder die Erleuchtung eines Alleinigen Eroberers, und die große Erleuchtung oder die Erleuchtung eines Buddhas. Eine Erleuchtung ist eine Befreiung und eine wahre Beendigung. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Erleuchtungsgeist Siehe Bodhichitta.

Ermächtigung Eine besondere potentielle Kraft, alle vier Buddha-Körper zu erlangen, die ein tantrischer Praktizierender von seinem Guru oder anderen heiligen Wesen mittels eines tantrischen Rituals empfängt. Es ist das Tor zum Vajrayana-Pfad. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Große Schatzkammer der Verdienste, Führer ins Dakiniland und Tantrische Ebenen und Pfade.

Erscheinendes Objekt Im allgemeinen ein Objekt, das dem Geist erscheint. Im Zusammenhang mit der Meditation der Erzeugungsstufe ist das erscheinende Objekt das Mandala und die Gottheiten. Siehe Den Geist verstehen.

Erzeugungsstufe Eine Realisation eines kreativen Yogas, die als Ergebnis der reinen Konzentration in der Praxis «die drei Körper in den Pfad bringen» vor der Erlangung der eigentlichen Vollendungsstufe erreicht wird. In dieser Praxis erzeugt man sich selbst im Geist als tantrische Gottheit und die Umgebung als Mandala dieser Gottheit. Die Meditation über die Erzeugungsstufe wird «kreativer Yoga» genannt, weil ihr Objekt durch korrekte Vorstellung erschaffen oder erzeugt wird. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade und Mahamudra-Tantra.

Essenz des Glücks Eine kurze Puja, die aus den Gebeten für die sechs vorbereitenden Übungen besteht. Vgl. auch Vorbereitende Übungen. Siehe Freudvoller Weg.

Extrem der Angst Auch als «das Extrem des Alleinigen Friedens» bekannt. Dies bezieht sich darauf, sich vor den Leiden Samsaras zu fürchten und infolgedessen allein für sich selbst nach Befreiung zu streben.

Extrem der Angst Eine Angst vor den Leiden Samsaras, die einen dazu führt, nur für einen selbst Befreiung anzustreben. Auch als das «Extrem des Alleinigen Friedens» bekannt.

Extrem der Anhaftung Anhaftung an die wahre Existenz der Phänomene, die bewirkt, dass man aufgrund von Verblendung und Karma in Samsara bleibt. Auch als das «Extrem von Samsara» bekannt.

Extrem der Anhaftung Auch als «das Extrem von Samsara» bekannt. Dies bezieht sich darauf, an wahrer Existenz angehaftet zu sein und daher, aufgrund von Verblendung und Karma, in Samsara zu bleiben.

Extreme Sicht Eine verblendete Sicht, die das Ich, das das vorgestellte Objekt der Sicht der vergänglichen Ansammlung ist, beobachtet, und an ihm entweder als beständig oder als beim Tod völlig endend festhält. Siehe Den Geist verstehen.

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Faden des Brahmanen Der tibetische Ausdruck für Faden des Brahmanen ist «tsang pi kupa». «Tsang pa» bedeutet «Reinheit» und «kupa» bedeutet «Faden». Daher ist der Faden des Brahmanen ein ritueller Faden, der die nichtbegriffliche allwissende Weisheit symbolisiert, die vollkommene Reinheit ist.

Fahrzeug/Spirituelles Fahrzeug Ein erhabenes Gewahrsein, das zu unserem letzten spirituellen Ziel führt. Vgl. auch Pfad, Hinayana, Mahayana und Vajrayana. Siehe Freudvoller Weg und Tantrische Ebenen und Pfade.

Falsche moralische Disziplin und falsches Verhalten als für das höchste halten Eine verblendete Sicht, die irgendeine falsche moralische Disziplin oder falsches Verhalten als korrekt ansieht und sie als anderen Formen von moralischer Disziplin oder Verhalten überlegen betrachtet. Siehe Den Geist verstehen.

Falsche Sicht Ein intellektuell gebildetes falsches Gewahrsein, das die Existenz eines Objektes verneint, dessen Verständnis notwendig ist, um Befreiung oder Erleuchtung zu erlangen, zum Beispiel das Verneinen der Existenz erleuchteter Wesen, von Karma oder Wiedergeburt. Siehe Freudvoller Weg.

Falsches Gewahrsein Ein Erkenner, der in Bezug auf sein Objekt des Befassens fehlerhaft ist. Siehe Den Geist verstehen.

Falsches Gewahrsein Ein Erkenner, der sich hinsichtlich seines Objekts des Befassens oder des festgehaltenen Objekts täuscht.

Faulheit Ein verblendeter geistiger Faktor, der, durch Anhaftung an weltliche Vergnügen oder weltliche Tätigkeiten motiviert, eine Abneigung gegen tugendhafte Handlungen hat. Es gibt drei Arten von Faulheit: Faulheit, die durch Anhaftung an weltliche Vergnügen entsteht, Faulheit, die durch Anhaftung an ablenkende Tätigkeiten entsteht und Faulheit, die durch Entmutigung entsteht. Siehe Freudvoller Weg und Den Geist verstehen. ch

Fehlerhafte Erscheinung Ein Objekt, dessen scheinbare Erscheinung nicht mit seiner wirklichen Form der Existenz übereinstimmt.

Fehlerhafter Geist Ein Geist, der sich in Bezug auf das ihm erscheinende Objekt irrt. Obwohl sich jeder Geist eines gewöhnlichen Wesens irrt, ist er nicht notgedrungen falsch. Ein falscher Geist ist ein Geist, der sich in Bezug auf das Objekt irrt, mit dem er sich befasst. Daher ist unser Augengewahrsein, das diese Seite wahrnimmt, ein fehlerhafter Geist, weil die Seite als inhärent existierend erscheint, aber es ist ein korrekter Geist, weil er die Seite korrekt als Seite festhält. Siehe Den Geist verstehen. *

Feindzerstörer (Skrt. Arhat) Ein Praktizierender, der alle Verblendungen und ihre Samen durch die Schulung auf den spirituellen Pfaden aufgegeben hat. Er wird niemals wieder in Samsara geboren werden. Das Wort «Feind» bezieht sich in diesem Zusammenhang auf die Verblendungen. Vgl. auch Hörer

Feld für die Ansammlung von Verdiensten Die Drei Juwelen. Genauso wie äußere Samen in einem Feld aus Erde wachsen, so wachsen die inneren Samen, die durch tugendhafte Handlungen geschaffen wurden, in Abhängigkeit von Buddha, Dharma und Sangha. Auch «Verdienstfeld» genannt. Siehe Freudvoller Weg und Große Schatzkammer der Verdienste.

Festhalten am Selbst Ein begrifflicher Geist, der glaubt, dass jedes Phänomen inhärent existiert. Der am Selbst festhaltende Geist verursacht alle anderen Verblendungen, wie Wut und Anhaftung. Er ist der eigentliche Grund für alles Leid und alle Unzufriedenheit. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Festhalten Ein Objekt festhalten bedeutet es zu halten. Ein Objekt festhalten und ein Objekt wahrnehmen sind keine synonymen Begriffe. Gewisse Geistesarten nehmen Objekte wahr, halten sie aber nicht fest. Zum Beispiel nimmt unser Augengewahrsein, das diese Seite festhält, eine inhärent existierende Seite wahr, aber es hält sie nicht fest. Weil es die Seite als inhärent existierend wahrnimmt, ist es ein fehlerhaftes Gewahrsein, aber weil es nicht eine inhärent existierende Seite festhält, ist es kein falsches Gewahrsein. Falsche Gewahrseinsarten nehmen ihre falschen Objekte nicht nur wahr, sondern halten sie auch fest.

Feuer-Gottheit Die Gottheit, der wir die Feuerdarbringung anbieten, beispielsweise in der Praxis von Heruka. Eine Feuer-Gottheit kann entweder irdisch oder überirdisch sein. Irdische Feuer-Gottheiten sind nicht wirkliche irdische Wesen, sondern sie erscheinen im Aspekt irdischer Wesen.

Form, die eine Phänomenenquelle ist Eine Form, die nur dem geistigen Gewahrsein klar erscheint. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade und Ozean von Nektar.

Formbereich Die Umgebung der Götter, die Form besitzen.

Formkörper Der Freudenkörper und der Ausstrahlungskörper eines Buddhas. Siehe auch Körper eines Buddhas.

Formloser Bereich Der Bereich der Götter, die keine Form besitzen

Freudenkörper (Skrt. Sambhogakaya) Ein subtiler Formkörper eines Buddhas, der nur von Höheren Wesen des Mahayana wahrgenommen werden kann. Siehe auch Körper eines Buddhas. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Freudvolles Land Siehe Ganden.

Fühlendes Wesen Sem chän auf Tibetisch. Jedes Wesen, das einen von Verblendungen oder deren Prägungen verunreinigten Geist besitzt. «Fühlendes Wesen» und «Lebewesen» sind Ausdrücke, um Wesen, deren Geist von der einen oder anderen Behinderung verunreinigt ist, von den Buddhas zu unterscheiden, deren Geist völlig frei von diesen Behinderungen ist.

Fünf abscheuliche Handlungen Das sind die fünf schlimmsten negativen Handlungen: den eigenen Vater töten, die eigene Mutter töten, einen Feindzerstörer töten, das Blut eines Buddhas mit schädigender Absicht vergießen und Zwietracht innerhalb der Sangha- oder Dharma-Gemeinschaft säen. Auch als die «fünf Handlungen sofortiger Vergeltung» bekannt.

Fünf allwissende Weisheiten Siehe Five exalted wisdoms.

Fünf Elemente (tib. jung wa) Erde, Wasser, Feuer, Wind und Raum. Es gibt fünf innere Elemente (diejenigen, die mit dem Kontinuum einer Person verbunden sind) und fünf äußere Elemente (diejenigen, die nicht mit dem Kontinuum einer Person verbunden sind).

Fünf erhabene Weisheiten Buddhas allwissende Weisheit hat fünf Teile: (1) die erhabene spiegelgleiche Weisheit, die alle Phänomene gleichzeitig wahrnimmt, so wie ein Spiegel die Objekte reflektiert; (2) die erhabene Weisheit der Gleichheit, die realisiert, dass alle Phänomene in der Leerheit gleich sind; (3) die erhabene Weisheit der individuellen Realisation, die jedes einzelne Phänomen direkt realisiert; (4) die erhabene Weisheit der Vollendung von Tätigkeiten, deren Funktion die Vollendung aller Tätigkeiten eines Buddhas ist; und (5) die erhabene Weisheit des Dharmadhatu, die den Dharmadhatu realisiert, die endgültige Natur aller Phänomene.

Fünf Stufen der Vollendungsstufe Im allgemeinen bezieht es sich auf die isolierte Rede, den isolierten Geist, den Illusorischen Körper, das Klare Licht und die Vereinigung. Manchmal wird es benutzt, um sich auf die fünf Stufen der Segnung des Selbst und so weiter zu beziehen. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Fünf Verblendungen Im Zusammenhang mit dem Segnen der inneren Darbringung sind die fünf Verblendungen: Festhalten am Selbst, Anhaftung, Geiz, Neid und Verwirrung. Siehe Führer ins Dakiniland.

Fünfunddreißig Bekenntnis-Buddhas 35 Buddhas, die die besondere Kraft haben, die Negativität und die Übertretungen derjenigen zu reinigen, die ihre Namen mit Vertrauen rezitieren. Siehe Das Bodhisattva-Gelübde.

Funktionierende Sache Ein Phänomen, das in einem Moment erschaffen wird und zerfällt. Synonyme sind unbeständiges Phänomen, Sache und Produkt.

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Ganden Lhagyäma Siehe Hundreds of Deities of the Joyful Land.

Ganden «Tushita» in Sanskrit, «Freudvolles Land» auf deutsch. Das Reine Land Buddha Maitreyas. Sowohl Je Tsongkhapa als auch Atisha gingen in dieses Reine Land, als sie gestorben waren. Es ist auch der Name des Klosters in Tibet, das Je Tsongkhapa gründete, und der besonderen Lehre, die Je Tsongkhapa enthüllte. Siehe Herzjuwel.

Gändhavajra Die Leerheit des Geruchs, die in der Form einer Darbringungsgöttin erscheint. Siehe Führer ins Dakiniland.

Geben Ein tugendhafter geistiger Entschluss zu geben oder eine körperliche oder sprachliche Handlung des Gebens, die durch einen tugendhaften Geisteszustand motiviert ist. Es gibt drei Arten des Gebens: materielle Dinge geben, Dharma geben und Furchtlosigkeit geben. Siehe Freudvoller Weg.

Geduld Ein tugendhafter Entschluss, Schaden, Leiden oder tiefgründigen Dharma geduldig zu ertragen.

Geduld Ein tugendhafter Geist, der jede Art von Leiden oder Schaden ertragen kann.

Geflüsterte Ensa-Überlieferungslinie Ein anderer Name für die Außergewöhnliche Geflüsterte Überlieferungslinie der tugendhaften Tradition. Vgl. auch Kadam-Emanationsschrift.

Gefühl Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, angenehme, unangenehme oder neutrale Objekte zu erfahren. Siehe Den Geist verstehen.

Gegenkräfte Vier Kräfte, die essentiell für eine erfolgreiche Reinigung sind: die Kraft des Vertrauens, die Kraft des Bedauerns, die Kraft der Gegenkraft und die Kraft des Versprechens. Siehe Das Bodhisattva-Gelübde, Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten. ch

Geheimes Mantra Synonym für Tantra. Die Unterweisungen des Geheimen Mantras unterscheiden sich insofern von den Sutra-Unterweisungen, als sie Methoden der Geistesschulung enthalten, die das zukünftige Resultat, die Buddhaschaft, in den gegenwärtigen Pfad einbringen. Geheimes Mantra ist der erhabene Pfad zur vollen Erleuchtung. Der Begriff «Mantra» deutet darauf hin, dass es sich um die besondere Anweisung Buddhas handelt, wie wir unseren Geist vor gewöhnlichen Erscheinungen und Vorstellungen schützen können. Praktizierende des Geheimen Mantras überwinden gewöhnliche Erscheinungen und Vorstellungen dadurch, dass sie ihren Körper, ihre Umgebung, ihre Vergnügen und Taten als die eines Buddhas visualisieren. «Geheim» bringt zum Ausdruck, dass die Praxis privat und nur von denjenigen praktiziert werden kann, die eine tantrische Ermächtigung empfangen haben. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Geist Das, was Klarheit ist und erkennt. Der Geist ist Klarheit, weil es ihm immer an Form fehlt und weil er die eigentliche Kraft besitzt, Objekte wahrzunehmen. Der Geist erkennt, weil es seine Funktion ist, Objekte zu kennen oder wahrzunehmen. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit und Den Geist verstehen.

Geistesschulung in sieben Punkten Ein Kommentar zu Acht Verse der Geistesschulung, verfasst von Geshe Chekhawa. Für einen vollständigen Kommentar siehe Allumfassendes Mitgefühl.

Geistesschulung Lojong auf Tibetisch. Eine besondere Überlieferung von Unterweisungen, die von Buddha Shakyamuni stammt und durch Manjushri und Shantideva an Atisha und die Kadampa-Geshes weitergegeben wurde. Sie betont die Erzeugung von Bodhichitta durch die Praxis des Gleichstellens und Austauschens vom Selbst mit anderen, verbunden mit Nehmen und Geben. Siehe Allumfassendes Mitgefühl, Freudvoller Weg, Sinnvoll zu betrachten, Acht Schritte zum Glück.

Geistige Erregung Ein verblendeter geistiger Faktor, der zu irgendeinem Objekt der Anhaftung abschweift. Siehe Den Geist verstehen.

Geistige Geschmeidigkeit Eine Beweglichkeit des Geistes, die durch tugendhafte Konzentration herbeigeführt wird. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Geistige Kraft Eine *geistige Fähigkeit (*ein primärer Geist), die hauptsächlich die Funktion hat, direkt den außergewöhnlichen Aspekt eines geistigen Gewahrseins zu produzieren. Siehe Den Geist verstehen.

