{"id":2386,"date":"2014-11-04T16:12:03","date_gmt":"2014-11-04T16:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/local.kadampa.org\/reference-3\/was-ist-geist"},"modified":"2014-11-04T16:12:03","modified_gmt":"2014-11-04T16:12:03","slug":"was-ist-geist","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kadampa.org\/de\/referenz\/was-ist-geist","title":{"rendered":"Was ist Geist"},"content":{"rendered":"<p>Auszug aus <a href=\"https:\/\/kadampa.org\/de\/books\/verwandle-dein-leben\">Verwandle dein Leben<\/a> by <a href=\"https:\/\/kadampa.org\/de\/buddhism\/geshe-kelsang-gyatso\">Ehrw\u00fcrdigen Geshe Kelsang Gyatso<\/a>.<\/p>\n<p>Manche Leute denken, der Geist sei das Gehirn oder ein anderer Teil oder eine Funktion des K\u00f6rpers. Das ist jedoch nicht richtig. Das Gehirn ist k\u00f6rperlich, etwas, das man mit den Augen sehen kann. Es kann fotografiert werden, und es kann operiert werden. Der Geist hingegen ist nicht k\u00f6rperlich. Er kann weder mit den Augen gesehen werden, noch kann man ihn fotografieren oder durch eine Operation wiederherstellen. Das Gehirn ist deshalb nicht der Geist, sondern einfach nur ein Teil des K\u00f6rpers.<\/p>\n<p>Innerhalb unseres K\u00f6rpers gibt es nichts, was wir als unseren Geist identifizieren k\u00f6nnen, weil K\u00f6rper und Geist verschiedene Wesenheiten sind. Unser Geist kann zum Beispiel sehr besch\u00e4ftigt sein, von einem Objekt zum anderen springen, w\u00e4hrend unser K\u00f6rper entspannt und regungslos ist. Dies ist ein Hinweis darauf, dass K\u00f6rper und Geist nicht von gleicher Natur sind.<\/p>\n<p>In den buddhistischen Schriften wird unser K\u00f6rper mit einem Gasthaus verglichen und unser Geist mit einem Gast, der darin verweilt. Sterben wir, verl\u00e4sst unser Geist unseren K\u00f6rper und geht ins n\u00e4chste Leben \u00fcber, so wie ein Gast eine Herberge verl\u00e4sst und weiter zieht.<\/p>\n<p>Wenn der Geist nicht das Gehirn oder irgendein anderer Teil unseres K\u00f6rpers ist, was ist er dann? Er ist ein formloses Kontinuum mit der Funktion, Objekte wahrzunehmen und zu verstehen. Weil der Geist von Natur aus formlos oder immateriell ist, kann er auch nicht durch materielle Objekte behindert werden.<\/p>\n<p>Es ist sehr wichtig, unfriedliche Geisteszust\u00e4nde von friedvollen Geisteszust\u00e4nden unterscheiden zu k\u00f6nnen. Wie im vorherigen Kapitel erkl\u00e4rt wurde, werden Geisteszust\u00e4nde, die unseren inneren Frieden st\u00f6ren, wie Wut, Neid und begehrende Anhaftung, Verblendungen genannt. Sie sind die Hauptursachen f\u00fcr alle unsere Leiden<\/p>\n<p>Wir denken vielleicht, unsere Leiden seien durch andere Menschen, durch schlechte materielle Umst\u00e4nde oder durch die Gesellschaft verursacht. In Wirklichkeit jedoch entstehen Leiden durch unsere verblendeten Geisteszust\u00e4nde. Die Essenz der Dharma-Praxis ist es, unsere Verblendungen zu vermindern und schlie\u00dflich ganz auszul\u00f6schen und sie durch immerw\u00e4hrenden inneren Frieden zu ersetzen. Das ist der wahre Sinn unseres Menschenlebens.<\/p>\n<p>Der wichtigste Punkt beim Verstehen des Geistes ist, dass die Befreiung von Leiden nicht au\u00dferhalb des Geistes gefunden werden kann. Best\u00e4ndige Befreiung kann nur durch die Reinigung des Geistes gefunden werden. Wenn wir frei von Problemen sein und anhaltenden Frieden und immerw\u00e4hrendes Gl\u00fcck finden wollen, m\u00fcssen wir daher unser Wissen und Verst\u00e4ndnis des Geistes vertiefen.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein tieferes Verst\u00e4ndnis der Natur und Funktionen des Geistes, siehe das Buch, <a href=\"https:\/\/kadampa.org\/de\/books\/den-geist-verstehen\">Den Geist verstehen<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"excerpt","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2361,"menu_order":41,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"sync_status":"","episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","castos_file_data":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","footnotes":""},"section":[],"class_list":["post-2386","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2386\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"section","embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/section?post=2386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}