{"id":2013,"date":"2015-03-15T11:33:23","date_gmt":"2015-03-15T11:33:23","guid":{"rendered":"http:\/\/local.kadampa.org\/buddhism-3\/sich-auf-einen-spirituellen-meister-verlassen"},"modified":"2026-01-05T09:39:14","modified_gmt":"2026-01-05T09:39:14","slug":"sich-auf-einen-spirituellen-meister-verlassen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kadampa.org\/de\/buddhism\/sich-auf-einen-spirituellen-meister-verlassen","title":{"rendered":"Sich auf einen spirituellen Meister verlassen"},"content":{"rendered":"<p>Auszug aus dem Buch <a href=\"\/?page_id=1765\">Gro\u00dfe Schatzkammer der Verdienste<\/a> des <a href=\"https:\/\/kadampa.org\/de\/buddhism\/geshe-kelsang-gyatso\">Ehrw\u00fcrdigen Geshe Kelsang Gyatso<\/a>.<\/p>\n<p>Alle Schulen des Buddhismus sind sich einig, dass die Praxis des Guru-Yoga oder das Verlassen auf einen Spirituellen Meister die Wurzel des spirituellen Pfades und die Grundlage aller spirituellen Erlangungen ist.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen dies anhand unserer gew\u00f6hnlichen Erfahrungen verstehen. Wenn wir uns beispielsweise besondere F\u00e4higkeiten aneignen, eine bestimmte Sportart beherrschen oder ein Musikinstrument gut erlernen m\u00f6chten, suchen wir ganz nat\u00fcrlich einen qualifizierten Lehrer, der uns unterweisen kann. Dadurch, da\u00df wir dem Beispiel unseres Lehrers folgen und seine oder ihre Unterweisungen aufrichtig anwenden, erreichen wir schlie\u00dflich unser Ziel und werden genauso wie unser Lehrer. Wenn es f\u00fcr solche weltlichen Errungenschaften notwendig ist, sich auf einen qualifizierten Lehrer zu verlassen, wie viel notwendiger ist dies dann f\u00fcr spirituelle Erlangungen wie beispielsweise Befreiung oder Erleuchtung?<\/p>\n<p>Es gibt zwei Hauptstr\u00f6mungen im Buddhismus: das Hinayana oder das Kleine Fahrzeug und das Mahayana oder das Gro\u00dfe Fahrzeug. Die Praxis, sich auf einen Spirituellen Meister zu verlassen, ist grundlegend in beiden.<\/p>\n<p>Dem Hinayana zufolge sollten wir unseren Spirituellen Meister <em>wie<\/em> einen Buddha betrachten und ihm mit einem Geist des Vertrauens und der Hingabe Geschenke und Dienstleistungen darbringen und seine G\u00fcte dadurch erwidern, dass wir seinen Rat befolgen und seine Unterweisungen praktizieren.<\/p>\n<p>Dem Mahayana zufolge, sollten wir unseren Spirituellen Meister jedoch als einen_tats\u00e4chlichen_ Buddha betrachten und uns mit einem Geist des Vertrauens sowohl in Gedanken als auch in Taten aufrichtig auf ihn verlassen.<\/p>\n<p>Sowohl im Hinayana als auch im Mahayana h\u00e4ngt die gesamte spirituelle Schulung von der Anleitung und den Segnungen eines qualifizierten Spirituellen Meisters ab.<\/p>\n<h3>Die Eigenschaften eines reinen Spirituellen Meisters<\/h3>\n<p>Ein reiner Spiritueller Meister muss authentische spirituelle Erlangungen haben, eine reine \u00dcberlieferungslinie halten, den Buddhadharma sch\u00e4tzen und mit Liebe und Mitgef\u00fchl fehlerfreie Unterweisungen seinen oder ihren Sch\u00fclern erteilen. Wenn wir solch einem Spirituellen Meister begegnen, k\u00f6nnen wir uns als sehr gl\u00fccklich sch\u00e4tzen. Wir sollten Vertrauen in ihn entwickeln und uns aufrichtig auf ihn verlassen, indem wir das was er lehrt, rein praktizieren. <\/p>\n<p>Geshe Potawa sagt, dass es f\u00fcr einen reinen Sch\u00fcler nicht schwer ist, Erleuchtung zu erlangen, wenn er einem reinen Spirituellen Meister begegnet.