Geistige Stabilisierung Im allgemeinen sind die Begriffe geistige Stabilisierung und Konzentration austauschbar. Spezieller wird der Begriff Konzentration gebraucht, wenn man sich auf die Natur der Konzentration bezieht, die Einsgerichtetheit, und der Begriff geistige Stabilisierung wird verwendet, wenn man sich auf die Funktion der Konzentration bezieht, die Stabilität.

Geistiger Direktwahrnehmer Ein Direktwahrnehmer, der in Abhängigkeit von seiner außergewöhnlichen vorherrschenden Bedingung, einer geistigen Kraft, erzeugt wird. Siehe Den Geist verstehen.

Geistiger Faktor Ein Erkenner, der hauptsächlich ein bestimmtes Merkmal eines Objektes festhält. Manchmal sekundäre Geistesarten genannt. Es gibt 51 spezifische geistige Faktoren. Jeder Moment von Geist besteht aus einem primären Geist und verschiedenen geistigen Faktoren. Vgl. auch Primärer Geist. Siehe Den Geist verstehen.

Geistiges Bild Siehe Generic image.

Geistiges Gewahrsein Alle Arten von Geist sind in den fünf Sinnesgewahrseinsarten und dem geistigen Gewahrsein enthalten. Geistiges Gewahrsein ist definiert als ein Gewahrsein, das in Abhängigkeit von seiner außergewöhnlichen vorherrschenden Bedingung, einer geistigen Kraft, entwickelt wird. Es gibt zwei Arten von geistigem Gewahrsein: begriffliche geistige Gewahrseinsarten und nichtbegriffliche geistige Gewahrseinsarten. Begriffliches geistiges Gewahrsein und begrifflicher Geist sind Synonyme. Siehe Den Geist verstehen.

Geistiges Sinken Ein geistiger Faktor, der die Klarheit der Konzentration und den festen Halt am Objekt zerstört. Siehe Freudvoller Weg.

Geiz Ein verblendeter geistiger Faktor, der sich aufgrund begehrender Anhaftung fest an Dinge klammert und sich nicht von ihnen trennen will. Siehe Den Geist verstehen.

Gelübde Ein tugendhafter Entschluss, bestimmte Fehler aufzugeben, der in Verbindung mit einem traditionellen Ritual erzeugt wird. Die drei Gruppen von Gelübden sind die Pratimoksha-Gelübde der individuellen Befreiung, die Bodhisattva-Gelübde und die Gelübde des Geheimen Mantras. Siehe Das Bodhisattva-Gelübde und Tantrische Ebenen und Pfade.

Gelug Die von Je Tsongkhapa gegründete Tradition. Der Name «Gelug» bedeutet «tugendhafte Tradition». Ein Gelugpa ist ein Praktizierender, der dieser Tradition folgt. Manchmal nennt man die Gelugpas «neue Kadampas». Siehe Herzjuwel.

Geschickte Mittel

Geschmeidigkeit Siehe Mental suppleness und Physical suppleness.

Geshe Langri Tangpa (1054 – 1123 n. Chr.) Ein großer Kadampa-Bodhisattva, der für seine Realisation des Austauschens vom Selbst mit anderen berühmt war. Er verfasste die Acht Verse der Geistesschulung. Siehe Acht Schritte zum Glück.

Geshe Ein Titel, der vollendeten buddhistischen Gelehrten von den Kadampa-Klöstern verliehen wird. Eine Abkürzung die aus dem Tibetischen «Ge wai she nyen» hergeleitet wird, was «tugendhafter Freund» bedeutet.

Gewahrsein Alle Geistesarten sind in den fünf Sinnesgewahrseinsarten und dem geistigen Gewahrsein enthalten. Es gibt fünf Arten von Sinnesgewahrsein: Augengewahrsein, Ohrengewahrsein, Nasengewahrsein, Zungengewahrsein und Körpergewahrsein. Es gibt zwei Arten von geistigem Gewahrsein: begriffliches geistiges Gewahrsein und nichtbegriffliches geistiges Gewahrsein. Siehe Den Geist verstehen.

Gewissenhaftigkeit Ein geistiger Faktor, der in Abhängigkeit von Bemühen Tugendhaftes schätzt und den Geist vor Verblendung und Nichttugend schützt. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Den Geist verstehen.

Gewöhnliche Erlangungen Siehe Attainment.

Gewöhnliche Erscheinung Jede Erscheinung, die durch einen unreinen Geist entsteht. Gemäß den Lehren des Geheimen Mantras ist gewöhnliche Erscheinung die Hauptursache Samsaras. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste, Führer ins Dakiniland, Tantrische Ebenen und Pfade und Herzjuwel.

Gewöhnliche Vorstellung Jeder Geist, der die Dinge als gewöhnlich auffasst. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste, Führer ins Dakiniland, Tantrische Ebenen und Pfade und Herzjuwel.

Gewöhnliche Wesen Alle, die Leerheit nicht direkt realisiert haben.

Gleichmut Es gibt drei Arten von Gleichmut: der Gleichmut des Gefühls, der jedes neutrale Gefühl ist, der unermessliche Gleichmut, der der Wunsch ist, dass alle Wesen gleichermaßen frei sind von Anhaftung und Hass, und der zusammensetzende Gleichmut, der ein geistiger Faktor ist mit der Funktion, den primären Geist von geistigem Sinken und geistiger Erregung abzuhalten. Siehe Den Geist verstehen und Freudvoller Weg.

Glückliches Äon Der Name, der diesem Zeitalter gegeben wurde. Es wird so genannt, weil eintausend Buddhas in diesem Äon erscheinen werden. Buddha Shakyamuni war der vierte, und Buddha Maitreya wird der fünfte sein. Ein Äon, in dem keine Buddhas erscheinen, heißt «Dunkles Äon».

Goldenes Zeitalter Eine Zeit, in der die fühlenden Wesen zahlreiche Verdienste haben und Dharma-Aktivitäten blühen. Sie steht im Gegensatz zu degenerierten Zeiten.

Gott Sanskrit «Deva». Ein Wesen des Götterbereichs, dem höchsten der sechs Bereiche Samsaras. Es gibt viele verschiedene Arten von Göttern. Einige sind Begierdebereichsgötter, während andere Götter des Form- oder formlosen Bereichs sind. Siehe Freudvoller Weg.

Götter Wesen des Götterbereichs, des höchsten der sechs Bereiche von Samsara. Siehe Freudvoller Weg.

Gottheit Yidam in Sanskrit. Ein tantrisches erleuchtetes Wesen.

Gottheitskörper/Göttlicher Körper Wenn ein Praktizierender oder eine Praktizierende den Illusorischen Körper erlangt, erlangt er oder sie den eigentlichen göttlichen Körper, den Gottheitskörper, aber nicht den Körper der Gottheit. Der Körper der Gottheit ist zwangsläufig der Körper eines tantrischen erleuchteten Wesens. Vgl. auch Göttlicher Körper. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Göttin

Göttlicher Körper Ein subtiler Körper, der aus dem Wind entsteht, der mit dem endgültigen Beispiel-Klaren-Licht oder Bedeutungs-Klaren-Licht verbunden ist. Vgl. auch Gottheitskörper. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Göttlicher Stolz Ein nichtverblendeter Stolz, der einen selbst als Gottheit und die Umgebung und die Vergnügen als diejenigen der Gottheit betrachtet. Er ist das Gegenmittel gegen gewöhnliche Vorstellungen. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit und Führer ins Dakiniland.

Groll Ein verblendeter geistiger Faktor, der das Kontinuum der Wut bewahrt, ohne sie zu vergessen, und sich rächen will. Siehe Den Geist verstehen. *

Große Befreiung Große Erleuchtung oder Buddhaschaft.

Großes Mitgefühl Eine Geisteshaltung, die alle fühlenden Wesen vor Leiden beschützen möchte. Generell gibt es drei Formen: Mitgefühl, das fühlende Wesen betrachtet; Mitgefühl, das Phänomene betrachtet; und Mitgefühl, das das Nichtbeobachtbare betrachtet. Das zweite ist ein Großes Mitgefühl, das von einer Realisation der Unbeständigkeit verursacht und begleitet wird. Das dritte ist ein Großes Mitgefühl, das von einer Realisation der Leerheit verursacht und begleitet wird. Das erste ist ein Großes Mitgefühl, das durch keine dieser beiden Einsichten gekennzeichnet ist. Siehe Freudvoller Weg, Allumfassendes Mitgefühl und Ozean von Nektar.

Großes Nirvana Siehe Great liberation.

Großes Siegel Siehe Mahamudra.

Guhyasamaja Eine Gottheit des Höchsten Yoga-Tantras. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Gültiger Erkenner Ein Erkenner, der in Bezug auf sein Objekt des Befassens nichttäuschend ist. Es gibt zwei Arten: anschließende gültige Erkenner und direkte gültige Erkenner. Siehe Herz der Weisheit und Den Geist verstehen.

Gültiger Geist Siehe Valid cognizer.

Guru Yoga der sechs Sitzungen

Guru-Yoga Eine besondere Art, sich auf unseren Spirituellen Meister zu verlassen, um seine (oder ihre) Segnungen zu erhalten. Siehe Freudvoller Weg, Große Schatzkammer der Verdienste und Herzjuwel.

Guru Siehe Spiritual Guide – Spiritueller Meister.

Gurus der Überlieferungslinie Die Reihe von Spirituellen Meistern, durch die eine bestimmte Unterweisung weitergegeben wurde.

Gyaltsabje Einer der Hauptschüler Je Tsongkhapas. Auch als Togdän Jampel Gyatso bekannt. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Gyalwa Ensäpa (1505-1566) Ein großer Yogi und Mahamudra-Überlieferungslinien-Guru, der in drei Jahren Erleuchtung erlangte. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

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Halbgott Ein Wesen des Halbgötterbereiches, dem zweit höchsten der sechs Bereiche Samsaras. Halbgötter sind den Göttern ähnlich, aber ihre Körper, Besitztümer und Umgebungen sind minderwertiger. Siehe Freudvoller Weg.

Handlungsannäherungs-Retreat Siehe Close retreat.

Handlungs-Mudra Gefährtin des Höchsten Yoga-Tantras, die bei der Erzeugung Großer Glückseligkeit hilft.

Handlungs-Tantra See Four classes of Tantra.

Hashang Ein chinesischer Mönch des zwölften Jahrhunderts, der in Tibet viele falsche Sichtweisen propagierte, einschließlich der Sicht, dass die Bedeutung von Buddhas Lehre über Leerheit sei, dass wir unseren Geist von allen Vorstellungen leeren und über Nichts meditieren sollten. Er wurde in der Debatte öffentlich von Kamalashila besiegt und aus Tibet verbannt. Siehe Ozean von Nektar.

Held / Heldin Ein Held ist eine männliche tantrische Gottheit und verkörpert im allgemeinen Methode. Eine Heldin ist eine weibliche tantrische Gottheit und verkörpert im allgemeinen Weisheit. Siehe Führer ins Dakiniland.

Hellsicht Fähigkeiten, die durch besondere Konzentration erreicht werden. Es gibt fünf Hauptarten der Hellsicht: die Hellsicht des göttlichen Auges (die Fähigkeit, subtile und entfernte Formen zu sehen), die Hellsicht des göttlichen Ohrs (die Fähigkeit, subtile und entfernte Laute zu hören), die Hellsicht der Wunderkräfte (die Fähigkeit, verschiedene Formen durch den Geist auszustrahlen), die Hellsicht der Kenntnis früherer Leben und die Hellsicht, den Geist anderer zu kennen. Manche Wesen, wie zum Beispiel Bardo-Wesen und manche Menschen und Geister, haben verunreinigte Hellsicht, die aufgrund von Karma entwickelt wird; das ist aber nicht wirkliche Hellsicht.

Herr des Todes Obwohl der Mara des unkontrollierten Todes kein fühlendes Wesen ist, ist er als Herr des Todes oder Yama personifiziert. Der Herr des Todes wird auf dem Diagramm des Lebensrades gezeigt, wie er das Rad mit Klauen und Zähnen umklammert. Siehe Freudvoller Weg. ch

Heruka Eine Hauptgottheit des Mutter-Tantras, die die Verkörperung der untrennbaren Glückseligkeit und Leerheit ist. Er hat einen blaufarbenen Körper, vier Gesichter und zwölf Arme und umarmt seine Gefährtin Vajravarahi. Siehe Essenz des Vajrayana.*ch

Herz-Sutra Eines von mehrern Sutras der Vollkommenheit der Weisheit, die Buddha lehrte. Obwohl es viel kürzer als die anderen Sutras der Vollkommenheit der Weisheit ist, enthält es explizit oder implizit ihre gesamte Bedeutung. Auch als Sutra der Essenz der Weisheit bekannt. Übersetzung und vollständiger Kommentar, siehe Herz der Weisheit.

Hevajra Eine Hauptgottheit des Mutter-Tantras. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Hinayana Sanskrit für «Kleines Fahrzeug». Das Ziel der Hinayana-Praxis ist es, nur sich selbst durch vollständiges Aufgeben der Verblendungen von Leiden zu befreien. Siehe Freudvoller Weg. ch

Höchste Erlangungen Siehe Attainment.

Höchstes Yoga-Tantra Eine tantrische Anweisung, die die Methode enthält, die sexuelle Erfahrung in den spirituellen Pfad umzuwandeln. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Höherer Lernender Höhere Wesen, die sich immer noch auf den Lernpfaden schulen, d. h. es sind Höhere Wesen auf dem Pfad des Sehens oder dem Pfad der Meditation.

Höheres Sehen Eine besondere Weisheit, die ihr Objekt klar sieht und bewahrt wird durch Ruhiges Verweilen und die besondere Geschmeidigkeit, die durch Untersuchung hervorgerufen wird. Siehe Freudvoller Weg.

Höheres Wesen Arya in Sanskrit. Jemand, der eine direkte oder nichtbegriffliche Realisation der Leerheit hat. Es gibt Höhere des Hinayana und Höhere des Mahayana.

Höllenbereich Der niederste der sechs Bereiche Samsaras. Siehe Freudvoller Weg.

Hörer Einer von zwei Arten von Hinayana-Praktizierenden. Sowohl Hörer als auch Alleinige Verwirklicher sind Hinayanisten, aber sie unterscheiden sich in ihrer Motivation, ihrem Benehmen, ihren Verdiensten und ihrer Weisheit. Auf allen diesen Gebieten sind Alleinige Verwirklicher den Hörern überlegen. Es gibt acht Arten von Hörern entsprechend der Stufe der Verblendungen, die sie aufgegeben haben. 1 Sich der Vollendung eines In-den-Strom-Eintretenden Nähernde, 2 in der Vollendung eines In-den-Strom-Eintretenden Verweilende, 3 sich der Vollendung eines Einmal-Wiederkehrenden Nähernde, 4 in der Vollendung eines Einmal-Wiederkehrenden Verweilende, 5 sich der Vollendung eines Niemals-Wiederkehrenden Nähernde, 6 in der Vollendung eines Niemals-Wiederkehrenden Verweilende, 7 sich der Vollendung eines Feindzerstörers Nähernde und 8 in der Vollendung eines Feindzerstörers Verweilende. Ein In-den-Strom-Eintretender ist auf dem Pfad des Sehens und wird niemals wieder in den niederen Bereichen wiedergeboren werden. Ein Einmal-Wiederkehrender wird nur noch einmal in den Begierdebereich zurückkehren, und ein Niemals-Wiederkehrender wird niemals wieder in den Begierdebereich zurückkehren. Siehe Ozean von Nektar.

Hunderte von Gottheiten des Freudvollen Landes (tib. Ganden Lhagyäma) Ein besonderer Guru-Yoga von Je Tsongkhapa, in dem Je Tsongkhapa und seine beiden Söhne vom Freudvollen Land, Tushita, eingeladen werden. Siehe Herz der Weisheit.

Hungrige Geister Wesen des Bereiches der Hungrigen Geister, des zweitniedrigsten der sechs Bereiche Samsaras. Siehe Freudvoller Weg.

