Kadampa-Buddhismus

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Gründer ~ Der Ehrwürdige Geshe Kelsang Gyatso

Verwandle Dein Leben

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Eine glückselige Reise

Von Geshe Kelsang Gyatso

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Mit Hilfe der praktischen Ratschläge, die dieses Buch enthält, können wir unseren Geist und unser Leben verwandeln, unser menschliches Potential entfalten und immerwährenden Frieden und Glück finden.

“Eine Werk von tiefer spiritueller Einsicht” – THE NARPA REVIEW

“Dieses ausgezeichnete Buch regt zum Nachdenken an.” – MIDWEST BOOK REVIEW


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Ausschnitt:

Der innere Reichtum des Mitgefühls

Ein Ausschnitt aus Verwandle Dein Leben

Von Geshe Kelsang Gyatso

Wenn wir uns von der Meditation erheben, versuchen wir, unsere Erfahrung des Mitgefühls in die Meditationspause einzubringen. Jedesmal wenn wir jemandem begegnen, sollten wir uns daran erinnern, wie er leidet, und daraufhin Mitgefühl für ihn entwickeln. Dann wird der bloße Anblick eines Lebewesens wie das Entdecken eines seltenen und kostbaren Schatzes sein. Der Grund dafür ist, dass das Mitgefühl, das wir bei der Begegnung mit anderen empfinden, ein erhabener innerer Schatz ist, der eine unerschöpfliche Quelle des Nutzens sowohl für unser derzeitiges Leben als auch für unsere zukünftigen Leben darstellt.

Wie bereits erwähnt, kann uns weltlicher Reichtum in unseren zukünftigen Leben nicht helfen, und selbst in diesem Leben ist es ungewiss, ob er uns Glück bringen wird, denn häufig ist er die Ursache für die verschiedensten Formen von Ängsten und kann sogar unser Leben gefährden. Reiche Leute haben spezielle Sorgen, die arme Menschen nicht kennen; sie haben beispielsweise Angst vor Dieben, machen sich Sorgen über ihre Investitionen, die Zinssätze, über einen eventuellen Verlust ihres Geldes oder ihres gesellschaftlichen Ranges. Das ist eine schwere Last für sie.

Während die meisten Leute sich jederzeit frei bewegen können, benötigen viele wohlhabende und berühmte Leute Leibwächter und machen sich vielleicht sogar Sorgen darüber, entführt zu werden. Reiche Menschen haben wenig Freiheit oder Unabhängigkeit, und sie können sich niemals völlig entspannen. Je höher wir in der Welt aufsteigen, um so tiefer müssen wir fallen; es ist sicherer, näher am Boden zu sein.

Ganz gleich wie erfolgreich wir darin sind, unsere äußeren Lebensumstände zu verbessern, sie können uns niemals weder reines Glück bringen, noch wirklichen Schutz vor Leiden bieten. Wahres Glück kann man in dieser unreinen Welt nicht finden. Anstatt danach zu streben, äußeren Reichtum zu erwerben, wäre es viel besser, wenn wir den inneren Reichtum der Tugend suchen würden, denn im Gegensatz zu äußerem Reichtum kann uns dieser niemals täuschen und wird uns auf jeden Fall den Frieden und das Glück bringen, nach dem wir uns sehnen.

Sind wir geschickt, so können Freunde wie Schatztruhen für uns sein, aus denen wir den kostbaren Schatz der Liebe, des Mitgefühls, der Geduld und so weiter schöpfen können. Damit unsere Freunde diese Funktion aber ausüben können, muss unsere Liebe frei von Anhaftung sein. Ist unsere Liebe für unsere Freunde mit starker Anhaftung verbunden, wird sie davon abhängig sein, dass sich die Freunde so verhalten, wie wir es wünschen, und sobald sie etwas tun, was uns missfällt, kann unsere Zuneigung in Wut umschlagen. Tatsächlich sind es meist unsere Freunde, die das Objekt unserer Wut sind, und nicht unsere Feinde oder Fremde!

Sind wir oft ungehalten mit unseren Freunden, machen wir sie zu Maras. Ein Mara ist jemand oder etwas, durch das unsere spirituelle Praxis beeinträchtigt wird. Niemand ist von sich aus ein Mara, lassen wir es jedoch zu, dass andere Menschen verblendete Geistesarten wie Wut, starke Anhaftung oder Selbst-Wertschätzung in uns hervorrufen, so werden sie für uns zu Maras.

Ein Mara muss keine Hörner und keinen beängstigenden Gesichtsausdruck zur Schau tragen; ein scheinbar guter Freund, der uns schmeichelt und uns zu sinnlosen Aktivitäten verführt, kann ein größeres Hindernis für unsere spirituelle Praxis darstellen. Ob unsere Freunde kostbare Schätze oder Maras sind, hängt vollständig von uns selbst ab. Wenn wir uns aufrichtig in Geduld, Mitgefühl und Liebe üben, können sie wie unbezahlbare Juwelen sein, aber wenn wir häufig wütend auf sie werden, können sie zu Maras werden.

Wir wären überglücklich, wenn wir eine vergrabene Schatzkiste entdecken oder einen großen Geldbetrag gewinnen würden, und würden uns für Glückspilze halten. Bedenken wir jedoch die trügerische Natur des weltlichen Reichtums und die Überlegenheit des inneren Reichtums der Tugend, wie viel glücklicher sollten wir uns da schätzen, wenn wir ein anderes Lebewesen treffen, das eine potentielle Quelle unbegrenzten inneren Reichtums darstellt? Für einen ernsthaften und mitfühlenden Praktizierenden ist allein schon der Anblick anderer Lebewesen, mit ihnen sprechen zu können oder der bloße Gedanke an sie vergleichbar mit dem Fund eines vergrabenen Schatzes. Alle seine Begegnungen mit anderen Menschen dienen dazu, sein Mitgefühl zu vertiefen, und selbst alltägliche Aktivitäten, wie einkaufen oder mit Freunden plaudern, werden zu Ursachen für die Erleuchtung.

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