<\/p>\n<p>Unser Geist ist wie ein Feld, die Unterweisungen unseres Spirituellen Meisters sind wie Samen, die auf diesem Feld ausges\u00e4t wurden und unser Vertrauen in unseren Spirituellen Meister ist wie Wasser, das diese Samen keimen l\u00e4sst. Wenn diese drei zusammentreffen, werden wir schnell und m\u00fchelos eine reiche Ernte an Dharma-Verwirklichungen erzielen.<br \/>\nWenn wir diese Bedingungen im Augenblick nicht haben, sollten wir daf\u00fcr beten, sie in Zukunft zu finden.<\/p>\n<p>Sind wir einmal einem qualifizierten Spirituellen Meister begegnet, so ist die Art und Weise, sich auf ihn zu verlassen, im Grunde recht einfach. Das einzige was wir tun m\u00fcssen, ist Vertrauen in ihn zu entwickeln und seine Unterweisungen nach unserem besten K\u00f6nnen in die Praxis umzusetzen. Wenn wir dies tun, werden sich unsere Dharma-Verwirklichungen ganz nat\u00fcrlich vergr\u00f6\u00dfern und wir werden schnell Erleuchtung erlangen. <\/p>\n<p>Wir sollten unseren Spirituellen Meister als unsere Mutter betrachten, die f\u00fcr uns sorgt und uns wertsch\u00e4tzt, als unseren Vater, der uns mit allem, was wir ben\u00f6tigen, versorgt und uns vor Gefahren sch\u00fctzt, als den Mond, der die Hitze der Verblendungen in unserem Geisteskontinuum abk\u00fchlt, als die Sonne, die die Dunkelheit der Unwissenheit aus unserem Geist vertreibt und als eine Art g\u00fctigen Wohlt\u00e4ter, der uns das unsch\u00e4tzbare Geschenk des Dharma gibt.<\/p>\n<p>Einem voll qualifizierten Spirituellen Meister zu begegnen, ist unendlich bedeutungsvoller, als \u00e4u\u00dferen Reichtum zu besitzen. Unser Spiritueller Meister ist unser eigentlicher Wohlt\u00e4ter. Er gibt uns den inneren Reichtum der moralischen Disziplin, Konzentration und Weisheit und f\u00fchrt uns schlie\u00dflich zur erhabenen Gl\u00fcckseligkeit der vollen Erleuchtung<\/p>\n<p>Selbst wenn wir riesigen materiellen Reichtum besitzen, sind wir, wenn uns diese inneren Verwirklichungen fehlen, in Wirklichkeit verarmt. Wenn wir andererseits dadurch, dass wir uns auf einen Spirituellen Meister verlassen, die Verwirklichungen der Stufen des Pfades in unserem Geisteskontinuum entwickeln, werden wir wahrhaftig reich sein, selbst dann wenn wir keine materiellen Besitzt\u00fcmer haben.<\/p>\n<p>Deshalb sollten wir uns nicht mit \u00e4u\u00dferem Reichtum und Entwicklung besch\u00e4ftigen, sondern unsere gesamte Energie daf\u00fcr verwenden, dass wir uns aufrichtig auf einen voll qualifizierten Spirituellen Meister verlassen.\u2019 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"excerpt","protected":false},"author":1,"featured_media":1125,"parent":1984,"menu_order":49,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"sync_status":"","episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","castos_file_data":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","footnotes":""},"section":[1938],"class_list":{"0":"post-2013","1":"page","2":"type-page","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"section-buddhismus","7":"resize-featured-image"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2013"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":692315,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2013\/revisions\/692315"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1984"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1125"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"section","embeddable":true,"href":"https:\/\/kadampa.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/section?post=2013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}