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Illusorischer Körper Der subtile Gottheitskörper, der in erster Linie aus dem unzerstörbaren Wind erzeugt wird. Wenn sich ein Praktizierender (oder eine Praktizierende) von der Meditation des isolierten Geistes des endgültigen Beispiel-Klaren-Lichtes erhebt, erlangt er einen Körper der nicht der gleiche wie sein gewöhnlicher physischer Körper ist. Dieser neue Körper ist der Illusorische Körper. Seine Erscheinung gleicht dem Körper der persönlichen Gottheit der Erzeugungsstufe, außer dass er von weißer Farbe ist. Er kann nur von denjenigen wahrgenommen werden, die schon den Illusorischen Körper erlangt haben. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit und Tantrische Ebenen und Pfade.

In abhängiger Beziehung stehende Glieder In abhängiger Beziehung stehende Unwissenheit, in abhängiger Beziehung stehende Handlungen, in abhängiger Beziehung stehendes Bewusstsein, in abhängiger Beziehung stehender Name und in abhängiger Beziehung stehende Form, in abhängiger Beziehung stehende sechs Quellen, in abhängiger Beziehung stehender Kontakt, in abhängiger Beziehung stehendes Gefühl, in abhängiger Beziehung stehendes Verlangen, in abhängiger Beziehung stehendes Festhalten, in abhängiger Beziehung stehende Existenz, in abhängiger Beziehung stehende Geburt sowie in abhängiger Beziehung stehendes Altern und Sterben. Diese zwölf Glieder sind Ursachen und Wirkungen, die gewöhnliche Wesen in Samsara gefangen halten. Siehe Freudvoller Weg und Herz der Weisheit.

In abhängiger Beziehung stehendes Phänomen Jedes Phänomen, das in Abhängigkeit von anderen Phänomenen existiert. Alle Phänomene sind in abhängiger Beziehung stehend, weil alle Phänomene von ihren Teilen abhängen. Manchmal unterscheidet man zwischen «in abhängiger Beziehung stehend» (tib. ten drel) und «in abhängiger Beziehung entstehend» (tib. ten jung), wobei das letztere «in Abhängigkeit von Ursachen und Bedingungen entstehend» bedeutet. Die beiden Begriffe werden jedoch oft als Synonyme verwendet. Siehe Herz der Weisheit, Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

In-den-Strom-Eintretender Siehe Hörer.

Indra Ein weltliche Gott (Skrt. Deva). Siehe Herz der Weisheit.

Inhärente Existenz Eine vorgestellte Art der Existenz, wobei Phänomene als von sich aus existierend, unabhängig von anderen Phänomenen, betrachtet werden. In Wirklichkeit sind alle Phänomene leer von inhärenter Existenz, weil sie von ihren Teilen abhängig sind. Siehe Herz der Weisheit, Freudvoller Weg und Ozean von Nektar. ch

Innere Darbringung Eine Darbringung des Höchsten Yoga-Tantras, die durch die Umwandlung von zehn inneren Substanzen in Nektar hergestellt wird. Siehe Führer ins Dakiniland.

Innere Winde Besondere subtile Winde, die mit dem Geist in Beziehung stehen und durch die Kanäle unseres Körpers fließen. Unser Körper und Geist können ohne diese Winde nicht funktionieren. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit. ch

Inneres Dakiniland Ein Geist des Klaren Lichtes, der Leerheit direkt, ohne allgemeines Bild realisiert. Synonym für Sinn-Klares-Licht. Siehe Führer ins Dakiniland.ch

Inneres Feuer (tib. Tummo) Eine innere Hitze, die sich im Zentrum des Nabel-Kanalrades befindet. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit.

Intellektuell gebildete Verblendungen Verblendungen, die ein Ergebnis davon sind, sich auf unkorrekte Argumente oder fehlerhafte Lehrsätze zu verlassen. Siehe Den Geist verstehen.**ch

Irdische Pfade Verunreinigte Handlungen, die zu einer Wiedergeburt in Samsara führen. Es gibt zwei Arten: die zehn nichttugendhaften Handlungen, die in die niederen Bereiche führen, und die zehn tugendhaften Handlungen und verunreinigten Konzentrationen, die in die höheren Bereiche führen.

Irdisches Glück Das begrenzte Glück, das in Samsara gefunden werden kann, wie zum Beispiel das Glück der Menschen und Götter.

Ishvara Ein Gott, der im Land des Kontrollierens von Ausstrahlungen weilt, der höchsten Existenzform im Begierdebereich. Ishvara hat beschränkte verunreinigte Wunderkräfte, die ihn mächtiger als andere Wesen im Begierdebereich machen. Wenn wir uns Ishvara anvertrauen, können wir möglicherweise vorübergehenden Nutzen in diesem Leben erhalten, wie zum Beispiel eine Zunahme des Vermögens oder Besitzes, aber der zornvolle Ishvara ist der Feind der Befreiungssuchenden, und er stört ihren spirituellen Fortschritt. Deshalb sagt man, er sei eine Art von Devaputra-Dämon.

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Jangchub Ö Neffe des tibetischen Königs Yeshe Ö, der im elften Jahrhundert lebte. Yeshe und Jangchub Ö nahmen zusammen viele Entbehrungen auf sich, um den großen indischen, buddhistischen Meister Atisha nach Tibet einzuladen. Yeshe Ö opferte dabei sein Leben. Als Folge seiner selbstlosen Güte wurde eine neue Blütezeit des reinen Buddhadharmas in ganz Tibet eingeleitet. Dieser Buddhadharma wurde als «Kadampa-Buddhismus» bekannt und floriert noch heute in der ganzen Welt. Siehe Freudvoller Weg.

Je Phabongkhapa (1878-1941 n. Chr.) Ein großer tibetischer Lama, der eine Ausstrahlung Herukas war. Phabongkha Rinpoche war der Halter vieler Überlieferungslinien von Sutra und Geheimem Mantra. Er war der Wurzel-Guru Yongdzin Trijang Dorjechangs (Trijang Rinpoche).

Je Tsongkhapa (1357 – 1419 n. Chr.) Eine Ausstrahlung des Weisheits-Buddha Manjushri. Sein Erscheinen als Mönch und Halter der reinen Sichtweise und Taten im Tibet des vierzehnten Jahrhunderts wurde schon von Buddha prophezeit. Er verbreitete einen sehr reinen Buddhadharma in ganz Tibet und zeigte, wie man die Praxis von Sutra und Tantra miteinander kombiniert und wie man den reinen Dharma in degenerierten Zeiten praktiziert. Seine Tradition wurde später als «Gelug-» oder «Ganden-Tradition» bekannt. Siehe Herzjuwel und Große Schatzkammer der Verdienste.

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Kadam-Emanationsschrift Auch unter dem Namen «Ganden-Emanations-Schrift» bekannt. Eine besondere Schrift von der Natur der Weisheit Manjushris, die Manjushri Je Tsongkhapa direkt offenbarte. Sie enthält Anweisungen über Vajrayana-Mahamudra, Darbringung an den Spirituellen Meister (Lama Chöpa), Die Hunderte von Gottheiten des Freudvollen Landes (Ganden Lhagyäma), das Migtsema-Gebet und die Sadhanas von Manjushri. Diese Schrift wurde nicht in normalen Buchstaben verfasst, und nur hoch realisierte Wesen können sie direkt konsultieren. Zu Beginn wurden die Anweisungen aus dieser Schrift nur mündlich weitergegeben, von Lehrer zu Schüler, und so wurde diese Überlieferungslinie unter dem Namen die «Außergewöhnliche Geflüsterte Überlieferungslinie der tugendhaften Tradition» bekannt. Man kennt sie auch als die «Außergewöhnliche Nahe Überlieferungslinie», weil sie Je Tsongkhapa direkt von Manjushri offenbart wurde. Später schrieben Gelehrte, wie zum Beispiel der Erste Panchen Lama, die Anweisungen aus dieser Schrift in gewöhnlichen Buchstaben nieder. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste und Herzjuwel.

Kadampa Geshe Siehe Geshe.

Kadampa Ein tibetischer Begriff, wobei «Ka» Wort bedeutet und sich auf alle Unterweisungen Buddhas bezieht; «dam» bezieht sich auf die besonderen Lamrim-Unterweisungen von Atisha, die als die «Stufen des Pfades» bekannt sind, und «pa» bezeichnet einen Anhänger des Kadampa-Buddhismus, der alle Unterweisungen Buddhas, die er kennt, in seine Lamrim-Praxis einbezieht. Siehe auch Kadampa-Buddhismus und Kadampa-Tradition.

Kadampa Eine Person, die aufrichtig Lamrim praktiziert und alle Unterweisungen Buddhas, die sie kennt, in ihre Lamrim-Praxis integriert. Vgl. auch Kadampa-Tradition.*

Kadampa-Buddhismus «Kadampa» ist ein tibetisches Wort. «Ka» bedeutet alle Unterweisungen Buddhas, «dam» das besondere System des Lamrim, das von Atisha dargelegt wurde, und «pa» eine Person, die alle Unterweisungen Buddhas, die sie kennt, in ihre Lamrim-Praxis integriert. Vgl. auch Kadampa.

Kadampa-Buddhismus Eine Schule der buddhistischen Mahayana-Tradition, die vom großen indischen Meister des Buddhismus Atisha (982 – 1054 n. Chr.) gegründet wurde. Siehe auch Kadampa und Kadampa-Tradition.

Kadampa-Tradition Die reine Tradition des Buddhismus, die von Atisha gegründet wurde. Die Anhänger dieser Tradition heißen bis zur Zeit Je Tsongkhapas «Alte Kadampas». Nach Je Tsongkhapa werden sie «Neue Kadampas» genannt. Siehe auch Kadampa und Kadampa-Buddhismus.

Kalachakra Eine Gottheit des Höchsten Yoga-Tantras, manifestiert durch Buddha Vajradhara.

Kalarupa Ein Dharma-Beschützer, der eine Ausstrahlung Manjushris ist.

Kanäle Subtile innere Passagen, durch die von inneren Winden bewegte subtile Tropfen fließen. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Kanalrad (Skrt. Chakra) Ein Brennpunkt, von dem Nebenkanäle des Zentralkanals ausgehen. Die Meditation über diese Punkte kann dazu führen, dass die Winde in den Zentralkanal eintreten. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit und Tantrische Ebenen und Pfade.

Kangyur Die Sammlung aller Sutras und Tantras, die aus dem Sanskrit ins Tibetische übersetzt wurden. Siehe auch Tengyur.

Karma Sanskrit-Wort, das sich auf «Handlung» bezieht. Durch die Kraft der Absicht führen wir mit Körper, Rede und Geist Handlungen aus, und sie alle rufen Wirkungen hervor. Die Wirkung tugendhafter Handlungen ist Glück, und die Wirkung negativer Handlungen ist Leiden. Siehe Freudvoller Weg.

Kashyapa Buddha Kashyapa war der dritte Buddha, der in dieser Welt erschien und das Rad des Dharmas drehte. Die früheren zwei waren Buddha Krakuchchanda und Buddha Kanakamuni. Buddha Shakyamuni war der vierte, und Buddha Maitreya wird der fünfte sein.

Khädrubje Einer der Hauptschüler von Je Tsongkhapa, der Großes geleistet hat, um die Tradition Je Tsongkhapas zu verbreiten, nachdem dieser gestorben war. Siehe Herzjuwel und Große Schatzkammer der Verdienste.

Khandarohi Eine der acht Gottheiten des Körperrades des Heruka Mandalas. Ihre Hauptaufgabe ist das Vertreiben der Hindernissen der Praktizierenden. Siehe Führer ins Dakiniland.

Khatanga Ein Ritualgegenstand, der die 62 Gottheiten Herukas symbolisiert.

Klare Erscheinung Im allgemeinen eine klare Wahrnehmung des Meditationsobjektes. Im speziellen ist sie eine Praxis des Geheimen Mantras, wobei der Praktizierende, der sich selbst als Gottheit und die Umgebung als Mandala der Gottheit erzeugt hat, bemüht ist, eine klare Erscheinung des gesamten Objektes für seine Konzentration zu erlangen. Sie ist das Gegenmittel gegen gewöhnliche Erscheinungen. Siehe Führer ins Dakiniland.

Klares Licht Ein manifester sehr subtiler Geist, der eine Erscheinung wie von klarem, leerem Raum wahrnimmt. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Mahamudra-Tantra und Tantrische Ebenen und Pfade.

Kloster Kumbum Ein Kloster in Tibet. Dort steht ein Baum, der aus der Nabelschnur Je Tsongkhapas gewachsen ist. Die hunderttausend Blätter dieses Baumes tragen Abbildungen von Buddha Sengei Ngara, der das gleiche Kontinuum wie Manjushri ist, sowie Abbildungen von Manjushris Mantra und Samenbuchstaben. Siehe Herzjuwel.

Kloster Nalanda Ein großes Zentrum buddhistischer Lehre und Praxis im alten Indien.

Kollektives Karma Das Karma, das wir erschaffen, wenn wir mit anderen zusammen handeln. Diejenigen, die miteinander Karma erschaffen, erfahren auch seine Folgen zusammen.

Kontakt Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, sein Objekt als angenehm, unangenehm oder neutral wahrzunehmen. Siehe Den Geist verstehen.

Konventionelle Natur Siehe Ultimate nature.

Konventionelle Wahrheit Jedes Phänomen außer Leerheit. Konventionelle Wahrheiten sind in Bezug auf den Geist gewöhnlicher Wesen wahr, aber in Wirklichkeit sind sie falsch. Siehe Herz der Weisheit, Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Konzentration Ein geistiger Faktor, der seinen primären Geist einsgerichtet auf seinem Objekt ruhen lässt. Siehe Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Konzentrationswesen Ein Symbol für Buddhas Wahrheitskörper. Normalerweise als ein Samenbuchstabe im Herzen eines Verpflichtungs- oder Weisheitswesens visualisiert. Es heißt so, weil es durch Konzentration erzeugt wird.

Körper eines Buddhas Ein Buddha hat vier Körper: den Weisheits-Wahrheitskörper, den Naturkörper, den Freudenkörper und den Ausstrahlungskörper. Der erste ist der allwissende Geist eines Buddhas, der zweite ist die Leerheit oder endgültige Natur seines Geistes, der dritte ist sein subtiler Formkörper, und der vierte, von dem jeder Buddha eine unermessliche Anzahl manifestiert, ist ein grober Formkörper, der für gewöhnliche Wesen sichtbar ist. Der Weisheits-Wahrheitskörper und der Naturkörper sind beide im Wahrheitskörper enthalten, und der Freudenkörper sowie der Ausstrahlungskörper sind im Formkörper enthalten. Siehe Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Körperliche Geschmeidigkeit Ein leichtes und flexibles Objekt des Tastsinnes in unserem Körper, das sich bildet, wenn die Meditation dazu führt, dass ein reiner Wind den Körper durchdringt.

Körper-Mandala Die Umwandlung irgendeines Teiles des Körpers einer selbsterzeugten oder vor-uns-erzeugten Gottheit in eine Gottheit. Siehe Führer in Dakiniland, Große Schatzkammer der Verdienste und Essenz des Vajrayana.

Korrekter Glaube Ein nichtgültiger Erkenner, der sein vorgestelltes Objekt realisiert. Siehe Den Geist verstehen.

Kostbares menschliches Leben

Kreatives Yoga Siehe Generation stage.

Kusali Wörtlich «Halter von Tugend». Dieser Name wird großen Meditierenden gegeben, die im geheimen praktizieren, während sie äußerlich als gewöhnliche Menschen erscheinen. Siehe Führer ins Dakiniland.

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Lama Losang Tubwang Dorjechang Eine besondere Manifestation Je Tsongkhapas, die dem großen Yogi Dharmavajra direkt offenbart wurde. In dieser Manifestation erscheint Je Tsongkhapa als vollordinierter Mönch, der den Hut eines Pandits mit langen Ohrenklappen trägt. Buddha Shakyamuni ist bei seinem Herzen und in dessen Herzen ist Eroberer Vajradhara. In der Praxis Darbringung an den Spirituellen Meister visualisieren wir unseren Spirituellen Meister in diesem Aspekt. «Lama» weist darauf hin, dass er unser Spiritueller Meister ist, «Losang» zeigt, dass er Je Tsongkhapa ist (sein Ordinationsname war Losang Dragpa), «Tubwang» zeigt, dass er Buddha Shakyamuni ist und «Dorjechang», dass er Vajradhara ist. Im Tibetischen ist dieser Aspekt unseres Spirituellen Meister auch unter dem Namen «je sempa sum tseg» bekannt, was «Je Tsongkhapa, die Vereinigung der drei heiligen Wesen» bedeutet. Das weist darauf hin, dass unser Spiritueller Meister in Wirklichkeit von der gleichen Natur wie Je Tsongkhapa, Buddha Shakyamuni und Eroberer Vajradhara ist. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Lama Tibetisches Wort für «Spiritueller Meister» (Skrt. Guru).

Lamrim Ein tibetischer Ausdruck, der wörtlich «die Stufen des Pfades» bedeutet. Eine besondere Zusammenstellung aller Unterweisungen Buddhas, die leicht zu verstehen und zu praktizieren ist. Sie enthüllt alle Stufen des Pfades zur Erleuchtung. Ein vollständiger Kommentar ist in Freudvoller Weg zu finden.

Land der dreiunddreißig Himmel Einer von sechs Bereichen der Begierdebereichgötter. Diese sind der Reihe nach: Land der vier großen Könige, Land der dreiunddreißig Himmel, Land ohne Kampf, Freudvolles Land, Land des Genießens der Ausstrahlungen und Land des Kontrollierens der Ausstrahlungen.

Langri Tangpa, Geshe (1054-1123 n. Ch.) Ein großer Kadampa-Lehrer, der berühmt war wegen seiner Realisation des Austauschens vom Selbst mit anderen. Er verfasste Acht Verse der Geistesschulung. Siehe Acht Schritte zum Glück. ch

Lebewesen / Fühlendes Wesen (tib. sem chän) Jedes Wesen, das einen von Verblendungen oder deren Prägungen verunreinigten Geist besitzt. «Fühlendes Wesen» und «Lebewesen» sind Ausdrücke, um Wesen, deren Geist von der einen oder anderen Behinderungen verunreinigt ist, von den Buddhas zu unterscheiden, deren Geist völlig frei von diesen Behinderungen ist.

Leerheit Das Fehlen von inhärenter Existenz, die endgültige Natur aller Phänomene. Siehe Herz der Weisheit, Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Lehrsätze Siehe Schulen buddhistischer Lehrsätze.

Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas Ein klassischer Text des Mahayana-Buddhismus, der vom großen, indischen buddhistischen Yogi und Gelehrten Shantideva verfasst wurde und alle Übungen eines Bodhisattvas darlegt, von der anfänglichen Erzeugung von Bodhichitta bis zur Vollendung der Praxis der Sechs Vollkommenheiten. Ein vollständiger Kommentar ist in Sinnvoll zu betrachten zu finden.

Leitfaden zum Mittleren Weg Ein Text des Mahayana-Buddhismus, der vom großen indischen buddhistischen Yogi und Gelehrten Chandrakirti verfasst wurde und der eine umfassende Erläuterung der Madhyamika-Prasangika-Sicht über Leerheit gibt, die in den Sutras der Vollkommenheit der Weisheit gelehrt wird. Übersetzung und vollständiger Kommentar siehe Ozean von Nektar.

Liebe Ein Geist, der wünscht, dass andere glücklich sind. Es gibt drei Arten: zuneigungsvolle Liebe, wertschätzende Liebe und wünschende Liebe. Siehe Freudvoller Weg.

Ling Rinpoche (1903-1983 n. Chr.) Der Hauptlehrer des 14. Dalai Lama.ch

Lochana Ein weiblicher Buddha, der die Manifestation des Erdelementes aller Buddhas ist. Sie ist die Gefährtin von Buddha Vairochana.

Lojong Ein tibetischer Begriff, der wörtlich «Geistesschulung» bedeutet. Eine besondere Überlieferung von Unterweisungen, die von Buddha Shakyamuni stammt und durch Manjushri und Shantideva an Atisha und die Kadampa-Geshes weitergegeben wurde. Sie betont die Erzeugung von Bodhichitta durch die Praxis des Gleichstellens und Austauschens vom Selbst mit anderen verbunden mit Nehmen und Geben. Siehe Allumfassendes Mitgefühl, Freudvoller Weg, Sinnvoll zu betrachten, Acht Schritte zum Glück.

Lorig Tibetisches Wort für «Arten von Geist».

Losang Dragpa (Skrt. Sumati Kirti) Der Ordinationsname Je Tsongkhapas. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Lotos Haltung Eine Sitzposition, bei der die Sohlen der beiden Füße zusammengelegt sind.

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Madhyamika Sanskrit-Begriff, der wörtlich «Mittlerer Weg» bedeutet. Die höhere der zwei Schulen der Mahayana-Lehrsätze. Die Madhyamika-Sicht wurde von Buddha in den Sutras der Vollkommenheit der Weisheit während der zweiten Drehung des Dharma-Rades gelehrt. Später wurde diese Sicht von Nagarjuna und seinen Anhängern weiter erläutert. Diese Schule ist unterteilt in die Madhyamika-Svatantrika und die Madhyamika-Prasangika, wobei die letztere Buddhas endgültige Sicht ist. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar. ch

Mahakala Ein Dharma-Beschützer, der in vielen verschiedenen Aspekten erscheint: vierarmig, sechsarmig, mit vier Gesichtern usw.

Mahakaruna Sanskrit-Wort für «Großer Mitfühlender». Bezeichnung für Avalokiteshvara.

Mahamudra Wörtlich «Großes Siegel». Gemäß Sutra bezieht es sich auf die tiefgründige Sicht der Leerheit. Da Leerheit die Natur aller Phänomene ist, wird sie ein «Siegel» genannt, und da uns eine direkte Realisation der Leerheit befähigt, das große Ziel zu erreichen – die vollständige Befreiung von den Leiden Samsaras – wird sie auch «groß» genannt. Gemäß dem Geheimen Mantra ist das Große Siegel die Vereinigung von spontaner Großer Glückseligkeit und Leerheit. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit, Tantrische Ebenen und Pfade und Große Schatzkammer der Verdienste.

Mahasiddha Sanskrit-Begriff für einen «Großen Verwirklichten». Wird für Yogis und Yoginis mit hohen Erlangungen verwendet.

Mahayana Sanskrit für «Großes Fahrzeug», den spirituellen Pfad zur großen Erleuchtung. Das Mahayana-Ziel ist es, Buddhaschaft zum Wohl aller fühlenden Wesen zu erlangen, indem alle Verblendungen und deren Prägungen vollständig aufgegeben werden. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Mahayana-Pfad Eine klare Realisation im Geisteskontinuum eines Bodhisattvas oder Buddhas. Es gibt fünf Mahayana-Pfade: den Mahayana-Pfad der Ansammlung, den Mahayana-Pfad der Vorbereitung, den Mahayana-Pfad des Sehens, den Mahayana-Pfad der Meditation und den Mahayana-Pfad des Nicht-mehr-Lernens. Die ersten vier sind notwendigerweise im Kontinuum eines Bodhisattvas, und der letzte ist notwendigerweise im Kontinuum eines Buddhas. Siehe Herz der Weisheit, Ozean von Nektar und Tantrische Ebenen und Pfade.

Maitreya Die Verkörperung der liebenden Güte aller Buddhas. Zur Zeit Buddha Shakyamunis manifestierte er sich als Bodhisattva-Schüler. In der Zukunft wird er sich als fünfter universaler Buddha manifestieren.

Mala Ein Rosenkranz zum Zählen von Gebeten oder Mantras bei der Rezitation.

Mamaki Ein weiblicher Buddha, der die Manifestation des Wasserelementes aller Buddhas ist. Sie ist die Gefährtin Buddha Ratnasambhavas.

Mandala Meist der himmlische Palast, in dem eine tantrische Gottheit weilt, oder die Umgebung oder die Gottheiten eines Reinen Buddha-Landes. Manchmal wird der Ausdruck verwendet, um sich auf die Essenz eines Elementes zu beziehen, zum Beispiel in «Wind-Mandala».

Mandala-Darbringung Eine Darbringung des ganzen Universums, das als Reines Land und dessen Bewohner als reine Wesen visualisiert werden. Siehe Führer ins Dakiniland.

Manifestes Objekt Ein Objekt, dessen anfängliche Realisation durch einen gültigen Erkenner nicht von logischen Begründungen abhängig ist. Siehe Den Geist verstehen.

Manjushri

Mantra Ein Sanskrit-Wort, das wörtlich «Geistesschutz» bedeutet. Mantra beschützt den Geist vor gewöhnlichen Erscheinungen und Vorstellungen. Es gibt vier Arten von Mantras: Mantras, die Geist sind, Mantras, die innerer Wind sind, Mantras, die Klang sind, und Mantras, die Form sind. Im allgemeinen gibt es drei Arten der Mantra-Rezitation: verbale Rezitation, geistige Rezitation und Vajra-Rezitation. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Mara Siehe Demon.

Meditation Meditation ist ein Geist, der sich auf ein tugendhaftes Objekt konzentriert und ist eine geistige Handlung, die die Hauptursache für geistigen Frieden ist. Es gibt zwei Arten von Meditation: analytische Meditation und verweilende Meditation. Wenn wir unsere Vorstellungskraft, Achtsamkeit und Begründungen verwenden, um unser Meditationsobjekt zu finden, so ist es analytische Meditation. Wenn wir unser Objekt finden und es einsgerichtet halten, so ist es verweilende Meditation. Es gibt verschiedene Arten von Objekten. Einige, wie Unbeständigkeit oder Leerheit, sind Objekte, die vom Geist festgehalten werden. Andere, wie zum Beispiel Liebe, Mitgefühl oder Entsagung, sind eigentliche Geisteszustände. Wir führen die analytische Meditation aus, bis das spezielle Objekt, das wir suchen, unserem Geist klar erscheint oder bis der besondere Geisteszustand, den wir zu erzeugen wünschen, entsteht. Dieses Objekt oder dieser Geisteszustand ist unser Objekt für die verweilende Meditation. Siehe Das Meditationshandbuch.

Meditationspause Siehe Subsequent attainment.

Meditatives Gleichgewicht Einsgerichtete Konzentration auf ein tugendhaftes Objekt, wie zum Beispiel Leerheit. Siehe Ozean von Nektar.

Methode Jeder spirituelle Pfad, der die Funktion hat, unsere Buddha-Natur zur Reife zu bringen. Die Schulung in Entsagung, Mitgefühl und Bodhichitta sind Beispiele für Methodenübungen.

Migtsema Ein besonderes Gebet der Lobpreisung und der Bitten an Je Tsongkhapa, das von Manjushri in der Kadam-Emanationsschrift verfasst wurde. Es gibt Versionen mit vier, fünf und neun Zeilen. Dieses Gebet ist sehr gesegnet, und diejenigen, die es mit Vertrauen rezitieren, können großartige Resultate erzielen. Insgesamt gibt es 108 rituelle Praktiken, wie zum Beispiel Krankheiten heilen und Regen machen oder stoppen, die im Zusammenhang mit dem Migtsema-Gebet ausgeführt werden können. Siehe Herzjuwel.

Milarepa (1040-1123 n. Chr.) Ein großer tibetischer buddhistischer Meditierender und Schüler von Marpa, der für seine wunderschönen Lieder der Realisation berühmt ist. gka

Mitgefühl Ein Geist, der die Leiden anderer nicht ertragen kann und wünscht, dass sie frei von Leiden sind. Siehe auch «Großes Mitgefühl». Siehe Freudvoller Weg.

Mittlerer Weg Die korrekte Sich der Leerheit vermeidet beide Extreme und deshalb nennt man Leerheit den «Mittleren Weg».

Moralische Disziplin Ein tugendhafter, geistiger Entschluss, irgendeinen Fehler aufzugeben, oder eine körperliche oder geistige Handlung, die durch solch einen Entschluss motiviert ist. Siehe Freudvoller Weg, Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Mudra Im allgemeinen das Sanskrit-Wort für «Siegel», wie zum Beispiel in «Mahamudra», dem «Großen Siegel». Spezieller wird «Mudra» als Bezeichnung für eine Gefährtin, wie zum Beispiel in «Handlungs-Mudra» oder «Weisheits-Mudra», und auch für Handbewegungen in tantrischen Ritualen verwendet.

Mündliche Überlieferung Das Weitergeben einer reinen, ungebrochenen mündlichen Überlieferungslinie. Alle Urtexte und die Kommentare dazu wurden in einer reinen, ungebrochenen Überlieferungslinie von Lehrer zu Schüler weitergeben von Buddhas Zeit an bis zum heutigen Tag. Es ist Brauch, dass der Lehrer am Ende einer Unterweisung alle Worte des Textes rezitiert, genau wie er sie von seinem eigenen Lehrer gehört hat. Man nimmt an, dass ein Schüler oder eine Schülerin eine Unterweisung nicht erhalten hat, bis er oder sie alle Worte aus dem Munde eines qualifizierten Spirituellen Meisters vernommen hat. Eine Unterweisung, die auf diese Weise empfangen wurde, ist vollkommen rein und trägt die Segnungen aller Überlieferungslinien-Gurus, die die gleiche Unterweisung in der Vergangenheit weitergegeben haben.

Mündliche Überlieferung Durch verbale Unterweisungen Segnungen geben. Es ist essentiell, diese Segnungen zu erhalten, um authentische Realisationen zu erlangen. (*in EdV)

Mutter-Tantra Ein Tantra, das in erster Linie Methoden zur Erlangung des Klaren Lichtes offenbart.

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Nachfolgende Erlangung Der Zeitabschnitt zwischen den Meditationssitzungen. Siehe Freudvoller Weg und Das Meditationshandbuch.

Nada Eine Linie mit drei Biegungen, die über gewissen Samenbuchstaben erscheint.

Naga Ein nichtmenschliches Wesen, das von Menschen normalerweise nicht gesehen werden kann. Die obere Hälfte soll menschlich und die untere Hälfte eine Schlange sein. Nagas leben gewöhnlich in den Meeren dieser Welt, aber manchmal sind sie auch auf dem Land in Wald- oder Felsregionen zu finden. Sie sind sehr mächtig, einige sind wohlwollend, andere boshaft. Viele Krankheiten, die als Naga-Krankheiten bekannt sind, werden durch sie verursacht und können nur dadurch geheilt werden, dass man gewisse Rituale ausführt.

Nagarjuna Ein großer indischer buddhistischer Gelehrter und Meditationsmeister, der das Mahayana im ersten Jahrhundert n. Chr. durch seine Unterweisungen über die Sutras der Vollkommenheit der Weisheit wiederbelebte. Siehe Ozean von Nektar.

Name Ein Objekt des Hörens, das hauptsächlich den Namen irgendeines Phänomens zum Ausdruck bringt. Siehe Den Geist verstehen.

Namo Sanskrit-Wort, das Ehrerbietung und Respekt ausdrückt.

Naropa Ein indischer buddhistischer Mahasiddha. Siehe Führer ins Dakiniland.

Naturkörper Die endgültige Natur des Geistes eines Buddhas. Auch als «Essenzkörper» bekannt. Vgl. auch Körper eines Buddhas. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Negatives Phänomen Ein Objekt, das durch die ausdrückliche Elimination des Objektes der Verneinung des Phänomens realisiert wird durch den Geist, der dieses Phänomen festhält. Es gibt zwei Arten von negativen Phänomenen: bestätigende negative Phänomene und nichtbestätigende negative Phänomene. Ein bestätigendes negatives Phänomen ist ein Objekt, das durch einen Geist realisiert wird, der explizit das verneinte Objekt des Objektes eliminiert und der indirekt ein positives Objekt realisiert. Ein nichtbestätigendes negatives Phänomen ist ein negatives Phänomen, das auf kein anderes bestätigendes Phänomen schließen lässt. Leerheit ist ein Beispiel für ein nichtbestätigendes negatives Phänomen, weil sie durch einen Geist realisiert wird, der direkt inhärente Existenz verneint, die sein Objekt der Verneinung ist, ohne dass dieser Geist ein anderes bestätigendes Phänomen realisiert. Die Leerheit unseres Körpers zum Beispiel ist das bloße Fehlen von inhärenter Existenz unseres Körpers – es kann auf kein anderes Objekt geschlossen werden. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Negatives Phänomen Ein Objekt, das durch die ausdrückliche Elimination des verneinten Objektes des Phänomens realisiert wird. Leerheit ist ein Beispiel eines negativen Phänomens, weil sie durch einen Geist realisiert wird, der direkt inhärente Existenz verneint, die das verneinte Objekt ist. Es gibt zwei Arten von negativen Phänomenen: bestätigende negative Phänomene und nichtbestätigende negative Phänomene. Vgl. auch Bestätigende negative Phänomene und Nichtbestätigende negative Phänomene. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Neid Ein verblendeter geistiger Faktor, der Missfallen empfindet, wenn er die Vergnügen, guten Eigenschaften oder das Glück anderer beobachtet. Siehe Den Geist verstehen.

Neue Kadampa-Tradition Die Vereinigung der Zentren des Kadampa-Buddhismus, ein internationaler Verbund von Studien- und Meditationszentren, die der reinen Tradition des Mahayana-Buddhismus folgen, die vom buddhistischen Meditierenden und Gelehrten Je Tsongkhapa gegründet und durch den buddhistischen Lehrer Ehrwürdiger Geshe Kelsang Gyatso in den Westen gebracht wurde.

Neun Ebenen des geistigen Verweilens Neun Ebenen der Konzentration, die zum Ruhigen Verweilen führen. Es sind: Verweilen des Geistes, Kontinuierliches Verweilen, Wiederverweilen, Nahes Verweilen, Kontrollieren, Befrieden, Vollständiges Befrieden, Einsgerichtetheit und Verweilen im Gleichgewicht. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Nichtanhaftung Ein geistiger Faktor, der als direkte Gegenkraft zu Anhaftung dient. Siehe Allumfassendes Mitgefühl und Den Geist verstehen.

Nichtassoziiertes zusammengesetztes Phänomen Jedes unbeständige Phänomen, das weder Form noch Geist ist, wie zum Beispiel eine Person, Leben, Zeit und Möglichkeit.

Nichtbegrifflicher Geist Ein Erkenner, dem sein Objekt klar, ohne Vermischung mit einem allgemeinen Bild erscheint. Siehe Den Geist verstehen.

Nichtbeobachtbares Mitgefühl Siehe Great compassion.

Nichtbestätigendes negatives Phänomen Ein negatives Phänomen, das auf kein anderes bestätigendes Phänomen schließen lässt. Vgl. auch Negatives Phänomen.

Nichterzeugter Bodhichitta Siehe Spontaneous bodhichitta.

Nichterzeugter Raum Fehlen von behinderndem Kontakt. Er wird so genannt, weil er nicht durch Ursachen und Bedingungen produziert und folglich beständig ist. Siehe Herz der Weisheit.

Nichtexistentes Traditionelle Beispiele von etwas Nichtexistentem sind ein Horn auf dem Kopf eines Hasen und das Kind einer sterilen Frau. Ein Horn auf dem Kopf eines Hasen wird zum Beispiel nicht von einem gültigen Geist festgelegt und ist folglich etwas Nichtexistentes und nicht eine konventionelle (oder endgültige) Wahrheit. Siehe Herz der Weisheit.

Nichtfeststellender Wahrnehmer Ein Erkenner, dem ein Phänomen, das sein Objekt des Befassens ist, klar erscheint, ohne dass es festgestellt wird. Siehe Den Geist verstehen.

Nichtgewissenhaftigkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der ohne Einschränkung nichttugendhafte Handlungen ausführen will. Siehe Den Geist verstehen.

Nichtgültiger Erkenner Ein Erkenner, der in Bezug auf sein Objekt des Befassens täuschend ist. Siehe Den Geist verstehen.

Nichthass Ein geistiger Faktor, der als direkte Gegenkraft zu Hass dient. Siehe Allumfassendes Mitgefühl und Den Geist verstehen.

Nichtschädigung Ein geistiger Faktor, der sich wünscht, dass fühlende Wesen nicht leiden. Siehe Den Geist verstehen.

Nichttugend Ein Phänomen, das als Hauptursache von Leiden dient. Kann sich auf nichttugendhafte Handlungen, nichttugendhafte Prägungen oder die endgültige Nichttugend von Samsara beziehen. Siehe Den Geist verstehen.

Nichttugendhafte Handlungen Pfade, die in die niederen Bereiche führen. Es gibt zahllose nichttugendhafte Handlungen, aber die meisten sind in den zehn folgenden enthalten: Töten, Stehlen, sexuelles Fehlverhalten, Lügen, trennende Rede, verletzende Rede, leeres Geschwätz, Begehrlichkeit, Böswilligkeit und falsche Sichtweisen. Siehe Freudvoller Weg.

Nichtunwissenheit Ein geistiger Faktor, der als direkte Gegenkraft zu Unwissenheit dient. Siehe Allumfassendes Mitgefühl und Den Geist verstehen.

Nichtvertrauen Ein verblendeter geistiger Faktor, der das Gegenteil von Vertrauen ist. Siehe Den Geist verstehen.

Nichtverunreinigte Glückseligkeit Eine Realisation von Glückseligkeit verbunden mit einer Weisheit, die Leerheit direkt realisiert. Siehe Führer ins Dakiniland, Tantrische Ebenen und Pfade und Große Schatzkammer der Verdienste.

Nichtwachsamkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der bewirkt, dass wir Fehler entwickeln, weil er Fehler nicht von Nichtfehlern unterscheiden kann. Siehe Den Geist verstehen.

Nichtwachsamkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der Fehler nicht von Nichtfehlern unterscheiden kann und uns deshalb veranlasst, Fehler zu entwickeln. ch

Niedere Bereiche Der Höllenbereich, der Bereich der Hungrigen Geister und der Tierbereich. Siehe auch Samsara.

Niemals-Wiederkehrer Siehe Hearer.

Nirvana Siehe Liberation.

Nominelle Wahrheit Die Objekte, die wir kennen, indem wir ganz einfach ihre Namen verwenden, ohne dass wir eine Analyse brauchen. Es sind zum Beispiel unser Selbst, unser Körper und andere Dinge, die wir im alltäglichen Leben verwenden. Siehe Ozean von Nektar.

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Objekt der Verneinung Ein Objekt, das ausdrücklich durch einen Geist verneint wird, der ein negatives Phänomen realisiert. In der Meditation über Leerheit oder das Fehlen von inhärenter Existenz bezieht es sich auf inhärente Existenz. Auch als «verneintes Objekt» bekannt.

Objekt, das aufzugeben ist Jedes Objekt, das die Hauptursache von Leiden ist, wie zum Beispiel Unwissenheit oder andere Verblendungen, oder nichttugendhafte Handlungen.

Objektbesitzer Eine funktionierende Sache, die ein Objekt zum Ausdruck bringt oder erkennt. Enthalten sind Ausdruckslaute, Personen und Geistesarten. Siehe Den Geist verstehen.

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Panchen Lama

Pandit

Parshavajra Die Leerheit der Objekte der Berührung, die in der Form einer Darbringungsgöttin erscheint. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste und Führer ins Dakiniland.

Person Ein Ich, das in Abhängigkeit von irgendeiner der fünf Anhäufungen zugeschrieben wird. Siehe Ozean von Nektar und Den Geist verstehen.

Pfad / Spiritueller Pfad Pfad Ein erhabenes Gewahrsein verbunden mit nichterzeugter oder spontaner Entsagung. Spiritueller Pfad, spirituelle Ebene, spirituelles Fahrzeug und erhabenes Gewahrsein sind Synonyme. Siehe auch Ebene. Siehe Freudvoller Weg, Herz der Weisheit, Tantrische Ebenen und Pfade und Ozean von Nektar.

Phabongkha Rinpoche Siehe Je Phabongkhapa.

Phänomenenquelle Ein Phänomen, das nur geistigem Gewahrsein erscheint. Es ist auch der Name, den man Vajrayoginis Mandala gibt, das die Form eines Doppeltetraeders hat.

Phrase Ein Objekt des Hörens, das eine Bedeutung zum Ausdruck bringt, indem es einen Namen mit einem Prädikat verknüpft. Siehe Den Geist verstehen.

Prägung Es gibt zwei Arten von Prägungen. Prägungen von Handlungen und Prägungen von Verblendungen. Jede Handlung, die wir ausführen, hinterlässt eine Prägung im Geisteskontinuum. Diese Prägungen sind karmische Potentiale, die dazu führen, in der Zukunft bestimmte Auswirkungen zu erfahren. Die Prägungen der Verblendungen bleiben zurück, selbst nachdem die eigentlichen Verblendungen aufgegeben worden sind, etwa so wie der Knoblauchgeruch in einem Gefäß zurückbleibt, nachdem der Knoblauch entfernt wurde. Die Prägungen der Verblendungen sind Behinderungen zur Allwissenheit. Nur Buddhas haben sie vollständig aufgegeben.

Praktizierender der anfänglichen Ausrichtung Ein spirituell Praktizierender, der das Glück der Menschen und Götter sucht. Siehe Freudvoller Weg.

Praktizierender der großen Ausrichtung Ein spirituell Praktizierender, der das Hauptgewicht der Praxis auf das Erlangen der großen Erleuchtung zum Wohl anderer legt. Siehe Freudvoller Weg.

Praktizierender der mittleren Ausrichtung Ein spirituell Praktizierender (oder eine spirituell Praktizierende), der (oder die) das Hauptgewicht der Praxis auf die Erlangung seiner (oder ihrer) Befreiung aus Samsara legt. Siehe Freudvoller Weg.

Prasangika Siehe Madhyamika.

Pratimoksha Sanskrit-Wort für «individuelle Befreiung». Siehe Das Bodhisattva-Gelübde.

Präzeptor Ein Spiritueller Meister, der uns Gelübde und Verpflichtungen gibt, die wir einhalten sollen.

Primärer Geist Ein Erkenner, der hauptsächlich die bloße Wesenheit eines Objektes festhält. Bewusstsein ist ein Synonym. Es gibt sechs Arten von primärem Geist: Augenbewusstsein, Ohrenbewusstsein, Nasenbewusstsein, Zungenbewusstsein, Körperbewusstsein und geistiges Bewusstsein. Jeder Moment des Geistes besteht aus einem primären Geist und verschiedenen geistigen Faktoren. Ein primärer Geist und seine begleitenden geistigen Faktoren sind dieselbe Wesenheit, haben aber verschiedene Funktionen. Siehe Den Geist verstehen.

Puja Eine Zeremonie, in der Darbringungen und andere Handlungen der Verehrung vor heiligen Wesen ausgeführt werden.

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Rad des Lebens Ein Diagramm, das die zwölf in abhängiger Beziehung stehenden Glieder und die Vier Edlen Wahrheiten darstellt. Siehe Freudvoller Weg.

Rasavajra Die Leerheit des Geschmacks, die in der Form einer Darbringungsgöttin erscheint. Siehe Führer ins Dakiniland, Große Schatzkammer der Verdienste und Tantrische Ebenen und Pfade.

Ratnasambhava Die Manifestation der Anhäufung von Gefühl aller Buddhas. Er hat einen gelbfarbenen Körper.

Realisation Eine stabile und nichtfehlerhafte Erfahrung eines tugendhaften Objektes, die uns unmittelbar vor Leiden schützt. Auch als Verwirklichung bekannt.

Realisieren Ein Objekt zu realisieren ist das gleiche wie ein Objekt zu verstehen, aber es bedeutet nicht wahrnehmen oder festhalten. Sowohl Sinnes- als auch das geistige Gewahrseinsarten können Objekte realisieren. Ein falsches Gewahrsein realisiert sein Objekt nicht.

Regenbogenkörper

Reine Erscheinung

Reine Sicht

Reines Land Eine reine Umgebung, in der es keine Wahren Leiden gibt. Es gibt viele Reine Länder. Tushita zum Beispiel ist das Reine Land von Buddha Maitreya, Sukhavati das Reine Land von Buddha Amitabha und Dakiniland oder Keajra das Reine Land von Buddha Vajrayogini und Buddha Heruka. Siehe Sinnvoll leben – freudvoll sterben, Führer ins Dakiniland und Herzjuwel.

Reinigung Im allgemeinen jede Praxis, die zur Erlangung eines reinen Körpers, einer reinen Rede oder eines reinen Geistes führt. Genauer ist es eine Praxis, um negatives Karma mit Hilfe der vier Gegenkräfte zu reinigen. Siehe Freudvoller Weg, Das Bodhisattva-Gelübde, Allumfassendes Mitgefühl und Führer ins Dakiniland.

Retreat Ein Zeitabschnitt, während dem wir uns verschiedene Einschränkungen der Handlungen unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes auferlegen, damit wir uns besser auf eine bestimmte spirituelle Praxis konzentrieren können. Vgl. auch Annäherungs-Retreat. Siehe Führer ins Dakiniland und Herzjuwel.

Rücksicht Ein geistiger Faktor, dessen Funktion es ist, unangemessene Handlungen zu vermeiden, aus Gründen, die andere betreffen. Siehe Den Geist verstehen.

Rücksichtslosigkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der das Gegenteil von Rücksicht ist. Siehe Den Geist verstehen.

Ruhiges Verweilen Eine Konzentration, die die besondere Glückseligkeit der körperlichen und geistigen Geschmeidigkeit besitzt und durch die Vollendung der Neun Ebenen des geistigen Verweilens erlangt wird. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Rupavajra Die Leerheit der Form, die in der Form einer Darbringungsgöttin erscheint. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste und Führer ins Dakiniland.

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Sachbefürworter Die buddhistischen Schulen der Vaibhashika, Sautrantika und Chittamatra sind als Sachbefürworter bekannt, weil sie behaupten, dass Dinge wirklich existieren. Siehe Ozean von Nektar.

Sadaprarudita

Sadhana (Tib. drub thab) Eine Methode für Erlangungen in Verbindung mit einer tantrischen Gottheit.

Sadhana Ein Ritual, das eine Methode für das Erlangen spiritueller Realisationen ist. Es kann mit Sutra oder Tantra verbunden sein.

Samantabhadra Sanskrit für «Der Allumfassend Gute» (Der Nur-Gute). Ein Bodhisattva, der berühmt war für seine umfangreichen Darbringungen. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Samen der Verblendung Der Samen einer Verblendung ist die Möglichkeit, dass diese Verblendung entsteht; er ist die substantielle Ursache der Verblendung. Bis wir eine Verblendung schließlich aufgegeben haben, wird der Samen dieser Verblendung in unserem Geist bleiben, auch wenn die Verblendung an sich nicht manifest ist. Die Samen der Verblendungen können nur durch Weisheit ausgemerzt werden, die Leerheit direkt realisiert. Siehe Den Geist verstehen.

Samenbuchstabe Der heilige Buchstabe, aus dem eine Gottheit erzeugt wird. Jede Gottheit hat einen besonderen Samenbuchstaben. Der Samenbuchstabe Manjushris ist beispielsweise DHI, Taras ist TAM, Vajrayoginis ist BAM und Herukas ist HUM.

Samkhya Eine nichtbuddhistische Schule, die älteste der Brahmanen-Schulen. Siehe Ozean von Nektar.

Samsara Der Begriff kann auf zwei Arten verstanden werden: als ununterbrochene Wiedergeburt ohne Freiheit und Kontrolle oder als die Anhäufungen eines Wesens, das eine solche Wiedergeburt erlangt hat. Samsara ist charakterisiert durch Leiden und Unzufriedenheit. Es gibt sechs Bereiche in Samsara. Es sind in aufsteigender Reihenfolge gemäß der Art des Karmas, das eine Wiedergeburt im jeweiligen Bereich bewirkt: die Bereiche der Höllenwesen, der Hungrigen Geister, der Tiere, der Menschen, der Halbgötter und der Götter. Die ersten drei sind niedere Bereiche oder unglückliche Wanderungen, und die anderen drei sind höhere Bereiche oder glückliche Wanderungen. Auch wenn, vom Gesichtspunkt des Karmas aus betrachtet, das zu einer Wiedergeburt in einem Götterbereich führt, der Götterbereich der höchste in Samsara ist, so heißt es, sei der menschliche Bereich der am meisten vom Glück begünstigte, da er die besten Bedingungen aufweise, um Befreiung und Erleuchtung zu erlangen. Siehe Freudvoller Weg.

Samsara Der Kreislauf unkontrollierten Todes und unkontrollierter Wiedergeburt oder der Kreislauf der zwölf in abhängiger Beziehung stehenden Glieder. Siehe Freudvoller Weg. (*in EOV)

Sangha Gemäß der Vinaya-Tradition jede Gemeinschaft von vier oder mehr vollordinierten Mönchen oder Nonnen. Im allgemeinen können auch Ordinierte oder Laien, die die Bodhisattva- oder tantrischen Gelübde abgelegt haben, als Sangha bezeichnet werden.

Saraha Einer der ersten Mahasiddhas und der Lehrer Nagarjunas. Siehe Essenz des Vajrayana.

Sautrantika Die höhere der beiden Schulen der Hinayana-Lehrsätze. Diese Schule glaubt, dass sowohl Selbsterkenner als auch äußere Objekte wirklich existieren. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Schädlichkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der will, dass andere fühlende Wesen leiden. Siehe Den Geist verstehen.

Schamgefühl Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, unangemessene Handlungen aus Gründen, die einen selbst betreffen, zu vermeiden. Siehe Den Geist verstehen.

Schamlosigkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der das Gegenteil von Schamgefühl ist. Siehe Den Geist verstehen.

Schlaf Ein geistiger Faktor, der sich durch Dumpfheit oder ihre Prägungen entwickelt und die Funktion hat, die Sinnesgewahrseinsarten innerlich zu sammeln. Siehe Den Geist verstehen.

Schlüssige Begründung Jede Begründung, die durch die drei Modi qualifiziert ist. Siehe Den Geist verstehen.

Schneelöwe

Schulen buddhistischer Philosophie Vier philosophische Sichtweisen oder Lehrsätze, die Buddha gemäß den Neigungen und Veranlagungen der Schüler lehrte. Es sind die Vaibashika-, Sautrantika-, Chittamatra- und Madhyamika-Schule. Die ersten beiden sind Hinayana-Schulen, und die anderen beiden sind Mahayana-Schulen. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Sechs Bereiche Samsaras Siehe Samsara.

Sechs Kräfte Die fünf Sinneskräfte und die geistige Kraft. Eine Sinneskraft ist eine innere Kraft, die sich genau im Zentrum eines Sinnesorgans befindet und die Funktion hat, direkt ein Sinnesgewahrsein zu erzeugen. Es gibt fünf Sinneskräfte, eine für jede Art von Sinnesgewahrsein. Eine geistige Kraft ist ein Geist, der in erster Linie die Funktion hat, direkt den außergewöhnlichen Aspekt eines geistigen Gewahrseins zu erzeugen. Siehe Den Geist verstehen.

Sechs Vollkommenheiten Die Vollkommenheit des Gebens, der moralischen Disziplin, der Geduld, des Bemühens, der geistigen Stabilisierung und der Weisheit. Sie werden Vollkommenheiten genannt, weil sie durch Bodhichitta motiviert sind. Siehe Freudvoller Weg, Sinnvoll zu betrachten, Das Bodhisattva-Gelübde und Ozean von Nektar.

Sechzehn Merkmale der Vier Edlen Wahrheiten Buddha lehrte, dass jede der Vier Edlen Wahrheiten vier besondere Merkmale habe. Die vier Merkmale der Wahren Leiden sind: unbeständig, Leiden, leer und selbstlos; die vier Merkmale der Wahren Ursprünge sind: Ursache, Ursprung, starker Erzeuger und Bedingung; die vier Merkmale der Wahren Beendigungen sind: Beendigung, Friede, höchste Erlangung und definitiver Aufgeber; und die vier Merkmale der Wahren Pfade sind: Pfad, Gegenmittel, Vollender und definitives Aufgeben. Siehe Ozean von Nektar.

Segnungen «Jin gyi lob pa» auf Tibetisch. Die Umwandlung unseres Geistes von einem negativen zu einem positiven Zustand, von einem unglücklichen zu einem glücklichen Zustand oder von einem Zustand der Schwäche zu einem Zustand der Stärke durch die Inspiration von heiligen Wesen, wie unserem Spirituellen Meister, den Buddhas und Bodhisattvas.

Segyu-Überlieferungslinie Die Überlieferung der Unterweisungen über Ganden Lhagyäma oder die Hunderte von Gottheiten des Freudvollen Landes, die von Je Tsongkhapa an Sherab Senge, Paldän Sangpo, Khädrub Sangye Yeshe und so fort bis zu unserem gegenwärtigen Lehrer weitergegeben wurden. Diese Linie heißt so, weil die ursprünglichen Gurus aus einer Gegend Tibets mit dem Namen Se stammten. Siehe auch Hunderte von Gottheiten des Freudvollen Landes. Siehe Herzjuwel.

Sektierertum

Selbst Ein Ich, das in Abhängigkeit von irgendeiner der fünf Anhäufungen zugeschrieben wird. Person, Wesen, Selbst und Ich sind Synonyme. Siehe Den Geist verstehen.

Selbsterkenner Ein Geist, der sich selbst kennt, ohne von einem Objekt abhängig zu sein. Siehe Ozean von Nektar.

Selbst-Wertschätzung Eine Geisteshaltung, die einen selbst für äußerst wertvoll und wichtig hält. Sie wird als ein hauptsächliches Objekt angesehen, das Bodhisattvas aufgegeben müssen. Siehe Acht Schritte zum Glück und Sinnvoll zu betrachten.

Selbstzufriedenheit Ein verblendeter geistiger Faktor, der unsere eigene körperliche Schönheit, unseren Reichtum oder andere guten Eigenschaften beobachtet, und weil er nur darum besorgt ist, kein Interesse an spiritueller Entwicklung hat. Siehe Den Geist verstehen.

Sexuelles Fehlverhalten

Shakyamuni Siehe Buddha Shakyamuni.

Shantideva (687-763 n. Chr.) Großer, indischer buddhistischer Gelehrter und Meditationsmeister. Er verfasste den Leitfaden für die Lebensweise eines Bodhisattvas. Siehe Sinnvoll zu betrachten.

Shaptavajra Die Leerheit des Klangs, die in der Form einer Darbringungsgöttin erscheint. Siehe Führer ins Dakiniland und Große Schatzkammer der Verdienste.

Shariputra Einer von Buddha Shakyamunis bedeutendsten Schülern. Er hat den Aspekt eines Hinayana-Feindzerstörers.

Sich veränderndes Leiden Für samsarische Wesen ist jede Erfahrung von Glück oder Freude, die aus samsarischen Vergnügen entsteht, sich veränderndes Leiden, weil alle diese Erfahrungen verunreinigt sind und die Natur von Leiden haben. Siehe Freudvoller Weg.

Sicht der vergänglichen Ansammlung Eine Art von Festhalten am Selbst von Personen, die am eigenen Ich als inhärent existierendem Ich festhält. Siehe Freudvoller Weg, Ozean von Nektar und Den Geist verstehen.

Siddhi Siehe Attainment.

Sieben Glieder Besondere Übungen zur Reinigung von Negativität und zur Ansammlung von Verdiensten. Es sind: Verbeugung, Darbringung, Bekenntnis, Sicherfreuen, inständige Bitte an die heiligen Wesen, nicht hinzuscheiden, Bitte um die Drehung des Dharma-Rades und Widmung. Sie heißen «Glieder», weil sie den Hauptteil unserer Praxis – die eigentlichen Meditationen über die Pfade von Sutra und Tantra – unterstützen. Siehe Freudvoller Weg und Große Schatzkammer der Verdienste.

Sieben herausragende Qualitäten der Umarmung

Siebenfache Ursache und Wirkung Eine Methode zur Erzeugung von Bodhichitta, bei der zuneigungsvolle Liebe in erster Linie entwickelt wird, indem wir alle fühlenden Wesen als unsere Mütter erkennen und uns an ihre Güte erinnern. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Sieben-Punkte-Haltung Vairochanas Eine besondere Meditationshaltung, bei der Teile unseres Körpers eine spezielle Position einnehmen: (1) man sitzt auf einem bequemen Kissen, die Beine in der Vajra-Haltung gekreuzt (dabei liegen die Füße auf dem gegenüberliegenden Oberschenkel), (2) der Rücken ist gerade, (3) der Kopf leicht nach vorne gebeugt, (4) die Augen bleiben leicht geöffnet und schauen der Nase entlang, (5) die Schultern sind auf gleicher Höhe, (6) der Mund ist sanft geschlossen und (7) die rechte Hand liegt in der linken, Handflächen nach oben und vier fingerbreit unter dem Nabel, wobei sich die beiden Daumen gerade oberhalb des Nabels berühren. (Vgl. Vajra-Haltung* Eine perfekte Haltung für die Meditation, bei der die Beine in der vollen Vajra-Haltung gekreuzt sind. Dabei wird der linke Fuß mit der Sohle nach oben auf den rechten Oberschenkel und der rechte Fuß mit der Sohle nach oben auf den linken Oberschenkel gelegt. Die rechte Hand wird in die linke Hand gelegt, wobei beide Handflächen nach oben schauen und die erhobenen Daumen sich auf der Höhe des Nabels berühren. Der Rücken ist gerade und die Schultern sind auf gleicher Höhe. Der Lippen sind sanft geschlossen, der Kopf leicht nach vorne gebeugt und die Augen sind weder weit offen noch fest geschlossen, sondern entweder leicht offen oder sanft geschlossen. Siehe Freudvoller Weg.)

Siebenunddreißig Realisationen, die die Erleuchtung fördern Jeder spirituelle Pfad, der zur Erleuchtung führt. Es gibt sieben Gruppen: vier Arten des nahen Verweilens der Achtsamkeit, vier Arten des korrekten Aufgebens, vier Beine der Wunderkräfte, fünf Kräfte, fünf Stärken, sieben Zweige der Erleuchtung und acht Zweige höherer Pfade. Siehe Ozean von Nektar.

Sindhura Ein rotes Pulver, das von einem der Vierundzwanzig glückverheißenden Stätten stammt. Siehe Führer ins Dakiniland.

Sinnesdirektwahrnehmer Ein Direktwahrnehmer, der in Abhängigkeit von seiner außergewöhnlichen vorherrschenden Bedingung, einer formbesitzenden Sinneskraft, erzeugt wird. Siehe Den Geist verstehen.

Sinnesgewahrsein Alle Arten von Geist sind in Sinnesgewahrsein und geistigem Gewahrsein enthalten. Sinnesgewahrsein ist definiert als ein Gewahrsein, das in Abhängigkeit von seiner außergewöhnlichen vorherrschenden Bedingung entwickelt wird, einer formbesitzenden Sinneskraft. Es gibt fünf Arten von Sinnesgewahrsein: Augengewahrsein, Ohrengewahrsein, Nasengewahrsein, Zungengewahrsein und Körpergewahrsein. Siehe Den Geist verstehen.

Sinneskraft Eine innere Kraft, die sich genau im Zentrum eines Sinnesorgans befindet und die Funktion hat, direkt ein Sinnesgewahrsein zu erzeugen. Es gibt fünf Sinneskräfte, eine für jede Art von Sinnesgewahrsein – das Augengewahrsein usw. Manchmal werden sie «Sinneskräfte, die Form besitzen» genannt. Siehe Den Geist verstehen.

Sinn-Klares-Licht Ein Geist des Klaren Lichtes, der Leerheit direkt, ohne allgemeines Bild realisiert. Synonym für inneres Dakiniland. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit.

Spiritueller Meister Guru in Sanskrit und Lama auf Tibetisch. Ein Lehrer, der uns entlang des spirituellen Pfades führt. Siehe Freudvoller Weg, Große Schatzkammer der Verdienste und Herzjuwel.

Spontane Große Glückseligkeit Eine besondere Glückseligkeit, die durch das Schmelzen der Tropfen im Zentralkanal erzeugt wird. Sie wird durch die Kontrolle über die inneren Winde erlangt. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit und Tantrische Ebenen und Pfade.

Spontaner Bodhichitta Eigentlicher Bodhichitta. Auch als nichterzeugter Bodhichitta bekannt. Dieser Geist entsteht spontan, Tag und Nacht. Zuerst erzeugen wir zu gewissen Zeiten einen künstlichen oder erzeugten Bodhichitta, indem wir über das Leiden anderer und ähnliches nachdenken, und das dient uns als Grundlage, um eigentlichen Bodhichitta zu erzeugen.

Starkes Festhalten Ein geistiger Faktor, der seinen primären Geist stark an seinem Objekt festhalten lässt. Siehe Den Geist verstehen.

Stolz Ein verblendeter geistiger Faktor, der sich durch Betrachten und Übertreiben der eigenen guten Qualitäten oder des eigenen Besitzes überlegen fühlt. Siehe Den Geist verstehen.

Stufen des Pfades Siehe Lamrim

Stupa Eine symbolische Darstellung von Buddhas Geist.

Substantielle Ursache Hauptursache.

Subtiler Geist Es gibt verschiedene Ebenen des Geistes: grobe, subtile und sehr subtile. Subtile Geistesarten manifestieren sich, wenn die inneren Winde sich innerhalb des Zentralkanals sammeln und auflösen. Siehe Klares Licht der Glückseligkeit.

Sugata Ein anderer Name für einen Buddha. Er deutet darauf hin, dass Buddhas einen Zustand makelloser und unzerstörbarer Glückseligkeit erlangt haben.

Sukhavati Sanskrit für «Glückseliges Land» – das Reine Land Buddha Amitabhas.

Sutra der Essenz der Weisheit Eines von mehreren Sutras der Vollkommenheit der Weisheit, die Buddha lehrte. Es ist zwar viel kürzer als die anderen Sutras der Vollkommenheit der Weisheit, enthält aber explizit oder implizit ihre gesamte Bedeutung. Es ist auch unter dem Namen Herz-Sutra bekannt. Siehe Herz der Weisheit.

Sutra Die Lehren Buddhas, die alle praktizieren können. Es braucht dazu keine Ermächtigung. Sie beinhalten Buddhas Unterweisungen der Drei Drehungen des Dharma-Rades.

Sutras der Vollkommenheit der Weisheit Die Sutras der zweiten Drehung des Dharma-Rades, in denen Buddha seine abschließende Sicht der endgültigen Natur aller Phänomene enthüllte – die Leerheit von inhärenter Existenz. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Svatantrika Siehe Madhyamika.

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Tangkha Traditionelles Gemälde eines heiligen Wesens.

Tantra Siehe Geheimes Mantra.

Tantrischer Bodhichitta Der Wunsch, die Erleuchtung als tantrische Gottheit zu erlangen, um die fühlenden Wesen so schnell wie möglich aus Samsara retten zu können. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste und Tantrische Ebenen und Pfade.

Tara Ein weiblicher Buddha. Sie ist die Manifestation des Wind-Elementes aller Buddhas und die Gefährtin Buddha Amoghasiddhis.

Tathagata Sanskrit-Wort mit der Bedeutung «ein Wesen, das weiter gegangen ist», ein anderes Wort für Buddha.

Tengyur Die Sammlung der Kommentare zu Buddhas Lehre, die aus dem Sanskrit ins Tibetische übersetzt wurden. Siehe auch Kangyur.

Tiefgründiger Pfad Alle Weisheitsübungen, die zu einer direkten Realisation der Leerheit und letztendlich zum Wahrheitskörper eines Buddhas führen. Siehe Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Torma-Darbringung Eine besondere Darbringung von Speisen gemäß Sutra- oder Tantra-Ritualen. Siehe Führer ins Dakiniland.

Trijang Rinpoche (1901 – 1981 n. Chr.) Ein besonderer tibetischer Lama des zwanzigsten Jahrhunderts. Er war eine Ausstrahlung Buddha Shakyamunis, Herukas, Atishas, Amitabhas und Je Tsongkhapas. Er ist auch unter den Namen «Trijang Dorjechang» und «Losang Yeshe» bekannt.

Tripitaka

Tropfen Die Essenz von Blut und Sperma. Wenn die Tropfen schmelzen und durch die inneren Kanäle fließen, führen sie zu einer Glückseligkeitserfahrung. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Tsog-Darbringung Eine Darbringung, die von einer Versammlung von Helden und Heldinnen gemacht wird. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste und Führer ins Dakiniland.

Tsongkhapa Siehe Je Tsongkhapa.

Tugend Ein Phänomen, das als eine Hauptursache von Glück dient. Kann sich auf tugendhafte Geistesarten, tugendhafte Handlungen oder die endgültige Tugend des Nirvana beziehen. Siehe Den Geist verstehen.

Tummo Siehe Inner fire.

Tushita Siehe Ganden.

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Überirdischer Pfad Jeder Pfad, der zu Befreiung oder Erleuchtung führt, wie zum Beispiel die Realisation von Entsagung, Bodhichitta und korrekter Sicht der Leerheit. Genau genommen besitzen nur Höhere Wesen überirdische Pfade. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Überirdisches Glück Das reine Glück der Befreiung und Erleuchtung.

Überlieferungslinie Eine Reihe von Unterweisungen, die von Spirituellem Meister zu Schüler weitergegeben wurde, wobei jeder Spirituelle Meister der Linie eigene Erfahrungen der Unterweisungen gewann, bevor er sie weitergab.

Unangemessene Aufmerksamkeit Ein Geist, der sich auf die Qualitäten eines verunreinigten Objektes richtet und diese Qualitäten übertreibt. Es ist dieser Prozess, der Verblendungen erzeugt. Siehe Freudvoller Weg.

Unbeständiges Phänomen Phänomene sind entweder beständig oder unbeständig. «Unbeständig» bedeutet «momentan». Daher ist ein unbeständiges Phänomen ein Phänomen, das innerhalb eines Momentes erzeugt wird und sich wieder auflöst. Synonyme für unbeständiges Phänomen sind «funktionierende Sache» und «Produkt». Es gibt zwei Arten von Unbeständigkeit: grobe und subtile. Grobe Unbeständigkeit ist jede Unbeständigkeit, die mit einem gewöhnlichen Sinnesgewahrsein erkannt werden kann, zum Beispiel das Altern und der Tod eines fühlenden Wesens. Subtile Unbeständigkeit ist die momentane Auflösung einer funktionierenden Sache. Siehe Herz der Weisheit.

Unterscheidung Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, das außergewöhnliche Zeichen eines Objektes festzuhalten. Siehe Den Geist verstehen.

Untersuchung Ein geistiger Faktor, der ein Objekt untersucht, um ein Verständnis seiner groben Natur zu gewinnen. Siehe Den Geist verstehen.

Ununterbrochener Pfad

Unwissenheit Ein geistiger Faktor, der verwirrt ist, was die endgültige Natur der Phänomene betrifft.

Unzerstörbarer Tropfen Der sehr subtiler Tropfen, der sich beim Herzen befindet. Er wird aus der Essenz der weißen und roten Tropfen gebildet, die wir bei der Empfängnis von unseren Eltern erhalten. Er schmilzt erst zur Todeszeit. Dann öffnet er sich und erlaubt dem sehr subtilen Geist und dem damit verbundenen Wind zum nächsten Leben zu gehen. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade und Klares Licht der Glückseligkeit.

Ursprungsgeist Der sehr subtile Geist, der sich in der Mitte des Herzkanalrades befindet. Er ist als Ursprungsgeist bekannt, weil alle anderen Geistesarten aus ihm entstehen und sich wieder in ihn auflösen.

Ushnisha Die Scheitelerhebung eines Buddhas. Eines der 32 Hauptzeichen.

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Vaibhashika Die niederere der zwei Schulen der Hinayana-Lehrsätze. Diese Schule akzeptiert keine Selbsterkenner und behauptet, dass äußere Objekte wahrhaft existieren. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Vairochana Die Manifestation der Anhäufung von Form aller Buddhas. Er hat einen weißfarbenen Körper.

Vajra und Glocke Ein rituelles Zepter, das Große Glückseligkeit symbolisiert, und eine rituelle Handglocke, die Leerheit symbolisiert. Siehe Führer ins Dakiniland und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vajra Das Sanskrit-Wort Vajra bedeutet im allgemeinen unzerstörbar wie ein Diamant und gewaltig wie ein Blitzschlag. Im Zusammenhang mit dem Geheimen Mantra kann es die Untrennbarkeit von Methode und Weisheit, allwissende große Weisheit oder spontane Große Glückseligkeit bedeuten. Es ist auch der Name eines Ritualgegenstandes aus Metall. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Vajra-Brüder und -Schwestern Praktizierende, die irgendeine Einweihung des Höchsten Yoga-Tantras erhalten haben, sei es gleichzeitig oder zu verschiedenen Zeiten. Siehe Führer ins Dakiniland und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vajradaka-Feuerdarbringung Eine besondere Reinigungspraxis, in der unsere Negativität und unsere Übertretungen in den Aspekt schwarzer Sesamsamen umgewandelt und dann Vajradaka dargebracht werden, der aus einem lodernden Feuer erscheint, um sie zu verzehren. Siehe Führer ins Dakiniland.

Vajradhara Der Gründer des Vajrayana. Er ist das gleiche Geisteskontinuum wie Buddha Shakyamuni, zeigt aber einen anderen Aspekt. Buddha Shakyamuni erscheint im Aspekt eines Ausstrahlungskörpers und Eroberer Vajradhara erscheint im Aspekt eines Freudenkörpers. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Vajradharma Die Manifestation der Rede aller Buddhas. Abgesehen von seinem roten Körper sieht er genauso aus wie Eroberer Vajradhara. Siehe Führer ins Dakiniland.

Vajra-gleiche Konzentration Der letzte Augenblick auf dem Mahayana-Pfad der Meditation. Sie ist das Gegenmittel gegen die sehr subtilen Behinderungen zur Allwissenheit. Im nächsten Moment wird der Mahayana-Pfad des Nicht-mehr-Lernens, die Buddhaschaft, erreicht.

Vajra-Haltung Die perfekte Haltung mit gekreuzten Beinen. Siehe auch Sieben-Punkte-Haltung Vairochanas. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Freudvoller Weg.

Vajra-Körper Im allgemeinen die Kanäle, Tropfen und inneren Winde. Spezieller der reine Illusorische Körper. Der Körper eines Buddhas ist unter dem Namen «resultierender Vajra-Körper» bekannt. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Vajra-Meister Ein voll qualifizierter tantrischer Spiritueller Meister. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste.

Vajrapani Die Verkörperung der Kraft aller Buddhas. Er erscheint in einem zornvollen Aspekt und zeigt damit seine Macht, äußere, innere und geheime Hindernisse zu überwinden. Zur Zeit Buddha Shakyamunis manifestierte er sich als Bodhisattva-Schüler.

Vajra-Rezitation Eine Mantra-Rezitation, die aus inneren Winden erzeugt und in Verbindung mit Vajrayana-Übungen praktiziert wird. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Vajrasattva Buddha Vajrasattva ist die Anhäufung des Bewusstseins aller Buddhas, die im Aspekt einer weißfarbenen Gottheit erscheint, um ganz speziell die Negativität von fühlenden Wesen zu reinigen. Er ist von der gleichen Natur wie Buddha Vajradhara und unterscheidet sich nur im Aspekt. Die Praxis der Meditation und Rezitation des Vajrasattva ist eine sehr kraftvolle Methode, unseren unreinen Geist und unsere unreinen Handlungen zu reinigen. Siehe Führer ins Dakiniland.

Vajravarahi

Vajrayana Das Fahrzeug des Geheimen Mantras. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Vajrayogini Eine weibliche Gottheit des Höchsten Yoga-Tantras, die die Verkörperung der untrennbaren Glückseligkeit und Leerheit ist. Sie ist von der gleichen Natur wie Heruka. Siehe Führer ins Dakiniland.

Vasenatmung

Vasubhandu Ein großer buddhistischer Gelehrter des fünften Jahrhunderts. Er wurde durch seinen älteren Bruder Asanga zum Mahayana bekehrt. Er schrieb Schatzkammer des Abhidharma (Skrt. Abhidharmakosha).

Vater-Tantra Ein Tantra, das in erster Linie Methoden zur Erlangung des Illusorischen Körpers offenbart.

Verbeugung Eine Handlung der Respektsbezeugung mit Körper, Rede oder Geist. Siehe Freudvoller Weg und Das Bodhisattva Gelübde.

Verblendete Sicht Eine Sicht, die die Funktion hat, die Erlangung der Befreiung zu behindern. Siehe Den Geist verstehen.

Verblendeter Zweifel Ein Zwiespalt des Geistes, der die Erlangung der Befreiung oder Erleuchtung stört. Siehe Den Geist verstehen.

Verblendung Ein geistiger Faktor, der aus unangemessener Aufmerksamkeit entsteht und die Funktion hat, den Geist unfriedlich und unkontrolliert zu machen. Es gibt drei Hauptverblendungen: Unwissenheit, begehrende Anhaftung und Wut. Aus diesen entstehen alle anderen Verblendungen, wie Neid, Stolz und verblendeter Zweifel. Siehe auch Angeborene Verblendungen und Intellektuell gebildete Verblendungen. Siehe Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Verblendungsbehinderungen Siehe Obstructions to liberation.

Verborgenes Objekt Ein Objekt, dessen anfängliche Realisation durch einen gültigen Erkenner von korrekten logischen Begründungen abhängig ist. Siehe Den Geist verstehen.

Verdienst Das Glück, das durch tugendhafte Handlungen geschaffen wird. Es ist die potentielle Kraft, unsere guten Qualitäten zu vermehren und Glück zu erzeugen.

Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens Eine Vereinigung des reinen Illusorischen Körpers mit Sinn-Klarem-Licht Licht, die die Behinderungen zur Allwissenheit aufgegeben hat. Synonym für Buddhaschaft. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Große Schatzkammer der Verdienste und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vereinigung Bezieht sich auf die Vereinigung des Nicht-mehr-Lernens, die ein Synonym für Erleuchtung ist.

Vereinigung, die Lernen braucht Eine Vereinigung des reinen Illusorischen Körpers mit Sinn-Klarem-Licht, die die Behinderungen zur Allwissenheit noch nicht aufgegeben hat. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Große Schatzkammer der Verdienste und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vergesslichkeit Ein verblendeter geistiger Faktor, der uns ein tugendhaftes Objekt vergessen lässt. Siehe Den Geist verstehen.

Verheimlichung Ein verblendeter geistiger Faktor, der, durch Anhaftung an Reichtum oder guten Ruf motiviert, unsere Fehler vor anderen verheimlichen will.

Verneintes Objekt Ein Objekt, das ausdrücklich durch einen Geist verneint wird, der ein negatives Phänomen erkennt. Auch als «Objekt der Verneinung» bekannt.

Verpflichtungen Versprechen und Zusicherungen, die gegeben werden, wenn man gewisse spirituelle Übungen ausführt.

Verpflichtungswesen Ein visualisierter Buddha oder wir selbst als Buddha visualisiert. Es heißt so, weil es im allgemeinen die Verpflichtung aller Buddhisten ist, Buddha zu visualisieren oder an ihn zu denken. Insbesondere haben diejenigen, die eine Ermächtigung für Höchstes Yoga-Tantra erhalten haben, die Verpflichtung, sich selbst als Gottheit zu erzeugen.

Versenkung der Beendigung Eine nichtverunreinigte Weisheit, die einsgerichtet auf Leerheit gerichtet ist in Abhängigkeit von der eigentlichen Versenkung «Gipfel Samsaras». Siehe Ozean von Nektar .

Versenkung ohne Unterscheidung Eine Konzentration des vierten Formbereichs, die das Nichts beobachtet und durch die Beendigung grober Gefühle und Unterscheidungen erlangt wird

Versenkung Ein tugendhafter einsgerichteter Geist des Form- oder formlosen Bereichs. Es gibt zwei Arten: nahe Vorbereitungen, die ununterbrochene Pfade sind, und eigentliche Versenkungen, die befreite Pfade sind.

Vertrauen Ein geistiger Faktor, dessen Hauptfunktion das Beseitigen von Nichtvertrauen ist. Es gibt drei Arten von Vertrauen: glaubendes Vertrauen, bewunderndes Vertrauen und wünschendes Vertrauen. Siehe Verwandle dein Leben, Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Vertrauen Ein von Natur aus tugendhafter Geist, der in erster Linie die Funktion hat, der Wahrnehmung von Fehlern im beobachteten Objekt entgegenzuwirken. Es gibt drei Arten von Vertrauen: glaubendes Vertrauen, bewunderndes Vertrauen und wünschendes Vertrauen. Siehe Verwandle dein Leben, Freudvoller Weg und Den Geist verstehen.

Verunreinigte Anhäufung Jede der Anhäufungen von Form, Gefühl, Unterscheidung, zusammensetzenden Faktoren und Bewusstsein eines samsarischen Wesens. Siehe auch Anhäufung. Siehe Herz der Weisheit.

Verunreinigtes Phänomen Jedes Phänomen, das zu Verblendungen führt oder sie vermehrt. Beispiele sind die Umwelt, die Wesen und die Vergnügen Samsaras. Siehe Freudvoller Weg.

Verweigerung Ein verblendeter geistiger Faktor, der nichttugendhafte Handlungen oder Übertretungen, die wir begangen haben, nicht reinigen will. Siehe Den Geist verstehen.

Verweilende Meditation Einsgerichtete Konzentration auf ein tugendhaftes Objekt. Siehe Freudvoller Weg und Das Meditationshandbuch.

Vier Arten von Schutz Besondere Qualitäten eines Buddhas, durch welche er fühlende Wesen vor den vier Maras oder Dämonen beschützen kann.

Vier Arten, wie man Schüler gewinnt Die vier Arten, wie man Schüler gewinnt, die von den Bodhisattvas praktiziert werden sind: (1) anderen Freude bereiten, indem man materielle Dinge oder was gerade benötigt wird gibt, (2) den Dharma lehren, um andere zur Befreiung zu führen, (3) anderen durch Ermutigung in ihrer Dharma-Praxis helfen und (4) ein gutes Beispiel zeigen, indem wir alles praktizieren, was wir lehren. Siehe Freudvoller Weg.

Vier Edle Wahrheiten Wahre Leiden, Wahre Ursprünge, Wahre Beendigungen und Wahre Pfade. Gemäß der Madhyamika-Prasangika-Schule gibt es zwei Arten von Edlen Wahrheiten: grobe und subtile. Der Grund ist, dass es zwei Arten von Festhalten an Personen gibt: grobes Festhalten an Personen – Festhalten an einer selbstragenden, substantiell existierenden Person – und subtiles Festhalten an Personen – Festhalten an inhärent existierenden Personen. Sie werden «Edle» Wahrheiten genannt, weil sie höchste Meditationsobjekte sind. Durch Meditation über die subtilen Edlen Wahrheiten können wir die endgültige Wahrheit direkt realisieren und somit ein edles oder Höheres Wesen werden.

Vier Edle Wahrheiten Wahre Leiden, Wahre Ursprünge, Wahre Beendigungen und Wahre Pfade. Sie werden «Edle» Wahrheiten genannt, weil sie höchste Meditationsobjekte sind. Durch Meditation über diese vier Objekte können wir die endgültige Wahrheit direkt realisieren und somit ein edles oder Höheres Wesen werden. Manchmal werden sie als die «Vier Wahrheiten der Höheren» bezeichnet. Siehe auch Sechzehn Merkmale der Vier Edlen Wahrheiten. Siehe Herz der Weisheit und Freudvoller Weg.

Vier Freuden Vier Stufen der Glückseligkeit, die in den Erzeugungs- und Vollendungsstufen des Höchsten Yoga-Tantras erzeugt werden. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Vier Furchtlosigkeiten Besondere Qualitäten eines Buddhas. Eine Furchtlosigkeit ist eine absolut feste, endgültige Verwirklichung, die vollständig ohne Furcht ist, Dharma zu lehren. Es gibt vier Arten: (1) Furchtlosigkeit, den Dharma des definitiven Verlassen zu offenbaren, (2) Furchtlosigkeit, den Dharma der Überwindung von Behinderungen zu offenbaren, (3) Furchtlosigkeit, den Dharma ausgezeichneten Aufgebens zu offenbaren, (4) Furchtlosigkeit, den Dharma ausgezeichneter Verwirklichungen zu offenbaren. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade und Ozean von Nektar.

Vier Gegenkräfte Siehe Opponent powers.

Vier Klassen von Tantra Buddha lehrte vier Klassen von Tantra: Handlungs-Tantra (Skrt. Kriya), Ausführungs-Tantra (Skrt. Charya), Yoga-Tantra und Höchstes Yoga-Tantra (Skrt. Anuttarayoga). Jede der vier Klassen von Tantra beinhaltet besondere Techniken, um sinnliche Glückseligkeit umzuwandeln. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade und Klares Licht der Glückseligkeit.

Vier Maras Siehe Demon.

Vier Mütter Lochana, Mamaki, Benzarahi und Tara. Die Gefährtinnen von Vairochana, Ratnasambhava, Amitabha und Amoghasiddhi in dieser Reihenfolge.

Vier vollständige Reinheiten Eine tantrische Praxis ist eine Praxis, die die vier vollständigen Reinheiten besitzt: (1) vollständige Reinheit des Ortes – die Umgebung wird als das Mandala der Gottheit betrachtet; (2) vollständige Reinheit des Körpers – gewöhnliche Erscheinung wird vermieden und der Praktizierende (die Praktizierende) stellt sich vor, dass er (sie) den Körper einer Gottheit besitzt; (3) vollständige Reinheit der Vergnügen – sinnliche Vergnügen werden in Darbringungen an die Gottheit umgewandelt; und (4) vollständige Reinheit der Taten – der Praktizierende (die Praktizierende) betrachtet alle seine (ihre) Handlungen als die Handlungen der Gottheit. Siehe Gosse Schatzkammer der Verdienste und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vierter Befreier Bezieht sich auf Buddha Shakyamuni. Siehe auch Glückliches Äon.

Vierundzwanzig heilige Stätten Vierundzwanzig besondere Orte in dieser Welt, wo die Mandalas von Heruka und Vajrayogini immer noch vorhanden sind. Es sind: Puliramalaya, Dzalandhara, Odiyana, Arbuta, Godawari, Rameshöri, Dewikoti, Malawa, Kamarupa, Ote, Trishakune, Kosala, Kalinga, Lampaka, Kancha, Himalaya, Pretapuri, Grihadewata, Shauraktra, Suwanadvipa, Nagara, Sindhura, Maru und Kuluta. Siehe Essenz des Vajrayana und Führer ins Dakiniland.

Vinaya-Sutras Sutras, in denen Buddha in erster Linie die Praxis der moralischen Disziplin und insbesondere die moralische Disziplin der Pratimoksha erklärt.

Vollendungsstufe Realisationen des Höchsten Yoga-Tantras, die durch das Eintreten, Verweilen und Sichauflösen der Winde im Zentralkanal mittels der Kraft der Meditation erzeugt werden. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit, Mahamudra-Tantra und Tantrische Ebenen und Pfade.

Vollkommenheit der Weisheit Jede Weisheit, die durch Bodhichitta-Motivation gehalten wird. Siehe Herz der Weisheit, Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Vollkommenheitsfahrzeug Das Fahrzeug des Mahayana-Sutra.

Vorbereitende Übungen Übungen, die den Geist für die erfolgreiche Meditation vorbereiten, z. B. den Geist reinigen, Verdienste ansammeln und Segnungen empfangen. Siehe auch Essenz des Glücks. Siehe Freudvoller Weg, Das neue Meditationshandbuch, Das Klare Licht der Glückseligkeit und Führer ins Dakiniland.

Vorgestelltes Objekt Das festgehaltene Objekt eines begrifflichen Geistes. Es braucht kein existierendes Objekt zu sein. Das vorgestellte Objekt der Sicht der vergänglichen Ansammlung zum Beispiel ist ein inhärent existierendes Ich, aber dieses Ich gibt es nicht. Siehe Herz der Weisheit, Sinnvoll zu betrachten und Den Geist verstehen.

Vorherrschende Bedingung Das, was hauptsächlich die Entwicklung eines Sinnes- oder geistigen Gewahrseins unterstützt. Siehe Den Geist verstehen.

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Wachsamkeit Ein geistiger Faktor, der eine Art von Weisheit ist, die die Aktivität unseres Körpers, unserer Rede und unseres Geistes untersucht und weiß, ob sich Fehler entwickeln oder nicht. Siehe Den Geist verstehen.

Wahre Beendigung Die endgültige Natur eines Geistes, der mittels eines wahren Pfades von jeder Behinderung befreit wurde. Siehe Freudvoller Weg und Herz der Weisheit.

Wahre Existenz Existenz, die auf irgendeine Weise unabhängig von begrifflicher Zuschreibung ist.

Wahrer Pfad Ein spiritueller Pfad, der von einer Weisheit gehalten wird, die Leerheit direkt realisiert. Siehe Freudvoller Weg und Herz der Weisheit.

Wahrer Ursprung Eine Handlung oder Verblendung, die die Hauptursache für ein Wahres Leiden ist. Siehe Freudvoller Weg und Herz der Weisheit.

Wahres Festhalten Ein begrifflicher Geist, der wahre Existenz festhält.

Wahres Leiden Ein verunreinigtes Objekt, das durch Verblendungen und Karma geschaffen wurde. Siehe Freudvoller Weg und Herz der Weisheit.

Wahrheitskörper Der Naturkörper und der Weisheits-Wahrheitskörper eines Buddhas. Siehe auch Körper eines Buddhas.

Wahrheitskörper Der Weisheits-Wahrheits- und der Naturkörper eines Buddhas. Der erste ist der allwissende Geist eines Buddhas und der zweite ist Leerheit oder die endgültige Natur seines (oder ihres) Geistes. Siehe Freudvoller Weg.

Wahrnehmen Wahrnehmen, erkennen und dem Geist erscheinen sind Synonyme. Sowohl Sinnes- als auch geistige Gewahrseinsarten nehmen Objekte wahr. Vgl. auch Apprehend.

Wandernde Wesen in Samsara, die von einer unkontrollierten Wiedergeburt zur andern wandern.

Weisheit Ein tugendhafter, intelligenter Geist, der seinen primären Geist dazu führt, sein Objekt gründlich zu realisieren.

Weisheit Ein tugendhafter, intelligenter Geist, der seinen primären Geist dazu führt, sein Objekt gründlich zu realisieren. Eine Weisheit ist ein spiritueller Pfad, der dazu dient, unseren Geist von Verblendungen oder ihren Prägungen zu befreien. Ein Beispiel von Weisheit ist die korrekte Sicht der Leerheit. Siehe Herz der Weisheit und Den Geist verstehen.

Weisheits-Wahrheitskörper Der allwissende Geist eines Buddhas. Siehe auch Buddha’s bodies. Siehe Tantrische Ebenen und Pfade.

Weisheitswesen Ein wirklicher Buddha, insbesondere einer, der eingeladen wird, um sich mit einem visualisierten Verpflichtungswesen zu vereinen.

Weiße Tara Tara ist ein weiblicher Buddha. Sie ist die Verkörperung der endgültigen Weisheit aller Buddhas. Die Weiße Tara ist als die «mitfühlende Mutter des langen Lebens» bekannt. Verlassen wir uns aufrichtig und mit starkem Vertrauen auf Mutter Tara, wird sie uns schnell vor allen Hindernissen beschützen und uns alle unsere Wünsche erfüllen.

Weiter Pfad Der weite Pfad beinhaltet alle Methodenübungen, von der anfänglichen Entwicklung des Mitgefühls bis zum abschließenden Erlangen des Formkörpers eines Buddhas. Siehe Freudvoller Weg und Ozean von Nektar.

Weltliche Belange, die acht Die Objekte der acht weltlichen Belange sind: Glück und Leiden, Reichtum und Armut, Lob und Kritik und guter Ruf und schlechter Ruf. Sie werden « weltliche Belange» genannt, weil weltliche Leute ständig um sie besorgt sind und sich die einen wünschen und versuchen, die anderen zu vermeiden. Siehe Allumfassendes Mitgefühl und Freudvoller Weg.

Widmung ist von Natur aus ein tugendhafter geistiger Faktor; es ist die tugendhafte Absicht, die die Funktion hat, die angesammelte Tugend sowohl an der Degeneration zu hindern als auch ihre Zunahme zu bewirken. Siehe Freudvoller Weg.

Widmung Wenn wir unsere tugendhaften Handlungen von Körper, Rede und Geist der eigenen und der Erleuchtung anderer widmen, verhindern wir, dass die Verdienste dieser Handlungen zerstört oder vermindert werden und stellen sicher, dass wir ihre guten Ergebnisse erfahren. Siehe Freudvoller Weg.

Wiedererkenner Ein Erkenner, der realisiert, was bereits durch die Kraft eines früheren gültigen Erkenners realisiert wurde. Siehe Herz der Weisheit und Den Geist verstehen.

Wiedergeburt

Winde Siehe Innere Winde.

Wunderkräfte Siehe Clairvoyance.

Wunscherfüllendes Juwel Ein legendäres Juwel, das – wie Aladins Wunderlampe – alle Wünsche gewährt.

Wurzel-Guru Der wichtigste Spirituelle Meister, von dem wir die Ermächtigungen, Unterweisungen und mündlichen Überlieferungen unserer Hauptpraxis erhalten haben. Siehe Große Schatzkammer der Verdienste, Freudvoller Weg und Herzjuwel.

Wut Ein verblendeter geistiger Faktor, der sein verunreinigtes Objekt beobachtet, seine schlechten Qualitäten übertreibt, es als nicht begehrenswert erachtet und ihm schaden will. Siehe Den Geist verstehen.

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Yama Siehe Lord of Death.

Yamantaka Eine Gottheit des Höchsten Yoga-Tantras, die eine zornvolle Manifestation Manjushris ist.

Yidam Siehe Gottheit.

Yoga Ein Begriff, der für verschiedene spirituelle Übungen verwendet wird, die das Aufrechterhalten einer besonderen Sicht mit sich bringen, wie zum Beispiel Guru-Yoga und die Yogas des Essens, Schlafens, Träumens und Aufwachens. «Yoga» bezieht sich auch auf Vereinigung, wie zum Beispiel die Vereinigung von Ruhigem Verweilen und Höherem Sehen. Siehe Führer ins Dakiniland.

Yoga-Tantra Siehe Four classes of Tantra.

Yogi / Yogini Sanskrit-Ausdrücke, die sich gewöhnlich auf männliche oder weibliche Meditierende beziehen, die die Vereinigung von Ruhigem Verweilen und Höherem Sehen erlangt haben.

Yogischer Direktwahrnehmer Ein Direktwahrnehmer, der ein subtiles Objekt direkt realisiert, in Abhängigkeit von seiner außergewöhnlichen vorherrschenden Bedingung, einer Konzentration, die eine Vereinigung von Ruhigem Verweilen und Höherem Sehen ist. Siehe Den Geist verstehen.

Yongdzin Ling Rinpoche Siehe Ling Rinpoche.

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Zehn Richtungen Die vier Hauptrichtungen, die vier Zwischenrichtungen und die Richtungen oben und unten.

Zehn Vollkommenheiten Die Sechs Vollkommenheiten sowie die Vollkommenheit der geschickten Mittel, des Gebetes, der Kraft und des erhabenen Gewahrseins. Siehe Ozean von Nektar.

Zentralkanal Der Hauptkanal in der Mitte unseres Körpers, entlang welchem die Kanalräder angeordnet sind. Siehe Das Klare Licht der Glückseligkeit

Zuflucht Eigentlicher Schutz. Zuflucht nehmen zu Buddha, Dharma und Sangha bedeutet, Vertrauen in diese Drei Juwelen zu haben und sich auf sie zu verlassen, um Schutz vor allen Gefahren und Leiden zu erhalten. Siehe Freudvoller Weg und Sinnvoll zu betrachten.

Zufriedenheit Mit seinen inneren und äußeren Umständen zufrieden zu sein, durch eine tugendhafte Absicht motiviert.

Zugeschriebenes Objekt Ein Objekt, das auf seine Basis der Zuschreibung zugeschrieben ist. Bezüglich eines einzelnen Objektes ist es unmöglich, dass etwas sowohl die Basis der Zuschreibung als auch das zugeschriebene Objekt ist. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Zusammensetzende Faktoren Die Anhäufung von zusammensetzenden Faktoren enthält alle geistigen Faktoren, außer Gefühl und Unterscheidung, sowie nichtassoziierte zusammengesetzte Phänomene. Siehe Herz der Weisheit.

Zusammensetzender Gleichmut Ein geistiger Faktor, der die Funktion hat, den primären Geist von geistigem Sinken und geistiger Erregung abzuhalten. Siehe Den Geist verstehen.

Zuschreibung, bloße Gemäß der Madhyamika-Prasangika Schule werden alle Phänomene in Abhängigkeit von ihrer Basis der Zuschreibung durch bloße Vorstellung zugeschrieben. Deshalb sind sie bloße Zuschreibung und existieren nicht im mindesten aus sich selbst heraus. Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Zwei Behinderungen Behinderungen zur Befreiung und Behinderungen zur Allwissenheit. Hinayana-Feindzerstörer und Bodhisattvas über der siebten Ebene haben die Behinderungen zur Befreiung aufgegeben, aber nicht die Behinderungen zur Allwissenheit. Folglich erscheinen ihnen die Objekte als inhärent existierend, wenn sie sich nicht im meditativen Gleichgewicht über Leerheit befinden. Siehe auch Behinderungen zur Befreiung und Behinderungen zur Allwissenheit.

Zwei Extreme Das Extrem der Existenz (oder das Extrem der Beständigkeit) und das Extrem der Nichtexistenz (oder das Extrem des Nichts). Wenn zum Beispiel unserem Geist ein Tisch erscheint, so ist ein nichtexistierender Tisch ein Beispiel für das Extrem der Nichtexistenz und ein inhärent existierender Tisch ein Beispiel für das Extrem der Existenz. Der Tisch, den wir sehen, ist keines dieser beiden Extreme, also existiert keines der Extreme. Der Tisch, den wir mit einem gültigen Bewusstsein sehen, existiert, aber er ist leer von inhärenter Existenz.

Zwei Wahrheiten Konventionelle Wahrheit und endgültige Wahrheit. Siehe Sinnvoll zu betrachten und Ozean von Nektar.

Zweifel Ein geistiger Faktor, der in Bezug auf sein Objekt unschlüssig ist. Siehe Den Geist verstehen.

Zweiunddreißig Hauptzeichen Manchmal «Hauptmerkmale» genannt. Besondere Merkmale der Form eines Buddhas. Beispiele sind: das Zeichen des Rades auf den Handflächen und den Fußsohlen. Die 80 Nebenmerkmale beinhalten Zeichen wie kupferfarbige Nägel.

Zweiundsechzig Gottheiten Herukas Es gibt 62 Gottheiten in Herukas Mandala: sechs Gottheiten des großen Glückseligkeitsrades, sechzehn Gottheiten des Herzrades, sechzehn Gottheiten des Rederades, sechzehn Gottheiten des Körperrades und acht Gottheiten des Verpflichtungsrades. Siehe Führer ins Dakiniland.

Zwischenzustand (Tib. Bardo) Der Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt. Er fängt in dem Augenblick an, in dem das Bewusstsein den Körper verlässt, und hört in dem Augenblick auf, in dem der Geist in den Körper des nächsten Lebens eintritt. Siehe Freudvoller Weg und Das Klare Licht der Glückseligkeit.

Zwölf Haupttaten Die Haupttaten eines Erhabenen Ausstrahlungskörpers sind: (1) Herkunft vom Freudvollen Land, (2) Empfängnis im Mutterleib, (3) Geburt, (4) Meisterschaft in Fähigkeiten der Jugend und Sport, (5) Vergnügungen mit einer Ehefrau und einem Gefolge, (6) Ordination, (7) Asketendasein, (8) Meditation unter dem Bodhi-Baum, (9) Überwindung von Maras, (10) Erlangung der Erleuchtung zeigen, (11) Drehung des Dharma-Rades, (12) Zeigen, wie man stirbt.

Zwölf Quellen Die sechs Kräfte (die Augensinneskraft usw.) und die sechs Objekte dieser Kräfte (visuelle Formen usw.). Siehe Herz der Weisheit und Ozean von Nektar.

Zyklische Existenz Siehe Samsara.

überprüft mit Glossar 2003

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